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,Das Risiko der Lächerlichkeit‘ - Helmuth Plessners Konzept von menschlicher Würde

Title: ,Das Risiko der Lächerlichkeit‘ - Helmuth Plessners Konzept von menschlicher Würde

Term Paper (Advanced seminar) , 2011 , 28 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: B.A. Politik und Verwaltung, Soziologie Anja Kegel (Author)

Politics - Political Theory and the History of Ideas Journal

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Summary Excerpt Details

Der Begriff Würde bzw. Menschenwürde ist heutzutage jedem geläufig. Was aber genau
sich hinter dem Termini Würde verbirgt und welche Rolle sie in und für die Moderne
spielt, soll Thema dieser Hausarbeit sein.
Im Allgemeinen bezeichnet die Würde eine bestimmte Eigenschaft des Menschen, eine
besondere gesellschaftliche Stellung oder eine besondere Seinbestimmung inne zu haben.
Dieses Charakteristikum beruht u.a. auf besondere moralische Handlungen oder
äußert sich in Form der Ausübung eines hohen Amtes. Der Wert der Würde liegt im
Inneren der Person selbst. Die Menschenwürde wiederum meint, dass jeder Einzelne
allein wegen seiner bloßen Existenz einen eigenen inneren Wert besitzt, den er weder
verlieren, noch der ihm wieder genommen werden kann.
Beinahe alle liberalen Demokratien erkennen heutzutage die Menschenwürde implizit
an. In der deutschen Verfassung wird sie beispielsweise als oberstes Prinzip der Verfassungsordnung
verwendet. Hier heißt es: „Die Würde des Menschen ist unantastbar“.
Woher jedoch stammt diese Wendung ursprünglich? Vielen ist nicht bekannt, dass der
Urheber der Formulierung des Artikel 1 im deutschen Grundgesetz der Philosoph Helmuth
Plessner ist (vgl. Schmölders 2002: 212). Bereits 1924 hat sich Plessner in seinem
Werk „Grenzen der Gemeinschaft“ mit der Politisierung der Gemeinschaft sowie der
Rolle der Gesellschaft beschäftigt und eindeutig herausgearbeitet, warum gerade die
Würde eine entscheidende Rolle für das Individuum spielt. Ihm „ging es um die unverbrüchliche
dialektische Verbindung von Gemeinschaft und Gesellschaft als Verwirklichungsweisen
sozialen Daseins, um die Bestreitung möglicher Vereinseitigung des Gemeinschaftsideals,
den Nachweis also der Unaufhebbarkeit der Öffentlichkeit, der Distanzen,
der Diplomatie, von Gewalt und Macht im zwischenmenschlichen Verkehr“
(Plessner 2001: 177f.).
Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich einerseits mit Plessners Konzept von menschlicher
Würde sowie seiner Interpretation der Seele, aber auch mit den positiven Grenzen
der Gemeinschaft. Ferner geht es darum, darzustellen, welche Rolle die Menschenwürde
in der Moderne spielt.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

1.1 Problemstellung

1.2 Aufbau der Hausarbeit

2 Begriffsdefintion der Kernbegriffe

2.1 Die beiden Kategorien: Gemeinschaft und Gesellschaft

2.2 Gemeinschaft und Gesellschaft bei Plessner

2.3 Der Termini Würde

2.4 Der Würdebegriff bei Plessner

3 „Grenzen der Gemeinschaft“

3.1 Der Kampf ums wahre Gesicht – Das Risiko der Lächerlichkeit

3.2 Plessners Interpretation der menschlichen Seele

3.3 Die positiven Grenzen der Gemeinschaft

3.4 Die Rolle der Würde

3.5 Das dauerhafte Risiko der Lächerlichkeit

4 Die Würde des Menschen in der Moderne

5 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Konzept der menschlichen Würde bei Helmuth Plessner, insbesondere vor dem Hintergrund seines Werkes „Grenzen der Gemeinschaft“. Ziel ist es, Plessners philosophisch-anthropologische Lösung für den Konflikt zwischen Gemeinschaft und Gesellschaft darzulegen, das Risiko der Lächerlichkeit zu ergründen und die Relevanz dieser Überlegungen für moderne gesellschaftliche Fragestellungen zu bewerten.

  • Philosophische Anthropologie bei Helmuth Plessner
  • Dialektik und Abgrenzung von Gemeinschaft und Gesellschaft
  • Das Konzept der menschlichen Seele und die Bedeutung der Würde
  • Die Analyse des „Risikos der Lächerlichkeit“ als Schutzfunktion
  • Ethische Herausforderungen der Menschenwürde in der Moderne

Auszug aus dem Buch

3.1 Der Kampf ums wahre Gesicht – Das Risiko der Lächerlichkeit

In diesem Kapitel verfolgt Plessner das Ziel, die positiven Grenzen der Gemeinschaft aufzuzeigen, „bis zu dem Aufweis jener Werte durchzustoßen, die nur eine gesellschaftliche Lebensordnung bringen kann, bis dahin, wo Gemeinschaft unerträglich und würdelos wird“ (Plessner 2002: 57). Bereits an diesem Zitat wird deutlich, worauf Plessner sein Augenmerk richtet. Ihm geht es um die Würde des Menschen, die innerhalb der Gemeinschaft nicht zum Tragen kommen kann.

Worin liegt nach Plessner das entscheidende Problem der Gemeinschaft? Die Gemeinschaft wurzelt im schrankenlosen Vertrauen ihrer Glieder (vgl. ebd.: 58). Er unterscheidet die beiden Gemeinschaftsarten: Gemeinschaft des Blutes und Gemeinschaft der Sache. Die Gemeinschaft des Blutes bedeutet für Plessner die „Preisgabe letzter Intimität, weil das Ganze aus substantiellen Beziehungen von Person zu Person, um personhafte Mitte geschart, die jedem Gliede unvertretbare Stellung verleiht, in pulsierender Lebendigkeit sich aufbaut“ (ebd.: 58). Währenddessen die Gemeinschaft der Sache die Intimität der Personen schont, „die ohne Stellenwert, gänzlich vertretbar, in dem bloßen Hingeordnetsein auf die Sache zur funktionellen Einheit der Leistung zusammengeschlossen sind“ (ebd.: 58). Das entscheidende Problem bzw. die Grenze von Gemeinschaft äußert sich laut Plessner darin, dass der Mensch in beiden Gemeinschaftsarten mit seiner individuellen Persönlichkeit, den Eingang in die Gemeinschaft bezahlt (vgl. ebd.: 58).

Letztendlich gibt der Mensch laut Plessner für den Eintritt in die Gemeinschaft seine Individualität bzw. seine Würde auf und verzichtet darauf, seine eigene Persönlichkeit zu entwickeln und zu leben.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik des Würdebegriffs ein und verortet Helmuth Plessner als Urheber des Würde-Artikels im Grundgesetz, während sie den Aufbau der Untersuchung skizziert.

2 Begriffsdefintion der Kernbegriffe: Dieses Kapitel liefert eine theoretische Grundlage, indem es die Begriffe Gemeinschaft, Gesellschaft und Würde sowohl allgemein als auch in Plessners spezifischer Interpretation definiert.

3 „Grenzen der Gemeinschaft“: Das Kapitel analysiert Plessners Hauptwerk, kritisiert den sozialen Radikalismus und untersucht die anthropologischen Grundlagen der menschlichen Seele sowie das Risiko der Lächerlichkeit.

4 Die Würde des Menschen in der Moderne: Hier wird Plessners Theorie auf aktuelle gesellschaftliche Herausforderungen, wie etwa die Bioethik und Menschenrechtsfragen, angewendet und kritisch diskutiert.

5 Fazit: Die abschließende Betrachtung fasst Plessners Plädoyer für einen liberalen Gesellschaftsethos zusammen und betont die anhaltende Relevanz der Selbstdistanz für ein würdevolles Miteinander.

Schlüsselwörter

Helmuth Plessner, Menschenwürde, Gemeinschaft, Gesellschaft, Soziale Differenzierung, Philosophie des Ausgleichs, Risiko der Lächerlichkeit, Seele, Selbstdistanz, Gesellschaftsethos, Politische Theorie, Anthropologie, Moderne, Individualität, Rollenspiel.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert Helmuth Plessners philosophisches Konzept der Menschenwürde und seine Kritik am sozialen Radikalismus in seinem Werk „Grenzen der Gemeinschaft“.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Zentral sind die theoretische Abgrenzung von Gemeinschaft und Gesellschaft, das Wesen der menschlichen Seele und die Bedeutung der Distanz sowie des „Risikos der Lächerlichkeit“.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Plessner die Würde des Individuums durch einen liberalen Gesellschaftsethos und die Anerkennung notwendiger Rollendistanz bewahren will.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet der Autor?

Es handelt sich um eine systematische, politikphilosophische Untersuchung, die auf Plessners philosophischer Anthropologie basiert und diese mit modernen gesellschaftlichen Diskursen verknüpft.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil widmet sich der Definition der Kernbegriffe, der detaillierten Analyse von Plessners „Grenzen der Gemeinschaft“ und der Anwendung seiner Thesen auf moderne ethische Probleme.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Zu den wichtigsten Begriffen gehören Plessner, Menschenwürde, Gemeinschaft, Gesellschaft, Selbstdistanz und das Risiko der Lächerlichkeit.

Warum ist laut Plessner die „Maske“ oder das „Rollenspiel“ für die Würde wichtig?

Durch das Übernehmen von sozialen Rollen und Masken vermeidet das Individuum die totale Entblößung und Preisgabe seiner Seele, was notwendig ist, um die eigene Würde im öffentlichen Raum zu schützen.

Inwiefern beeinflusst Plessners Konzept aktuelle bioethische Diskussionen?

Die Arbeit nutzt Plessners Ansatz, um die Probleme der modernen Gesellschaft, etwa in der Embryonenforschung oder der Sterbehilfe, als Konflikte um die menschliche Würde und deren Definition zu interpretieren.

Was bedeutet das „Risiko der Lächerlichkeit“ bei Plessner?

Es bezeichnet die Gefahr, dass menschliche Äußerungen und die nackte Existenz lächerlich wirken, wenn sie nicht durch die „Bekleidung mit Form“ und gesellschaftliche Distanz geschützt werden.

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Details

Title
,Das Risiko der Lächerlichkeit‘ - Helmuth Plessners Konzept von menschlicher Würde
College
University of Potsdam
Grade
1,7
Author
B.A. Politik und Verwaltung, Soziologie Anja Kegel (Author)
Publication Year
2011
Pages
28
Catalog Number
V181676
ISBN (Book)
9783656047872
ISBN (eBook)
9783656048206
Language
German
Tags
Politische Theorie Gemeinschaft und Gesellschaft Würde Helmuth Plessner Grenzen der Gemeinschaft Risiko der Lächerlichkeit
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
B.A. Politik und Verwaltung, Soziologie Anja Kegel (Author), 2011, ,Das Risiko der Lächerlichkeit‘ - Helmuth Plessners Konzept von menschlicher Würde, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/181676
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