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Kollektives Lernen in interorganisationalen Netzwerken

Theoretische und empirische Erkenntnisse

Titel: Kollektives Lernen in interorganisationalen Netzwerken

Seminararbeit , 2010 , 25 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Felix Michelmann (Autor:in)

Führung und Personal - Sonstiges

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

„If you think you can go it alone in today’s global economy, you are highly mistaken” Der Wettbewerb befindet sich im Wandel. Verkürzte Produktlebenszyklen und das häufige Scheitern von Produktinnovationen führen zu einem erhöhten Wettbewerbs- und Innovationsdruck. In diesem Umfeld übersteigen die Anforderungen oft die individuellen und organisationalen Kompetenzen. Als Konsequenz erfolgt ein Umdenken im strategischen Management hin zur ‚Coopetition‘, die die Leistungserstellung in Partnerschaften proklamiert. […] Netzwerke gelten hierbei als besonders effektiv und flexibel, um die Anpassung an ein turbulentes Umfeld zu bestehen. Insbesondere unterstützen sie eine gemeinsame Entwicklung der Partner durch interorganisationales Lernen. Dies kann zu einem erheblichen Wettbewerbsvorteil führen.
Trotz der hohen Relevanz des Lernens dominierten über lange Zeit die Annahmen der Neoklassik, die eine Auseinandersetzung mit Lernprozessen in den Wirtschaftswissenschaften obsolet machten. […] Der wissenschaftliche Diskurs mit dem Themenfeld des interorganisationalen Lernens ist hingegen erst in den letzten Jahren zunehmend fokussiert worden. So kommen verschiedene Autoren darin überein, dass bisher nur ungenügend über das Lernen zwischen Organisationen und das Wissen dieser Verbindungen bekannt ist.
Viele Wissenschaftler, die sich diesem neuen Forschungszweig widmen, überschätzen die Bereitschaft der Organisationen, Wissen interorganisational zu transferieren […] Daher soll in dieser Arbeit eine bisher wenig beleuchtete theoretische Heranführung an die Chancen, aber vor allem auch an die Risiken verfolgt werden. […] Die zentrale Forschungsfrage lässt sich demnach formulieren: ‚Welche Chancen und Hindernisse ergeben sich aus dem kollektiven Lernen zwischen Organisationen?‘
Zunächst werden im zweiten Kapitel die Begriffe und Theorien, die dieser Arbeit zugrunde liegen eingeführt. Im dritten Kapitel werden die Gründe für die Bildung von Kooperationen herausgearbeitet. Des Weiteren werden basierend auf der Spieltheorie, der Netzwerktheorie und der Lerntheorie die Chancen und Hindernisse hergeleitet. Diese Herangehensweise über mehrere theoretische Ansätze ist erforderlich, da es bisher an einer einheitlichen Theorie interorganisationaler Netzwerke mangelt. Abschließend werden anhand der gewonnenen Kenntnisse Implikationen für die Managementpraxis vorgestellt und im vierten Kapitel die Ergebnisse resümiert, sowie kritisch reflektiert.

(Quellen siehe Originaltext)

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einführung

2 Grundlagen

2.1 Begriffliche Abgrenzung

2.1.1 Lernen und Wissen

2.1.2 Interorganisationale Netzwerke

2.2 Überblick relevanter Managementtheorien

2.2.1 Das Gefangenendilemma der Spieltheorie

2.2.2 Netzwerktheorie

2.2.3 Lerntheorie

3 Chancen und Hindernisse interorganisationalen Lernens

3.1 Erkenntnisse basierend auf dem Gefangenendilemma der Spieltheorie

3.1.1 Die spieltheoretische Entstehung von Netzwerken

3.1.2 Das dysfunktionale Lerndilemma strategischer Allianzen

3.2 Erkenntnisse aus der Netzwerktheorie

3.2.1 Lernen in formellen interorganisationalen Netzwerken

3.2.2 Lernen in informellen interorganisationalen Netzwerken

3.3 Erkenntnisse aus der Lerntheorie

3.3.1 Widersprüche als Auslöser expansiven Lernens

3.3.2 Wissensbarrieren des Lernens

3.4 Implikationen für die Managementpraxis

4 Fazit und Ausblick

Zielsetzung und Themen

Die Arbeit untersucht die Chancen und Hindernisse des kollektiven Lernens zwischen Organisationen, um ein tieferes Verständnis für die Dynamiken in Unternehmenskooperationen zu entwickeln und Implikationen für das Management abzuleiten.

  • Kollektives Lernen in interorganisationalen Kontexten
  • Spieltheoretische Analyse von Kooperationsdilemmata
  • Netzwerktheoretische Perspektiven auf Lernprozesse
  • Lerntheoretische Grundlagen und Barrieren beim Wissenstransfer
  • Managementimplikationen für eine erfolgreiche Lernkultur

Auszug aus dem Buch

3.1.2 Das dysfunktionale Lerndilemma strategischer Allianzen

Basierend auf dem vorherigen Abschnitt werden nun erweiternde Annahmen vorgestellt, die die Identifizierung wesentlicher Hindernisse ermöglichen. Hierdurch lassen sich Schwierigkeiten kollektiven Lernens und das Scheitern strategischer Allianzen erklären (vgl. Bengtsson et al. 1998, 294). Allianzen gelten hier jedoch eher als Erklärungsrahmen für generalisierbare Aussagen über interorganisationaler Relationen.

Die Mitglieder einer Allianz haben die Chance am meisten zu lernen, wenn alle Akteure miteinander kooperieren (vgl. Child 2007, 663). Die Verfügbarkeit anderer Wissensbasen ermöglicht dabei einen Zugang zu Wissen, welches ohne die Kooperation nicht verfügbar gewesen wäre (vgl. Dinur/Inkpen 1998, 455). Weiterhin ergibt sich Synergie aus der Interaktion, die zur Schaffung neuen interorganisationalen Wissens führen kann. Auf individueller Ebene erscheint es rational dieses Potential stärker als die Partnerorganisationen zu nutzen und eigene Informationen zurückzuhalten. Diese Asymmetrie führt jedoch dazu, dass auch andere Mitglieder beginnen den Zugang zu ihrer Wissensbasis einzuschränken. In Anlehnung an das Gefangenendilemma entwickelt sich so ein dysfunktionales Lerndilemma. Das Bestreben einer Organisation, die gemeinsamen Lernresultate zu vereinnahmen, führt gleichzeitig zur Reduzierung oder zum Erliegen der Generierung neuen Wissens. (vgl. Bengtsson et al. 1998, 286-289)

Um diesen Zusammenhang genauer zu analysieren, kombinieren Bengtsson et al. (1998) das Konstrukt der Rezeptivität und Transparenz interorganisationaler Lernbeziehungen von Hamel (1991) mit dem Konfliktverhaltensmodell von Thomas (1976). Des Weiteren beschränkt sich das Rahmenwerk aus pragmatischen Gründen auf eine dyadische Unternehmensbeziehung. So lässt sich interorganisationales Lernen als Kombination der Wahlentscheidungen zweier Unternehmen untersuchen und in einer Ergebnismatrix, wie in der Abbildung 2 ersichtlich, darstellen. (vgl. Bengtsson et al. 1998, 288ff.)

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einführung: Die Einleitung beleuchtet den steigenden Wettbewerbsdruck und die Notwendigkeit kollektiven Lernens, stellt die zentrale Forschungsfrage und definiert den methodischen Rahmen der Arbeit.

2 Grundlagen: In diesem Kapitel werden grundlegende Begriffe wie Wissen, Lernen und interorganisationale Netzwerke geklärt sowie spiel-, netzwerk- und lerntheoretische Ansätze eingeführt.

3 Chancen und Hindernisse interorganisationalen Lernens: Dieser Hauptteil analysiert basierend auf den eingeführten Theorien die Entstehung von Kooperationen, die Risiken des dysfunktionalen Lerndilemmas sowie die Einflüsse von Macht und Wissensbarrieren.

4 Fazit und Ausblick: Das Fazit resümiert die theoretischen Erkenntnisse, hebt die zentrale Rolle des Managements hervor und identifiziert weiteren Forschungsbedarf.

Schlüsselwörter

Interorganisationales Lernen, Strategische Allianzen, Kollektives Lernen, Spieltheorie, Gefangenendilemma, Netzwerktheorie, Wissenstransfer, Rezeptivität, Transparenz, Wissensbarrieren, Managementpraxis, Organisationslernen, Kooperation, Wettbewerbsvorteil, Lernkultur.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der theoretischen und empirischen Analyse von kollektivem Lernen zwischen Organisationen und untersucht dabei insbesondere die Chancen und Risiken, die sich aus solchen Kooperationen ergeben.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die theoretische Fundierung des interorganisationalen Lernens durch Spiel-, Netzwerk- und Lerntheorie sowie die Identifikation von Hindernissen, wie Wissensbarrieren oder das dysfunktionale Lerndilemma.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, ein besseres Verständnis für die Dynamiken des interorganisationalen Lernens zu gewinnen, um daraus praxisorientierte Empfehlungen für das Management von Unternehmenskooperationen abzuleiten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretisch orientierte Arbeit, die auf einer umfassenden Literaturanalyse basiert und verschiedene managementtheoretische Ansätze miteinander kombiniert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Entstehung von Netzwerken, das dysfunktionale Lerndilemma in Allianzen, die Bedeutung von Vertrauen und Macht sowie die Barrieren bei der Übertragung von implizitem und explizitem Wissen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind interorganisationales Lernen, strategische Allianzen, Wissenstransfer, Gefangenendilemma, Netzwerktheorie und Managementimplikationen.

Wie unterscheidet der Autor zwischen explizitem und implizitem Wissen?

Explizites Wissen ist in formaler Sprache leicht übertragbar und kodifizierbar, während implizites Wissen schwer verbalisierbar, intuitiv und eng an Personen oder den spezifischen Unternehmenskontext gebunden ist.

Was versteht man in der Arbeit unter dem dysfunktionalen Lerndilemma?

Es beschreibt die Situation, in der das Bestreben einer Organisation, durch einseitige Wissensaneignung den eigenen Nutzen zu maximieren, langfristig dazu führt, dass das gesamte kooperative Lernpotenzial und damit die Wissensgenerierung in der Allianz zum Erliegen kommen.

Ende der Leseprobe aus 25 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Kollektives Lernen in interorganisationalen Netzwerken
Untertitel
Theoretische und empirische Erkenntnisse
Hochschule
Georg-August-Universität Göttingen  (Professur für Unternehmensführung und Organisation)
Veranstaltung
Seminar Organisation
Note
1,7
Autor
Felix Michelmann (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2010
Seiten
25
Katalognummer
V181403
ISBN (Buch)
9783656046134
ISBN (eBook)
9783656046516
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Lernen kollektives Lernen Interorganisational Netzwerk Netzwerke Netzwerktheorie Spieltheorie Lerntheorie Organisation
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Felix Michelmann (Autor:in), 2010, Kollektives Lernen in interorganisationalen Netzwerken, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/181403
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  25  Seiten
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