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Sein und Schein der Hauptfiguren in Molières "L'Avare"

Titel: Sein und Schein der Hauptfiguren in Molières "L'Avare"

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2009 , 18 Seiten , Note: 2,3

Autor:in: Anonym (Autor:in)

Französische Philologie - Literatur

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Prosakomödie L’Avare, am 9. September 1668 uraufgeführt, ist eines der letzten Stücke Molières. Es entstand im „fruchtbarsten Produktionsjahr Molières“ , in dem er auch Amphitryon und Georges Dandin verfasst hatte. Der Erfolg war allerdings mäßig, das Stück entsprach nicht dem damaligen Geschmacksideal. Die Verwendung der Prosa, die fehlende Einheit der Handlung und die romantische Auflösung störten das Publikum. Heute ist „der Geizige“ jedoch ein beliebtes Theaterstück und seit 1680 „la comédie de Molière la plus représentée à la Comédie-Francaise après Le Tartuffe“ .
Mit „L’Avare“ hat Molière ein Stück geschrieben, dessen zentrale Themen „der Streit zwischen Schein und Sein, Wahrheit und Täuschung“ sind. Gegenstand dieser Arbeit ist deshalb die textnahe Analyse der Hauptfiguren. Dabei soll der Schwerpunkt auf der Frage liegen, ob und wenn ja aus welchem Grund sich die Protagonisten verstellen, auf welche Mittel sie dafür zurückgreifen und inwiefern sie mit ihrem Vorgehen Erfolg haben.
Zunächst wird unter Punkt 2 ein kurzer Überblick über den Inhalt des Stücks gegeben um dann unter Punkt 3 die Figuren Harpagon, Cléante, Elise sowie Anselme, Valère und Mariane ausführlich zu betrachten. Abschließend werden in einem Fazit die Ergebnisse zusammengetragen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Der Inhalt des Stücks

3. Die Figuren zwischen Sein und Schein

3.1. Harpagon

3.2. Cléante

3.3. Elise

3.4. Anselme

3.5. Valère

3.6. Mariane

4. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das zentrale Motiv des Streits zwischen Sein und Schein sowie Wahrheit und Täuschung in Molières Komödie "L’Avare". Ziel ist eine textnahe Analyse der Hauptfiguren, um zu ergründen, warum diese sich verstellen, welche Strategien sie dabei anwenden und inwieweit ihre Maskeraden zum Erfolg führen.

  • Analyse der Motivlage für Täuschungshandlungen bei Harpagon und seinen Kindern
  • Gegenüberstellung von eigennützigem Kalkül und aufrichtigem Streben nach Liebe
  • Untersuchung der gesellschaftlichen Rollen und des Konzepts der "honnêteté"
  • Die Funktion von Identität und Verstellung im Kontext familiärer Machtstrukturen
  • Die Rolle der Täuschung als notwendiges Mittel gegen Tyrannei und Geiz

Auszug aus dem Buch

3.1. Harpagon

Harpagon, ist ein vermögender Bürger und verwitwetes Familienoberhaupt seiner beiden Kinder Cléante und Elise. Sein Leben ist durch seinen Geiz bestimmt, der sich auf verschiedenen Ebenen manifestiert: Da ist einerseits die manische Angst, Geld durch unnötige Ausgaben zu verlieren oder gar bestohlen zu werden (was in der Sorge um seine Kassette kulminiert) und andererseits das Bestreben, sein Vermögen durch horrende Kredite und die möglichst gewinnbringende Verheiratung seiner Kinder zu vergrößern.

Die Sorge, jemand könnte es auf sein Geld abgesehen haben, führt dazu, dass er niemandem vertraut, vor allem nicht seinen Kindern und Angestellten und überall Verschwörungen wittert: „Je crois qu’ils [Cléante et Elise] se font signe l’un à l’autre de me voler ma bourse“ (S. 76). Er hat nicht unrecht mit seinem Gefühl, hintergangen zu werden. Jedoch erkennt er nicht, dass es den Kindern und Bediensteten nicht primär um sein Geld geht (dieses spielt als Erbe für Cléante nämlich doch eine Rolle), sondern um die Liebe.

Er selbst versucht sich als armen Mann darzustellen und tut so, als ob er kein Vermögen besäße, um den Ansprüchen all derer, die von ihm finanziell abhängig sind, keinen Raum zu geben: „Plût à Dieu que je les eusse, dix mille écus! […] J’en aurois bon besoin. […] Et je ne me plaindrois pas, comme je fais, que le temps est misérable.“ (S. 72f.). Alle die etwas Anderes sagen bezichtigt er als Lügner: „Comment? j’ai assez de bien! Ceux qui le disent en ont menti. Il n’y a rien de plus faux; et ce sont des coquins qui font courir tous ces bruts-là.“ (S. 73).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in das Stück "L’Avare", dessen historische Einordnung sowie die Formulierung der zentralen Forschungsfrage zum Spannungsfeld zwischen Sein und Schein.

2. Der Inhalt des Stücks: Kurze Rekapitulation der handlungstragenden Konflikte, insbesondere der Heiratspläne Harpagons und der gegensätzlichen Wünsche seiner Kinder.

3. Die Figuren zwischen Sein und Schein: Detaillierte Analyse der Charaktere, wobei deren individuelles Agieren zwischen Täuschung und Authentizität untersucht wird.

3.1. Harpagon: Untersuchung des Geizes als dominierende Eigenschaft, die ihn dazu führt, sich als arm zu maskieren und sein Umfeld zu verdächtigen.

3.2. Cléante: Analyse des Sohnes, der unter dem Druck seines Vaters steht und beginnt, soziale Rollen zu spielen, um seine Liebe zu Mariane zu ermöglichen.

3.3. Elise: Betrachtung der Tochter, die zwischen ihrem Eheversprechen an Valère und der väterlichen Autorität steht und nur defensiv agiert.

3.4. Anselme: Porträt des Vernunftmenschen, der durch seine Großzügigkeit den Konflikt löst und das Ideal der "honnêteté" verkörpert.

3.5. Valère: Analyse seiner Rolle als Diener, die er als Maske nutzt, um sich das Vertrauen Harpagons zu erschleichen und die Verbindung zu Elise zu festigen.

3.6. Mariane: Untersuchung der passiven Rolle der Mariane, die trotz ihrer moralischen Integrität in das Spiel der Verstellungen hineingezogen wird.

4. Fazit: Zusammenführung der Ergebnisse, wobei betont wird, dass der "Schein" der Jüngeren ein Mittel zum Zweck der Liebe ist, während der "Schein" Harpagons der Macht und dem Geiz dient.

Schlüsselwörter

Molière, L’Avare, Der Geizige, Sein und Schein, Täuschung, Maskerade, honnêteté, Familienkonflikt, Identität, Literaturanalyse, Vernunftehe, Liebende, Drama, 17. Jahrhundert, Rollenspiel

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Charaktere aus Molières "L’Avare" hinsichtlich ihrer Verhaltensweisen im Spannungsfeld zwischen persönlicher Authentizität und notwendiger Täuschung.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind der Geiz, die väterliche Macht, gesellschaftliche Konventionen, die Rolle der "honnêteté" und die Rechtfertigung von Täuschung aus Liebe.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist die Beantwortung der Frage, warum und mit welchen Mitteln sich die Protagonisten verstellen und ob sie mit diesen Strategien ihre Ziele erreichen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine textnahe Analyse der Hauptfiguren im Kontext der literaturwissenschaftlichen Forschung zum 17. Jahrhundert durchgeführt.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil widmet sich der detaillierten Betrachtung jeder einzelnen Hauptfigur, um deren spezifische Motive und Handlungen im Stück zu beleuchten.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Sein und Schein, Maskerade, honnêteté, gesellschaftliche Normen und Molières Dramatik charakterisiert.

Wie unterscheidet sich die Täuschung der Kinder von der Harpagons?

Während Harpagons Täuschung eigennützig und auf den Erhalt seines Reichtums ausgerichtet ist, dient die Maskerade der Kinder als notwendiges, defensives Mittel, um ihre Liebe gegen die Tyrannei des Vaters zu verteidigen.

Welche Bedeutung hat Anselme für den Ausgang des Stücks?

Anselme fungiert als "raisonneur", der durch Uneigennützigkeit und Vernunft eine utopische Auflösung des Konflikts ermöglicht, die den Kindern ihre Freiheit sichert.

Ende der Leseprobe aus 18 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Sein und Schein der Hauptfiguren in Molières "L'Avare"
Hochschule
Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main
Note
2,3
Autor
Anonym (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2009
Seiten
18
Katalognummer
V180975
ISBN (eBook)
9783656037453
Sprache
Deutsch
Schlagworte
sein schein hauptfiguren molières avare
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anonym (Autor:in), 2009, Sein und Schein der Hauptfiguren in Molières "L'Avare", München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/180975
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