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Ärzte und Patienten im Krieg. Aspekte der (Militär-)Psychiatrie im Ersten Weltkrieg

Doris Kaufmanns "Widerstandsfähige Gehirne" und "Kampfunlustige Seelen"

Titel: Ärzte und Patienten im Krieg. Aspekte der (Militär-)Psychiatrie im Ersten Weltkrieg

Hausarbeit , 2011 , 10 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Riccardo Terrasi (Autor:in)

Geschichte Deutschlands - Erster Weltkrieg, Weimarer Republik

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese Arbeit beschäftigt sich mit der Rolle der Psychiatrie während des Ersten Weltkriegs. Es wird die mentalitätsgeschichtliche Frage beleuchtet, inwieweit die Psychiater in ihren Diagnosen gemäß des Zeitgeistes handelten, oder ob sie unter dem Einfluss der politischen gegebenheiten diagnostizierten.

Gestützt wurde sich dabei auf den Aufsatz der Historikerin Doris Kaufmann mit dem Titel ""Widerstandsfähige Gehirne" und "kampfunlustige Seelen". Angereichert wurde sie mit aus der Veranstaltung erhaltenen Informationen und Fachliteratur. Am Ende befindet sich ein Literaturverzeichnis, welches hilfreiche Darstellungen zum Thema enthält.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

Einführung

Zur Mentalitäts- und Wissenschaftsgeschichte des I. Weltkriegs

I. Wie wurde psychiatrisches Wissen über den „Faktor Mensch im Krieg“ geschaffen?

II. Die Psychiatrische Sinndeutung des Ersten Weltkriegs und die Interpretation der Kriegserfahrung auf gesellschaftlicher und individueller Ebene nach 1918

Resümee

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Rolle der Psychiatrie im Ersten Weltkrieg und analysiert, wie psychiatrische Experten durch die Anwendung sozialdarwinistischer und rassenhygienischer Ideologien zur Disziplinierung von Soldaten beitrugen. Dabei wird der Frage nachgegangen, inwieweit die Wissenschaftler in ihrem Handeln autonom agierten oder als Instrumente staatlicher Interessen fungierten, um die Verwissenschaftlichung sozialer Phänomene in dieser Zeit kritisch zu beleuchten.

  • Die Verwissenschaftlichung psychischer Phänomene im 19. und 20. Jahrhundert.
  • Die psychiatrische Deutung des „Faktors Mensch“ unter Kriegsbedingungen.
  • Die Instrumentalisierung psychiatrischer Diagnosen zur Sozialdisziplinierung.
  • Der Einfluss des Zeitgeistes auf medizinisch-wissenschaftliche Urteile.
  • Die langfristigen gesellschaftlichen Auswirkungen dieser psychiatrischen Ideologien.

Auszug aus dem Buch

I. Wie wurde psychiatrisches Wissen über den „Faktor Mensch im Krieg“ geschaffen?

Wie von der Mehrheit der Bevölkerung, so wurde auch von den Psychiatrien der Kriegsausbruch 1914 begrüßt, die ihm eine positive Auswirkung auf die „Volksseele“ zusprachen. Der Psychiatrieprofessor Otto Binswanger äußerte sich dahingehend, dass viele psychische Erkrankungen junger Menschen bei Kriegsausbruch zurückgegangen seien. Seine Ansicht musste jedoch bald der Realität weichen und einer seiner Kollegen stellte fest, dass schon zu Beginn des Krieges deutlich wurde, dass bei einigen das „[...] Nervensystem für die Strapazen und Grauen des modernen Krieges schlechterdings nicht ausreicht“. Dass viele Soldaten vor allem durch laute Geräusche Schäden davon trugen, wurde vom Direktor der Tübinger Nervenklinik Robert Gaupp festgestellt. Dieses Thema handelte er in seinem Aufsatz „Hysterie und Kriegsdienst“ ab. Darin erläuterte er, dass die Hauptursache für psychische Erkrankungen im Krieg die lauten Geräusche z. B. das „Platzen“ von Granaten seien.

Um die Jahrhundertwende wurde von der Psychiatrie der Versuch unternommen, die „Hysterie“ psychologisch zu erklären, wobei man zu dem Ergebnis kam, dass es bei einigen Menschen eine verborgene Verletzung des zentralen Nervensystems gäbe. Man nahm bei der Hysterie folglich eine körperlich bedingte Ursache an. Ausgelöst würde diese durch gleichzeitige mechanische und psychische Erschütterung, dies war bereits bei Eisenbahnunfällen beobachtet worden.

Zusammenfassung der Kapitel

Einführung: Die Einleitung beleuchtet das massenhafte Auftreten psychischer Erkrankungen im Ersten Weltkrieg und führt in die wissenschaftsgeschichtliche Perspektive der Arbeit ein.

Zur Mentalitäts- und Wissenschaftsgeschichte des I. Weltkriegs: Dieses Kapitel beschreibt die medizinischen Rahmenbedingungen des Krieges und die Anfänge der psychiatrischen Debatte um sogenannte Kriegsneurotiker.

I. Wie wurde psychiatrisches Wissen über den „Faktor Mensch im Krieg“ geschaffen?: Hier wird analysiert, wie psychiatrische Diagnosen durch biologistische und rassenhygienische Vorstellungen geprägt wurden, um Soldaten zu disziplinieren.

II. Die Psychiatrische Sinndeutung des Ersten Weltkriegs und die Interpretation der Kriegserfahrung auf gesellschaftlicher und individueller Ebene nach 1918: Das Kapitel untersucht die Kontinuität psychiatrischer Ideologien über das Kriegsende hinaus und deren Einfluss auf gesellschaftliche Legendenbildungen.

Resümee: Das Resümee fasst zusammen, dass die Psychiatrie maßgeblich zur Legitimierung menschenverachtender Ideologien beitrug, die den Weg in den Nationalsozialismus ebneten.

Schlüsselwörter

Psychiatrie, Erster Weltkrieg, Kriegsneurose, Hysterie, Sozialdarwinismus, Rassenhygiene, Verwissenschaftlichung, Disziplinierung, Menschenmaterial, Militärpsychiatrie, Volksseele, Simulationsvorwurf, Kriegserfahrung, Wissenschaftsgeschichte, Nationalsozialismus.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Rolle der Psychiatrie während des Ersten Weltkriegs und wie medizinisches Wissen genutzt wurde, um psychisch erkrankte Soldaten zu kategorisieren und zu behandeln.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Verwissenschaftlichung sozialer Phänomene, die Anwendung eugenischer Theorien auf Soldaten sowie die psychiatrische Deutung von Kriegserfahrungen im Kontext des Zeitgeistes.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuklären, ob Psychiater eigenverantwortlich handelten oder dem Staat als Instrument dienten, und wie ihre Diagnosen zur Stigmatisierung und Disziplinierung von Patienten beitrugen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer wissenschaftshistorischen Analyse, die sich primär auf die Darstellung von Doris Kaufmann stützt und durch weitere Literatur ergänzt wird.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung der Entstehung psychiatrischen Wissens im Krieg und die psychiatrische Sinndeutung des Kriegsgeschehens über das Jahr 1918 hinaus.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Psychiatrie, Kriegsneurose, Sozialdarwinismus, Rassenhygiene und Disziplinierung.

Warum galten Soldaten mit psychischen Problemen oft als Simulanten?

Die Psychiater unterstellten den Soldaten eine „wunschbedingte hysterische Symptombildung“, um einer weiteren Frontteilnahme zu entgehen, was auch durch ökonomische Interessen bei der Rentenversicherung motiviert war.

Welchen Einfluss hatte die Psychiatrie auf die Dolchstoßlegende?

Einige Psychiater interpretierten den Ausgang des Krieges dahingehend, dass er maßgeblich durch „minderwertige Psychopathen“ verloren gegangen sei, was das Narrativ der Dolchstoßlegende stützte.

War die Psychiatrie dem Nationalsozialismus bereits vor 1933 verbunden?

Die Arbeit kommt zu dem Schluss, dass die Psychiatrie bereits vor 1914 eugenische und rassistische Denkmuster förderte, die den späteren Weg in den Nationalsozialismus in hohem Maße vorbereiteten.

Ende der Leseprobe aus 10 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Ärzte und Patienten im Krieg. Aspekte der (Militär-)Psychiatrie im Ersten Weltkrieg
Untertitel
Doris Kaufmanns "Widerstandsfähige Gehirne" und "Kampfunlustige Seelen"
Hochschule
Universität Vechta; früher Hochschule Vechta
Note
1,3
Autor
Riccardo Terrasi (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2011
Seiten
10
Katalognummer
V179693
ISBN (eBook)
9783668199422
ISBN (Buch)
9783668199439
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Erster Weltkrieg 1. WK Psychiatrie krieg Militär Verdun mentalität Ärzte Lazarett Doris Kaufmann Geschichte neuste geschichte Rassismus Simulation simulanten soldaten patienten
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Riccardo Terrasi (Autor:in), 2011, Ärzte und Patienten im Krieg. Aspekte der (Militär-)Psychiatrie im Ersten Weltkrieg, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/179693
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Leseprobe aus  10  Seiten
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