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Was treibt die Zuschauernachfrage im Schweizer Profi Eishockey?

Eine empirische Analyse anhand Quantilsregression und OLS

Titel: Was treibt die Zuschauernachfrage im Schweizer Profi Eishockey?

Masterarbeit , 2007 , 120 Seiten , Note: 1.00

Autor:in: Martin Koller (Autor:in)

VWL - Mikroökonomie, allgemein

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese Arbeit untersucht die Determinanten der Nachfrage nach Profi-
Eishockey in der Schweiz. Dabei vergleicht sie die Resultate aus einer OLS-Schätzung und einer Quantilsregression. Die Ergebnisse sind beeindruckend. Es kann nicht nur gezeigt werden, dass die gewählten Variablen in vielen Fällen einen hochsignifikanten Einfluss auf die Nachfrage ausüben, sondern auch dass sich die Form der Verteilung der Regressoren in den verschiedenen Quantilen deutlich unterscheidet, was auf eine gewisse Heterogenität in der Nachfrage schliessen lässt. Weiter weist die Beziehung zwischen der Unsicherheit über den Ausgang des Spiels und der Besucherzahl unabhängig von der Methode einen stark positiven und signifikanten Zusammenhang aus. Obwohl das intuitiv sehr einleuchtend erscheinen mag, lassen die empirischen
Resultate vieler früherer Studien diese Eindeutigkeit vermissen. Zusätzlich wecken die Ergebnisse den Verdacht, dass sozioökonomisch bedingte, clubspezifische Eigenschaften die Nachfrage in beträchtlichem Mass stimulieren.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einführung

1.1 Ausgangslage

1.2 Aufgabenstellung und Ziele

1.3 Aufbau der Arbeit und methodisches Vorgehen

2 Literaturübersicht

2.1 Kompetitive Ausgeglichenheit und die Nachfrage nach Spitzensport

2.2 Literatur zu den betrachteten Einflüssen

2.2.1 Präferenzen der Konsumenten

2.2.2 Ökonomische Faktoren

2.2.3 Komfort beim Zuschauen

2.2.4 Sportlicher Wettbewerb

2.2.5 Angebotskapazität

2.3 Literatur zu den angewandten Schätzmethoden

3 Empirisches Framework

3.1 Der Datensatz

3.1.1 Allgemeines

3.1.2 Der Modus und die Mannschaften

3.2 Die Variablen

3.2.1 Die abhängige Variable

3.2.2 Die unabhängigen Variablen

3.2.3 Wichtige unberücksichtigte unabhängige Variablen

3.3 Schätzmethoden für die Nachfrage nach Sport

3.3.1 Ordinary Least Squares Schätzung

3.3.2 Quantilsregression

3.3.3 Der t-Test und der F-Test

4 Resultate

4.1 Allgemeines

4.2 Clubspezifische Eigenschaften

4.3 Vergleich von OLS und Quantilsregression

4.4 Preiselastizitäten

4.5 Weiterführende Untersuchungsmöglichkeiten

5 Konklusion

5.1 Zusammenfassung der Untersuchung

5.2 Persönliches Schlusswort und Dank

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit verfolgt das Ziel, die Determinanten der Zuschauernachfrage im Schweizer Profi-Eishockey empirisch zu analysieren. Der Fokus liegt dabei auf dem Vergleich zwischen OLS-Schätzungen und Quantilsregressionen sowie auf der Untersuchung der Bedeutung ex-ante vorhandener Unsicherheit bezüglich des Spielausgangs.

  • Determinanten der Nachfrage nach Profi-Eishockey in der Schweizer NLA
  • Vergleich ökonomischer Schätzmethoden (OLS vs. Quantilsregression)
  • Rolle der Unsicherheit über den Spielausgang (Uncertainty of Outcome)
  • Einfluss sozioökonomischer und clubspezifischer Eigenschaften
  • Analyse von Preiselastizitäten im Sportsektor

Auszug aus dem Buch

2.1 Kompetitive Ausgeglichenheit und die Nachfrage nach Spitzensport

Nach 50 Jahren Forschung über die Nachfrage nach Spitzensport ist die Rolle der Unsicherheit über das Resultat immer noch sehr unklar. Die grundlegende Idee von Rottenberg (1956) ist einleuchtend: Konsumenten von Sportmatches bewerten ceteris paribus ein grösseres Mass an Unsicherheit über das Resultat, bzw. an kompetitiver Ausgeglichenheit, höher. Das heisst, sie präferieren Matches mit Teams von fast ausgeglichener Spielstärke.

In den meisten Artikeln zu diesem Thema werden drei verschiedene Arten von Unsicherheit über das Resultat bezüglich Zuschauerzahl unterschieden:

Kurzfristig auf Matchebene. Das betrifft die Offenheit des Ausgangs eines einzelnen Spiels. Diese gilt als hoch, wenn zwei Teams bezüglich ihrer Punkte oder ihres Rankings fast gleich stark sind und deswegen der Sieger vor dem Spiel kaum erahnt werden kann.

Mittelfristig innerhalb einer Saison. Das bezieht sich auf die Offenheit im Kampf um eine Position in einer Liga.

Langfristig über mehrere Saisons hinweg. Diese Unsicherheit ist besonders klein, wenn einzelne Teams die Meisterschaft während mehrerer Jahre dominieren.

Diese Untersuchung beschränkt sich auf Grund der Aufgabenstellung auf die kurzfristige, auf die Matchebene und Zuschauerzahl bezogene Unsicherheit.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einführung: Hinführung zur Thematik und Darlegung der zentralen Fragestellung sowie des methodischen Vorgehens.

2 Literaturübersicht: Aufarbeitung des aktuellen Forschungsstandes zur Nachfrage im Sportsektor mit Fokus auf Unsicherheit und ökonomische Einflussfaktoren.

3 Empirisches Framework: Beschreibung der Datengrundlage, der verwendeten Variablen sowie der ökonometrischen Schätzmethoden.

4 Resultate: Präsentation und Diskussion der empirischen Ergebnisse, inklusive der clubspezifischen Effekte und der Preiselastizitäten.

5 Konklusion: Zusammenfassende Betrachtung der Erkenntnisse und Einordnung der Ergebnisse in den wissenschaftlichen Kontext.

Schlüsselwörter

Profi-Eishockey, Schweiz, Nationalliga A, Zuschauernachfrage, OLS-Schätzung, Quantilsregression, Kompetitive Ausgeglichenheit, Unsicherheit, Sportökonomie, Preiselastizität, Determinanten, Clubspezifische Effekte, Sportmanagement.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Diplomarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert empirisch, welche Faktoren die Nachfrage nach Zuschauerplätzen in der höchsten Schweizer Eishockeyliga (NLA) beeinflussen.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Im Zentrum stehen die Auswirkungen der Unsicherheit über den Spielausgang (Uncertainty of Outcome), clubspezifische Effekte sowie ökonomische Standarddeterminanten wie Ticketpreise und Budgets.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Es soll geklärt werden, was die Zuschauernachfrage treibt und ob sich bei der Analyse mittels Quantilsregression gegenüber der klassischen OLS-Methode heterogene Einflüsse in den verschiedenen Quantilen zeigen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Der Autor vergleicht die klassische "Ordinary Least Squares" (OLS) Methode mit der Quantilsregression, um detailliertere Einblicke in die Nachfragestruktur zu gewinnen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit der Aufbereitung eines umfangreichen Datensatzes aus sechs Saisons, der Spezifikation der Regressionsmodelle und der detaillierten Interpretation der Schätzergebnisse.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung?

Die Arbeit lässt sich am besten mit Begriffen wie Profi-Eishockey, Sportökonomie, Quantilsregression, Unsicherheit des Spielausgangs und Preiselastizität beschreiben.

Welche Rolle spielt die Unsicherheit laut der Analyse?

Entgegen einiger vorangegangener Studien, die keine signifikanten Ergebnisse lieferten, bestätigt diese Analyse, dass eine höhere ex-ante Unsicherheit über den Spielausgang die Nachfrage im Schweizer Eishockey signifikant erhöht.

Welchen Einfluss haben clubspezifische Faktoren?

Die Analyse zeigt, dass clubspezifische Eigenschaften eine erhebliche Rolle spielen, was durch signifikante Dummyvariablen für die verschiedenen Mannschaften in den Modellen belegt wird.

Ende der Leseprobe aus 120 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Was treibt die Zuschauernachfrage im Schweizer Profi Eishockey?
Untertitel
Eine empirische Analyse anhand Quantilsregression und OLS
Hochschule
Universität Zürich
Veranstaltung
Volkswirtschaftslehre; Sportökonomie
Note
1.00
Autor
Martin Koller (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2007
Seiten
120
Katalognummer
V179650
ISBN (eBook)
9783656019695
ISBN (Buch)
9783656020226
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Sportökonomie Zuschauernachfrage Eishockey Gleichheit Quantilsregression Zuschauer Sport
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Martin Koller (Autor:in), 2007, Was treibt die Zuschauernachfrage im Schweizer Profi Eishockey?, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/179650
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Leseprobe aus  120  Seiten
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