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Wachkoma - Eine Einführung

Mit Fallbeispielen

Title: Wachkoma - Eine Einführung

Term Paper , 2010 , 21 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Bachelor of Arts Henning Möller (Author)

Nursing Science - Miscellaneous

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Die Versorgung von Menschen im „Wachkoma“ stellt für alle Beteiligten eine große Herausforderung da. Diese Arbeit soll einen Überblick über die derzeitigen Begrifflichkeiten des „Wachkomas“ geben sowie auszugsweise zeigen, wie sich der Alltag von den Betroffenen, den Pflegenden und den Angehörigen gestaltet. Die derzeitige Rechtslage, was z.B. die Einstellung der Sondenkostgabe betrifft, wird mit der Deutschen sowie verschiedener Internationaler verglichen. Die Fallbeispiele von Terri Schiavo und Peter Klunk werden vorgestellt, um die Brisanz des Themas zu verdeutlichen. Die abschließende Zusammenfassung und persönliche Stellungnahme dient ethischen Überlegungen bezüglich des „sterben lassen“ von schwerkranken Menschen, hier am Beispiel der „Wachkoma“-Patienten, die in diesem Thema eine Vorreiterrolle eingenommen zu haben scheinen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1) Einleitung

2) Definitionen des „Wachkoma“

2.1) Appalisches Syndrom

2.2) Persistent / Permanent vegetative state

2.3) Koma vigile

3) „Wachkoma“ im Alltag

3.1) Alltag der Angehörigen

3.2) Alltag der Pflege

3.3) Alltag der Betroffenen

4) Rechtliche Aspekte zum „Wachkoma“ und Therapieeinstellung

4.1) Sterbehilfe in Deutschland

4.2) Sterbehilfe International

5) Fallbeispiel Terri Schiavo

6) Fallbeispiel Peter Klunk

7) Zusammenfassende Stellungnahme

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht die Herausforderungen der Versorgung von Menschen im Wachkoma. Dabei liegt ein besonderer Fokus auf dem Spannungsfeld zwischen medizinischen Definitionen, dem Alltag der Betroffenen und Angehörigen sowie der komplexen rechtlichen und ethischen Problematik der Sterbehilfe im nationalen und internationalen Vergleich.

  • Klinische Definitionen und Klassifizierungen des Wachkomas (z.B. Apallisches Syndrom, Koma vigile).
  • Alltägliche Belastungen und Pflegesituationen für Angehörige und Fachpersonal.
  • Die aktuelle rechtliche Lage zur Sterbehilfe und Patientenverfügung in Deutschland.
  • Internationaler Vergleich der gesetzlichen Regelungen zum „Sterben lassen“ schwerstkranker Menschen.
  • Ethische Reflexion anhand konkreter Fallbeispiele (Terri Schiavo und Peter Klunk).

Auszug aus dem Buch

2.1) Apallisches Syndrom

Das Apallische Syndrom gehört „zu den Dezerebrationssyndromen, welches ein Funktionsausfall der Großhirnrinde infolge von Sauerstoffmangel des Gehirns bei intakter Hirnstammfunktion hervorruft“ (Pschyrembel, 1998, S. 1538). Der Begriff als solches wurde in den 60er und 70er Jahren geprägt und bedeutet wörtlich gesehen „ohne Hirnmantel“.

Zu den Symptomen gehören ein „starrer Blick mit weit geöffneten Augen bei Bewusstseinsstörung“ (Bachmann, 2000, S 1258). Des Weiteren „werden folgende Hauptsymptome angeführt: − Koma vigile (wach aber ohne Bewusstsein), − Fehlende emotionale Reaktionen, − Auftreten primitiver motorischer Schablonen, − Fixierte Körperhaltung, − Extreme Überaktivität des sympathischen Nervensystems, − Belastungszeitlich regulierter Schlafrhythmus.“ (Bienstein, Hannich, 2001, S. 8)

Kritisch zu sehen ist nach Auffassung des Autors die Bezeichnung „des Teilhirntodes (...) mit dauerhafter Bewusstlosigkeit und Fehlen jeder gerichteten Aufmerksamkeit bei erhaltenen Herz-Kreislauf-Funktionen“ (Schäffler, Menche, 1999, S 78).

Zusammenfassung der Kapitel

1) Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Schwierigkeiten einer einheitlichen Definition des Wachkomas und führt in die moralisch-ethischen sowie rechtlichen Fragestellungen der Arbeit ein.

2) Definitionen des „Wachkoma“: Dieses Kapitel erläutert medizinische Fachbegriffe wie das Apallische Syndrom, den Persistent / Permanent Vegetative State und das Koma vigile.

3) „Wachkoma“ im Alltag: Der Abschnitt widmet sich den psychosozialen Herausforderungen, mit denen Angehörige, Pflegepersonal und die betroffenen Patienten selbst konfrontiert sind.

4) Rechtliche Aspekte zum „Wachkoma“ und Therapieeinstellung: Hier erfolgt eine Analyse der deutschen Rechtslage zur Sterbehilfe, ergänzt durch einen Überblick über internationale Gesetzgebungen.

5) Fallbeispiel Terri Schiavo: Anhand dieses berühmten Falles wird die Problematik des Therapieabbruchs bei Wachkomapatienten veranschaulicht.

6) Fallbeispiel Peter Klunk: Ein weiteres Fallbeispiel verdeutlicht die rechtlichen und zwischenmenschlichen Konflikte bei der Einstellung lebenserhaltender Maßnahmen.

7) Zusammenfassende Stellungnahme: Die Arbeit schließt mit einer ethischen Reflexion über die Patientenautonomie und die gesellschaftliche Verantwortung im Umgang mit schwerstkranken Menschen.

Schlüsselwörter

Wachkoma, Apallisches Syndrom, Koma vigile, Sterbehilfe, Patientenverfügung, Pflege, Ethik, Terri Schiavo, Peter Klunk, Lebensende, Hirnschädigung, Betreuung, Therapieeinstellung, Sauerstoffmangel, Medizinrecht.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit den vielfältigen Herausforderungen, die die Versorgung von Wachkomapatienten für Angehörige, Mediziner und die Gesellschaft mit sich bringt.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die Themen umfassen medizinische Begriffsdefinitionen, pflegerische Alltagsbewältigung, die rechtliche Situation in Deutschland und international sowie die Ethik des Sterbens.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es, einen Überblick über die Versorgungssituation und die rechtlichen Rahmenbedingungen der Sterbehilfe bei Wachkomapatienten zu geben und diese durch ethische Betrachtungen zu ergänzen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturrecherche in medizinischen Datenbanken sowie einer Analyse relevanter Fallbeispiele und aktueller Gesetzeslagen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in medizinische Definitionen, die Analyse der Lebenssituation der Beteiligten und eine juristische sowie ethische Einordnung der Sterbehilfe.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Zentrale Begriffe sind Wachkoma, Sterbehilfe, Patientenautonomie, Apallisches Syndrom und Pflege.

Inwiefern beeinflusst der rechtliche Rahmen die pflegerische Arbeit?

Der rechtliche Rahmen, insbesondere durch die Patientenverfügung, setzt die Leitplanken für die Behandlung. Die Arbeit zeigt auf, dass dies für das Pflegepersonal oft ein schwieriger Balanceakt zwischen rechtlicher Absicherung und ethischem Handeln ist.

Warum werden die Fälle Terri Schiavo und Peter Klunk angeführt?

Diese Fälle dienen als reale Beispiele für die Komplexität und die emotionalen sowie juristischen Hürden beim Abbruch künstlicher Ernährung.

Welches Fazit zieht der Autor in Bezug auf die Patientenverfügung?

Der Autor betont, dass eine Patientenverfügung für jeden Bürger sinnvoll wäre, um den mutmaßlichen Willen im Falle der eigenen Entscheidungsunfähigkeit zu dokumentieren, auch wenn die praktische Umsetzung oft schwierig bleibt.

Welche Rolle spielt die ethische Komponente?

Ethik wird als dynamischer Prozess verstanden, der nicht losgelöst vom Handeln der Menschen existiert, sondern durch gesellschaftliche und persönliche Werte ständig neu geformt wird.

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Details

Title
Wachkoma - Eine Einführung
Subtitle
Mit Fallbeispielen
College
University of Bremen
Grade
1,0
Author
Bachelor of Arts Henning Möller (Author)
Publication Year
2010
Pages
21
Catalog Number
V179346
ISBN (Book)
9783656017240
ISBN (eBook)
9783656017509
Language
German
Tags
Wachkoma
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Bachelor of Arts Henning Möller (Author), 2010, Wachkoma - Eine Einführung, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/179346
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