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Die Instabilität der modernen Zweierbeziehung und ihre gesellschaftlichen Folgen

Titel: Die Instabilität der modernen Zweierbeziehung und ihre gesellschaftlichen Folgen

Hausarbeit , 2011 , 26 Seiten

Autor:in: Kerstin Schirmer (Autor:in)

Soziologie - Beziehungen und Familie

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

„Die Institution der Scheidung ist wahrscheinlich genauso alt wie die Ehe selbst.“ (Hill/Kopp 2006, S. 268-269) Mit diesem Satz möchten Hill und Kopp verdeutlichen, dass es Ehescheidungen in allen Epochen und in fast allen Kulturkreisen gegeben hat. Jedoch waren sie stets die Ausnahme. Heute ist Scheidung allerdings zu einem Massenphänomen geworden. Seitdem im Jahre 1888 die Scheidungszahlen erstmals dokumentiert wurden, kann man einen fast konstanten Anstieg dieser erkennen (vgl. Hill/Kopp 2006, S. 269). Die Zahl der Ehescheidungen erfasst jedoch nur einen kleinen Teil der Beziehungsdynamik. „Die Trennungs-rate von nichtehelichen Lebensgemeinschaften innerhalb der ersten 6 Jahre ist etwa dreimal so hoch wie die Trennungsrate von Ehen.“ (Peuckert 2008, S. 172) Aus diesem Grund wurde in den letzten Jahren vermehrt von der Instabilität der modernen Zweierbeziehung gesprochen (vgl. Peuckert 2008; Lois 2009; Schmidt 2006). Die vorliegende Arbeit möchte die These der Instabilität der Zweierbeziehung näher darstellen und diese auf ihre gesellschaftlichen Auswirkungen hin untersuchen. Die zentrale Fragestellung der Arbeit lautet dabei: Welche gesellschaftlichen Veränderungen lassen sich durch die hohen Scheidungs- und Trennungsraten verzeichnen?

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Merkmale der modernen Zweierbeziehung

3 Die These der Instabilität der modernen Zweierbeziehung

4 Theoretische Erklärungsansätze

4.1 Der familienökonomische Ansatz von Becker

4.2 Das austauschtheoretische Modell zur Ehestabilität von Lewis und Spanier

4.3 Die Individualisierungsthese von Beck

5 Weitere Ursachen

5.1 Wandel der Beziehungsideale

5.2 Die Eigendynamik der Scheidungsentwicklung

6 Gesellschaftliche Folgen

6.1 Pluralisierung der Lebensformen

6.2 Wandel der Kindschaftsverhältnisse

6.2.1 Zunahme von Ein-Eltern-Familien

6.2.2 Anstieg von Fortsetzungsehen und Stieffamilien

6.3 Ökonomische Folgen

7 Fazit

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht das Phänomen der Instabilität moderner Zweierbeziehungen und analysiert die daraus resultierenden gesellschaftlichen Konsequenzen. Dabei liegt der Fokus auf der Beantwortung der Forschungsfrage, welche gesellschaftlichen Veränderungen durch die hohen Scheidungs- und Trennungsraten verzeichnet werden können.

  • Analyse theoretischer Erklärungsmodelle für Beziehungsinstabilität.
  • Untersuchung des Wandels von Beziehungsidealen und -biografien.
  • Betrachtung der Pluralisierung von Lebensformen.
  • Evaluation der sozio-ökonomischen Auswirkungen auf Familienstrukturen und Kinder.

Auszug aus dem Buch

4.1 Der familienökonomische Ansatz von Becker

Der familienökonomische Ansatz entwickelte sich zu Beginn der 1950er Jahre. Instrumentarium, das ursprünglich zur Erklärung von wirtschaftlichem Handeln entwickelt wurde, wird darin auch zur Erklärung von menschlichen Sozialverhalten eingesetzt. Eine Grundannahme der Theorie besteht darin, dass Personen anstreben, ihren eigenen Nutzen zu maximieren (vgl. Hill/Kopp 2006, S. 115). Zwei Menschen gehen also eine Ehe ein, da sie sich davon versprechen einen höheren Nutzen zu erzielen, als wenn sie alleine geblieben wären (vgl. Becker 1982, S. 226). Der Nutzen, den eine Ehe erzielt, hängt jedoch nicht allein von den auf dem Markt gekauften Gütern ab, sondern von den durch den Haushalt produzierten Gütern, die Becker auch „commodities“ nennt (vgl. Becker 1982, S. 228). Diese können sein: „Qualität der Mahlzeiten, die Qualität und Quantität der Kinder, Prestige, Erholung, Kameradschaft, Liebe und Gesundheit.“ (Becker 1982, S. 228). Commodities sind außerhalb der Beziehung nicht zu erlangen. Sie werden aus Zeit und den zur Verfügung stehenden Ressourcen hergestellt. Die Akteure entscheiden dabei, in welchem Bereich sie sich investieren (vgl. Arránz Becker 2008, S. 37).

Der Gewinn einer Ehe hängt dabei wesentlich von der optimalen Passung der beiden Partner ab (Match). „Ein guter Match liegt dann vor, wenn innerhalb der Partnerschaft Homogamie bezüglich so genannter komplementärer Eigenschaften und Heterogamie bezüglich substituierbarer Merkmale herrscht.“ (Arránz Becker 2008, S. 38). Ein optimaler Match garantiert den maximalen Ehegewinn (vgl. Hill/Kopp 2006, S. 285).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Arbeit führt in das Thema der zunehmenden Instabilität moderner Zweierbeziehungen ein und formuliert die zentrale Fragestellung hinsichtlich der gesellschaftlichen Auswirkungen.

2 Merkmale der modernen Zweierbeziehung: Dieses Kapitel definiert den Begriff der Zweierbeziehung als Strukturtypus und arbeitet konstitutive Merkmale wie Prozesshaftigkeit und Wirklichkeitskonstruktion heraus.

3 Die These der Instabilität der modernen Zweierbeziehung: Anhand empirischer Daten wird der Anstieg der Scheidungsraten sowie die höhere Instabilität nichtehelicher Lebensgemeinschaften im Vergleich zur Ehe dargestellt.

4 Theoretische Erklärungsansätze: Hier werden soziologische Theorien, insbesondere der familienökonomische Ansatz, das Austauschmodell von Lewis und Spanier sowie Becks Individualisierungsthese, zur Erklärung der Instabilität herangezogen.

5 Weitere Ursachen: Dieses Kapitel beleuchtet den Wandel von Beziehungsidealen und die Eigendynamik der Scheidungsentwicklung als zusätzliche Faktoren für die wachsende Beziehungsinstabilität.

6 Gesellschaftliche Folgen: Der Fokus liegt hier auf der Pluralisierung von Lebensformen, dem Wandel der Kindschaftsverhältnisse durch Ein-Eltern-Familien und Stieffamilien sowie den daraus resultierenden ökonomischen Konsequenzen.

7 Fazit: Die wichtigsten Ergebnisse werden zusammengefasst und die gesellschaftliche Relevanz sowie der Forschungsbedarf in Bezug auf das Geschlechterverhältnis diskutiert.

Schlüsselwörter

Zweierbeziehung, Scheidung, Trennung, Instabilität, Familienökonomie, Austauschtheorie, Individualisierung, Lebensformen, Pluralisierung, Ein-Eltern-Familie, Stieffamilien, Beziehungsdynamik, Armutsrisiko, Wertewandel, Partnerschaft.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der zunehmenden Instabilität moderner Partnerschaften und untersucht deren Auswirkungen auf die Struktur unserer Gesellschaft.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Zentrale Themen sind die Scheidungsdynamik, soziologische Erklärungsmodelle für Partnerschaftsentscheidungen, der Wertewandel in Beziehungen sowie die Folgen für Kinder und die ökonomische Lage der Partner.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Die Autorin geht der Frage nach, welche gesellschaftlichen Veränderungen sich durch die anhaltend hohen Scheidungs- und Trennungsraten nachweisen lassen.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse soziologischer Theorien und der Auswertung statistischer Daten des Statistischen Bundesamtes sowie bestehender Studien.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Definition von Zweierbeziehungen, die empirische Darstellung der Instabilität, theoretische Erklärungen (Becker, Lewis/Spanier, Beck) sowie die detaillierte Analyse der gesellschaftlichen Folgen.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich vor allem über Begriffe wie Instabilität, Individualisierung, Pluralisierung der Lebensformen und ökonomische Folgen von Trennungen definieren.

Warum ist laut Individualisierungsthese die Liebe heute schwieriger geworden?

Beck-Gernsheim argumentiert, dass durch den Wegfall traditioneller Stabilität die Partner einander zum zentralen Sinnstifter machen, was den Druck erhöht und bei unterschiedlichen Lebensentwürfen zu mehr Konfliktpotenzial führt.

Welche ökonomischen Folgen haben Trennungen besonders für Frauen?

Die Analyse zeigt, dass Frauen nach einer Scheidung ein signifikant erhöhtes Armutsrisiko tragen, welches insbesondere bei alleinerziehenden Müttern deutlich wird, da wirtschaftliche Verbesserungen oft nur durch Wiederheirat und nicht durch eigene Erwerbstätigkeit erzielt werden.

Ende der Leseprobe aus 26 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die Instabilität der modernen Zweierbeziehung und ihre gesellschaftlichen Folgen
Hochschule
Technische Universität Darmstadt
Autor
Kerstin Schirmer (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2011
Seiten
26
Katalognummer
V177482
ISBN (Buch)
9783640992461
ISBN (eBook)
9783640992768
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Scheidung Instabilität Zweierbeziehung Paarbeziehung Trennung
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Kerstin Schirmer (Autor:in), 2011, Die Instabilität der modernen Zweierbeziehung und ihre gesellschaftlichen Folgen, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/177482
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