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Ursachen, Darstellung und Perspektiven des Geschlechterkonfliktes im Spannungsfeld patriarchalischer und feministischer Strukturen

Title: Ursachen, Darstellung und Perspektiven des Geschlechterkonfliktes im Spannungsfeld patriarchalischer und feministischer Strukturen

Seminar Paper , 1988 , 17 Pages

Autor:in: Dr. Volker Brand (Author)

Sociology - Relationships and Family

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In dieser Seminararbeit geht es um einen Überblick zum Geschlechterrollenkonflikt vor dem Hintergrund emanzipatorischer Entwicklungen in der Bundesrepublik der späten 80er Jahre.

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Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung

II. Kurzer Abriss über die historische Entwicklung der Geschlechterrollen und ihrer Machtstrukturen

III. Die Theorie vom ' Geschlechterneid ' als psychoanalytischer Erklärungsansatz des Geschlechterkonfliktes

1. Der Gebärneid der Männer

2. Der Penisneid der Frauen

IV. Die Darstellung des Geschlechterkonfliktes in der Gegenwart

V. Schlussbemerkung - Die Perspektiven des Geschlechterkonfliktes

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Ursachen, Erscheinungsformen und zukünftigen Perspektiven des Geschlechterkonflikts im Spannungsfeld zwischen patriarchalisch geprägten Strukturen und feministischen Emanzipationsbestrebungen. Dabei wird insbesondere der Frage nachgegangen, inwiefern psychologische Erklärungsmodelle wie der "Geschlechterneid" dazu beitragen, die Resistenz traditioneller Rollenmuster und die Dynamik heutiger Geschlechterbeziehungen zu verstehen.

  • Historische Herleitung patriarchaler Machtstrukturen
  • Psychoanalytische Ansätze: Gebärneid und Penisneid
  • Sozioökonomische Faktoren und berufliche Benachteiligung
  • Polarisierung im zeitgenössischen Geschlechterkampf
  • Perspektiven für eine geschlechterübergreifende Identifikation

Auszug aus dem Buch

1. Der Gebärneid der Männer

Auch Wilfried Gottschalch sieht in dem Tatbestand, dass die Geschlechterrollen im Sozialisationsprozess so früh 'verinnerlicht' worden sind, einen Grund, warum die im vorigen Kapitel beschriebenen Rollenzuweisungen in einem so hohen Maße resistent gegen intellektuelle Einsichten gewesen sind. Dazu Gottschalch in seinem Buch Geschlechterneid ( 1984, S.18 ): „So kann es kommen, dass ein Mensch die Fragwürdigkeit der überkommenen Geschlechterrollen längst eingesehen hat, sich auch ernsthaft von ihnen lösen will und dennoch am tief und fest verinnerlichten Adam scheitert.“

Darüber hinaus macht Gottschalch allerdings die Konfliktträchtigkeit zwischen den Geschlechtern, das Gerangel um Superiorität und Inferiorität, an psychischen Determinanten fest. Der psychoanalytischen Lehre folgend konstatiert Gottschalch beim männlichen Geschlecht einen Gebärmutter - und Brustneid5. Demnach will der kleine Junge, der weiblichen Allmacht zunächst ausgeliefert, so sein wie die Mutter, will sie schließlich später in der ödipalen Phase besitzen, obwohl er hier lernt, ihr nicht mehr gleichen zu müssen.

Erfährt er doch in dieser Zeit, dass die weibliche Macht weitgehend auf die Familie beschränkt ist. Gleichwohl, so Gottschalch weiter, kann der Neid der Männer auf die Frauen auch später nie ganz unterdrückt werden (vgl. Gottschalch, 1984, S.38ff). Zur Untermauerung dieses Theorems führt Gottschalch Kastrationswünsche, die Couvade sowie die Dickleibigkeit und ihr Nachlassen als symbolische Schwangerschaften bzw. Geburten an (vgl. Gottschalch, 1984, S. 39).

In diesem Sinne berichtet auch Bettelheim von Jungen, die unverhohlen den nicht vorhandenen weiblichen Geschlechtsorganen nach trauern. Das kleine Kind lernt also bereits aus unmittelbarer Erfahrung die lebensspendende Macht der Frauen kennen. Allerdings ergibt sich nach Gottschalch aus dieser intimen Dependenz des Kindes gleichsam die Furcht, dass Frauen töten können. Diese Furcht erfährt das Kind primär im zeitweisen Verlassenwerden.

Zusammenfassung der Kapitel

I. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die historische Verankerung von Vorurteilen gegenüber Frauen und führt in die Thematik der geschlechtsspezifischen Machtstrukturen ein.

II. Kurzer Abriss über die historische Entwicklung der Geschlechterrollen und ihrer Machtstrukturen: Dieses Kapitel skizziert die Entstehung patriarchaler Herrschaftsordnungen von Mythen und Religionen bis hin zur Aufklärung.

III. Die Theorie vom ' Geschlechterneid ' als psychoanalytischer Erklärungsansatz des Geschlechterkonfliktes: Hier werden psychologische Theorien diskutiert, die das Gerangel zwischen den Geschlechtern als Gebär- oder Penisneid interpretieren.

IV. Die Darstellung des Geschlechterkonfliktes in der Gegenwart: Das Kapitel analysiert aktuelle sozioökonomische Ungleichheiten und die daraus resultierende Zuspitzung des Geschlechterkampfes.

V. Schlussbemerkung - Die Perspektiven des Geschlechterkonfliktes: Die Schlussbetrachtung wägt die Chancen einer Feminisierung der Gesellschaft gegen die Beharrungskraft psychologischer Konfliktmuster ab.

Schlüsselwörter

Geschlechterkonflikt, Patriarchat, Feminismus, Emanzipation, Geschlechterneid, Gebärneid, Penisneid, Machtstrukturen, psychoanalytische Theorie, Geschlechterrollen, Diskriminierung, soziale Ungleichheit, Identifikation, Geschlechterbeziehungen, Rollenverständnis

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Ursachen und die Dynamik des Geschlechterkonflikts, wobei sowohl historische patriarchale Strukturen als auch zeitgenössische Emanzipationsbewegungen betrachtet werden.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die historische Genese der Unterordnung der Frau, psychoanalytische Deutungen wie der Geschlechterneid sowie die aktuelle soziale und ökonomische Lage im Kontext von Gleichberechtigung.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, die tiefsitzenden Ursachen der geschlechtsspezifischen Konflikte aufzudecken und zu untersuchen, wie diese vor dem Hintergrund einer bestehenden Männerdominanz die heutige Gesellschaft prägen.

Welche wissenschaftlichen Ansätze werden verwendet?

Die Arbeit stützt sich primär auf psychoanalytische Erklärungsmodelle, ergänzt durch ethnologische und sozialwissenschaftliche Perspektiven zur Geschlechterdifferenzierung.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit der historischen Herleitung von Machtstrukturen, der psychoanalytischen Theorie des Geschlechterneids (Gebär- und Penisneid) sowie der empirischen Darstellung von Benachteiligungen in der Gegenwart.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Kernbegriffe sind Patriarchat, Emanzipation, Geschlechterneid, Machtstrukturen und der soziale Status der Frau.

Welche Rolle spielt die psychoanalytische Theorie nach Gottschalch?

Gottschalch liefert das zentrale Erklärungsmodell, indem er Konflikte nicht nur auf sozialer, sondern vor allem auf psychischer Ebene als wechselseitige Abhängigkeit und Neid-Dynamik verortet.

Wie bewertet der Autor die aktuelle Situation der Gleichberechtigung?

Der Autor konstatiert trotz fortschreitender Emanzipation eine weiterhin bestehende Vormachtstellung des Mannes, insbesondere in Führungspositionen und bei der Einkommensverteilung.

Welche Schlussfolgerung zieht der Autor zur Entschärfung des Konflikts?

Der Autor schlägt vor, die Identifikation über das Geschlecht zu überwinden und stattdessen den Menschen an sich als universelles Identifikationsmuster in den Mittelpunkt zu stellen.

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Details

Title
Ursachen, Darstellung und Perspektiven des Geschlechterkonfliktes im Spannungsfeld patriarchalischer und feministischer Strukturen
Author
Dr. Volker Brand (Author)
Publication Year
1988
Pages
17
Catalog Number
V175053
ISBN (Book)
9783640958542
ISBN (eBook)
9783640959075
Language
German
Tags
Geschlechterrollenkonflikt Emanzipation Geschlechterkampf
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Dr. Volker Brand (Author), 1988, Ursachen, Darstellung und Perspektiven des Geschlechterkonfliktes im Spannungsfeld patriarchalischer und feministischer Strukturen, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/175053
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