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Online Communities - Voneinander lernen miteinander umzugehen

Erleichtern die virtuellen Gemeinschaften den Wissenstransfer und sind soziale Netzwerke wirklich sozial?

Titel: Online Communities - Voneinander lernen miteinander umzugehen

Seminararbeit , 2010 , 22 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Bachelor of Arts Niklas Weith (Autor:in)

Medien / Kommunikation - Multimedia, Internet, neue Technologien

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Soziale Systeme entwickeln sich auf der Basis ihrer konventionellen Strukturen weiter und nutzen neue, interaktionsmediale Kanäle, um miteinander zu agieren und zu kommunizieren. Die Entwicklungen, die das Web 2.0 mit sich gebracht hat, geben dem User immer mehr Möglichkeiten sich interaktiv mit seiner Umwelt auseinanderzusetzen, sich selbst mitzuteilen und vor allem sich der Öffentlichkeit zu
präsentieren. Die Online-Communities bieten jedem Nutzer genau diese Möglichkeiten. Man könnte es inzwischen fast schon als selbstverständlich bezeichnen, Mitglied in einer Community zu sein. Auf den Plattformen wird nicht nur auf Veranstaltungen und Treffs hingewiesen, sondern auch gemeinsam Erlebtes diskutiert, kommentiert und abgesprochen. Foto-Communities wie Flickr entwickeln sich zu informellen Lernkulturen und bieten Service rund um das Thema Fotografie, während die NAAE (National Association of Agricultural Educators) als Community of Practice agiert. Sie stellt ihren Mitgliedern eine usergenerierte Datenbank mit praktischen Hilfestellungen und Tipps für Agrarwirtschaft zur Verfügung. Der Kernpunkt bei allen Communities, egal in welcher Form sie auftreten, ist stets die Vernetzung und die interaktive Kommunikation. Noch nie haben sich so viele Menschen entschlossen ihre persönlichen Daten einer Firma quasi blind anzuvertrauen, nur um den Kontakt mit anderen
Menschen zu suchen und zu pflegen. In Deutschland ist ungefähr jeder Achte Mitglied des sozialen Netzwerks Facebook. 11.119.240 (Stand: Oktober 2011) Deutsche haben sich entschieden, ihre Daten auf der Plattform zu veröffentlichen. Ist dies das Ende der Privatheit? – mag sich so mancher Fragen, der noch die Proteste gegen die Volkszählung 1983 in Erinnerung hat. Das Weigern gegen eine Erhebung persönlicher Daten und gegen einen Überwachungsstaat à la Orwell brandete damals in einer Welle gesamtdeutscher Empörung. Heute, 27 Jahre später, legen die Bürger ihre persönliche Freiheit und ihre individuellen Informationen mit Vergnügen in die Hände eines multinationalen, profitorientierten Konzerns. In dieser Seminararbeit soll herausgearbeitet werden, weshalb sich so viele Menschen dazu entschließen, ihr Gesicht zusammen mit vielen persönlichen Daten auf einer Website zu veröffentlichen und welche Gefahren dies birgt.

Leseprobe


Gliederung

1. Einleitung

2. Strukturmerkmale von Online-Communities

2.1 Infrastruktur

2.2 Soziographische Struktur

2.3 Partizipationsstruktur

2.4 Kommunikationsstruktur

2.5 Informationsstruktur

2.6. Präsentationsstruktur

2.7 Verhältnis Online-Offline

3. Verschiedene Formen von Online-Communities

3.1 Communities of Practice

3.1.1 The Domain

3.1.2 The Community

3.1.3 The Practice

3.2 Foto-Communities

3.2.1 Fotocommunity.net

3.2.2 Deviantphoto.eu

3.2.3 Flickr.com

3.3 Social-Communities – Facebook

3.3.1 Erfolgsgeschichte Facebook

3.3.2 Anwendungen und Dienste

3.3.3 Großer Bruder Facebook

4. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die grundlegenden Strukturmerkmale von Online-Communities und analysiert kritisch deren Potential als Orte des Wissensaustauschs sowie die damit verbundenen datenschutzrechtlichen Herausforderungen, insbesondere am Beispiel sozialer Netzwerke.

  • Strukturmerkmale und Typologien verschiedener Online-Communities
  • Didaktische Perspektiven und informelles Lernen in Netzwerken
  • Wissenstransfer in Communities of Practice (CoP)
  • Datenmanagement und Datenschutz bei sozialen Netzwerken
  • Kritische Analyse des Verhältnisses von Nutzerrechten und kommerzieller Datennutzung

Auszug aus dem Buch

1. Einleitung

Die heutige Gesellschaft befindet sich im Wandel. Immer stärker wird die Integration von Informations- und Kommunikationstechnologie im Alltag deutlich und bringt ebenso viel Diskussions- wie Analysepotential mit sich. Soziale Systeme entwickeln sich auf der Basis ihrer konventionellen Strukturen weiter und nutzen neue, interaktionsmediale Kanäle, um miteinander zu agieren und zu kommunizieren. Die Entwicklungen, die das Web 2.0 mit sich gebracht hat, geben dem User immer Möglichkeiten sich interaktiv mit seiner Umwelt auseinanderzusetzen, sich selbst mitzuteilen und vor allem sich der Öffentlichkeit zu präsentieren. Die Online-Communities bieten jedem Nutzer genau diese Möglichkeiten. Man könnte es inzwischen fast schon als selbstverständlich bezeichnen, Mitglied in einer Community zu sein. Denn wer nicht an der Kommunikation auf Social-Community-Plattformen wie Facebook, MySpace, Lokalisten, oder Xing teilnimmt, läuft Gefahr sich dadurch aus seinem sozialen Umfeld auszugliedern. „Wer nicht drin ist, isoliert sich sozial komplett“, sagt Phillip Ikrath vom Institut für Jugendkulturforschung Hamburg.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den gesellschaftlichen Wandel durch Web 2.0-Technologien und führt in die Fragestellung ein, wie soziale Netzwerke das soziale Leben sowie den Wissenstransfer beeinflussen.

2. Strukturmerkmale von Online-Communities: Dieses Kapitel definiert sieben zentrale online-ethnographische Strukturmerkmale, von der technischen Infrastruktur bis hin zur Identitätspräsentation im Netz.

3. Verschiedene Formen von Online-Communities: Es werden unterschiedliche Ausprägungen wie Communities of Practice, Foto-Communities und soziale Netzwerke (speziell Facebook) hinsichtlich ihrer Funktionsweise und didaktischen Bedeutung verglichen.

4. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass soziale Netzwerke zwar ein enormes Potential für Lernen und Vernetzung bieten, jedoch kritisch hinsichtlich der Kommerzialisierung von Nutzerdaten und des Datenschutzes hinterfragt werden müssen.

Schlüsselwörter

Online-Communities, Web 2.0, Wissenstransfer, Communities of Practice, soziale Netzwerke, Facebook, Datenschutz, digitale Identität, Identitätsmanagement, informelles Lernen, Medienpädagogik, Internetsoziologie, Nutzerdaten.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert, wie moderne Online-Communities strukturiert sind und welche Auswirkungen diese virtuellen Räume auf das soziale Verhalten und den Wissensaustausch der Nutzer haben.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Kerngebiete umfassen die Systematik von Online-Communities, die Rolle von Communities of Practice im Wissensmanagement und eine kritische Auseinandersetzung mit Datenschutzaspekten in kommerziellen sozialen Netzwerken.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Die Arbeit geht der Frage nach, ob Online-Communities tatsächlich den Wissenstransfer erleichtern und inwieweit soziale Netzwerke in ihrem sozialen Anspruch durch kommerzielle Interessen und datenschutzrechtliche Risiken eingeschränkt werden.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Der Autor nutzt eine strukturierte Literaturanalyse, kombiniert mit einer medienpädagogischen Betrachtung und der Anwendung online-ethnographischer Strukturmerkmale auf verschiedene Community-Typen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden zunächst theoretische Strukturmerkmale von Online-Gemeinschaften erarbeitet und anschließend auf konkrete Beispiele wie CoPs, Foto-Communities und das soziale Netzwerk Facebook angewendet.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Schlagworte sind Online-Communities, Wissenstransfer, Datenschutz, soziale Netzwerke, Web 2.0 und digitale Identität.

Welche Rolle spielt Facebook in dieser Analyse?

Facebook dient als prominentes Fallbeispiel für ein soziales Netzwerk, an dem sowohl die kommunikativen Möglichkeiten als auch die massiven datenschutzrechtlichen Bedenken und die Überwachung durch Algorithmen aufgezeigt werden.

Was sind Communities of Practice?

Dies sind Gemeinschaften, in denen sich Praktiker mit gemeinsamen Interessen oder Problemstellungen über einen längeren Zeitraum austauschen, um voneinander zu lernen und Wissen kollektiv zu konstruieren.

Warum ist das Thema Datenschutz besonders relevant?

Aufgrund der kommerziellen Ausrichtung vieler Netzwerke werden Nutzerdaten systematisch gesammelt und verwertet, was die Grenze zwischen privatem Austausch und der Ware „Information“ verschwimmen lässt.

Ende der Leseprobe aus 22 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Online Communities - Voneinander lernen miteinander umzugehen
Untertitel
Erleichtern die virtuellen Gemeinschaften den Wissenstransfer und sind soziale Netzwerke wirklich sozial?
Hochschule
Universität Passau  (Philosophische Fakultät)
Veranstaltung
Bildungsprozesse und Medien
Note
1,3
Autor
Bachelor of Arts Niklas Weith (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2010
Seiten
22
Katalognummer
V173827
ISBN (Buch)
9783640941971
ISBN (eBook)
9783640942060
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Online Communities Facebook Community of Practice Foto Communities Flickr Social Communities Deviantphoto Fotocommunity
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Bachelor of Arts Niklas Weith (Autor:in), 2010, Online Communities - Voneinander lernen miteinander umzugehen, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/173827
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  22  Seiten
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