Auszug aus der Einleitung: Es soll mit den wissenschaftlichen Grundlagen begonnen werden. Ausgehend von der Literaturrecherche werden „didaktische Prinzipien“ beziehungsweise „Unterrichtsprinzipien“ erläutert und ggf. unterteilt. Des Weiteren werden die wichtigen, immer wiederkehrenden Begrifflichkeiten „Motivierung“, „Motivation“ und „Motive“ in Bezug zum Unterricht erklärt werden. Die Begriffserklärungen sowie Definitionen sollen eine Hilfe zur Abgrenzung der sich ähnelnden Begriffe darstellen. Da „Beobachtungen“ einen nicht geringen Teil dieser Arbeit einnehmen, wird auch dieser Begriff definiert und „Beobachtung als empirisches Verfahren“ von der alltäglichen Beobachtung abgegrenzt werden. Außerdem werden die verschiedenen Kriterien eines Beobachtungsverfahrens aufgezeigt, um eigene Beobachtungen später den Kriterien zuzuordnen. Als Nächstes soll der Punkt folgen, in dem die Unterschiede zwischen der intrinsischen und der extrinsischen Motivation dargestellt werden, da diese Unterscheidung vor allem für das Lehren und Lernen relevant ist. Folgend wird sich speziell dem didaktischen Prinzip der Motivierung zugewendet. In Punkt drei soll dann versucht werden, die herausgearbeiteten wissenschaftlichen Grundlagen mit den empirischen Beobachtungen aus den Hospitationen zu verknüpfen und Beispiele für Motivierungsmaßnahmen vonseiten der Lehrer zu finden. Die Auswertung wird die Arbeit zum Abschluss bringen und eine Zusammenfassung beinhalten.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Wissenschaftliche Grundlagen
2.1 Begriffserklärungen
2.1.1 Didaktische Prinzipien
2.1.2 Motivierung, Motivation und Motive im Unterricht
2.1.3 Beobachtung als empirisches Verfahren
2.2 Unterscheidung von intrinsischer und extrinsischer Bedingungen der Motivation
2.3 Zum Prinzip der Motivation im Unterricht
3. Beobachtungen der Realisierung des Motivierungsprinzips im Unterricht
4. Auswertung
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht das didaktische Prinzip der Motivierung im schulischen Unterricht. Ziel ist es, durch die Verknüpfung wissenschaftlicher Theorien mit empirischen Hospitationsergebnissen aufzuzeigen, wie Lehrer ihre Schüler erfolgreich motivieren können und welche Herausforderungen dabei im heutigen Schulalltag bestehen.
- Grundlagen der didaktischen Unterrichtsprinzipien
- Abgrenzung von Motivierung, Motivation und Motiven
- Empirische Beobachtungsverfahren in der Unterrichtsanalyse
- Unterscheidung zwischen intrinsischer und extrinsischer Motivation
- Praktische Maßnahmen zur Motivationsförderung im Unterricht
Auszug aus dem Buch
3. Beobachtungen der Realisierung des Motivierungsprinzips im Unterricht
Die Beobachtungen wurden während des Blockpraktikums A an den Berufsbildenden Schulen in Xxxxxxxxxxxxx während der Hospitationsstunden durchgeführt. Ich habe versucht das Verfahren der Beobachtung empirisch durchzuführen. So sind die Beobachtungen stets direkt, offen, nicht-teilnehmend und strukturiert in natürlichen Situationen erfolgt. Das heißt, dass das Verhalten und die Interaktionen sowohl der Schüler als auch des Lehrers in der natürlichen Situation des Unterrichts beobachtet wurden. Dabei wussten die erfassten Personen von der Beobachtung, wobei jedoch meine Person als Beobachterin, nicht am Unterrichtsgeschehen teilnahm, sondern lediglich protokollierte.
Die Beobachtung wurde durch eine relativ ausführliche Tabelle, in die der Unterrichtsverlauf notiert wurde, festgehalten. Schwerpunkte wurden in dieser Tabelle auf die Unterrichtsphase, die Unterrichtsinhalte, das Verhalten des Lehrers und das der Schüler, die Methoden/Medien/Sozialformen sowie Handlungsmuster gesetzt. Außerdem existierte in dem von mir angefertigten Unterrichtsprotokoll eine Spalte für die Uhrzeit und eine weitere für Bemerkungen, welche auch benutzt wurde, um Notizen über den Beobachtungsschwerpunkt (die Motivierung) unterzubringen.
An dieser Stelle möchte ich erwähnen, dass Motivierung, Motivation und mögliche Motive unbeobachtbare Größe sind, welche sich nur durch Schlussfolgern und Interpretieren des beobachtbaren Verhaltens erkennen lassen. Folgende Schilderungsversuche liegen also meiner persönlichen Analyse zugrunde.
Es ist festzuhalten, dass eine direkte Motivierung durch den Lehrer sehr häufig am Unterrichtsanfang während der Einstiegsphase erfolgt. Hier wird des Öfteren ein Bezug zu dem jeweiligen Beruf, welchen die Auszubildenden einmal ausüben möchten, hergestellt. So eröffnete beispielsweise eine Deutschlehrerin ihre Stunde, indem sie einen Bezug zwischen Sprachentwicklung und der Erzieherklasse herstellte, denn zukünftige Erzieher haben oft die Aufgabe eine Sprachstandfeststellung der Kinder ihrer Gruppe durchzuführen. Da die Schüler eine Sinnhaftigkeit für ihr eigenes Leben erkennen konnten, wurde an dieser Stelle ihre Aufmerksamkeit geweckt und sie wirkten motiviert für den folgenden Unterricht.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Allgegenwärtigkeit der Schülermotivierung im Unterricht und skizziert die Problemstellung hinsichtlich des hohen Leistungsdrucks auf dem Arbeitsmarkt.
2. Wissenschaftliche Grundlagen: Dieses Kapitel definiert zentrale Begriffe wie didaktische Prinzipien, Motivation und Beobachtungsmethoden sowie die Unterscheidung zwischen intrinsischer und extrinsischer Motivation.
3. Beobachtungen der Realisierung des Motivierungsprinzips im Unterricht: Der Autor verknüpft die Theorie mit praktischen Hospitationsergebnissen und zeigt verschiedene Motivierungsmethoden sowie Herausforderungen im Unterrichtsalltag auf.
4. Auswertung: Die Auswertung fasst die Bedeutung des Motivierungsprinzips zusammen und konstatiert die Dominanz extrinsischer Motivation im aktuellen Schulsystem.
Schlüsselwörter
Unterrichtsprinzipien, Motivierung, Motivation, Intrinsische Motivation, Extrinsische Motivation, Unterrichtsbeobachtung, Didaktik, Berufsbildende Schulen, Schülerorientierung, Lernleistung, Lernunlust, Unterrichtsgestaltung, Pädagogik, Leistungsbereitschaft, Lehr-Lern-Prozess.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?
Die Arbeit befasst sich mit der theoretischen Einordnung und der praktischen Umsetzung des didaktischen Prinzips der Motivierung im schulischen Kontext.
Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?
Zentrale Themen sind die Abgrenzung von Motivationsbegriffen, die wissenschaftliche Methodik der Beobachtung und die Rolle der Motivation im Lehr-Lern-Prozess.
Welches primäre Ziel verfolgt die Autorin?
Das Ziel ist es, Pädagogen für die Bedeutung der Motivierung zu sensibilisieren und aufzuzeigen, wie Schüler durch gezielte Maßnahmen erfolgreicher zum Lernen bewegt werden können.
Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?
Die Arbeit nutzt Literaturrecherche für die theoretischen Grundlagen und ein empirisches Beobachtungsverfahren während eines Blockpraktikums zur Analyse der Unterrichtspraxis.
Was wird schwerpunktmäßig im Hauptteil behandelt?
Im Hauptteil werden neben den Begriffsdefinitionen vor allem die Unterscheidung zwischen intrinsischer und extrinsischer Motivation sowie konkrete Beobachtungen aus dem Unterrichtsalltag an Berufsbildenden Schulen analysiert.
Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?
Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie Didaktik, Lernmotivation, Unterrichtsprinzipien und die empirische Unterrichtsbeobachtung.
Welche Rolle spielt der Berufsschulkontext für die Motivierung?
Die Autorin stellt fest, dass in Berufsbildenden Schulen die Herstellung eines direkten Berufsbezuges eine besonders effektive Methode zur Weckung des Interesses darstellt.
Warum ist laut der Autorin extrinsische Motivation im Schulalltag so verbreitet?
Die Autorin stellt fest, dass das aktuelle Schulsystem stark auf Noten basiert, was dazu führt, dass extrinsische Anreize häufiger die Grundlage für das Lernverhalten bilden als echtes intrinsisches Interesse.
- Quote paper
- Tina Pulver (Author), 2010, Die Realisierung des didaktischen Prinzips der Motivierung im Unterricht, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/172533