Hausarbeiten logo
Shop
Shop
Tutorials
De En
Shop
Tutorials
  • How to find your topic
  • How to research effectively
  • How to structure an academic paper
  • How to cite correctly
  • How to format in Word
Trends
FAQ
Go to shop › Communications - Multimedia, Internet, New Technologies

Autorschaft im Web 2.0

Netzliteratur und der Tod des Autors

Title: Autorschaft im Web 2.0

Seminar Paper , 2011 , 23 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Bachelor of Arts in Literary, Cultural and Media Studies Eike Rüdebusch (Author)

Communications - Multimedia, Internet, New Technologies

Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

Jahrzehnte nachdem der französische Philosoph Roland Barthes im Zuge der poststrukturalistischen Kritik vom Tod des Autors gesprochen und damit ein mittlerweile geflügeltes Wort geschaffen hat, ist der Autor respektive der Autorenbegriff noch immer nicht verschwunden und Teil öffentlicher wie wissenschaftlicher Debatten. Das Werk eines Autors wird, geprägt von der Ära des Genies zu Zeiten Goethes, als Werk einer Person, als „hierarchische[r], exklusive[r], undemokratischen[r], lineare[r], abgeschlossene[r], graue[r], sedierende[r] Text aus Buchstaben“ gesehen.
In Zeiten des Internets aber verändern sich nicht nur die Gesellschaft, deren Kommunikations- und Informationswege, es verändern sich auch die alten Kulturgüter einschließlich der Literatur. In den letzten Jahren haben sich die Lesegewohnheiten radikal verändert, wie die Stiftung Lesen in ihrer alle acht Jahre erscheinenden Studie herausgefunden hat. Während das Lesen am Bildschirm im Jahr 1992 noch gar nicht erfasst worden war, haben im Jahr 2000 schon 25 Prozent der Befragten ausschließlich am Bildschirm gelesen. Im Jahr 2008 stieg die Zahl auf 41 % an.
Neben dem Umgang mit dem Geschriebenen verändert sich auch der Umgang mit dem Schreiben. Das Internet fördert die Erwartungen an das Ende der Literatur, wie wir sie kennen: Die Literatur von einem Autor für viele Konsumenten, die von hinten nach vorne zu lesen ist, die nicht vom Leser veränderbar, durch das Urheberrecht geschützt ist und in Buchform erscheint. Das Internet weckt damit die Erwartung, aus der oben beschriebenen Art von Literatur „endlich ein inkludierendes und aktivierendes, laterales und dynamisches, offenes und interaktives, multimediales und buntes Hyperdokument“ zu machen.
Was aber wird aus dem Autor durch das Internet? Wenn das Internet seinen Einfluss auf die Literatur geltend macht, werden Autor- und Werkbegriff davon nicht unberührt bleiben können. Das Netz, sollte es das oben genannte offene Hyperdokument hervorbringen, könnte den singulären Autor abschaffen oder überflüssig machen. Wenn dem so sein sollte, erfüllt sich damit die Barthesche Kritik? Bedeutet das Internet den Tod des Autors? Im Folgenden werde ich versuchen, die Stellung und Funktion des Autors in Zeiten des Internets zu beleuchten. Ich werde dafür klären, was ein Autor ist und worum es sich beim Tod des Autors handelt. Im nächsten Schritt werde ich erläutern, was das Web 2.0 ist und wo der Unterschied zwischen Literatur im Netz und Netzliteratur liegt.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Begriffsklärung

2.1 Autor

2.2 Der Tod des Autors

2.3 Web 2.0

2.4 Literatur im Netz

2.5 Netzliteratur

3. Autorschaft im Web 2.0

3.1 Der dilettantische Autor

3.2 Der literarische Autor

3.3 Der Autor im Plural

4. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Auswirkungen des Web 2.0 auf den klassischen Autorenbegriff und prüft, inwiefern die poststrukturalistische Theorie des "Todes des Autors" von Roland Barthes durch digitale Literaturformen wie Blogs und Mitschreibprojekte tatsächlich Realität geworden ist.

  • Wandel der Autorschaft durch interaktive Internetmedien
  • Vergleich zwischen "Literatur im Netz" und "Netzliteratur"
  • Rolle des Hypertextes für die Autorschaft
  • Spannungsfeld zwischen Urheberrecht und kollektiver Textproduktion
  • Die veränderte Position des Lesers im Web 2.0

Auszug aus dem Buch

3.1 Der dilettantische Autor

Innerhalb des Web 2.0 ist die Erschaffung von Inhalten und die oftmals damit einhergehend Selbstdarstellung der Nutzer ein wichtiger Aspekt. Beides findet seine weiteste Verbreitung über soziale Netzwerke wie Facebook. Ein weiterer wichtiger Aspekt sind die sogenannten Weblogs oder kurz Blogs. Dabei handelt es sich um tagebuchartig geführte Internetseiten, auf denen jeder Nutzer zum Autor werden kann. Ähnlich wie bei Facebook, wo Profilseiten als Vorlagen gegeben sind, gibt es auch Blog-Anbieter wie www.wordpress.com oder www.blogger.de, die Formatvorlagen für Blogs zur Verfügung stellen und es Bloggern einfach machen zu schreiben. Diese müssen sich also nicht um die Programmierung von Seiten kümmern.

Die Einträge auf Blogs sind meist in chronologisch umgekehrter Reihenfolge geordnet und durch Eintragedaten voneinander getrennt. Die Thematik der Blogs ist dabei vom individuellen Schreiber abhängig. Sie reicht von „privaten Linklisten oder Tagebüchern [bis zu] aktuellen gesellschaftlichen oder politischen Themen.“ Die verwendeten Textsorten sind meist „intermedial angelegte Kurztexte wie Glossen, Essays, Anekdoten oder tagebuchähnliche Einträge.“ Die Bewertungen der Relevanz der Blogs aus Sicht der Literaturwissenschaft sind dabei sehr unterschiedlich: Während Thomas Ernst davon spricht, dass literarische Weblogs, sogenannte Litblogs als Unterkategorie des Blogs „das erfolgreichste und wichtigste Format der Netzliteratur“ darstellen, verallgemeinert Paulsen in einer Fußnote, dass Weblogs an sich nicht zur Netzliteratur gezählt würden. Paulsen begründet ihre Einschätzung mit der seltenen literarischen Ausprägung von Blogs und zeigt sich Blogs gegenüber eher skeptisch. Sie schreibt den Autoren von Blogs, den Bloggern, lediglich die Intention der Selbstdarstellung zu, die aber nicht von Dauer sei und wenn doch, dann selten von gleichbleibender Qualität.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Barthesche These vom "Tod des Autors" ein und diskutiert, wie das Internet und veränderte Lesegewohnheiten den traditionellen Werk- und Autorenbegriff herausfordern.

2. Begriffsklärung: Dieses Kapitel definiert zentrale Termini wie "Autor", "Tod des Autors" (nach Barthes), "Web 2.0", "Literatur im Netz" und "Netzliteratur", um ein wissenschaftliches Fundament für die Analyse zu legen.

3. Autorschaft im Web 2.0: Hier wird anhand von drei Unterkapiteln (Der dilettantische Autor, Der literarische Autor, Der Autor im Plural) untersucht, wie sich die Autorschaft in der Praxis des Web 2.0 verändert und ob der Autor tatsächlich zugunsten des Lesers an Bedeutung verliert.

4. Fazit: Das Fazit resümiert, dass die Barthesche Kritik durch das Internet nicht einfach bestätigt wird; stattdessen findet eine Machtverschiebung statt, bei der der Autor im Netz oft an Bedeutung gewinnt und das Internet eher zur Geburt vieler Autoren statt zum Tod des Autors führt.

Schlüsselwörter

Autorschaft, Web 2.0, Netzliteratur, Literatur im Netz, Tod des Autors, Roland Barthes, Hypertext, Blog, User-Generated-Content, Interaktivität, Urheberrecht, Mitschreibprojekte, Medienwandel, Subjektivität, Schreibender Leser.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Veränderung des Autorenbegriffs unter den Bedingungen des Web 2.0 und prüft, ob die klassische Theorie vom "Tod des Autors" im digitalen Zeitalter greift.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder sind die Rolle des Autors in Blogs, die Funktionsweise von Netzliteratur, der Einfluss von Hypertext auf die Textgestaltung sowie die rechtlichen und soziokulturellen Aspekte von kollektiver Autorschaft.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es zu untersuchen, inwieweit das Internet das Modell des singulären Autors auflöst und ob die im Web 2.0 gewonnene Partizipationsmöglichkeit des Lesers tatsächlich eine "Geburt des Lesers" im Sinne von Roland Barthes darstellt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine theoretische Aufarbeitung literaturwissenschaftlicher Konzepte in Kombination mit der Analyse aktueller Phänomene der Netzliteratur (Blogs, Mitschreibprojekte).

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Differenzierung von Autoren-Typen (dilettantisch, literarisch, plural) und untersucht, wie diese mit den Möglichkeiten des Netzes umgehen und wie sich das Verhältnis zwischen Autor, Werk und Rezipient verschiebt.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen gehören Autorschaft, Web 2.0, Netzliteratur, Tod des Autors, Hypertext, Interaktivität und Urheberrecht.

Was unterscheidet "Literatur im Netz" von "Netzliteratur" gemäß dieser Arbeit?

"Literatur im Netz" bezeichnet lediglich digitalisierte traditionelle Texte (z.B. digitalisierte Buchbestände), während "Netzliteratur" explizit die hypertextuellen und interaktiven Potenziale des Mediums nutzt.

Welche Schlussfolgerung zieht der Autor in Bezug auf den "Tod des Autors"?

Der Autor schlussfolgert, dass die Barthesche Theorie im Netz nicht in der erwarteten Form erfüllt wird. Statt des "Todes des Autors" ist eher ein "Tod des Lesers" zu beobachten, da der Leser im Netz oft zum schreibenden, aktiven Akteur wird, der selbst Macht über den Text ausübt.

Excerpt out of 23 pages  - scroll top

Details

Title
Autorschaft im Web 2.0
Subtitle
Netzliteratur und der Tod des Autors
College
University of Duisburg-Essen
Grade
1,3
Author
Bachelor of Arts in Literary, Cultural and Media Studies Eike Rüdebusch (Author)
Publication Year
2011
Pages
23
Catalog Number
V172202
ISBN (eBook)
9783640919895
ISBN (Book)
9783640919963
Language
German
Tags
Roland Barthes Web 2.0 Tod des Autors Netzliteratur Literatur im Netz Blogs Hypertext Autorschaft Links Hegemann Litblogs Urheberrecht
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Bachelor of Arts in Literary, Cultural and Media Studies Eike Rüdebusch (Author), 2011, Autorschaft im Web 2.0, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/172202
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  23  pages
Hausarbeiten logo
  • Facebook
  • Instagram
  • TikTok
  • Shop
  • Tutorials
  • FAQ
  • Payment & Shipping
  • About us
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint