Wenn man sich als angehender Grundschullehrer mit dem Thüringer Lehrplan für
Grundschulen befasst, fällt der Begriff Kompetenz schnell auf. Die Schüler sollen
neben Selbstkompetenz unter anderem auch Sach- und Methodenkompetenzen
erlernen. Außerdem ist auch immer wieder von Medienkompetenz die Sprache. In
der heutigen Zeit kann man diesen Begriff fast immer lesen, wenn es sich um
Kinder und deren Umgang mit Medien handelt. Doch was genau bedeutet dieser
Begriff überhaupt und wie kann man solch eine Kompetenz fördern?
Mit dieser Hausarbeit möchte ich genau diese Fragestellung etwas näher
untersuchen. In einem ersten Gliederungspunkt versuche ich, den Begriff
Medienkompetenz mithilfe verschiedener Definitionen zu erklären. In einem
nächsten Punkt möchte ich näher auf die verschiedenen Dimensionen von
Medienkompetenz eingehen. Anhand meiner gewonnenen Erfahrungen während
der Durchführung einer Schülerzeitungs-AG versuche ich anschließend
herauszufinden, welche der Dimensionen man meiner Meinung nach mit solch
einer AG fördern kann. Eine kurze Zusammenfassung wird meine Hausarbeit
abschließen.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Was ist Medienkompetenz?
3. Dimensionen der Medienkompetenz
3.1. Medienkunde
3.2. Medienkritik
3.3. Mediennutzung
3.4. Mediengestaltung
4. Kann die Schülerzeitungs-AG Medienkompetenz oder einzelne Dimensionen fördern?
5. Zusammenfassung
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit untersucht, inwiefern die Durchführung einer Schülerzeitungs-AG in der Grundschule dazu beitragen kann, die Medienkompetenz der Schüler sowie deren einzelne Dimensionen nachhaltig zu fördern.
- Theoretische Fundierung des Begriffs Medienkompetenz
- Analyse der vier Dimensionen nach Baacke (Medienkunde, Medienkritik, Mediennutzung, Mediengestaltung)
- Praktische Anwendung und Erfahrungen aus einer Schülerzeitungs-AG
- Verknüpfung von medienpädagogischen Inhalten mit schulischer Praxis
Auszug aus dem Buch
3.1. Medienkunde
Unter Medienkunde versteht Baacke „das Wissen von Medien und Mediensystemen“ (Brand, WS 2010/2011, Folie 25). Es geht also um das Wissen, das man über Medien haben sollte. Dazu gehört zum Beispiel das Wissen, wie man einen Fernseher bedient, welche Programme er besitzt, welche Genres es in den Printmedien gibt und vieles mehr.
Groeben unterscheidet hier zwischen Medienwissen und Medienbewusstsein. Unter Medienbewusstsein versteht er, dass die Mediennutzer ein Bewusstsein dafür entwickeln sollten, „dass sie sich nicht in ihrer alltäglichen Lebensrealität, sondern eben in einer medialen Konstruktion bewegen.“ (Groeben, 2002, S.166) Der Begriff Medienwissen kann wie der Begriff Medienkunde verstanden werden. Er bezeichnet also auch auf die reinen Kenntnisse/ das Wissen über die Medien, über „die Stärken und Schwächen unterschiedlicher Medien“ (Groeben, 2002, S.167) oder über die Unterschiede zwischen den verschiedenen Medien.
Für Baacke gibt es 2 Unterpunkte der Dimension Medienkunde. Der erste Punkt bezieht sich auf die informative Dimension der Medienkunde. Hier geht es wie schon beschrieben um das reine Wissen über die Medien (über die Genres, die Vorteile und Nachteile et cetera). Die zweite ist die instrumentell-qualifikatorische Dimension. Sie bezieht sich auf das Wissen über die Bedienung der Medien (Wie schalte ich einen Computer an?, Wie bediene ich die Fernbedienung? Und so weiter). (vgl. Brand, WS 2010/2011, Folie 25)
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung erläutert die Relevanz von Medienkompetenz im Grundschulkontext und steckt den Rahmen für die Untersuchung mittels einer Schülerzeitungs-AG ab.
2. Was ist Medienkompetenz?: Dieses Kapitel beleuchtet verschiedene wissenschaftliche Definitionen des Begriffs Medienkompetenz und leitet dessen Notwendigkeit in der heutigen Informationsgesellschaft ab.
3. Dimensionen der Medienkompetenz: Es werden die vier zentralen Dimensionen der Medienkompetenz nach Baacke (Medienkunde, Medienkritik, Mediennutzung, Mediengestaltung) detailliert vorgestellt.
3.1. Medienkunde: Dieses Unterkapitel definiert das Wissen über Mediensysteme sowie die Unterscheidung zwischen Medienwissen und Medienbewusstsein.
3.2. Medienkritik: Hier wird die Notwendigkeit einer reflektierten Auseinandersetzung mit Medieninhalten sowie die ethische Verantwortung des Medienhandelns thematisiert.
3.3. Mediennutzung: Das Kapitel erläutert die rezeptiv-anwendenden und interaktiven Aspekte der Mediennutzung, ergänzt durch Ansätze zur Handhabung technischer Geräte.
3.4. Mediengestaltung: Es wird die aktive Komponente der Medienkompetenz beschrieben, welche kreative und innovative Prozesse im Umgang mit Medien umfasst.
4. Kann die Schülerzeitungs-AG Medienkompetenz oder einzelne Dimensionen fördern?: Das Kapitel führt die theoretischen Erkenntnisse mit der praktischen Arbeit in einer AG zusammen und zeigt konkrete Lernfortschritte der Schüler auf.
5. Zusammenfassung: Die Arbeit schließt mit einem Resümee über den Beitrag der AG zur Entwicklung von Medienkompetenz bei Grundschülern.
Schlüsselwörter
Medienkompetenz, Grundschule, Schülerzeitung, Medienkunde, Medienkritik, Mediennutzung, Mediengestaltung, Baacke, Medienpädagogik, Textlupe, Informationsgesellschaft, Medienhandeln, Lernprozess, Partizipation, Medienbewusstsein.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundlegend?
Die Arbeit untersucht die medienpädagogische Relevanz einer Schülerzeitungs-AG und deren Potenzial, die Medienkompetenz von Grundschülern systematisch zu fördern.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themen umfassen die Definition von Medienkompetenz, die theoretische Einteilung in vier Dimensionen sowie die praktische Umsetzung dieser Konzepte im Schulalltag.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, herauszufinden, ob und inwieweit die Arbeit in einer Schülerzeitung gezielt zur Ausbildung von Medienkunde, Medienkritik, Mediennutzung und Mediengestaltung bei Kindern beiträgt.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Aufarbeitung fachwissenschaftlicher Literatur sowie der Reflexion eigener praktischer Erfahrungen aus der Durchführung einer Schülerzeitungs-AG.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Begriffsbestimmung, die Darstellung der vier Kompetenzdimensionen nach Baacke und die anschließende Übertragung dieser Konzepte auf konkrete Aufgabenbereiche der Schülerzeitungs-AG.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Medienkompetenz, Baacke, Schülerzeitung, Medienkunde, Medienkritik, Mediennutzung, Mediengestaltung und Medienpädagogik.
Welche Rolle spielt die sogenannte „Textlupe“?
Die Textlupe dient als pädagogisches Instrument, bei dem Schüler ihre Texte gegenseitig bewerten und überarbeiten, was insbesondere die Dimension der Medienkritik schult.
Wie werden die Dimensionen der Medienkompetenz praktisch gefördert?
Die Förderung erfolgt durch das Schreiben und Recherchieren von Artikeln, das Layouten der Zeitung, das Erlernen technischer Fertigkeiten am Computer und die organisatorische Planung der AG.
Warum ist Medienkompetenz laut der Autorin für Kinder wichtig?
Sie ist notwendig, um am sozialen, kulturellen und politischen Leben der modernen, rasant entwickelnden Informationsgesellschaft aktiv partizipieren zu können.
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- Lucie Wettstein (Author), 2011, Gestaltung einer Schülerzeitung, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/171693