This homework is discussing the morals of religion as demonstrated in two specific cases – i.e. speciesism and vegetarism on one hand, abortion and euthanasia on the other – in which religious attitudes are being compared with atheistic, non-religious ones. It focuses hereby on the argumentation drawn by the Australian philosopher Peter Singer in his works „Practical Ethics“ (1979) and “How Are We to Live?“ (1993). Singer, using a consequent-utilitarian way of reasoning, has a (still) rather uncommon approach to speciesism and euthanasia; he is arguing rational and without any actual religious background (even though he originally has a Jewish heritage) which strongly contradicts the traditional, conservative way of religious think-ing. Here this work is attempting to show that it is not even possible to live an ethic life without being religious, but that religion often even fails to succeed in demonstrating an ethic life. The reason for this is simply that the religious writings known today are not made for a complex and modern generation of human beings as are living on this planet today.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung: Gegenstand und Aufbau der Arbeit
2. Was ist Ethik und warum ethisch leben?
3. Ethik und Religion
4. Ethik und Atheismus
5. Fallbeispiele
5.1 Von Speziesmus und Vegetarismus
5.2 Von Schwangerschaftsabbruch und Euthanasie
6. Konklusion
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit setzt sich kritisch mit dem Verhältnis von Religion und Ethik auseinander und untersucht die Frage, ob eine religiöse Fundierung moralischen Handelns in der modernen Welt notwendig oder gar hinderlich ist. Anhand utilitaristischer Positionen von Peter Singer wird erörtert, ob ein atheistischer Lebensstil eine tragfähige Alternative darstellt, um ethische Prinzipien zeitgemäß zu begründen.
- Verhältnis zwischen religiösen Moralsystemen und zeitgemäßer Ethik
- Kritische Analyse des Speziesmus und die Begründung von Vegetarismus
- Ethische Debatten um Schwangerschaftsabbruch und Euthanasie
- Rolle des Atheismus als philosophische Alternative zur religiösen Moral
Auszug aus dem Buch
1. Einleitung: Gegenstand und Aufbau der Arbeit
Ein weit verbreitetes Argument für den Glauben an einen Gott (und damit für die Aufrechterhaltung der Religion) lautet, verkürzt dargestellt, wie folgt: „If there is no god, why be good?“.
Der berühmt-berüchtigte Evolutionsbiologe und Atheist Richard Dawkins bemerkt dazu: „I suspect that quite a lot of religious people do think religion is what motivates them to be good [which] seems to me to require quite a low self-regard to think that, should belief in God suddenly vanish from the world, we would all become callous and selfish hedonists, with no kindness, no charity, no generosity, nothing that would deserve the name of goodness“.
Religiöse Äußerungen und Verlautbarungen zum sittlichen Leben sind auch im 21. Jahrhundert noch keine Seltenheit; das Oberhaupt der katholischen Kirche – der Papst – etwa bekommt regelmäßig eine Plattform für seine teilweise sehr zweifelhaften Ansichten, und dies in den angesehenen Tageszeitungen der Nation. Man erinnere sich hierbei etwa an des Papstes „lebensferne Botschaft“ (zum Kondom-Verbot) auf seiner Afrika-Reise im März 2009.
In dieser Arbeit möchte ich nun einige Gründe dafür darlegen, dass eher das Gegenteil des von Dawkins zitierten Textausschnittes der Wahrheit nahe kommt: Es ist nicht die Gottlosigkeit, sondern oftmals Gott (bzw. die Religion) selbst, der (die) viele von uns davon abhält, ein ethisch korrektes Leben zu führen. Zunächst ist hierbei zu klären, was denn unter „Ethik“ bzw. „einem ethisch korrekten Leben“ zu verstehen ist. Bei meiner Argumentation greife ich dabei hauptsächlich auf Werke und Beispiele des australischen Philosophen Peter Singer zurück, insbesondere auf „Practical Ethics“ von 1979 sowie das 1993 erschienene „How Are We to Live?“.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Gegenstand und Aufbau der Arbeit: Einführung in die Thematik der religiösen versus atheistischen Moralgrundlagen und Vorstellung der methodischen Herangehensweise.
2. Was ist Ethik und warum ethisch leben?: Definition von Ethik als Moralphilosophie und Diskussion über die Motivation für ein ethisch korrektes Handeln jenseits religiöser Vorgaben.
3. Ethik und Religion: Analyse der ethischen Implikationen religiöser Glaubenssätze und Kritik an der Vorstellung, dass Religion eine notwendige Basis für Moral sei.
4. Ethik und Atheismus: Erörterung atheistischer Lebensentwürfe und Widerlegung der These, dass ein Mangel an religiösem Glauben zu unmoralischem Verhalten führe.
5. Fallbeispiele: Anwendung der erarbeiteten ethischen Theorien auf konkrete Problemfelder wie den Umgang mit Tieren sowie Fragen zu Lebensanfang und Lebensende.
6. Konklusion: Zusammenfassende Bewertung der Unabhängigkeit ethischen Handelns von Religion und Plädoyer für eine säkulare, vernunftgeleitete Lebensführung.
Schlüsselwörter
Atheismus, Ethik, Moral, Peter Singer, Religion, Utilitarismus, Speziesmus, Vegetarismus, Schwangerschaftsabbruch, Euthanasie, säkulare Lebensführung, Menschenwürde, christliche Moral, Evolutionärer Humanismus, Lebensethik.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht die Wechselwirkungen zwischen religiösen Moralkonzepten und der modernen Ethik sowie die Frage, ob ein atheistisches Weltbild eine konsistente moralische Orientierung bieten kann.
Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?
Die zentralen Schwerpunkte liegen auf der philosophischen Auseinandersetzung mit Speziesmus, Vegetarismus, Schwangerschaftsabbruch und Euthanasie aus sowohl religiöser als auch säkular-utilitaristischer Sicht.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist aufzuzeigen, dass ein ethisch korrektes Leben nicht an Religion gebunden ist und dass religiöse Dogmen in der modernen Gesellschaft häufig zu ethisch fragwürdigen Schlussfolgerungen führen.
Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?
Es handelt sich um eine philosophisch-kulturwissenschaftliche Analyse, die primär auf den Werken des australischen Philosophen Peter Singer und den Ansätzen des evolutionären Humanismus basiert.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil analysiert das Verhältnis von Ethik zu Religion und Atheismus und diskutiert anhand praktischer Fallbeispiele (Tierrechte, Lebensanfang und Lebensende), warum religiöse Argumentationsmuster oft unzureichend für aktuelle moralische Herausforderungen sind.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Atheismus, Utilitarismus, Ethik, Religion und die konkreten Fallbeispiele wie Speziesmus und Euthanasie charakterisiert.
Warum wird Peter Singer als Hauptautor herangezogen?
Peter Singer liefert eine konsequent utilitaristische und rationale Argumentationsgrundlage, die es erlaubt, moralische Fragen ohne Rückgriff auf religiöse Dogmen zu analysieren.
Welche Rolle spielen die "Zehn Gebote" im Kontext der Arbeit?
Der Autor hinterfragt die Relevanz und ethische Konsistenz der zehn Gebote für die moderne Zeit und zeigt auf, dass diese oft in Konflikt mit zeitgenössischen moralischen Werten stehen.
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- Gordon Wagner (Author), 2010, (Gottlose) Ethik im modernen Atheismus, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/171538