Im dritten Buch seines Werks ‚Rhetorik‘ befasst sich der griechische Gelehrte und Philosoph Aristoteles mit der Frage, wie eine Rede sprachlich strukturiert und ausgestaltet sein müsse, um die gewünschte Wirkung beim Publikum zu erzielen. Im Folgenden sollen zunächst einige Kernthesen dieser Abhandlung herausgearbeitet und in den Kontext moderner Kommunikationsforschung eingeordnet werden. Anschließend soll an einem Beispiel deutlich gemacht werden, welche Bedeutung einige der von Aristoteles
postulierten Thesen auch heute noch für die kommunikative Praxis haben.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung und Zielsetzung
2. Rhetorik als Strukturierungshilfe
2.1 Semantik, Syntax und Taktik
2.2 Der Redner als Zielgruppenforscher
3. Strategische Anwendung in der modernen Kommunikation
3.1 Taktische Platzierung von Beiträgen
3.2 Praxisbeispiel Unternehmenskommunikation
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die rhetorischen Kernthesen des Aristoteles im dritten Buch seines Werks "Rhetorik" und überträgt diese auf zeitgenössische Konzepte der Kommunikationsforschung sowie auf praktische Anwendungsfelder der strategischen Unternehmenskommunikation.
- Analyse aristotelischer Stilmittel und deren Wirkung auf das Publikum
- Vergleich zwischen antiken rhetorischen Prinzipien und moderner Nachrichtenwertforschung
- Bedeutung von Zielgruppenorientierung und Aufmerksamkeitssteuerung
- Taktische Vorgehensweisen bei der Strukturierung von Redebeiträgen
- Praktische Implementierung rhetorischer Regeln in der Unternehmens-PR
Auszug aus dem Buch
Aristoteles‘ Rhetorik: Kernthesen und aktuelle Anwendungsbereiche
Im dritten Buch seines Werks ‚Rhetorik‘ befasst sich der griechische Gelehrte und Philosoph Aristoteles mit der Frage, wie eine Rede sprachlich strukturiert und ausgestaltet sein müsse, um die gewünschte Wirkung beim Publikum zu erzielen. Im Folgenden sollen zunächst einige Kernthesen dieser Abhandlung herausgearbeitet und in den Kontext moderner Kommunikationsforschung eingeordnet werden. Anschließend soll an einem Beispiel deutlich gemacht werden, welche Bedeutung einige der von Aristoteles postulierten Thesen auch heute noch für die kommunikative Praxis haben.
Aristoteles bedient sich bei der Strukturierung seiner Ausführungen einer Dreiteilung in Ratschläge zur Semantik, Ratschläge zur Syntax sowie Ratschläge zur taktischen Vorgehensweise bzw. Redeplatzierung in Debatten. Zunächst wird der Frage nachgegangen, welche Stilmittel in welcher Weise und wann in einer Rede zu verwenden seien. Der Autor weist darauf hin, „daß [sic!] der höchste Vorzug des Stils dessen Klarheit“ sei. Dies werde durch die Verwendung von gebräuchlichen Wörtern der Umgangssprache erreicht – allerdings sei zu berücksichtigen, dass die Verwendung weniger gebräuchlicher Wörter „den Stil erhabener erscheinen“ lasse.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung und Zielsetzung: Einführung in die Thematik der aristotelischen Rhetorik und Darlegung der Zielsetzung, diese in den Kontext moderner Kommunikation zu stellen.
2. Rhetorik als Strukturierungshilfe: Untersuchung der semantischen und syntaktischen Vorgaben von Aristoteles sowie dessen Rolle als antiker Vorläufer moderner Zielgruppenforschung.
3. Strategische Anwendung in der modernen Kommunikation: Übertragung der taktischen Ratschläge auf die heutige PR-Praxis unter Einbeziehung von Nachrichtenfaktoren und unternehmensspezifischen Kommunikationsbeispielen.
Schlüsselwörter
Aristoteles, Rhetorik, Kommunikation, Zielgruppenforschung, Unternehmenskommunikation, Nachrichtenwert, Sprachstil, Semantik, Syntax, Strategische Kommunikation, Rezeptionsforschung, Wirkungsforschung, Öffentlichkeitsarbeit, Redetechnik, Überzeugungsstrategie.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit analysiert die rhetorischen Lehren aus dem dritten Buch von Aristoteles und untersucht deren Relevanz für moderne Kommunikationsstrategien.
Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?
Die Schwerpunkte liegen auf der Gestaltung von Redebeiträgen, dem Einsatz rhetorischer Stilmittel und der strategischen Anwendung dieser Prinzipien in der heutigen PR.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, dass aristotelische Rhetorik als praxisorientierte Hilfestellung für heutige Kommunikationsziele dienen kann.
Welche wissenschaftliche Methode verwendet der Autor?
Es handelt sich um eine analytische Aufarbeitung primärliterarischer Texte des Aristoteles, die mit modernen Konzepten der Kommunikations- und Wirkungsforschung verknüpft werden.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung rhetorischer Strukturierungsprinzipien und deren praktische Anwendung in der Unternehmenskommunikation anhand eines konkreten Beispiels.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit lässt sich am besten mit Begriffen wie Rhetorik, strategische Kommunikation, Zielgruppenorientierung und Unternehmens-PR beschreiben.
Inwieweit lässt sich Aristoteles als Zielgruppenforscher bezeichnen?
Aristoteles wird so bezeichnet, da er bereits die Notwendigkeit betonte, Inhalte auf ein heterogenes Publikum abzustimmen und dessen Aufmerksamkeitskapazität gezielt zu nutzen.
Welche Bedeutung haben die aristotelischen Lehren für die heutige Pressemitteilung?
Die Arbeit zeigt, dass moderne Anforderungen an Pressemitteilungen, wie Präzision, die Verwendung natürlicher Sprache und eine klare Kernaussage, bereits bei Aristoteles thematisiert wurden.
- Arbeit zitieren
- Jan Horak (Autor:in), 2010, Aristoteles‘ Rhetorik - Kernthesen und aktuelle Anwendungsbereiche, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/171106