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Unterrichtsentwurf Gedenktage im Geschichtsunterricht

Der 9. November als Feier- oder Trauertag?

Titel: Unterrichtsentwurf Gedenktage im Geschichtsunterricht

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2007 , 16 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Karsten Golze (Autor:in)

Didaktik - Geschichte

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Gedenktage und Erinnerungskultur sind Themen des geschichtsdidaktischen Oberbegriffs „Geschichtsbewusstsein und Geschichtskultur“. Um geschichtskulturelle Fragen zu klären, muss man sich zwangsweise mit der Außenseite des gesellschaftlichen Geschichtsbewusstseins beschäftigen. Gedenk- und Feiertage werden also nicht gefeiert, weil man sich persönlich dafür entschied sie zu feiern, sondern weil die Gesellschaft und der gemeinsame Erinnerungsbetrieb uns dazu bringt diese Tage als besondere Tage in unser Alltagsleben zu integrieren.

Dieses gemeinsame Denken und Gedenken wird kulturelles Gedächtnis genannt. Es entsteht, da wir als einzelnes Individuum kaum in der Lage wären, komplexe historische Vorstellungen selbst zu entwickeln und sie im Gedächtnis zu behalten. Dazu benötigt es ein funktionierendes soziales System, das aus vier Komponenten besteht: Die Institutionen, wie Schulen, Museen oder Bibliotheken. Spezielle Professionen, also bestimme Berufsgruppen, die die Aufgabe haben Erinnerungskultur zu verbreiten. Medien, wie Fernsehen, Zeitung oder Computer, die als größtes Speichermedium der Erinnerung gelten und natürlich das Publikum, das dabei als Empfänger der Informationen fungiert.

Um nun Menschen das System der Geschichts- und Erinnerungskultur näher zu bringen, müssen schon junge Schüler mit diesen Themen konfrontiert werden. Geschichts- und Erinnerungskultur muss also Gegenstand im Geschichtsunterricht werden.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung – Intention und Aufbau der Hausarbeit

II. Gedenktage im Geschichtsunterricht am Beispiel des 9. November

A. Sachanalyse – Was geschah am 9. November?

1. 1918 – Die Ausrufung der Republik

2. 1923 – Der Hitlerputsch

3. 1938 – Die Reichspogromnacht

4. 1939 – Das Georg-Elser-Attentat

5. 1989 – Der Fall der Berliner Mauer

B. Fachdidaktische Analyse – Gedenktage in der Öffentlichkeit

1. Geschichte der Gedenkkultur

2. Funktionen der Gedenktage

3. Der 9. November in der öffentlichen Diskussion

C. Fachdidaktische Ausarbeitung

1. Lehrplanbezug

2. Umsetzungsvorschlag für den Unterricht

III. Schluss – Chancen und Probleme im Unterricht

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Bedeutung von Gedenktagen im Geschichtsunterricht und erörtert, wie historische Ereignisse zur Reflexion über Erinnerungskultur genutzt werden können. Anhand des spezifischen Datums des 9. November wird aufgezeigt, wie die Ambivalenz deutscher Geschichte didaktisch aufbereitet werden kann, um bei Schülern ein kritisches Geschichtsbewusstsein zu fördern.

  • Historische Sachanalyse zentraler Ereignisse am 9. November (1918, 1923, 1938, 1939, 1989)
  • Entwicklung und Funktionen von Gedenkkultur in der Gesellschaft
  • Die kontroverse Debatte um den 9. November als nationales Erinnerungsdatum
  • Didaktische Konzepte zur Einbettung von Gedenktagen in den Schulunterricht
  • Förderung der Urteilskompetenz bei Jugendlichen durch historisches Lernen

Auszug aus dem Buch

1918 – Die Ausrufung der Republik

Dass der 1. Weltkrieg verloren war, wusste Ende September 1918 auch die Oberste Heeresleitung. Die Entente, bestehend aus England, Frankreich und Russland, konnte sich nun auch durchringen über einen Waffenstillstand mit einem demokratisierten Deutschland zu verhandeln. Die parlamentarische Reichsregierung unter Prinz Max von Baden, die daraufhin etabliert wurde, konnte die bevorstehende Revolution von Innen jedoch auch nicht mehr stoppen.

Grund für die immer größere Verbitterung der deutschen Bevölkerung waren allgemeine soziale Missstände, Lebensmittelknappheit, Rohstoffmangel und die große Anzahl an Opfern und Verwundeten des Krieges. Am 29. Oktober 1918 kam es zu ersten Revolten im Norden Deutschlands. Matrosen der Flotte in Kiel und Wilhelmshaven weigerten sich ihr Leben in einem letzten Gefecht gegen die Briten aufs Spiel zu setzen. Dieser Matrosenaufstand weitete sich nun über ganz Deutschland aus, so dass es in jeder größeren Stadt zur Bildung von revolutionären Arbeiter- und Sozialräten kam, die sich nun um administrative Aufgaben in den Städten kümmern sollten. Ziel der Bewegung war die Abdankung des Kaisers und die Demokratisierung Deutschlands.

Am 9. November 1918 erreichte die revolutionäre Bewegung die Hauptstadt Berlin. Hunderttausende Arbeiter traten in den Ausstand. Erschüttert von den Massen, erklärte Max von Baden eigenmächtig die Abdankung Wilhelms II. und ernennt Friedrich Ebert (SPD) kurzfristig zum Reichskanzler. Damit sollte die revoltierende Menge beruhigt und weiteres Blutvergießen verhindert werden. Um 14 Uhr rief daraufhin Philipp Scheidemann von einem Fenster des Reichstags die demokratische Republik aus. Mit dieser Rede wollte Scheidemann symbolisch mit dem alten Regime abschließen und zudem Karl Liebknecht zuvor kommen, der zwei Stunden später die „freie sozialistische Republik“ ausrufen sollte. Später sollte sich der monatelange politische Machtkampf zwischen den Sozialdemokraten, dem Zentrum und den Linksliberalen zugunsten des Parlamentarismus entscheiden. SPD und USPD bildeten somit die erste demokratische Regierung in Deutschland, die Weimarer Republik.

Zusammenfassung der Kapitel

I. Einleitung – Intention und Aufbau der Hausarbeit: Einführung in das Themenfeld der Gedenkkultur und Darlegung der Zielsetzung, den 9. November als exemplarisches Datum im Geschichtsunterricht zu behandeln.

II. Gedenktage im Geschichtsunterricht am Beispiel des 9. November: Detaillierte sachanalytische Aufarbeitung der fünf historischen Ereignisse des 9. November sowie eine fachdidaktische Reflexion über die öffentliche Gedenkkultur und deren Umsetzung im Unterricht.

III. Schluss – Chancen und Probleme im Unterricht: Abschließende Betrachtung des Potenzials, Gedenktage zur Schärfung des historischen Bewusstseins und zur kritischen Auseinandersetzung mit Politik und Gesellschaft zu nutzen.

Schlüsselwörter

Gedenktage, Erinnerungskultur, 9. November, Geschichtsunterricht, Weimarer Republik, Nationalsozialismus, Berliner Mauer, historisches Bewusstsein, Fachdidaktik, Gedenkgeschichte, politische Bildung, kollektives Gedächtnis.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der didaktischen Aufarbeitung von Gedenktagen im schulischen Geschichtsunterricht und untersucht, wie Gedenkkultur genutzt werden kann, um Schülern ein tieferes Verständnis für historische Zusammenhänge zu vermitteln.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Zu den Kernbereichen gehören die historische Sachanalyse markanter Ereignisse am 9. November, die theoretischen Hintergründe von Gedenkkultur sowie die praktische Umsetzung im Unterricht.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, den 9. November als "Schicksalstag der Deutschen" didaktisch so aufzubereiten, dass Schüler die Ambivalenz der deutschen Geschichte verstehen und ein kritisches Urteilsvermögen entwickeln.

Welche wissenschaftliche Methode findet Anwendung?

Es wird eine fachwissenschaftliche Analyse der historischen Ereignisse mit einer fachdidaktischen Reflexion kombiniert, um daraus konkrete Unterrichtsvorschläge abzuleiten.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Sachanalyse der historischen Ereignisse von 1918 bis 1989 sowie eine didaktische Analyse der Gedenkkultur und deren Bedeutung in der öffentlichen Diskussion.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich primär über die Begriffe Gedenkkultur, Geschichtsunterricht, Erinnerungsarbeit, 9. November und didaktische Konzeption definieren.

Warum wird gerade der 9. November als Fallbeispiel gewählt?

Der 9. November ist ein historisch hochgradig ambivalentes Datum, da er sowohl für demokratische Aufbrüche als auch für die dunkelsten Kapitel der deutschen Geschichte (Pogrome) steht, was ihn für den Unterricht besonders wertvoll macht.

Wie wird das Thema Gedenken in den Unterricht integriert?

Die Arbeit schlägt eine vierstufige Unterrichtsstruktur vor, die von einem Brainstorming über die Rekonstruktion historischer Fakten bis hin zu einer kontroversen Diskussion über die Bewertung von Gedenktagen reicht.

Welche Rolle spielt die öffentliche Diskussion um den 9. November?

Die öffentliche Debatte ist entscheidend für das Verständnis, warum der 9. November trotz seiner historischen Bedeutung nicht als gesetzlicher Feiertag gewählt wurde, und zeigt die Sensibilität im Umgang mit dem nationalen Gedächtnis.

Ende der Leseprobe aus 16 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Unterrichtsentwurf Gedenktage im Geschichtsunterricht
Untertitel
Der 9. November als Feier- oder Trauertag?
Hochschule
Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg
Note
1,7
Autor
Karsten Golze (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2007
Seiten
16
Katalognummer
V170935
ISBN (eBook)
9783668803701
ISBN (Buch)
9783668803718
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Gedenktag Geschichtskultur Geschichtsdidaktik Geschichtsunterricht Gedenken Feiertag Didaktik 9. November
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Karsten Golze (Autor:in), 2007, Unterrichtsentwurf Gedenktage im Geschichtsunterricht, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/170935
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  16  Seiten
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