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Europäische und nationale Identität in der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft in Deutschland

Titel: Europäische und nationale Identität in der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft in Deutschland

Essay , 2009 , 13 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Marcel Stepanek (Autor:in)

Soziologie - Kultur, Technik, Völker

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Der Integrationsprozess der Europäischen Union auf politischer Ebene schreitet voran; die europäischen Institutionen wirken mit ungeheurer legislativer Macht in die einzelnen Mitgliedstaaten und egalisieren europaweit geltendes Recht. Sowohl die legislative als auch die judikative Gewalt der europäischen Institutionen werden durch den Vertrag von Lissabon abermals ausgebaut.
Dadurch festigt die EU auch nach außen ihren Führungsanspruch gegenüber den Mitgliedstaaten. Dazu sollen außenpolitische Instrumente, wie ein EU-Außenminister und eine europäische Armee, geschaffen werden.
Die europäische Integration macht sich jedoch auch für jeden Bürger bemerkbar. Die unbedingte Freizügigkeit im Schengenraum und die weite Verbreitung des Euro als Zahlungsmittel sind wohl die am deutlichsten sichtbaren Zeichen der Annäherung der europäischen Staaten. Das Zusammenwachsen Europas findet jedoch vor allem auf der wirtschaftlichen Ebene durch sogenannte „Spill-over-Effekte“ statt, d. h. durch grenzüberschreitende wirtschaftliche Kooperation. Dieselben Effekte können wir natürlich auch auf der wissenschaftlichen und kulturellen Ebene beobachten. Diese Effekte werden außerdem von der EU und den nationalen Regierungen aktiv gefördert.
Auch wenn wir nicht mehr am Anfang dieser Entwicklung stehen, sind die zukünftige Ausgestaltung der europäischen Integration und deren Einfluss auf das Selbst- und Weltbild ihrer Bürger noch höchst spekulativ. Werden die nationalen Identitäten der EU-Bürger einer europäischen Identität (sicher mit regionalen Ausprägungen) weichen? Oder aber erleben die nationalen Identitäten gerade durch die Konfrontation mit einer von den EU-Institutionen obstruierten europäischen Identität eine Stärkung? Natürlich kann es ebenfalls zu einem „harmonischen“ Nebeneinander von europäischer und nationaler Identität kommen, die wie andere Identitäten (Region, Beruf, soziale Schicht) das Selbstbild der Menschen bilden.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Eckpunkte nationaler und europäischer Identität

3 Eisenstadts Überlegungen zur europäischen Moderne

4 Ausgangspunkte der deutschen Identität

5 Gegenwärtige Entwicklung nationaler und europäischer Identität in Deutschland

6 Die Zukunft der europäischen Identität – führt sie zum Zusammenstoß mit der nationalen Identität?

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das komplexe Verhältnis zwischen nationaler und europäischer Identität in Deutschland vor dem Hintergrund historischer Entwicklungen und aktueller soziologischer Prozesse, mit dem Ziel, die zukünftige Vereinbarkeit beider Identitätsebenen zu bewerten.

  • Historische Grundlagen nationaler Identitätsbildung
  • Eisenstadts Theorie zur europäischen Moderne
  • Einflussfaktoren auf das deutsche Nationalbewusstsein nach 1945
  • Wechselwirkung zwischen EU-Integration und nationaler Identität
  • Die Rolle der jungen Generation bei der Ausbildung einer europäischen Identität

Auszug aus dem Buch

3 Eisenstadts Überlegungen zur europäischen Moderne

Eisenstadt beschreibt aus historisch-soziologischer Perspektive den Beginn der europäischen Moderne. Der Anfang dieses Prozesses war dadurch gekennzeichnet, dass in Europa die Weichen für die Entwicklung eines umfassenden Staatsverständnisses und Nationalbewusstseins gestellt wurden. Dieser Prozess ging einher mit einer sprichwörtlichen revolutionierenden Gesellschafts- und Wirtschaftstransformation. Die europäischen Völker, die sich während dieses Prozesses immer mehr als solche verstanden, bemühten sich, ihrem Bewusstsein eine entsprechende Staatlichkeit entgegenzustellen.

Diese Entwicklung begann in Frankreich mit den Revolutionswirren, aber besonders zur Zeit der napoleonischen Herrschaft. In Deutschland begannen die Menschen mit den Befreiungskriegen gegen die napoleonische Herrschaft, sich zum ersten Mal in einer bis dahin nie gekannten Qualität zu ihrer Nation, ihrem Deutschtum, zu bekennen. Diese Bewegungen wurden zunächst vom Bürgertum getragen und begründeten den Glauben, wie Eisenstadt schreibt, dass „Gesellschaft durch ideengeleitetes politisches Handeln“ veränderbar ist.

Mit ungeheurer Gewalt entwickelte sich das Staatsbürgerbewusstsein, dessen höchste Ideale Einheit, Gleichheit und Freiheit der Individuen und Nationen darstellten. Unzertrennbar damit verbunden war die Forderung nach einer Verfassung und Repräsentation des Volkes als neuer Souverän. In Deutschland war dies, wie in vielen anderen europäischen Ländern auch, durch den Kampf gegen das Feudalsystem und den Adel gekennzeichnet. Dieser Kampf führte in Deutschland über die gescheiterte Revolution von 1848/49 zur Reichsgründung 1871. Mit den Nationalstaatsgründungen und insbesondere den immer stärker werdenden Arbeiterbewegungen veränderte sich auch die Staatsaufassung der europäischen Völker.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den Fortschritt der europäischen Integration und die damit verbundene zentrale Forschungsfrage nach der Zukunft und dem Einfluss europäischer Identität auf das Selbstbild der Bürger.

2 Eckpunkte nationaler und europäischer Identität: Dieses Kapitel definiert die Faktoren nationaler Identität und erläutert die Schwierigkeiten, diese auf eine europäische Ebene zu übertragen.

3 Eisenstadts Überlegungen zur europäischen Moderne: Hier wird der historische Prozess der europäischen Moderne analysiert, der zur Entstehung von Staatsbürgerbewusstsein und Nationalstaaten führte.

4 Ausgangspunkte der deutschen Identität: Das Kapitel untersucht, wie NS-Diktatur, Teilung und Wiedervereinigung die spezifisch deutsche Identität geprägt und teilweise geschwächt haben.

5 Gegenwärtige Entwicklung nationaler und europäischer Identität in Deutschland: Es wird analysiert, wie sich die Identifikation der Deutschen seit 2000 gewandelt hat und warum nationale und europäische Identität zunehmend koexistieren.

6 Die Zukunft der europäischen Identität – führt sie zum Zusammenstoß mit der nationalen Identität?: Dieses Kapitel bewertet die Chancen und Grenzen einer europäischen Identität und kommt zu dem Schluss, dass diese die nationale Identität ergänzen, aber nicht ersetzen wird.

Schlüsselwörter

Europäische Identität, Nationale Identität, Deutschland, Integration, Moderne, Staatsbürgerbewusstsein, Nationalstaat, Europäische Union, Spill-over-Effekte, Identitätsbildung, Geschichte, Gesellschaft, Kultur, Transformation, Regionalisierung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit im Kern?

Die Arbeit befasst sich mit der Frage, wie nationale und europäische Identitäten in Deutschland interagieren und ob die europäische Integration die traditionelle nationale Identität verdrängen oder ergänzen kann.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Zentrale Themen sind die historische Genese der europäischen Moderne nach Eisenstadt, die Besonderheiten der deutschen Identitätsentwicklung nach 1945 und die aktuelle Identifikation der Bevölkerung mit Europa.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist die Erörterung, ob ein Zusammenstoß zwischen nationaler und europäischer Identität bevorsteht oder ob sich ein komplementäres Verhältnis entwickelt.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit nutzt eine historisch-soziologische Perspektive, kombiniert mit der Auswertung theoretischer Überlegungen und aktueller soziologischer Umfragedaten.

Was umfasst der Hauptteil der Arbeit?

Der Hauptteil behandelt theoretische Rahmenbedingungen, die historische Entwicklung von Nationalbewusstsein und die empirische Analyse aktueller Trends in der deutschen Identitätswahrnehmung.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Zu den wichtigsten Begriffen zählen Identitätsbildung, europäische Moderne, nationale Souveränität, Spill-over-Effekte und die Mehrebenen-Identität des modernen Bürgers.

Inwiefern beeinflusste die Fußball-WM 2006 das deutsche Identitätsbild?

Laut der Arbeit ermöglichte die WM 2006 einen unverkrampften Umgang mit deutschen Symbolen, ohne dabei jedoch einen Anstieg des Nationalismus zu provozieren.

Warum wird die europäische Identität als abstrakter als die nationale betrachtet?

Der Autor argumentiert, dass der europäischen Identität die konkrete lokale Verankerung, ein einheitlicher Sprachraum und eine homogene kulturelle Basis fehlen.

Ende der Leseprobe aus 13 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Europäische und nationale Identität in der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft in Deutschland
Hochschule
Friedrich-Schiller-Universität Jena
Note
1,0
Autor
Marcel Stepanek (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2009
Seiten
13
Katalognummer
V169741
ISBN (eBook)
9783640881857
ISBN (Buch)
9783640881949
Sprache
Deutsch
Schlagworte
europäische identität vergangenheit gegenwart zukunft deutschland
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Marcel Stepanek (Autor:in), 2009, Europäische und nationale Identität in der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft in Deutschland, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/169741
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Leseprobe aus  13  Seiten
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