Die vorliegende Arbeit widmet sich der Frage, wie sich Kinderarmut in der späten Kindheit bemerkbar macht und wie sich diese auf die Lebensbedingungen und Verwirklichungschancen der Kinder auswirkt. Zunächst wird das vorherrschende Armutsverständnis erläutert, um anschließend auf die Auswirkungen von Kinderarmut eingehen zu können. Danach werden Einblicke in die Wahrnehmung und die Bewältigung von Armut im späten Kindesalter gegeben. Den Abschluss der Arbeit bildet ein zusammenfassendes Fazit.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Kinderarmut
- Auswirkungen von Kinderarmut
- Wahrnehmung und Bewältigung im späten Kindesalter
- Fazit
- Literaturverzeichnis
Zielsetzung & Themen
Diese wissenschaftliche Arbeit befasst sich mit den Erscheinungsformen und Auswirkungen von Kinderarmut in der späten Kindheit (6-11 Jahre). Sie zielt darauf ab, zu beleuchten, wie sich Kinderarmut in dieser Lebensphase bemerkbar macht und welche konkreten Auswirkungen sie auf die Lebensbedingungen und Verwirklichungschancen der betroffenen Kinder hat.
- Definition und Konzepte von Kinderarmut
- Analyse der sozialen und psychischen Auswirkungen von Armut auf Kinder
- Wahrnehmung und Bewältigungsstrategien von Kinderarmut im späten Kindesalter
- Identifikation von Risikofaktoren und Benachteiligungen im Kontext von Kinderarmut
- Rolle der Sozialen Arbeit und präventive Maßnahmen zur Unterstützung armutsbetroffener Kinder
Auszug aus dem Buch
Erscheinungsformen und Auswirkungen von Kinderarmut in der späten Kindheit (6-11 Jahre)
Auswirkungen auf die Psyche und Bildungschancen haben. Zu den am häufigsten genannten unterversorgten Lebensbereichen zählen die materielle Grundausstattung wie Ernährung, Lernmaterial und Kleidung sowie die Beeinträchtigung der Gesundheit durch ungesunde Ernährung, nicht wetterfeste Kleidung oder fehlende ärztliche Untersuchungen. Zudem können soziale Kontakte beeinträchtigt und die Bildungs- und Erfahrungsmöglichkeiten der Kinder stark eingeschränkt sein. Daraus resultiert die Benachteiligung in der sozialen Teilhabe (Laubstein et al., 2016, S. 44-71). Kinderarmut beeinträchtigt das Wohlergehen von Kindern und sollte daher unter Berücksichtigung der subjektiven Wahrnehmung und Befindlichkeit betrachtet werden.
Schneekloth und Pupeter (2013, S. 95-100) haben Indikatoren herausgearbeitet, um Kinderarmut und die damit verbundenen Einschränkungen über das Erleben in der späten Kindheit sichtbar zu machen. Nach der Feststellung, dass das Geld in der Familie oft knapp ist, wurden spezifische Bereiche erfragt, in denen Einschränkungen vorgenommen werden mussten. Dazu gehören unter anderem Kinobesuche, Schwimmbadbesuche, ausreichende Schulmaterialien, regelmäßige Vereinsbesuche, Feiern des Kindergeburtstags, eine jährliche Urlaubswoche außerhalb des eigenen Zuhauses, eine warme Mahlzeit pro Tag und ausreichend warme Kleidung.
Die Auswirkungen von Armut auf Kinder hängen folglich von verschiedenen Faktoren ab, wie beispielsweise der Dauer des Zustands, der Art der Einschränkung, dem Entwicklungsstand und der individuellen Wahrnehmung. Es ist wichtig, diese Faktoren zu berücksichtigen, um eine angemessene Unterstützung gewährleisten zu können.
Kinderarmut ist oft nicht an äußerlichen Merkmalen erkennbar. Im Vergleich zu Kindern aus wohlhabenden Familien treten bei betroffenen Kindern häufiger psychosomatische Beschwerden und Verhaltensauffälligkeiten auf (Laubstein et al., 2016, S. 66-67). Die Freizeitgestaltung und gesellschaftliche Teilhabe hängen unmittelbar von den finanziellen Mitteln der Erziehungsberechtigten ab.
Zusammenfassung der Kapitel
Einleitung: Dieses Kapitel führt in das Thema Kinderarmut in der späten Kindheit ein, präsentiert aktuelle Statistiken und formuliert die zentrale Forschungsfrage zur Wahrnehmung und den Auswirkungen von Armut auf Kinder zwischen 6 und 11 Jahren.
Kinderarmut: Hier wird das Armutsverständnis erläutert, verschiedene Armutskonzepte vorgestellt und zwischen absoluter und relativer Armut unterschieden, wobei Risikogruppen für Kinderarmut hervorgehoben werden.
Auswirkungen von Kinderarmut: Das Kapitel beschreibt die mannigfaltigen negativen Folgen von Armut auf die psychische und physische Gesundheit, Bildungschancen und soziale Teilhabe von Kindern, inklusive spezifischer Indikatoren für Einschränkungen im Alltag.
Wahrnehmung und Bewältigung im späten Kindesalter: Dieses Kapitel untersucht, wie Kinder Armut wahrnehmen und welche individuellen Bewältigungsstrategien sie entwickeln, sowie die Rolle des familiären Umfelds und sozialer Ressourcen.
Fazit: Das Fazit fasst die komplexen Zusammenhänge der Kinderarmut zusammen, betont die langfristigen Konsequenzen und leitet Implikationen für präventive Maßnahmen und die Rolle der Sozialen Arbeit ab.
Literaturverzeichnis: Listet alle im Essay verwendeten Quellen auf, die die Grundlage der wissenschaftlichen Auseinandersetzung bilden.
Schlüsselwörter
Kinderarmut, späte Kindheit, soziale Ungleichheit, Entwicklungsaufgaben, sozioökonomische Benachteiligung, psychische Auswirkungen, Bildungschancen, soziale Teilhabe, Bewältigungsstrategien, Resilienz, Prävention, Soziale Arbeit, Familienkonstellationen, Wohlbefinden, Deutschland
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Diese Arbeit befasst sich mit den Erscheinungsformen und Auswirkungen von Kinderarmut speziell in der Lebensphase der späten Kindheit (6-11 Jahre) in Deutschland.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zentrale Themenfelder sind die Definition und Konzepte von Armut, ihre Auswirkungen auf die psychische und physische Entwicklung von Kindern, deren Bildungschancen und soziale Teilhabe sowie die Bewältigungsstrategien von betroffenen Kindern.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das primäre Ziel ist es, die Frage zu beantworten, wie sich Kinderarmut in der späten Kindheit bemerkbar macht und welche Auswirkungen sie auf die Lebensbedingungen und Verwirklichungschancen dieser Kinder hat.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit ist ein wissenschaftlicher Essay, der auf einer umfassenden Literaturanalyse und der Auswertung bestehender Forschungsergebnisse basiert, ohne eigene empirische Studien durchzuführen.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil behandelt die Konzepte von Kinderarmut, detaillierte Auswirkungen auf verschiedene Lebensbereiche von Kindern und die Mechanismen, mit denen Kinder Armut wahrnehmen und bewältigen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Schlüsselwörter sind Kinderarmut, späte Kindheit, soziale Ungleichheit, Entwicklungsaufgaben, psychische Auswirkungen, Bildungschancen, soziale Teilhabe, Bewältigungsstrategien, Prävention und Soziale Arbeit.
Wie unterscheidet sich die Wahrnehmung von Armut bei Kindern und Erwachsenen?
Kinder und Jugendliche haben je nach Alter und Entwicklungsstand ein unterschiedliches Verständnis von Armut. In der späten Kindheit ist der Wunsch nach Konsumgütern besonders ausgeprägt, da Besitztümer oft Status und soziale Teilhabe bestimmen.
Welche Rolle spielt die Soziale Arbeit im Kontext der Kinderarmut?
Die Soziale Arbeit hat die Aufgabe, Aufklärungsarbeit zu leisten, Armut frühzeitig zu erkennen, Hilfe anzubieten und Dienstleistungsangebote in den Lebensräumen der Kinder bereitzustellen, um Benachteiligungen entgegenzuwirken.
Welche Arten von Bewältigungsstrategien entwickeln Kinder bei Armut?
Kinder entwickeln primär zwei Bewältigungsmuster: problemlösende (Unterstützung suchen, impulsive Reaktionen) und problemvermeidende (sozialer Rückzug, Anspruchsreduktion, Abwertung von Gütern).
Was ist die Bedeutung der "Kindergrundsicherung" im Kontext dieser Arbeit?
Die Kindergrundsicherung wird als ein derzeit kontrovers diskutiertes politisches Thema erwähnt, das darauf abzielt, die negativen Auswirkungen von Armut in der Kindheit zu vermeiden und bessere Zukunftsperspektiven zu ermöglichen.
- Quote paper
- Anonym (Author), 2024, Erscheinungsformen und Auswirkungen von Kinderarmut in der späten Kindheit (6-11 Jahre), Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/1695697