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Geschichte als Philosophie

Schillers Vorlesung über die Gesetzgebung bei Lykurg und Solon als Beitrag zur politischen Philosophie der Spätaufklärung

Title: Geschichte als Philosophie

Term Paper (Advanced seminar) , 2011 , 29 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Stefan Enke (Author)

Politics - Political Theory and the History of Ideas Journal

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Summary Excerpt Details

Die Vorlesung Schillers zur „Gesetzgebung des Lykurgs und Solons“, die in der Zeit der Französischen Revolution gehalten und als Text herausgegeben wurde, gehört zu den Schriften, die bei der Rezeption des Dichters und Historikers wenig bis gar keine Beachtung finden. Obwohl der Text einige Begebenheiten der Antike behandelt, wird in dieser Arbeit gezeigt, dass er sich ebenso als eine Auseinandersetzung mit den Verhältnissen zu Schillers Lebzeiten lesen lässt. Schiller schließt mit dem besprochenen Text zweifellos an die staatstheoretischen Debatten des 18. Jahrhunderts an. Dabei nimmt er eine dezidiert eigene Stellung ein. Schiller präsentiert sich in dieser kleinen historischen Abhandlung ganz als ein politischer Denker der späten Aufklärung.
Es wird hier versucht die Vorstellung Schillers von einem schlechten und vom guten Staat dar. Außerdem wird gezeigt, wie sich Schiller mit diesen Ansichten in die Zeit Aufklärung einordnen lässt sowie welche Andeutungen Schillers als Anspielungen auf seine eigene Zeit verstanden werden können.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Der Schillersche Text

2.1 Verdacht der Gräkophilie

2.2 Universalgeschichtlicher Anspruch

2.3 Philosophischer Text

3. Der schlechte Staat

3.1 Das spartanische Beispiel

3.2 Naturzustand im Staat

3.3 Tyrannische Königsherrschaft

3.4 Anarchische Demokratie

3.5 Der totalitäre Staat

4. Der gute Staat

4.1 Der oberste Zweck

4.2 Erziehung zum Besseren

4.3 Teilung der Gewalten

4.4 Repräsentative Demokratie

4.5 Organische Verfassung

4.6 Gleichheit

5. Der aufgeklärte Denker

5.1 Fortschritt

5.2 Vernunft begründet den Staat

5.3 Volkssouveränität

6. Der zeitgenössische Bezug

6.1 Die Kritik der Verfassung

6.2 Die Frage der Eigentumsverteilung

6.3 Zwei gegenwartsbezogene Anekdoten?

7. Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht Schillers Vorlesung über die Gesetzgebung des Lykurg und Solon, um deren philosophische Relevanz und den Bezug zur politischen Philosophie der Spätaufklärung herauszuarbeiten, wobei insbesondere Schillers Verständnis von Staatsmodellen und Fortschritt analysiert wird.

  • Analyse des Staatsverständnisses bei Friedrich Schiller
  • Unterscheidung zwischen schlechten und guten Staatsformen
  • Einordnung von Schillers politischem Denken in die Epoche der Aufklärung
  • Untersuchung von Begriffen wie Fortschritt, Vernunft und Volkssouveränität
  • Diskussion des zeitgenössischen Bezugs zur Französischen Revolution

Auszug aus dem Buch

3.1 Das spartanische Beispiel

Obwohl es in den Verfassungen von Solon und Lykurg schlechte und sehr schlechte Aspekte gibt, so stellen sie dennoch nicht den schlechten Staat dar. Sie sind in gewisser Weise gut durchdacht und auch das lykurgische Sparta folgt ganz einem bestimmten Zweck. Auch diese Verfassung erweist sich als „zweckmäßig“ und stellt ein „vollendetes Kunstwerk“. Erst der höhere Zweck des Menschen ist es, welcher dieser Verfassung eine tiefe „Missbilligung“ abverlangt.

In Schillers Darstellung nimmt eigentlich eher der Staat Sparta vor dem Auftreten Lykurgs diese Rolle ein, einen Staat zu zeigen, der die schlechtesten Eigenschaften in sich vereinigt. Gleich zuerst kritisiert Schiller, dass der Reichtum im Staat ungleich verteilt ist. Das allein ergibt schon einige Probleme, auf die ich später noch zurückkomme. Darüber hinaus aber für ihn stellt sich die Situation in Sparta auch so dar, dass die wenigen Reichen die ärmeren Bevölkerungsteile unterdrücken. Schiller spricht vom „Tyrannisieren“ der Armen durch die Reichen. Dies gibt weiten Bevölkerungsteilen einen ausreichenden Anlass, sich gegen die bestehenden Verhältnisse aufzulehnen.

Zudem stehen sich Volk und König unvermittelt gegenüber. Das heißt, dass das Volk dem Willen des Staatsoberhaupt in aller Willkür ausgesetzt ist. Es gibt keine den König begrenzende Kraft. Andererseits ist aber der König auch dem Volk völlig ausgesetzt, welches ihn vertreiben oder töten kann, um an die Macht zu kommen.

Der von Schiller attestierte Mangel an Gemeingeist ist aus mehreren Gründen als negativ zu sehen, etwa beim Zusammenhalt gegen einen äußeren Feind. Für Schiller scheint das Empfinden einer Zugehörigkeit zum Staat – ein Zusammengehörigkeitsgefühl in Form einer nationalen Identität – ein wichtiger Aspekt für die Möglichkeit eines guten Staates an zu sein. Vaterlandsliebe und politische Beteiligung gehören zu den Bürgertugenden. Beides ist scheinbar im Sparta vor Lykurgs Auftreten völlig verschwunden – daher erklärt sich Schiller wohl Lykurgs Hauptaufmerksamkeit auf diesen Aspekt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung verortet Schillers Text zur Gesetzgebung des Lykurg und Solon in dessen Werk und erläutert das Ziel der Untersuchung.

2. Der Schillersche Text: Dieses Kapitel analysiert Schillers Ansatz als Historiker und Philosoph, insbesondere im Hinblick auf den Vorwurf der Gräkophilie.

3. Der schlechte Staat: Es werden negative Staatsmodelle wie das antike Sparta und Athen sowie die Formen der Tyrannis und Anarchie erörtert.

4. Der gute Staat: Das Kapitel widmet sich Schillers Ideal des Staates, das durch Fortschritt, Gewaltenteilung und eine organische Verfassung geprägt ist.

5. Der aufgeklärte Denker: Hier wird Schiller als politischer Denker in den Kontext der Aufklärung gestellt, wobei Konzepte wie Volkssouveränität im Fokus stehen.

6. Der zeitgenössische Bezug: Dieses Kapitel untersucht die impliziten Bezüge Schillers zur Französischen Revolution und zur damaligen politischen Lage.

7. Zusammenfassung: Das abschließende Kapitel fasst die Ergebnisse zur staatstheoretischen Position Schillers zusammen.

Schlüsselwörter

Friedrich Schiller, Lykurg, Solon, politische Philosophie, Aufklärung, Sparta, Athen, Staatsform, Gewaltenteilung, Volkssouveränität, Fortschritt, Gesetzgebung, Französische Revolution, Gräkophilie, Sittlichkeit

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der vorliegenden Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert Friedrich Schillers Vorlesung über die Gesetzgebung von Lykurg und Solon als Beitrag zur politischen Philosophie.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die zentralen Themen sind Schillers Staatsverständnis, der Kontrast zwischen idealen und negativen Staatsformen sowie die Einordnung seines Denkens in die Zeit der Spätaufklärung.

Welches primäre Ziel verfolgt die Arbeit?

Das Ziel ist es, Schillers historische Arbeit als philosophisches Werk zu interpretieren und seinen Blick auf Staat, Freiheit und moralische Erziehung zu beleuchten.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet der Autor?

Der Autor führt eine textnahe Analyse von Schillers Werk durch und setzt diese in Bezug zu zeitgenössischen philosophischen Diskursen sowie zu anderen Denkern der Epoche.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung von schlechten Staatsformen, Schillers Kriterien für einen "guten" Staat, die Einordnung Schillers als aufgeklärter Denker und den Bezug zur damaligen Gegenwart.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung?

Wesentliche Begriffe sind Schiller, Staatsmodelle, Aufklärung, Gesetzgebung, Gewaltenteilung und politische Philosophie.

Wie bewertet Schiller laut der Arbeit die Gesetzgebung von Lykurg?

Schiller erkennt die Effizienz der lykurgischen Verfassung an, kritisiert jedoch die totalitären Züge und den Mangel an individueller Freiheit im Vergleich zu einem idealen Staat.

Warum bezieht sich die Arbeit auf die Französische Revolution?

Die Arbeit weist nach, dass Schiller durch seine historische Auseinandersetzung mit der antiken Gesetzgebung implizit Stellung zu den politischen Debatten und Umbrüchen seiner eigenen Zeit bezog.

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Details

Title
Geschichte als Philosophie
Subtitle
Schillers Vorlesung über die Gesetzgebung bei Lykurg und Solon als Beitrag zur politischen Philosophie der Spätaufklärung
College
http://www.uni-jena.de/  (Institut für Politikwissenschaft)
Course
Politisches Denken im Deutschland der Spätaufklärung
Grade
1,3
Author
Stefan Enke (Author)
Publication Year
2011
Pages
29
Catalog Number
V169086
ISBN (eBook)
9783640872473
ISBN (Book)
9783640872930
Language
German
Tags
geschichte vorlesung gesetzgebung lykurg solon spätaufklärung Schiller Aufklärung Politik Philosophie
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Stefan Enke (Author), 2011, Geschichte als Philosophie, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/169086
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