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Geschlechtsspezifische Leseförderung in der Schulbibliothek: Lektürewahl bei Jungen

Titel: Geschlechtsspezifische Leseförderung in der Schulbibliothek: Lektürewahl bei Jungen

Hausarbeit , 2010 , 22 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Cora Ginzel (Autor:in)

Pädagogik - Schulpädagogik

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

„Warum Jungen nicht mehr lesen und wie wir das ändern können“ lautet ein Werk der Journalistin Katrin Müller-Walde, das der aktuellen Lesedebatte an Schulen, insbesondere in der schulbibliothekarischen Arbeit bezüglich der Lesemotivation von Jungen, neuen Schwung verliehen hat. Sie kommt in ihrer Studie (2003/04) zu dem Ergebnis „Jungen wollen lesen, auch wenn sie es nicht immer zugeben. […] Sie lesen umso intensiver und anspruchsvoller, je besser wir es verstehen, ihnen in der mehrere Jahre anhaltenden Leselustlernphase die richtigen, persönlich passenden Texte in die Hände zu geben“ (Müller-Walde, 2005, S. 17). Es muss daher auch Aufgabe von Schul-bibliotheken sein, sich intensiv mit diesem Thema zu befassen. Führende Leseforscher sind sich darin einig: „Lesen lernt man nur durch Lesen“ (Richard Bamberger). Wenn aber Jungen zunehmend nicht mehr lesen, werden auf der Suche nach Erklärungen für dieses Phänomen in der Forschung verschiedene Ansätze gewählt, wie z.B. zur familiären Lesesozialisation, zu kognitiven Prozessen des jugendlichen männlichen Gehirns, zu geschlechtstypischem Leseverhalten, aber bisher weniger z.B. zum Einfluss der Schulbibliotheken oder der peer group auf die Leseorientierung. Maik Philipp hat diesen letzteren Zusammenhang in seiner quantitativen Studie (2006/07) mit 500 Kindern zumindest für Fünftklässler empirisch belegt (vgl. Philipp, 2008, S. V). Er weist aber auch darauf hin, „dass die Leseforschung im Gegensatz zur Massenmedienforschung dieses Feld bislang vergleichsweise unbearbeitet ließ“ (Philipp, 2008, S.11). Diese Forschungslücke bietet Ansatzpunkte für die vorliegende Hausarbeit. Wie kann geschlechtsspezifische Leseförderung in der Schulbibliothek noch gestaltet werden und: Auf welchen empirischen Grundlagen kann diese begründet werden?

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Entwicklung der Forschungsfrage und der Hypothesen

2.1 Hypothesen

2.2 Definition wichtiger Begriffe

3 Die Methoden

3.1 Qualitative Sozialforschung

3.2 Problemzentriertes Interview (PZI) nach Witzel

3.3 Grounded Theory (GT)

4 Feldzugang und Datenerhebung

4.1 Feldzugang und Sampling

4.2 Interviewdurchführung

4.3 Transkription

5 Auswertung und Ergebnisse

5.1 Offenes, axiales und selektives Codieren

5.2 Kritische Reflexion

6 Fazit und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Entscheidungskriterien von Jungen der 7. Klasse bei der Lektürewahl während des Deutschunterrichts in der Schulbibliothek, um Ansätze für eine effektive geschlechtsspezifische Leseförderung zu identifizieren.

  • Analyse der Einflussfaktoren auf die Buchauswahl bei Jungen
  • Untersuchung der Rolle der peer group und des Leserselbstbilds
  • Evaluierung der Bedeutung der Schulbibliothek für die Lesemotivation
  • Anwendung qualitativer Forschungsmethoden (Grounded Theory)
  • Erkenntnisse für die pädagogische Arbeit in Schulbibliotheken

Auszug aus dem Buch

3.2 Problemzentriertes Interview (PZI) nach Witzel

Das 1982 von Andreas Witzel etablierte Problemzentrierte Interview ist ein Methoden kombinierendes Verfahren zur Datenerhebung in der qualitativen Sozialforschung. Witzel lehnt es weitgehend an das Theorie generierende Verfahren der Grounded Theory nach Glaser & Strauss an. Es verbindet ein deduktives mit einem induktiven Vorgehen durch die Kombination von Narration und Dialog in einem leitfadengestützten Interview. Dadurch nutzen die Forschenden ihr Vorwissen für die Zentrierung auf das interessierende Problem und bleiben ihm gegenüber gleichzeitig offen. Drei Grundpositionen kennzeichnen das PZI:

> Die Problemzentrierung auf die von den Forschenden beobachtete gesellschaftlich relevante Problemstellung und die Offenlegung und Systematisierung ihres dazu vorhandenen Wissens.

> Die Gegenstandsorientierung, d.h. die sich daraus ergebende flexible Handhabung und Kombination von Methoden, die sich dem Gegenstand anpassen. Z.B. die Vorbereitung biografischer Interviews durch vorangehende Gruppendiskussionen, Befragten zentrierte Kommunikationsstrategien, die ergänzende Verwendung standardisierter Fragebögen.

> Die Prozessorientierung charakterisiert sowohl den gesamten Forschungsprozess als auch den Untersuchungsgegenstand als Teil eines historischen Prozesses im Leben der beteiligten Person selbst und den Prozess der Selbstreflexion der Interviewpartner während des Interviews. Witzel hebt hervor, dass eine sensible Kommunikationsstrategie für ein Vertrauensverhältnis zwischen den Beteiligten sorgen kann, welches die Erinnerungsfähigkeit und Erzählbereitschaft der Interviewpartner fördert (siehe Witzel, 1985; siehe Witzel, 2000).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die aktuelle Lesedebatte bei Jungen und begründet die Notwendigkeit, Schulbibliotheken stärker in die Leseförderung einzubeziehen.

2 Entwicklung der Forschungsfrage und der Hypothesen: Dieses Kapitel leitet aus Alltagsbeobachtungen die Forschungsfrage ab und formuliert Hypothesen zum Einfluss von Interessen, der peer group und des Bibliotheksangebots.

3 Die Methoden: Hier werden die theoretischen Grundlagen der qualitativen Sozialforschung, des problemzentrierten Interviews und der Grounded Theory dargelegt.

4 Feldzugang und Datenerhebung: Das Kapitel beschreibt die praktische Durchführung der Datenerhebung, einschließlich des Samplings und der Interviewführung in der Schulbibliothek.

5 Auswertung und Ergebnisse: Dieser Teil präsentiert die Analyse der geführten Interviews mittels Codierung und reflektiert das methodische Vorgehen kritisch.

6 Fazit und Ausblick: Die Arbeit schließt mit einer Zusammenfassung der Ergebnisse und gibt Empfehlungen für die schulbibliothekarische Praxis sowie weiterführende Forschung.

Schlüsselwörter

Leseförderung, Schulbibliothek, Jungen, Lektürewahl, Lesemotivation, Lesekompetenz, qualitative Sozialforschung, Problemzentriertes Interview, Grounded Theory, peer group, Interessenwahrnehmung, Informationskompetenz, Leserselbstbild, Codier-Paradigma, häusliche Lesesozialisation.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Fragestellung, nach welchen Kriterien Jungen der 7. Klasse ihre Lektüre im Deutschunterricht in der Schulbibliothek auswählen.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zentrale Themen sind die Lesemotivation von Jungen, der Einfluss der Schulbibliothek als Lernort und die Anwendung qualitativer Forschungsmethoden zur Analyse von Entscheidungsprozessen.

Was ist das primäre Ziel der Studie?

Das Ziel ist es, Ansätze für eine geschlechtsspezifische Leseförderung zu finden, indem die subjektiven Entscheidungskriterien der Jungen bei der Lektürewahl besser verstanden werden.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt die qualitative Sozialforschung, spezifisch das problemzentrierte Interview (PZI) nach Witzel und die Auswertungsmethoden der Grounded Theory.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden der theoretische Rahmen, die methodische Vorgehensweise, die Erhebung der Daten in der Schule sowie die systematische Auswertung mittels Codierung beschrieben.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Schlagworte sind Leseförderung, Jungen, Schulbibliothek, Lektürewahl, Lesemotivation und Grounded Theory.

Warum ist der Einfluss der peer group laut Autorin ambivalent?

Die Autorin stellt fest, dass der Einfluss der peer group zwar vorhanden ist, aber stark von den individuellen persönlichen Interessen des Jungen abhängt, ob dieser sich den Empfehlungen anschließt.

Was bedeutet der Begriff "Interessenwahrnehmung" im Kontext der Arbeit?

Interessenwahrnehmung wird als aktiver, zielgerichteter Vorgang beschrieben, bei dem der Jugendliche seine eigenen Bedürfnisse beim Lesen erkennt, formuliert und umsetzt.

Ende der Leseprobe aus 22 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Geschlechtsspezifische Leseförderung in der Schulbibliothek: Lektürewahl bei Jungen
Hochschule
FernUniversität Hagen  (Fakultät für Kultur- und Sozialwissenschaften)
Veranstaltung
Modul 2A - Empirische Bildungsforschung / Methoden
Note
1,0
Autor
Cora Ginzel (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2010
Seiten
22
Katalognummer
V168961
ISBN (eBook)
9783640871285
ISBN (Buch)
9783640871391
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Modul 2A Schulbibliothek Grounded Theory Problemzentriertes Interview Informationskompetenz Empirische Bildungsforschung Handlungstheorie Soziologie Leseförderung
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Cora Ginzel (Autor:in), 2010, Geschlechtsspezifische Leseförderung in der Schulbibliothek: Lektürewahl bei Jungen, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/168961
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  22  Seiten
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