Im Roman "L’anomalie" von Hervé Le Tellier aus dem Jahr 2020 wird der Umgang der Menschheit mit dem Aufkommen einer Anomalie und der damit verbundenen Möglichkeit, in einer Simulation zu leben, verhandelt. Dabei wird jedoch nicht nur die Reaktion und die Auseinandersetzung mit dieser möglichen Simulation literarisch ausgehandelt, sondern ebenso politisch gerahmt. Anhand sehr unterschiedlicher Charaktere werden politische Themen meist implizit angedeutet und persönliche Schicksale dargelegt. Jeder Charakterwidmung ist zudem ein literarisches Genre inhärent. Dies führt dazu, dass der Roman aus sehr unterschiedlichen literarischen Puzzlestücken besteht, die in ein metaliterarisches letztes Kapitel münden. Die folgende Arbeit untersucht den spielerischen Ansatz des Romans, mit Politik umzugehen und politische Themen zu verhandeln.
- Arbeit zitieren
- Flavio Redecker (Autor:in), 2024, Politik als Spiel in "L’anomalie" von Hervé Le Tellier, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/1687293