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Pluralisierung familialer Lebensformen?

Zur individualisierungstheoretischen Erklärung des Strukturwandels der Familie

Titel: Pluralisierung familialer Lebensformen?

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2010 , 33 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Tim Schröder (Autor:in)

Soziologie - Beziehungen und Familie

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Im Fokus der Arbeit steht die familiensoziologische Diskussion des Strukturwandels der Familie, bei der die Individualisierungstheorie als vorherrschend bezeichnet werden kann. Sie tritt hier mit der These einer „Pluralisierung von Lebensformen“ aufs Programm. Dahinter steht die Annahme eines Geltungsverlustes der traditionalen „Kernfamilie“ als „Einheitsnorm des Zusammenlebens“ (Beck 1986: 195). Dort, wo noch auf einem kleinsten gemeinsamen Nenner von „Familie“ die Rede sein kann, nämlich dann, wenn mindestens eine Elter-Kind-Beziehung vorhanden ist, entstünden die neuen Typen der Alleinerziehenden und der Stief- oder „Patchwork-Familie“ (Beck-Gernsheim 1994). In all diesen Lebensformen fungiere nicht länger die Familie selbst als Einheitsnorm, sondern Mann und Frau bildeten als Individuen je für sich ihr eigenes Zentrum.

Die Individualisierungstheorie wird in der Familiensoziologie höchst kontrovers diskutiert. In theoretischer Hinsicht wird vor allem der Zusammenhang von Individualisierung und Pluralisierung in Frage gestellt (Huinink und Wagner, 1998; Brückner und Mayer 2005; Huinink 2006). Bemängelt wird auch und vor allem die ungenügende Berücksichtigung empirischer Daten. Und dort, wo eine explizite empirische Prüfung der Pluralisierungsthese versucht wird, werden einige Zweifel im Hinblick auf ihre Bestätigung angemeldet (Klein 1999; Wagner 2001). Noch Brüderl (2004: 3) kann etwa 20 Jahre nach ihrer erstmaligen Formulierung feststellen: „Die wissenschaftlichen Belege für diesen Trend sind jedoch eher dünn“. Eindeutig ist, dass es einen Strukturwandel der Familie gegeben hat bzw. gibt. Allein, dieser Wandel wird z.T. völlig unterschiedlich interpretiert: wahlweise als „Umstrukturierung“ (Klein 1999), „Differenzierung“ (Meyer 1993; Nave-Herz 2007: Kap.2) oder eben als „Pluralisierung“. Das Ziel der vorliegenden Arbeit ist es, die im Rahmen der Individualisierungstheorie formulierte These der Pluralisierung der Lebensformen zu rekapitulieren und hieran den Stand der empirischen Forschung zum Strukturwandel der Familie zu messen. Dies erlaubt den Rückschluss auf die Frage nach der "theoretischen Konsistenz“ und „empirischen Validität“ (Schroer 2001: 319) der Individualisierungstheorie im Bereich der Familiensoziologie.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Individualisierungsthese

3. Individualisierung als Pluralisierung von Lebensformen

4. Empirische Befunde zur Pluralisierungsthese

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die individualisierungstheoretische Erklärung des Strukturwandels der Familie, wobei der Fokus auf der These einer „Pluralisierung von Lebensformen“ liegt. Es wird geprüft, inwieweit die Individualisierungstheorie theoretisch konsistent ist und ob ihre Annahmen durch den aktuellen Stand der empirischen Forschung zum Strukturwandel der Familie bestätigt werden können.

  • Kritische Rekonstruktion der Individualisierungstheorie nach Ulrich Beck
  • Analyse der theoretischen Verbindung zwischen Individualisierung und familialer Pluralisierung
  • Betrachtung der historischen Entwicklung familialer Lebensformen
  • Empirische Überprüfung des Strukturwandels von der "Normalfamilie" hin zur Vielfalt
  • Diskussion über die Validität und interpretativen Herausforderungen der Thesen

Auszug aus dem Buch

Die Familie der Ersten Moderne

Im Laufe der Industrialisierung kommt es zu einer Trennung von Produktion und Haushalt und einer entsprechenden geschlechtsspezifischen Arbeitsteilung: Die Frau sorgt für Haushalt und Erziehung, der Mann ist außerhäuslich abhängig erwerbstätig. Weniger als 10% der verheirateten Frauen gehen Ende des 19. Jahrhunderts einer Erwerbstätigkeit nach (Tab.2). Es kommt insgesamt zu einer Verringerung der normativen Bindung an die örtliche Gemeinschaft sowie den Haushalt des Ganzen Hauses zugunsten einer „Neu-Etablierung eines bürgerlichen Familienideals der ehelichen Lebensgemeinschaft mit Kindern und einer sehr ausgeprägten Geschlechtsrollendifferenzierung“ (Huinink/ Wagner 1998: 94). Die Erste Moderne vor allem der unmittelbaren Nachkriegszeit ist damit geradezu durch eine Homogenisierung der Lebensformen geprägt. Tabelle 1 zeigt die Zunahme der Lebensform der Ehe bis hinein in die späten 1960er. Interessant ist dabei, dass die Erwerbsbeteiligung der Frauen in zwei sprunghaften Schüben bereits in der ersten Moderne ansteigt (Tab.2), während die Rollenverteilung der Geschlechter innerhalb der Familie dieselbe bleibt. Betrachtet man schließlich die Haushaltszusammensetzung, so ist im Zeitraum von 1900 bis 1950 zunächst von einer Zunahme der Heterogenität (Entropiemaß) auszugehen, die aus einer Abnahme der Dominanz von Mehrpersonenhaushalten resultiert.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in die Individualisierungsthese, ihre Bedeutung in der Soziologie sowie die Fragestellung zur Pluralisierung familialer Lebensformen.

2. Die Individualisierungsthese: Detaillierte Darstellung des Forschungsprogramms von Ulrich Beck und der theoretischen Einbettung in die Theorie der reflexiven Modernisierung.

3. Individualisierung als Pluralisierung von Lebensformen: Untersuchung der Transformation privater Sozialbeziehungen und des Wandels vom klassischen Familienmodell zur "Wahlverwandtschaft".

4. Empirische Befunde zur Pluralisierungsthese: Kritische Auseinandersetzung mit quantitativen Daten und dem Vergleich historischer Phasen der Lebensformen.

5. Fazit: Zusammenfassende Bewertung der empirischen Überprüfbarkeit der Individualisierungstheorie und Hinweis auf die theoretische Forschungslücke.

Schlüsselwörter

Individualisierung, Individualisierungstheorie, Pluralisierung, Lebensformen, Strukturwandel, Familie, Risikogesellschaft, reflexiver Modernisierung, Erwerbsgesellschaft, soziale Ungleichheit, Normalfamilie, Patchwork-Familie, Lebenslauf, empirische Forschung, Haushaltszusammensetzung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert die soziologische Individualisierungstheorie und prüft kritisch, wie gut sie den Strukturwandel von Familien und Lebensformen in der modernen Gesellschaft erklären kann.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Zentrale Themen sind die theoretischen Konzepte von Ulrich Beck zur "Ersten" und "Zweiten Moderne", der Wandel von geschlechtsspezifischen Rollen sowie die empirische Entwicklung verschiedener Haushalts- und Lebensformen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die theoretische Konsistenz und empirische Validität der Individualisierungsthese im Bereich der Familiensoziologie zu bewerten und offene Fragen in der aktuellen Forschung aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es handelt sich um eine theoretische Rekonstruktion und kritische Literaturarbeit, die empirische Daten (Querschnitts- und Längsschnittanalysen) zur Validierung der aufgestellten Thesen heranzieht.

Was ist der Kerninhalt des Hauptteils?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung der Individualisierung, die spezifische Betrachtung der Familie als Lebensform und die Auseinandersetzung mit empirischen Studien zum Strukturwandel.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie "Individualisierungsschub", "Normalfamilie", "Pluralisierung", "reflexive Moderne" und "Lebensformwandel".

Wie bewertet der Autor das Verhältnis zwischen Theorie und Empirie?

Der Autor stellt fest, dass eine Lücke zwischen der theoretischen Argumentation und der quantitativen Empirie klafft, da viele empirische Befunde auch anders, etwa differenzierungstheoretisch, interpretiert werden können.

Welche Bedeutung kommt der "Normalfamilie" in der Arbeit zu?

Sie dient als Referenzpunkt der Ersten Moderne, deren "Monopolverlust" durch die Prozesse der Individualisierung und gesellschaftliche Veränderungen im Laufe der Zweiten Moderne nachgezeichnet wird.

Ende der Leseprobe aus 33 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Pluralisierung familialer Lebensformen?
Untertitel
Zur individualisierungstheoretischen Erklärung des Strukturwandels der Familie
Hochschule
Universität Bremen  (TESS)
Note
1,3
Autor
Tim Schröder (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2010
Seiten
33
Katalognummer
V168255
ISBN (eBook)
9783640852161
ISBN (Buch)
9783640898640
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Individualisierung Pluralisierung Familie Ulrich Beck Strukturwandel der Familie Lebensformen Familiensoziologie Geschlecht Modernisierung Frauen Moderne partnerschaftliche Lebensformen
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Tim Schröder (Autor:in), 2010, Pluralisierung familialer Lebensformen?, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/168255
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  33  Seiten
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