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Der frühkeltische Fürstensitz Hohenasperg

Unter besonderer Berücksichtigung der Fürstengräber und Flachlandsiedlungen

Title: Der frühkeltische Fürstensitz Hohenasperg

Term Paper (Advanced seminar) , 2010 , 39 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Werner Feth (Author)

Archaeology

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Summary Excerpt Details

Inhalt dieser Arbeit ist es, einen Überblick über den Fürstensitz Hohenasperg zu geben. Dabei soll zum einen der heutige Kenntnisstand bezüglich der Siedlung selbst und den umgebenden reich ausgestatteten Grabhügel dargestellt, und zum anderen ein genauer Blick auf die bekannten ländlichen Siedlungsstellen, welche sich innerhalb des Machtbereichs des Hohenasperg befanden, geworfen werden. Anhand der durchaus imposanten Fürstengräber, die in der Reihe ihres forschungsgeschichtlichen Bekanntwerdens vorgestellt werden, wird sich aufzeigen lassen, wie sich die späthallstatt-/frühlatènezeitliche Elite im Grabkult darstellte. Es wird der Frage nachgegangen werden, ob sich möglicherweise innerhalb dieser Bestattungskultur eine soziale Hierarchie erkennen lässt. Die Betrachtung der Siedlungen erfolgt diachron, entlang ihrer Entwicklung im Laufe der Phasen Ha C und D1, bis in die Frühlatènezeit hinein. Ziel dieser Untersuchung ist es einerseits die siedlungsarchäologischen Prozesse darzustellen, die zur Herausbildung des Siedlungsgefüges in der Landschaft des Hohenasperg im Laufe der Späthallstattzeit führten, andererseits die Bedeutung des Fürstensitzes für sein Umland, auch im Hinblick auf eine mögliche Funktion als Zentralort oder komplexes Zentrum, zu klären.
Ein abschließender Vergleich mit anderen Fürstensitzen, wie z. B. dem Mont Lassois in Burgund soll Möglichkeiten aufzeigen, wie man sich die einstige Besiedlung auf dem Plateau des Hohenasperg vorstellen könnte, aber auch welche die Unterschiede sind, die diesen Fürstensitz so besonders machen und welche Chancen sich daraus für die Untersuchung auch in Bezug auf andere Regionen ergeben.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Der Hohenasperg

2.1. Topographie

2.2. Geschichte und frühe Funde

2.3. Funde vom Hohenasperg

2.4. Datierung

3. Die Prunkgräber im Umfeld des Hohenasperg

3.1. Der Römerhügel, Kr. Ludwigsburg

3.2. Das Kleinaspergle, Kr. Ludwigsburg

3.3. Die Gruppe von Bad Cannstatt „Steinhaldenfeld“, Stadt Stuttgart

3.4. Das Grab von Ditzingen-Schöckingen, Kr. Ludwigsburg

3.5. Das Grab von Hirschlanden, Kr. Leonberg

3.6. Der Grafenbühl bei Asperg, Kr. Ludwigsburg

3.7. Der Grabhügel von Eberdingen-Hochdorf, Kr. Ludwigsburg

3.8. Ergebnisse

4. Die Siedlungsstellen um den Hohenasperg

4.1. Forschungsgeschichte

4.2. Siedlungen Ha C/D1

4.2.1.2. Stuttgart-Mühlhausen „Viesenhäuser Hof“

4.2.1.3. Remseck-Aldingen

4.3. Siedlungen Ha D2-3

4.3.1.1. Stuttgart-Stammheim

4.3.1.2. Fellbach-Schmiden

4.3.1.3. Kornwestheim

4.3.1.4. Walheim

4.4. Siedlungen FLT

4.4.1.1. Eberdingen-Hochdorf

4.5. Ergebnis

5. Zusammenfassung der Ergebnisse

5.1. Der Fürstensitz Hohenasperg

5.2. Der Hohenasperg als „komplexes Zentrum“

5.3. Vergleich zu anderen Fürstensitzen

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Entwicklung des frühkeltischen Fürstensitzes Hohenasperg im nordwürttembergischen Umland. Ziel ist es, ein besseres Verständnis für das Zusammenspiel zwischen dem Zentralort, den reich ausgestatteten Prunkgräbern und den zugehörigen ländlichen Siedlungsstellen während der Späthallstatt- und frühen Latènezeit zu erlangen, um die dortigen gesellschaftlichen Strukturen und Siedlungsprozesse zu entschlüsseln.

  • Analyse der Besiedlungsdynamik und Siedlungshierarchien im Umfeld des Hohenaspergs
  • Untersuchung der repräsentativen Bestattungskultur und der sozialen Elitedarstellung in Prunkgräbern
  • Diachrone Betrachtung der Siedlungsentwicklung von der Hallstattzeit bis in die Frühlatènezeit
  • Untersuchung der wirtschaftlichen Bedeutung des Umlandes, insbesondere in Bezug auf Handwerk und Salzhandel

Auszug aus dem Buch

3.7. Der Grabhügel von Eberdingen-Hochdorf, Kr. Ludwigsburg

Der wohl bislang bedeutendste Grabhügel im Umfeld des Hohenasperg wurde 1977 entdeckt und in den Jahren 1978/1979 unter der Leitung von Jörg Biel ausgegraben. Es handelt sich um den Grabhügel von Eberdingen-Hochdorf, ca. 10 km westlich vom Hohenasperg. Der Hügel selbst hatte einen einstigen Durchmesser von ungefähr 60 m und war von einem Steinkranz eingefasst, in den einzelne Holzpfosten eingebracht waren. Im Norden des Hügels befand sich ein monumentaler Eingang aus gesetzten Steinen, von dem aus eine Rampe zur eigentlichen Grabkammer führte. Diese Kammer bestand aus zwei ineinander verschachtelten Holzkonstruktionen, deren Zwischenraum mit einer Steinpackung ausgefüllt war. In dem imposanten Grab wurde ein etwa 40-50 jähriger Mann beigesetzt, der mit einer Größe von ca. 1,80 m als relativ hochgewachsen gelten kann. Da die Beschreibung der mit ins Grab gegebenen Möbel und Gegenstände bereits umfassend vorgelegt wurde, soll hier das Inventar nur zusammenfassend und überblickartig dargestellt werden.

Der sog. „Keltenfürst von Hochdorf“ lag in mehrere Textilschichten eingehüllt auf einer bronzenen fahrbaren Kline, zusammen mit seinen persönlichen, z. T. in Goldfolie eingewickelten Gegenständen, zu denen u. a. ein Goldhalsring; ein eisernes Rasiermesser; ein Antennendolch; aber auch eher ungewöhnliche Dinge wie Angelhaken zählen. Die Kline selbst war ungewöhnlich reich verziert war und an ihrem Kopfende hing ein 1,05 m langes, fünf Liter fassendes, goldbeschlagenes, aus Eisen gefertigtes Trinkhorn. An den Füßen des Toten stand ein mit etwa 400 l einheimischen Honigmets gefüllter Bronzekessel, der aus Griechenland importiert worden war und über eine Verzierung in Form von drei Bronzelöwen verfügte. In Innern dieses Kessels befand sich weiterhin eine aus Goldblech getriebene halbkugelige Schale. An einer Wand hingen acht Trinkhörner; an einer anderen Wand der Kammer stand ein, fast komplett mit Eisen verkleideter, vierrädriger Wagen, auf dem Pferdegeschirr, Eisengeräte in Form von Beil und Lanze, und Essservice, bestehend aus neun flachen Bronzeschalen und drei Bronzebecken, untergebracht waren.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Vorstellung des DFG-Schwerpunktprogramms und Definition der Fragestellung zur Siedlungsdynamik um den Hohenasperg.

2. Der Hohenasperg: Darstellung der topographischen Lage sowie der archäologischen Belege für die Besiedlung des Plateaus trotz neuzeitlicher Überbauung.

3. Die Prunkgräber im Umfeld des Hohenasperg: Analyse der bedeutenden Grabhügel der Region, die als Beleg für eine wohlhabende Elite und deren Verbindungen dienen.

4. Die Siedlungsstellen um den Hohenasperg: Untersuchung der diachronen Entwicklung verschiedener ländlicher Siedlungsstellen im Umfeld und deren ökonomische Funktion.

5. Zusammenfassung der Ergebnisse: Synthese der Siedlungs- und Grabbefunde zur Rolle des Hohenaspergs als Zentrum in einer prosperierenden Landschaft.

Schlüsselwörter

Hohenasperg, Frühkeltische Fürstensitze, Späthallstattzeit, Frühlatènezeit, Prunkgräber, Siedlungsarchäologie, Neckarland, Keltenfürst von Hochdorf, Sozialstruktur, Handelswege, Metallverarbeitung, Grabkultur, Zentralort, Siedlungsdynamik, Elite.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Rolle des Hohenaspergs als frühkeltischer Fürstensitz und untersucht das Zusammenspiel zwischen diesem zentralen Machtort, den umliegenden Prunkgräbern und den ländlichen Siedlungen in der Region.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die zentralen Themen sind die Siedlungsgeschichte des Hohenaspergs, die Analyse der Elitegräber (Prunkgräber) im Umland sowie die siedlungsarchäologische Erforschung der ländlichen Wirtschafts- und Lebensbedingungen.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, die Entwicklungsprozesse zur Entstehung des Fürstensitzes zu verstehen und zu klären, welche Funktion die umgebenden Siedlungen für den Zentralort hatten.

Welche wissenschaftlichen Methoden kommen zum Einsatz?

Es werden siedlungsarchäologische Auswertungen, Ausgrabungsergebnisse, Keramikanalysen sowie der Vergleich mit anderen europäischen Fürstensitzen (z.B. Heuneburg, Mont Lassois) herangezogen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Vorstellung der Grabbefunde als Ausdruck sozialer Hierarchien sowie die detaillierte diachrone Analyse der Siedlungsstellen um den Hohenasperg, von den frühen Phasen bis zur Frühlatènezeit.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Schlüsselbegriffe sind Hohenasperg, frühkeltische Elite, Späthallstattzeit, Prunkgräber, Siedlungsarchäologie und zentralörtliche Funktionen.

Warum spielt das "Sehen und gesehen werden" bei den Grabhügeln eine Rolle?

Die direkte Sichtverbindung der Prunkgräber zum Hohenasperg war ein wesentliches Element der Repräsentation und unterstrich die Verbundenheit zwischen der bestatteten Elite und dem Fürstensitz.

Welche Bedeutung haben die Funde von Briquetagetiegeln bei Walheim?

Die Funde belegen eine spezialisierte handwerkliche Produktion, in diesem Fall die Salzgewinnung, was auf eine wichtige wirtschaftliche Rolle der Siedlungen im Versorgungsnetz des Fürstensitzes hindeutet.

Was zeigen die molekulargenetischen Analysen aus den Gräbern?

Die DNA-Untersuchungen deuten auf mögliche familiäre Verwandtschaften zwischen den in den Gräbern bestatteten Individuen hin, was wiederum Hinweise auf erbdynastische Herrschaftsstrukturen geben könnte.

Gilt der Hohenasperg als "komplexes Zentrum"?

Aufgrund der Dezentralisierung von Handwerk und Produktion in den Umlandiedlungen ist die Einordnung als "komplexes Zentrum" im klassischen Sinne eher kritisch zu sehen; der Hohenasperg konzentrierte die politische Macht, während wirtschaftliche Aufgaben verteilt waren.

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Details

Title
Der frühkeltische Fürstensitz Hohenasperg
Subtitle
Unter besonderer Berücksichtigung der Fürstengräber und Flachlandsiedlungen
College
Johannes Gutenberg University Mainz  (Institut für Vor- und Frühgeschichte)
Course
Hauptseminar: Frühkeltische Eliten
Grade
1,3
Author
Werner Feth (Author)
Publication Year
2010
Pages
39
Catalog Number
V168072
ISBN (eBook)
9783640849932
ISBN (Book)
9783640850518
Language
German
Tags
Hohenasperg Siedlungsarchäologie Hallstattzeit Latènezeit Eisenzeit Eliten Grabhügel Hochdorf
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Werner Feth (Author), 2010, Der frühkeltische Fürstensitz Hohenasperg, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/168072
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