Die Digitalisierung unserer Kommunikationsinstrumente hat zweifelsohne Einfluss auf unser Kommunikationsverhalten, alles scheint schneller und mobiler zu werden.
Dabei lobpreisen die einen die Neuen Medien als den Heilbringer aller Kommunikationsprobleme, während wiederum andere diese als Hauptverursacher für Stress und extreme Schnelllebigkeit unserer Gesellschaft ausgemacht haben.
Die vorliegende Arbeit soll klären wie die Neuen Medien überhaupt zu verstehen sind, was neu an den Neuen Medien ist, und inwiefern Sie Einfluss auf das Kommunikationsverhalten unserer heutigen Gesellschaft haben. Natürlich kann im Umfang dieser Arbeit lediglich ein kleiner Teil der Thematik behandelt werden; daher soll vor allem am Beispiel des interaktiven Fernsehens und des Mobiltelefons aufgezeigt werden, wie sehr wir beeinflusst werden und welche Schlussfolgerungen wir dadurch auf unser Kommunikationsverhalten ziehen können.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Definition der Neuen Medien
3. Medienkonvergenz
3.1 Entstehung der Medienkonvergenz
3.2 Beispiel Interaktives Fernsehen
3.3 Beispiel Handy
4. Barrieren
4.1 Digital Natives vs. Digital Immigrants
4.2 Zwei-Klassen-Gesellschaft der Neuen Medien
5. Schlussbetrachtung
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit untersucht den Einfluss der Digitalisierung auf das Kommunikationsverhalten der heutigen Gesellschaft. Dabei wird analysiert, wie moderne Technologien wie das interaktive Fernsehen und Mobiltelefone neue Formen der Kommunikation prägen und welche soziokulturellen Herausforderungen, wie die Entstehung einer Zwei-Klassen-Gesellschaft oder der Generationenunterschied zwischen Digital Natives und Digital Immigrants, damit einhergehen.
- Wesen und Definition der Neuen Medien
- Phänomen der Medienkonvergenz durch multifunktionale Endgeräte
- Herausforderungen und Scheitern von interaktiven Fernsehkonzepten
- Die Rolle des Smartphones als zentrales Kommunikationswerkzeug
- Soziale Barrieren und die Kluft zwischen Digital Natives und Digital Immigrants
- Globale Disparitäten und die Gefahr einer neuen Zwei-Klassen-Gesellschaft
Auszug aus dem Buch
3.1 Entstehung der Medienkonvergenz
Ein zunehmend beobachtbares Phänomen der Neuen Medien ist die Entwicklung von „All-in-One-Geräten.“ Das Handy mit Internetzugriff, Navigationsgerät und Push-to-Talk-Technologie ist nur ein Beispiel für das Zusammenwachsen von Medien und deren Funktionen. „Technische Geräte wachsen zu einer multifunktionalen Einheit zusammen und ermöglichen den Zugriff auf Inhalte, die bisher über unterschiedliche Wege übertragen wurden. Es konvergieren aber auch Inhalte, die uns bisher auf verschiedenen Übertragungswegen erreicht haben.“5
Dabei geht es dem Benutzer nicht um die technischen Plattformen, sondern lediglich um die Einfachheit. „Diese Dinge werden mehr aus Sicht der Konsumenten gedacht werden. Der eine wird eine Swatch-Uhr haben, die ans Internet gekoppelt ist, der andere hat ein Handy, einen Laptop oder eine Telematik im Auto oder es ist im Fernseher eingebaut.“6 Laut Neef ergeben sich aus den entsprechenden Entwicklungen multiple Kommunikationssituationen die vor allem an die Rezeptionssituation festgemacht werden sollten: „Multiple Kommunikationssituationen. Danach entwickeln sich die Plattformen. [...] Der Mensch durchläuft im Laufe seines Lebens verschiedene Phasen: Kindheit, Schule, von Zuhause ausziehen. Wenn man an diesen Lebenssituationen auch Medienrezeptionssitutionen festmachen würde, wäre das aus meiner Sicht interessanter. Dann kommt raus, dass der Internetanschluss für Kinder im Gameboy sein muss, später dann im Auto oder wo auch immer.“7 Was Neef im Jahre 2000 vorgeschlagen hat, ist mittlerweile eingetroffen. Die neuesten Spielekonsolen sind allesamt internetfähig und auch in das Auto hält das Internet dank mobiler Kommunikationstechnologie immer mehr Einzug.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Arbeit führt in die Thematik der Digitalisierung ein und stellt die Forschungsfrage, wie die Neuen Medien unser Kommunikationsverhalten beeinflussen.
2. Definition der Neuen Medien: Dieses Kapitel erläutert die Schwierigkeiten einer exakten Begriffsbestimmung angesichts schnelllebiger technologischer Entwicklungen und definiert sie als computerunterstützte Verfahren der Informationsverarbeitung.
3. Medienkonvergenz: Hier wird das Verschmelzen technischer Funktionen und Inhalte beleuchtet, wobei das Handy als Paradebeispiel für diese Entwicklung dient.
4. Barrieren: Das Kapitel analysiert die sozialen Herausforderungen durch die digitale Spaltung, unterteilt in Generationenkonflikte und ökonomische Klassensysteme.
5. Schlussbetrachtung: Das Fazit fasst zusammen, dass die Medienkonvergenz den Zugang zu Informationen vereinfacht, jedoch auch neue soziale Ungleichheiten sowie Komplexität schafft.
Schlüsselwörter
Neue Medien, Medienkonvergenz, Kommunikation, Digital Natives, Digital Immigrants, Interaktives Fernsehen, Mobiltelefon, Smartphone, Digitalisierung, Zwei-Klassen-Gesellschaft, Informationsverarbeitung, Kommunikationstheorie, Techniknutzung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit den Auswirkungen der Neuen Medien auf das moderne Kommunikationsverhalten unserer Gesellschaft.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zu den zentralen Themen gehören Medienkonvergenz, der Einfluss der Digitalisierung auf den Alltag, die technologische Entwicklung von Endgeräten sowie die daraus resultierenden sozialen Herausforderungen.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es, ein Verständnis für die Neuen Medien zu entwickeln und zu untersuchen, inwiefern diese unser Kommunikationsverhalten beeinflussen und verändern.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Auseinandersetzung und Interpretation bestehender Definitionen und technischer Entwicklungen, gestützt durch Fachliteratur.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil analysiert die Medienkonvergenz am Beispiel von interaktivem Fernsehen und Handys sowie die sozialen Barrieren, die durch die Digitalisierung entstehen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die wichtigsten Begriffe umfassen Medienkonvergenz, Digital Natives, technologische Entwicklung und soziale Spaltung durch Medienzugang.
Warum ist interaktives Fernsehen in Deutschland bisher kaum erfolgreich gewesen?
Ein wesentlicher Grund ist die passive Konsumhaltung des Publikums sowie das bereits sehr breite Angebot an frei empfangbaren Fernsehsendern.
Wie unterscheiden sich „Digital Natives“ von „Digital Immigrants“?
Digital Natives sind mit der digitalen Welt aufgewachsen und bewegen sich intuitiv darin, während Digital Immigrants den Umgang mit diesen Technologien erst später erlernen mussten.
- Arbeit zitieren
- Christoph Beaufils (Autor:in), 2009, Neue Medien - Eine Betrachtung der Neuen Medien in ihrer Wirkung auf unser Kommunikationsverhalten, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/167596