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Die Entstehung von Vertrauen einer Führungskraft in die Mitarbeiter

Titel: Die Entstehung von Vertrauen einer Führungskraft in die Mitarbeiter

Seminararbeit , 2011 , 28 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Tim Klein (Autor:in)

Führung und Personal - Sonstiges

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Das Thema Vertrauen wurde schon früh in den Geistes- und Sozialwissenschaften erörtert. Für Hobbes war Vertrauen ein wesentlicher Faktor, damit eine Gesellschaft funktioniert. Hume befasste sich mit interessengeleitetem Vertrauen und Smith griff diese Ausführungen auf und erweiterte sie. Dennoch wurde Vertrauen im ökonomischen Zusammenhang lange Zeit nicht detaillierter untersucht. Deutsch setzte sich 1958 mit dem Thema auseinander und sieht Vertrauen als den zentralen Schlüssel zum Verständnis der Persönlichkeitsentwicklung. 1974 definierte Fox die „High-Trust-Culture“ als einen Wettbewerbsvorteil. Der Ökonom Arrow griff Vertrauen Ende der 1970er Jahre auf und beschreibt Vertrauen als eine wichtige Komponente für alltägliche Interaktionssituationen und als Schmiermittel für wirtschaftliche Transaktionen. Zand beschreibt es als eine wichtige Komponente bei der Problemlösung in Gruppenarbeiten. Seit Anfang der 1980er Jahre wird Vertrauen in Unternehmen in der Organisationstheorie als Produktions- und Produktivfaktor angesehen. Der amerikanische Soziologe Coleman geht Anfang der 1990er Jahre ausführlich auf den Aspekt Vertrauen ein. Dieser Ansatz ist als „Rational-Choice“ bekannt geworden und besagt, dass die Entscheidung zum Vertrauen auf einem kalkulierten Risiko des Vertrauensgebers fußt, also einer bewussten Entscheidung unter Abwägung der Risiken. Seit Anfang der 1990er Jahre widmeten sich eine größer werdende Anzahl von Wirtschaftswissenschaftlern dem Thema.

Vertrauen ist nur einer von vielen Faktoren für erfolgreiche Führung, wird aber als ein zentraler und schwer zu imitierender Wettbewerbsvorteil angesehen. Deshalb ist es für jede erfolgsorientierte Organisation und vor allem für Führungskräfte unerlässlich, sich mit dem Thema Vertrauen auseinanderzusetzen. Durch ständige Erfindung neuer Technologien, hoher Dynamik und Flexibilität in der Arbeitswelt und einer gefühlten Arbeitsplatzunsicherheit aufgrund einer gestiegenen Zahl von Angestellten in befristeten Vertragsverhältnissen, besteht bei den Mitarbeitern und bei den Führungskräften ein hoher Bedarf an Vertrauen. Diese Ausrichtung auf kurzfristige Bindungen und Zeithorizonte wirkt sich negativ auf die Fähigkeit aus, Vertrauen zu schaffen. Das bedeutet, dass gerade in dieser Phase des relativ geringen Vertrauens, ein umso höherer Wettbewerbsvorteil in den Organisationen geschaffen werden kann, die in der Lage sind, Vertrauen erzeugen zu können.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1. Problemstellung

1.2. Zielsetzung

2. Theoretische Grundlagen

2.1. Unterschiedliche Formen des Vertrauens

2.2. Vertrauen in einer Prinzipal-Agent-Beziehung

2.3. Die Entstehung von Vertrauen

3. Untersuchungsrahmen

3.1. Mentales Modell

3.2. Methodik

3.3. Hypothesen

4. Untersuchung

4.1 Die situative Dimension

4.2. Die personale Dimension

4.3. Die interaktionale Dimension

5. Ergebnisse

5.1 Zusammenfassung der Ergebnisse

5.2 Limitation

5.3 Implikation für die Praxis

5.4 Implikation für die Forschung

5.5 Ausblick in die Zukunft

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den Entstehungsprozess von Vertrauen einer Führungskraft in ihre Mitarbeiter. Dabei wird analysiert, wie situative, personale und interaktionale Faktoren das Vertrauensverhältnis beeinflussen und welche Rolle das Selbstbild sowie das Menschenbild der Führungskraft in diesem Prozess spielen. Ziel ist es, durch die Verknüpfung bestehender theoretischer Ansätze mit einer empirischen Online-Befragung von Führungskräften, ein besseres Verständnis für die Dynamik der Vertrauensbildung im organisationalen Kontext zu entwickeln.

  • Prozess der Vertrauensentstehung in interpersonellen Beziehungen
  • Einfluss des Selbstvertrauens und Menschenbildes von Führungskräften
  • Dimensionen der Vertrauensbildung: situativ, personal und interaktional
  • Die Rolle der Kommunikation und Feedback-Kultur im Führungskontext
  • Empirische Überprüfung theoretischer Modelle in KMUs

Auszug aus dem Buch

2.2. Vertrauen in einer Prinzipal-Agent-Beziehung

Die Führungskraft befindet sich im System der Organisation hierarchisch über dem Mitarbeiter. Die Führungskraft delegiert Aufgaben, die sie aus Zeitgründen nicht bearbeiten kann, an die Mitarbeiter. Somit entsteht eine Prinzipal-Agent-Beziehung zwischen den beiden Parteien. Der Prinzipal kann aufgrund von Informationsasymmetrien den Agenten nicht vollständig kontrollieren, weshalb eine Unsicherheit für den Prinzipal besteht. Er weiss nicht, ob der Agent zu seinem eigenen Vorteil handelt, ihn betrügt oder ausnutzt. Durch die Übertragung der Aufgaben vermittelt der Prinzipal dem Agenten einen Vertrauensvorschuss, der enttäuscht oder positiv bestätigt werden kann. Zwischen dem Prinzipal und dem Agenten können deshalb „guardians of trust“ installiert werden, die das Vertrauen überwachen, kontrollieren und schützen sollen. Ein „Guardian of Trust“ (GoTt) ist eine dritte Partei, die unabhängig und unparteiisch überwacht, dass keine Misstrauenshandlung erfolgt. Da diese Partei auch eigene Interessen verfolgen könnte, kann ein zusätzlicher apersonaler „Guardian of Trust“ eingeschaltet, der den ersten „Guardian of Trust“ in Form von Gesetzen, Regeln und Strukturen einschränkt. Auch der apersonale „GoTt“ kann Fehler beinhalten und umgangen werden.

Eine Führungskraft muss in den meisten Fällen einer Vielzahl an Mitarbeitern ihr Vertrauen schenken. Eine Überwachung aller Personen ist nicht mehr möglich. Deswegen sind die „Guardians of Trust“ laut Götz „unverzichtbare institutionelle Voraussetzungen“ in der heutigen Gesellschaft, die funktional stark differenziert ist.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Beleuchtet die historische Entwicklung des Vertrauensbegriffs in der Wissenschaft und die wachsende Bedeutung von Vertrauen als Wettbewerbsvorteil in modernen Unternehmen.

2. Theoretische Grundlagen: Definiert verschiedene Formen des Vertrauens, analysiert die Prinzipal-Agent-Beziehung und erörtert theoretische Ansätze zur Entstehung von Vertrauen.

3. Untersuchungsrahmen: Stellt ein mentales Modell vor, welches situative, personale und interaktionale Dimensionen integriert, und erläutert die methodische Vorgehensweise der empirischen Untersuchung mittels Online-Fragebogen.

4. Untersuchung: Detaillierte Analyse der situativen, personalen und interaktionalen Faktoren, die auf die Vertrauensentstehung einwirken, basierend auf Literatur und empirischen Daten.

5. Ergebnisse: Fasst die Erkenntnisse zusammen, diskutiert die Limitationen der Studie, leitet Implikationen für die Unternehmenspraxis sowie die Forschung ab und gibt einen Ausblick.

Schlüsselwörter

Vertrauen, Führungskraft, Mitarbeiter, Vertrauensentstehung, Kompetenz, Integrität, Wohlwollen, Selbstvertrauen, Menschenbild, Kommunikation, Prinzipal-Agent-Beziehung, Führung, Organisation, Vertrauensvorschuss, Empirische Untersuchung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht den Prozess der Vertrauensentstehung aus der Perspektive einer Führungskraft gegenüber ihren Mitarbeitern innerhalb eines organisationalen Kontextes.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen umfassen die situativen Rahmenbedingungen, die personale Komponente (Eigenschaften von Führungskräften und Mitarbeitern) sowie die interaktionale Ebene der Kommunikation.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es zu ergründen, wie Vertrauen entsteht, wie das Selbst- und Menschenbild der Führungskraft dies beeinflusst und wie diese Faktoren empirisch bei Führungskräften ausgeprägt sind.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Fundierung durch Literaturanalyse sowie einer empirischen Datenerhebung mittels eines standardisierten Online-Fragebogens bei 20 Führungskräften.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden die situative, die personale und die interaktionale Dimension der Vertrauensentstehung detailliert analysiert und durch ein mentales Modell in Zusammenhang gebracht.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Vertrauensentstehung, Führung, Kompetenz, Integrität, Selbstvertrauen und Kommunikation charakterisiert.

Wie beeinflusst das Menschenbild der Führungskraft das Vertrauen?

Führungskräfte mit einem positiven Menschenbild (Theorie Y) tendieren dazu, ihren Mitarbeitern mehr Vertrauen entgegenzubringen, was den Aufbau eines vertrauensvollen Verhältnisses erleichtert.

Welche Rolle spielt die Prinzipal-Agent-Beziehung?

Sie dient als struktureller Rahmen für das Vertrauensverhältnis, da aufgrund von Informationsasymmetrien und Delegation Unsicherheit besteht, die den Bedarf nach Vertrauen erst erzeugt.

Ist Vertrauen ein dauerhafter Zustand?

Nein, die Arbeit kommt zu dem Schluss, dass Vertrauen ein dynamischer Zustand ist, der durch kontinuierliches Handeln ständig neu bestätigt oder enttäuscht werden kann.

Ende der Leseprobe aus 28 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die Entstehung von Vertrauen einer Führungskraft in die Mitarbeiter
Hochschule
Universität Siegen
Veranstaltung
Vertrauen im organisationalen Kontext
Note
1,3
Autor
Tim Klein (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2011
Seiten
28
Katalognummer
V167464
ISBN (eBook)
9783640838400
ISBN (Buch)
9783640838479
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Vertrauen Führungskraft Mitarbeiter Entstehung Vertrauensentstehung Prinzipal Agent Vertrauensbedarf Entstehung von Vertrauen
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Tim Klein (Autor:in), 2011, Die Entstehung von Vertrauen einer Führungskraft in die Mitarbeiter, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/167464
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  28  Seiten
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