Was offenbart Eyes Wide Shut ber das Begehren – zwischen Fantasie, Subjektverlust und Orientierungslosigkeit?
Zur Beantwortung dieser Frage wird der theoretische Rahmen chronologisch entfaltet. Freud liefert das Grundmodell des Unbewussten und der Traumdeutung. Lacan radikalisiert dieses Modell, indem er das Begehren als strukturelle Leerstelle bestimmt. Zupančič verbindet diese Tradition mit dem gegenwärtigen philosophischen Diskurs und zeigt die ontologische Spannung der Sexualität. Die Analyse bewegt sich damit von den historischen Grundlagen zu einer gegenwärtigen Problemstellung und zeigt, wie sich das Begehren im Film als Konflikt zwischen Fantasie, Sprache und Subjektivität formt.
Inhaltsverzeichnis
Einleitung
1. Filminhalt
2. Das Unbewusste in Eyes Wide Shut
2.1 Freuds theoretischer Einfluss
2.2 Das Unbewusste und die Traumdeutung nach Freud
2.3 Traumarbeit
2.3.1 Bills Erlebnisse in der Geheimgesellschaft
2.3.2 Dem Traum von Alice
2.4 Die Konflikte des Unbewussten
3. Das Begehren und die Phantasie in Eyes Wide Shut
3.1 Symbolisches, Imaginäres und Reales – das Unbewusste bei Lacan
3.2 Begehren und Phantasie nach Lacan
3.3 Die Flucht vor der Phantasie
4. Die Lösung von Eyes Wide Shut
4.1 Die Ontologie der Sexualität
4.2 Es gibt keine Lösung
Fazit
Literaturverzeichnis
Einleitung
Stanley Kubricks Eyes Wide Shut erschien 1999 als letzter Film des Regisseurs, wenige Tage vor seinem Tod. Die Produktionsgeschichte ist von geschnittenen Szenen, widersprüchlichen Statements und bis heute anhaltenden Spekulationen geprägt. Die Vorlage, Arthur Schnitzlers Traumnovelle aus den 1920er-Jahren, verschränkt sich in Kubricks Adaption mit filmischer Modernität der 1990er-Jahre. Die zeitliche Distanz zwischen Vorlage, Verfilmung und Gegenwart zeigt, wie stabil jene Konflikte sind, die der Film ins Zentrum rückt: Rollenbilder, Sexualmoral und die symbolische Ordnung des Begehrens.
Der Film entfaltet eine Struktur aus Traum, Maskierung und Verdopplung. Die Figuren bewegen sich durch Räume, in denen Realität und Fantasie ununterscheidbar werden. Dadurch entsteht ein Zugang, der psychoanalytische Theorien nicht nur erlaubt, sondern notwendig macht. Die Psychoanalyse steht dabei nicht im Gegensatz zur Philosophie. Beide untersuchen das Subjekt, seine Spaltungen, seine Konflikte und die Bedingungen seines Handelns. Diese Arbeit versteht sich deshalb als Beitrag zu einem philosophisch-psychoanalytischen Diskurs, nicht als filmwissenschaftliche Analyse.
Die gesellschaftliche Relevanz liegt in der fortlaufenden Liberalisierung sexueller Normen. Obwohl Sexualität öffentlich verhandelt wird, bleiben ihre Bedeutungen und Konfliktlinien weitgehend unverändert. Eyes Wide Shut zeigt einen Ehekonflikt, der sich durch ein Jahrhundert zieht: Schnitzlers Text formuliert ihn in der Zwischenkriegszeit, Kubricks Film überträgt ihn ins späte 20. Jahrhundert, und die Probleme bleiben im 21. Jahrhundert bestehen. Sexualität erweist sich damit als politisches, normatives und philosophisches Problem.
Die Forschungsfrage dieser Arbeit lautet:
Was offenbart Eyes Wide Shut über das Begehren – zwischen Fantasie, Subjektverlust und Orientierungslosigkeit?
Zur Beantwortung dieser Frage wird der theoretische Rahmen chronologisch entfaltet. Freud liefert das Grundmodell des Unbewussten und der Traumdeutung. Lacan radikalisiert dieses Modell, indem er das Begehren als strukturelle Leerstelle bestimmt. Zupančič verbindet diese Tradition mit dem gegenwärtigen philosophischen Diskurs und zeigt die ontologische Spannung der Sexualität. Die Analyse bewegt sich damit von den historischen Grundlagen zu einer gegenwärtigen Problemstellung und zeigt, wie sich das Begehren im Film als Konflikt zwischen Fantasie, Sprache und Subjektivität formt.
1. Filminhalt
Nicole Kidman und Tom Cruise spielen in Eyes Wide Shut Alice und Bill – ein Ehepaar, das nicht nur im Film, sondern auch durch die reale Medieninszenierung der beiden Schauspieler als „arriviertes Paar“1 wahrgenommen wird. Bereits in der Eröffnungsszene beginnt ein Spiel mit Rollenbildern und Begehren: Alice und Bill besuchen eine exklusive Abendgesellschaft, bei der sich „das erotische Gesellschaftsspiel“2 entfaltet: beide flirten mit anderen Gästen und spielen ihre Attraktivität aus. „Der Film könnte jetzt eine banale Beziehungskiste werden“3 - Eine klassische Eifersuchtsgeschichte mit gegenseitigen Vorwürfen, Grenzverletzungen und einem versöhnlichen Neuanfang. Doch Eyes Wide Shut trägt diese Konflikte nicht auf zwischenmenschlicher Ebene aus, sondern entpuppt sich bald als tiefgreifende Auseinandersetzung mit unbewussten Triebkonflikten und dem sexuellen Begehren.
Zunächst wird Bill zum Gastgeber gerufen, der sich gerade die Hose schließt – neben ihm liegt eine reglose Frau, offenbar eine Prostituierte. Als Arzt soll er, helfen: „Sie hat sich etwas reingezogen und es wohl nicht vertragen“4 Bill erfüllt diese Aufgabe und legt ein gutes Wort für sie ein, als ihr Freier fragt: „Kann ich ihr etwas anziehen und sie dann hier wegschaffen?“5
„Wieder zu Hause beginnt eine intime Szene zwischen Bill und Alice. Während er ganz in sie versunken ist, blickt sie distanziert in den Spiegel – auf sich selbst auf das Paar, das sie gemeinsam bilden. (siehe Titelbild) Dieser kurze unbeteiligte Blick leitet über in den nächsten Tag.
In schnellen Schnitten zeigt der Film den monotonen bürgerlichen Alltag der Beiden. Abends sind beide erschöpft, sie rauchen einen Joint und sprechen über die Begegnungen des gestrigen Abends, wobei sich beide leicht eifersüchtig zeigen. Bill meint, es sei verständlich, dass jemand seine Frau „ficken“ wolle6 - ein Satz, der seine Vorstellungen von Besitz Sexualität und Männlichkeit offenbart. Für diese vermeintliche Geschlechterordnung hat er „alberne evolutionäre Erklärungen parat.“7 Er erzählt den „Mythos von der Weiblichen Treue“8.
Alice lacht ihn aus und erzählt von einer sexuellen Fantasie: Im letzten Urlaub begegnete sie einem Marineoffizier. „Und als er durch die Halle lief, hat mich sein Blick gestreift, nur gestreift. Nichts weiter. Aber ich dachte, ich falle ins Bodenlose.“9 Sie beschreibt eine Lust, die so überwältigend war, dass sie, wie sie sagt, alles dafür aufgegeben hätte.
Alice` Erzählung bringt Bills männliches Selbstbild ins Wanken, das Bild eines Starken, begehrten und kontrollierenden Mannes. Nun klingelt das Telefon, ein Patient ist verstorben und Bill muss aufbrechen. Das fragile Gleichgewicht zwischen scheinbar intakter Männlichkeit und heimlicher Verletzlichkeit gerät ins Wanken. Damit beginnt die Suche nach Orientierung und Identität, eine Suche, die den gesamten Film durchzieht.
Diese Suche beginnt am Sterbeort des Patienten und geht über die Begegnung mit einer Prostituierten zu einer geheimen Orgie. Er entfernt sich immer weiter von den gewohnten gesellschaftlichen Kontexten, gleichzeitig nehmen die erotischen Verheißungen immer weiter zu, – ohne ihn jedoch sexuell zu erfüllen.10
2. Das Unbewusste in Eyes Wide Shut
2.1 Freuds theoretischer Einfluss
Der Autor der Literaturvorlage11 des Films, lebte zur gleichen Zeit wie der der Begründer der Psychoanalyse Siegmund Freud. Er war wie Freud auch ursprünglich Mediziner und teilte eine kritische Einstellung der Medizin gegenüber. Beide beobachteten eine zunehmende Entfremdung in der ärztlichen Praxis – der emotionslose, funktionale Umgang mit Patienten statt menschlicher Zuwendung. Auch in der Figur Bills, der als Arzt kaum empathisch handelt, scheint diese Kritik auf. Beide entwickelten aus diesen Beobachtungen heraus ein Interesse für das Psychische.12
Es gibt einen Briefwechsel, der ein wenig Aufschluss über ihre Beziehung gibt, der nachfolgend kurz skizziert wird. Er beginnt 1906, mit dem 50.Geburtstages Freuds, als Schnitzler ihm seine Begeisterung über Freuds Werke auszudrücken scheint. Der Kontakt beginnt also erst spät und geht erstmal nicht über Geburtstagsgratulationen hinaus. Freud gratuliert Schnitzler zum 50ten, dann zum 60ten. Dabei sprechen sie sich immer wieder ihre Begeisterung für die Werke des jeweils anderen aus.13 Ein persönliches Treffen fand jedoch erst anlässlich von Schnitzlers 60. Geburtstag statt, als Freud ihm seine sogenannte „Doppelgängerscheu“14 gesteht.15 Es gibt viele Theorien und Forschungen über die Beziehung zwischen Freud und Schnitzler. Festzuhalten ist, das in ihren Briefen beide von der wechselseitigen Inspiration durch die Werke des anderen sprechen – ein Beleg dafür, wie nah sich ihre Denkweisen standen, auch wenn sie unterschiedliche Ausdrucksformen wählten.
2.2 Das Unbewusste und die Traumdeutung nach Freud
Freuds bahnbrechende Leistung bestand darin, das Seelenleben wissenschaftlich zugänglich zu machen, indem er unbewusste innere Konflikte definierte und methodisch zugänglich machte.16
Inhaltlich dreht sich die Einführung um ein Werk, das ein Jahr vor Freuds Tod entstand. In diesem verknüpft er Begriffe und Konzepte, die er über ein halbes Jahrhundert hinweg entwickelte, miteinander.17 In dem ausgewählten Abschnitt18 erklärt er das Instanzmodel des psychischen Apparats, welches aus Es, Ich und Über-Ich besteht und in der Beziehung zur Umwelt arbeitet.
Das „Es“, dass die ursprüngliche Instanz darstellt, zeichnet sich durch die aus den vererbten Trieben zur Körperorganisation aus. Dabei handelt es sich um jene treibe, die auf Selbsterhaltung und Fortpflanzung gerichtet sind. Diese sind konstitutionell festgelegt.
Ein Teil dieses „Es“ muss nun erfahren das eine Vermittlung zwischen den Trieben und der realen Außenwelt nötig ist. Diesen Teil nennen wir das „Ich“. Das „Ich“ hat Zugriff auf Sinneswahrnehmungen und Muskelaktion, also das Verfassen oder Lesen dieser Arbeit. Dieser Teil versucht sich der Selbstbehauptung, möchte also die inneren Triebe mit der Realität in Einklang bringen. Dieser versucht, erfährt, speichert ab und verändert die Außenwelt zum eigenen Vorteil. In der frühen Abhängigkeit von den Eltern und später durch gesellschaftliche Ideale entsteht eine weitere Instanz – das „Über-Ich“ –, der das „Ich“ ebenfalls gerecht werden muss.
Das „Ich“ vermittelt in diesem Model zwischen „Es“, „Über-Ich“ und Umwelt. Eine Handlung des „Ichs“ ist dann korrekt, wenn deren Ansprüche versöhnt werden. Dieser Prozess der Psyche verläuft weitgehend unbewusst. Unbewusst sind all jene psychischen Vorgänge, die ohne unser Zutun oder Wissen ablaufen. Im Gegensatz dazu steht das Bewusstsein, das sich auf das aktuell Wahrgenommene oder Gedachte bezieht. Zwischen bewusst und unbewusst steht das Vorbewusste: Inhalte, die momentan nicht präsent sind, aber mit geringem Aufwand ins Bewusstsein zurückgeholt werden können.19
Genauer gesagt handelt es sich beim Unbewussten nicht einfach um Dinge, die wir nicht wissen, wie z.B. Lateinvokabeln, sondern „Unseren Begriff des Unbewußten gewinnen wir [...] aus der Lehre von der Verdrängung. Das Verdrängte ist uns das Vorbild des Unbewußten.“20 sind Das Unbewusste besteht demnach nicht einfach aus dem, was wir nicht wissen, sondern aus verdrängten Inhalten – psychischen Anteilen, die niemals bewusst waren oder bewusst gemacht wurden und deshalb aktiv aus dem Bewusstsein ausgeschlossen bleiben. Wir können sie uns nicht leicht ins Bewusstsein holen, da wir sie verdrängt haben oder immer wieder verdrängen. Doch im Unterschied zu den Lateinvokabeln, die wir nie gelernt haben, ist das Unbewusste, ein Teil unseres psychischen Apparates und bestimmt unser Handeln.21
Im Traum lässt sich das Unbewusste unzensiert erkennen. Im Schlaf ist das „Ich“ in seiner Kontrolle geschwächt, wodurch das „Es“ stärker auftritt, es steuert dann die Sinneswahrnehmungen. Wir erleben die Wunscherfüllungen der Triebe. Freud fasste unser Erinnern an den Inhalt des Traums als Kompromiss auf: Zum einen existiert ein Trieb, der erfüllt werden soll und der sich ins Bewusstsein drängt, zum anderen löst die Anerkennung dieser Wünsche Scham aus und verletzt dadurch das Gewissen, was zum Verdrängen führt.22 Diese Kraft äußert sich beim Traum als Zensur, in der Traumdeutung muss aus die durch die Zensur beeinflusste Erinnerung an den Traum der Triebwunsch gedeutet werden.23
2.3 Traumarbeit
2.3.1 Bills Erlebnisse in der Geheimgesellschaft
Die erklärten Konzepte Freuds werden nun auf die Orgien-Szene sowie auf dem Traum von Alice angewendet. Die Orgienszene stellt die zentrale Szene des Films dar und alle anderen Handlungen bauen sich um diese Szene herum auf. Für die folgende Analyse gehe ich davon aus, dass die Szene geträumt ist – nicht, weil ihre Realität ausgeschlossen wäre, sondern weil diese Annahme für eine psychoanalytische Deutung produktiv erscheint.
Der Zugang zur Geheimgesellschaft ist nur durch Verkleidung, Maske und Passwort möglich – Elemente, die als Zensurinstanzen im freudschen Sinne gelesen werden können. Nur durch Maskierung und symbolische Abschottung gelingt es ihm, die bürgerliche Moral temporär zu verlassen. Der dargestellte Sex erscheint, wie ein religiöses Ritual inszeniert – Ausdruck der Ernsthaftigkeit, mit der Bill dieses Erlebnis auflädt.24
Trotz dieser symbolischen Zensur gerät Bill immer wieder in Gefahr – ein Indiz für seine innere Verunsicherung angesichts sexueller Entgrenzung. - Doch seine Lust überwiegt. Er ignoriert die wiederholten Warnungen der „mysteriösen Frau“25.
An dieser Stelle könnte die individuelle Wunscherfüllung einsetzen – doch sie bleibt aus. Er „ist verdutzt. Er fragt mit seinen Blicken: Und das soll es jetzt sein? Das soll alles gewesen sein?“26 Dann vielleicht doch, eine Frau lädt ihn ein, allein mit ihr zu gehen, „wo wir mehr für uns sind“27. Doch nun fällt seine Maske. Sein individuelles Begehren kollidiert erneut mit der bürgerlichen Ordnung . Er soll bestraft werden. Eine Frau erscheint, die sich für ihn opfert. Zugleich wird eine weitere, tiefere Begierde sichtbar: die Sehnsucht nach der Aufopferung einer Frau für ihn – eine Wunschfantasie, die auf traditionelle Rollenerwartungen verweist, wie er sie auch an Alice richtet. Diese Szene führt die alltägliche Unterordnung und Aufopferungsbereitschaft der Frauenfiguren auf die Spitze – Strukturen, die die Grundlage seiner Wunschbildung darstellen.28
2.3.2 Dem Traum von Alice
Ich deute ergänzend zu Bills Erlebnissen den Traum von Alice, da es sich hierbei zweifelsfrei um einen Traum handelt und er eine inhaltlich aufschlussreiche Ergänzung zu Bills unbewussten Wünschen darstellt. Alice weigert sich erst den Traum zu erzählen. Sie bezeichnet ihn als „wirr“29, was auch eine von Freuds Traumkategorien ist. Der Traum kann als klarer Wunschtraum gelesen werden, der ein Bedürfnis nach Emanzipation – insbesondere sexueller – zum Ausdruck bringt.30 Der Traum enthält Spuren sogenannter Tagesreste – also Eindrücke des Vortags –, auf die ich im weiteren Verlauf noch Bezug nehmen werde.
Die Szene beginnt mit einer nackten und starr vor Angst verharrenden Alice – ein mögliches Symbol für die Preisgabe ihrer bisherigen Selbstinszenierung als treue Ehefrau, wie sie sie am Tag zuvor gegenüber Bill durchbrochen hatte. Im Traum erscheint Bill als wütend und schuldbewusst – als wäre er derjenige, der ihre Aussage (über ihre Fantasie) überhaupt erst zur „Sünde“ gemacht hat. Er wird zum Produzenten des Schuldnarrativs. Das er also der ist der aus ihrer Aussage ein Geständnis macht.
Die Szene, in der Bill losläuft, um Kleidung zu besorgen, lässt sich symbolisch lesen: Er nimmt die ökonomische Rolle des Versorgers ein – analog zu seiner tatsächlichen Rolle als berufstätiger Arzt. Die klassische Rollenverteilung – er als Versorger, sie als ökonomisch Abhängige – wird hier symbolisch aufgegriffen und leicht verschoben.
Nun ist er weg – sie ist frei, sie fühlt sich auch wohl. Es ist eine Wunscherfüllung. Das ist ihr Wunsch – die sexuelle Befreiung. Mit dem Erscheinen des Marineoffiziers wird auch ihre Unsicherheit offenbar: Wird sie tatsächlich begehrt, oder ist es nur ein Wunschbild? Die anfängliche Abweisung („Er hat mich bloß ausgelacht.“31 ) spiegelt diese Ambivalenz.
An dieser Stelle möchte sie die Erzählung abbrechen, doch sie erzählt weiter. "Er hat mich geküsst."32 Danach hat sie Sex mit ihm. Die Wunscherfüllung ist komplett. Sie hat Sex mit allen und ist sexuell befreit. In der letzten Phase des Traums kehrt sich das Machtverhältnis um: Sie weiß, dass Bill zusieht, wie sie mit anderen Männern schläft – und sie lacht ihn aus. Diese Szene lässt sich als radikaler Akt sexueller Abgrenzung und Selbstermächtigung lesen.
2.4 Die Konflikte des Unbewussten
Der Film Eyes Wide Shut zeigt deutliche Bezüge zur Psychoanalyse, was unter anderem an der Literaturvorlage – Arthur Schnitzlers Traumnovelle – liegt. Schnitzler selbst setzte sich intensiv mit psychoanalytischen Theorien auseinander. Die thematische Nähe zwischen Freud und Schnitzler – insbesondere ihr gemeinsames Interesse an Triebkonflikten, Traumverarbeitung und psychischer Abwehr – zeigt sich bereits in der biografischen Skizze33 und findet über Schnitzlers Werk Eingang in Kubricks Film. Welche ethischen Implikationen ergeben sich aus dieser psychoanalytischen Perspektive?
Der Film inszeniert die Spannung zwischen sexuellen Triebwünschen und den normativen Erwartungen bürgerlicher Moral. Dieser Konflikt ist auch heute noch wirksam – selbst wenn viele klassische bürgerliche Normen formal an Bedeutung verloren haben, wirken sie oft unbewusst weiter. Freud zufolge liegt der Weg zur psychischen Gesundheit darin, sich unbewusste Triebkonflikte bewusst zu machen und sie über das Ich in akzeptable, symbolisch vermittelte Bahnen zu lenken.
Für Alice würde das bedeuten, sich der verdrängten sexuellen Wünsche bewusst zu werden – und Wege zu finden, diese jenseits innerer und äußerer Zensur zu leben. Bills Begehren ist stark vom Über-Ich reguliert, doch die Konfrontation mit Alices Traum und ihrer sexuellen Selbstermächtigung zwingt ihn dazu, seine eigenen Triebstrukturen neu zu verhandeln.
3. Das Begehren und die Phantasie in Eyes Wide Shut
Lacan begreift seine psychologische Analyse als „Rückkehr zu Freud“ damit meint er den wahren Kern Freuds. In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts wurde die Psychoanalyse zunehmend von verhaltenstherapeutischen, medizinisch-biologistischen und neuropsychologischen Ansätzen verdrängt. Diese Entwicklungen zielen auf Anpassung, Normierung und Heilung – nicht auf das Verständnis des Subjekts in seiner gespaltenen Struktur. Lacan wandelt Freuds „das „Ich“ soll das „Es“ besiegen“ um in „wo „Es“ war, soll „Ich“ werden“ ich soll also nicht das „Ich“ soll das „Es“ „besiegen“, sondern es soll seine eigene Spaltung, seine Abhängigkeit vom Unbewussten anerkennen.34 Im Zentrum steht für Lacan nicht die Kontrolle unbewusster Triebe, sondern die Konfrontation mit dem Begehren als einer strukturellen Leerstelle. Die psychoanalytische Kur führt nicht zur Harmonie, sondern zur Einsicht in eine traumatische Wahrheit: dass das Subjekt nie mit sich identisch ist und sein Begehren niemals vollständig erfüllt werden kann.
3.1 Symbolisches, Imaginäres und Reales – das Unbewusste bei Lacan
Lacan gliedert in seiner Psychoanalyse die Realität Menschlicher Wesen in drei Ebenen: das Symbolische, das Imaginäre und das Reale die Untrennbar miteinander verwoben sind.
Das Symbolische ist in allem vertreten: Sprache, Gesetze, kulturelle Ordnung und wir werden darin hineinsozialisiert. - Das Reale das, was sich dem Symbolischen und Imaginären entzieht und tatsächlich ist. Das Imaginäre entwickelt sich in der Spiegelphase – also in der Phase, in der sich ein Kind im Spiegel zu erkennen beginnt. Man bemerkt, dass man selbst existiert und identifiziert sich als irgendein Wesen.
Um das Ganze zu illustrieren hier mal am Beispiel Schach. Das Schachbrett und die Regeln, das ist das Symbolische. Die imaginäre Form charakterisiert die Figuren mit Namen und Form. Wir können uns vielleicht ein anderes Spiel vorstellen, dass statt Springer, König und Dame, Boote und Spaziergänger hat, oder wie die auch immer die heißen mögen. Dass die Spieler tatsächlich involviert sind, dass sie sich am Spiel beteiligen und sich gegenseitig beeinflussen. Das ist das Reale.35
Lacan verwendet nun für die symbolische Ordnung den Begriff „Der große Andere“. Den dieser ist immer anwesend, ich kann keiner anderen Person begegnen, ohne dass der große Andere dabei ist. „Der große Andere“ ist Lacans Begriff für die Ordnung, in der Sprache, Normen und soziale Bedeutungen zirkulieren. Er ist keine Person, sondern das symbolische Feld selbst, in dem wir Subjekt werden. Wir können den anderen Menschen nie wirklich verstehen, nur eben insoweit es der große Andere möglich macht. Wir sind immer distanziert, auch von uns selbst. Selbst wenn wir uns selbst besser verstehen als andere, bleibt ein unerklärbarer Rest.36 Und beim Anderen bleibt immer die Frage: Ist dieser Ausdruck echt – oder Täuschung?
3.2 Begehren und Phantasie nach Lacan
Lacan nennt diese unauflösbare Differenz: Che vuoi? „Was willst du?“ Das ist die Grenze zwischen mir und dem anderen. Die Frage, Che vuoi?, ist essenziell, da “Das Begehren des Menschen das Begehren des Anderen“37 ist . Dieser Satz hat mehrere Ebenen:
Erstens unser Begehren ist, das des großen Anderen bzw. ist, strukturiert durch die symbolische Ordnung (den großen Anderen). - Zweitens wir begehren das Begehren des anderen im Sinne von, vom andern an mich, also vom andern begehrt zu werden. - Und drittens wir begehren das der andere begehrt. Wir begehren also nur, wen wir als begehrend erfahren.38 Ich verdeutliche den letzten der drei nochmal an einem Bespiel: Ein Kind bekommt einen Erdbeerkuchen und freut sich, weil es merkt, dass sich die Eltern freuen. Es begehrt nicht den Kuchen an sich, sondern das Begehrt werden durch die Eltern. Der Kuchen wird zum Objekt des Begehrens.39
Ich habe mich nun daran versucht das Begehren zu erklären also es durch symbolisches zu erklären diese Definition ist nun aber vielleicht missverständlich da es mein Versuch ist das zu erklären was sich uns selbst entzieht. Die Essenz kann aber verstanden werden, indem man sich selbst an den Versuch macht das Begehren in Worte zu fassen, dann wird schnell klar es entzieht sich dieser Ebene.
Beim Versuch aber kommt man immer wieder mit Phantasie in Berührung also dem, was der Psyche simuliert, was man noch bräuchte, um sein Begehren zu erfüllen. „Die Phantasie lehrt uns das Begehren“.40 Sie ist die Verbindung vom Realen Begehren mit dem Symbolischen, diejenige Imagination, mit der wir uns identifizieren, die aber den eigentlichen Kern die traumatische Erkenntnis des Begehrens verbirgt. Das wir dem, was in uns ist, dem Realen, das was Lacan abstrakt beschreibt, nie Ausdruck verleihen können. Ausdrücken in dem Sinne das wir es durch irgendeine Ausdrucksform nachaußen tragen, in Symbolik übertragen. Damit geht immer ein Teil, des eigentlich Gemeinten verloren, der uns nie verlassen kann.
Lacan bezeichnet das mit „Es gibt keine Geschlechterbeziehung.“41 Diese Provokante Aussage meint, dass es keine Garantie für eine harmonische Sexualbeziehung gibt, „jedes Subjekt42 muss sich seine eigene Phantasie entwickeln, eine „private Formel“ für die sexuelle Beziehung“43
Die Romantische Beziehung versucht aber diese traumatische Spaltung zu verdecken wird deshalb von Lacan definiert mit „„Liebe heißt, etwas geben, das man nicht hat ... „und muss deshalb ergänzt werden um „... und zwar jemanden, der es nicht will““44 Nochmals paraphrasiert: Wir können dem anderen nicht das geben, was er will – und er will nicht, was wir ihm geben können. Es gibt keine strukturelle Passung zwischen den Subjekten in der Sexualität. Die romantische Liebe kaschiert diese Leerstelle, indem sie vorgibt, dass zwei Subjekte sich vollständig erkennen, verstehen und befriedigen können.
3.3 Die Flucht vor der Phantasie
Die Handlung von Eyes Wide Shut aus Perspektive der Lacanschen Psychoanalyse ist, dass sich Alice und Bill ihren Urphantasien annähern. Beide sind nun mit ihrer Sexualität (die Spaltung ihrer selbst) konfrontiert. Als Alice dann vollständig aus ihren Phantasien erwacht und bemerkt das sie die Phantasien, wenn auch nicht für immer aber erstmals auf Abstand halten, sagt sie zu Bill: „[...] es gibt da etwas sehr Wichtiges, das wir äußert dringend machen müssen. Bill frägt: „Was denn?“ darauf Alice: „Ficken.“45 Dann ist der Film vorbei. Was Kubrick hier zeigt, ist der Versuch der Phantasie durch die Umsetzung in die Tat zu entkommen.46 Die banale Sexualität markiert hier nicht die Erfüllung des Begehrens, sondern seine Reduktion auf das, was möglich ist. Es geht nicht mehr um die Erfüllung der Phantasie, sondern um die Anerkennung ihrer Unmöglichkeit. Sie wachen also aus dem Traum und der Phantasie, die uns sogar im wachen Zustand kontrolliert, auf.47 „Für Lacan besteht die äußerste ethische Aufgabe im wahren Erwachen: nicht nur aus dem Traum, sondern [auch] aus dem Bann der Phantasie“48 Reales Erwachen bedeutet nicht dem Begehren zu entkommen, sondern es akzeptieren. Lacans Begriff des „realen Erwachens“ bedeutet nicht, dass wir dem Begehren entkommen. Es bedeutet, dass wir es nicht mehr als zu erfüllende Leerstelle verstehen, sondern als Struktur des Subjekts. Erst in der Anerkennung der Spaltung, nicht in ihrer Überwindung, liegt das, was man als „Erwachen“ bezeichnen kann. Es geht nicht darum, das Begehren zu befriedigen, sondern seine Unstillbarkeit zu akzeptieren.
4. Die Lösung von Eyes Wide Shut
Zupančič beschreibt die Psychoanalyse als im andauernden Diskurs. Sie grenzt sich sowohl methodisch als auch idiologisch vom bestehenden Zeitgeist, der den Diskurs prägt, als auch dem der heutigen psychotherapeutischen Praxis (die zwar aus der Psychoanalyse hervorgeht, sich aber stark davon entfernt hat) und von der Philosophie ab. Letztere hat sich historisch nie an einer Definition von Sexualität versucht – Lacan ordnet diese Frage jedoch der Philosophie zu. Genau hier liegt das Problem. Der Diskurs zur Ontologie der Sexualität bleibt unbearbeitet.49
Auch seitens der Psychotherapie: Zupančič verweist auf eine Studie über den Status der Sexualität in Psychotherapie, in der sich zeigt, dass Sexualität in der klinischen Praxis weitgehend tabuisiert bleibt. Ein Beispiel: Ein Therapeut beschreibt einen Patienten: „Es war, als würde er denken: Wir sind hier in der Therapie, also kann ich über alles sprechen“, was offenbar als absurd empfunden wird – obwohl Therapie gerade dafür da sein sollte.50 Freuds Antwort, auf die rufe der Viktorianer sex sei schmutzig, lautete nicht: „Sex ist nicht schmutzig“, sondern: „Was ist der Sex, von dem ihr sprecht?“ Damit verweist er auf die ontologische Leerstelle des Begriffs.51 Zupančič fasst den zentralen Punkt der Psychoanalyse so: „Die Psychoanalyse betrachtet die Unmöglichkeit vollständiger sexueller Befriedigung – in Abwesenheit aller äußeren Hindernisse – als konstitutiven und integralen Bestandteil der unbewussten Sexualität.“52
4.1 Die Ontologie der Sexualität
1. Sexualität ist ein Begriff für eine andauernde Widersprüchlichkeit in der Realität.
2. Diese Widersprüchlichkeit kann nicht mit einem anderen Begriff umschrieben werden.53
Sexualität bezeichnet bei ihr also keine Praxis, sondern eine strukturelle Leerstelle, eine grundlegende Negativität. Der Begriff verweist auf die innere Spaltung des Subjekts. Zupančič betont, dass der Begriff der Sexualität trotz seiner Verwirrungsgeschichte nicht ersetzt werden sollte, denn der Begriff verweist auf die Unruhe, die die Sexualität auslöst.
Im Diskurs aber sind vollem zwei Lager zu erkennen. Die einen sagen: Sex ist die Antwort auf alles – man müsse nur guten und genügend Sex haben. Die anderen sagen: Sex wird überbewertet – man sollte ihn entdramatisieren. Beide Positionen verfehlen aber die Pointe der Psychoanalyse, denn sie ignorieren, dass Sexuelle Bedeutungen nicht auflösbar sind.54 „Es ist, als ob die sexuelle Bedeutung, die vom Unbewussten so großzügig produziert wird, nur dazu dient, eine grundlegende Negativität zu verdecken – und zwar durch eine Leinwand der Bedeutung, die selbst Befriedigung verschafft.“55 Ziel der Psychoanalyse ist also nicht die Entschlüsselung sexueller Bedeutungen, sondern deren Deaktivierung. Die Psychoanalyse muss Sexualität als etwas intrinsisch Bedeutungs-loses denken – nicht als letzten Horizont der Sinnproduktion.
4.2 Es gibt keine Lösung
Der Film zeigt, wie Bill und Alice sich mit ihren sexuellen Wünschen auseinandersetzen – beide scheitern. Die vermeintliche Lösung am Ende – „wir müssen dringend ficken“ – erscheint künstlich. Es ist eine symbolische Notlösung, die nichts von der grundsätzlichen Leere ihrer sexuellen Beziehung aufhebt.
Hier setzt Zupančič’ Perspektive ein: Die vollständige sexuelle Befriedigung bleibt unerfüllbar. Die Lösung liegt nicht in neuer Lust oder mehr Kommunikation, sondern in der Anerkennung der Spaltung. Subjektivierung heißt: sich zu sich selbst ins Verhältnis setzen, inklusive der eigenen Unvollständigkeit.
Die Pointe: Selbst das „arrivierte Ehepaar“ der Popkultur ist nicht vor dieser Leere gefeit. Der Film dekonstruiert so die Fantasie, dass ein gutes Paarleben oder „der richtige Sex“ das Problem lösen könnte. Er führt die Unmöglichkeit erfüllter Sexualität vor – nicht als Mangel, sondern als anthropologische Konstante. Die Aufgabe ist nicht, die Sexualität zu lösen – sondern, sie auszuhalten. Das verlangt eine radikale psychoanalytische wie philosophische Ethik. Die Sexualität ist nicht etwas, das gelöst werden kann – sondern etwas, das unsere Lösungsversuche selbst konstituiert.
Fazit
Die Arbeit untersuchte, was Eyes Wide Shut über das Begehren offenbart. Ausgangspunkt war der Film selbst, der durch seine Traumlogik, seine maskierten Räume und seine doppelte Struktur – Realität und Fantasie – eine psychoanalytische Perspektive zwingend nahelegt. Auf dieser Grundlage wurde das Begehren als ein Konfliktfeld beschrieben, das sich nicht aus psychologischer Innerlichkeit, sondern aus Sprache, Symbolik und gesellschaftlichen Normen bildet.
Die Analyse folgte der historischen Entwicklung der Psychoanalyse. Freuds Modell des Unbewussten zeigt, dass Triebe nur im Spannungsfeld von Verdrängung, Traum und Konflikt sichtbar werden. Lacan präzisiert diese Dynamik, indem er das Begehren als strukturellen Mangel bestimmt, der das Subjekt konstituiert und nicht überwunden werden kann. Zupančič schließt daran an und zeigt, dass Sexualität nicht durch Liberalisierung oder Kommunikation auflösbar ist, sondern eine beständige Leerstelle bleibt.
Der Film macht diese theoretischen Elemente sichtbar. Bills nächtliche Suche bleibt erfolglos, weil seine Fantasien ihre eigene Unmöglichkeit markieren. Alice konfrontiert ihn – und sich selbst – mit einem Begehren, das sich jeder Stabilisierung entzieht. Beide scheitern nicht an äußeren Hindernissen, sondern an der Struktur des Begehrens selbst. Damit beantwortet der Film die Forschungsfrage eindeutig: Eyes Wide Shut zeigt, dass Begehren sich zwischen Fantasie, Subjektverlust und Orientierungslosigkeit formt und dass jeder Versuch, diese Spaltung zu überbrücken, zwangsläufig auf seine Grenzen zurückfällt.
Ein weiterführender Zugriff könnte untersuchen, wie sich diese Dynamik in anderen filmischen oder literarischen Darstellungen wiederholt, oder wie gegenwärtige Debatten über Sexualität und Identität die psychoanalytischen Begriffe neu akzentuieren. Auch die Frage, wie Machtbeziehungen und ökonomische Strukturen die Fantasien der Subjekte prägen, lässt sich an den hier entwickelten theoretischen Rahmen anschließen.
Damit schließt die Arbeit mit einer Erkenntnis, die sowohl psychoanalytisch als auch philosophisch Bestand hat: Begehren ist nicht zu lösen. Es strukturiert das Subjekt gerade durch das, was ihm fehlt.
Literaturverzeichnis
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8 Wer sich genauer mit dem Mythos der weiblichen Treue auseinandersetzen möchte, dem sei Hain Dalmas Die heimliche Lust. Der Mythos von der weiblichen Treue (München 2003) empfohlen – ein literarisch-essayistisches Werk, das Ursprung und kulturgeschichtliche Wirkung dieser Erzählung kritisch aufarbeitet.
9 Kubrick, S., & Raphael, F. (1999). Eyes Wide Shut. Warner Bros, Sz.33.
10 vgl. Körtels, S. (2013). Motive der Freud´schen Traumdeutung in Arthur Schnitzlers "Traumnovelle". Verführerische Träume und Erotische Ausschweifungen Arthur Schnitzlers Traumnovelle, S.142.
11 Schnitzler, A. (1926). Traumnovelle. Berlin: S. Fischer.
12 vgl. Körtels, Sebatian(2004): Motive der Freud´schen Traumdeutung in Arthur Schnitzlers „Traumnovelle“. In: Verführerische Träume und erotische Ausschweifungen Arthur Schnitzlers Traumnovelle (2013). Norderstedt: Science Factory, S.132ff.
13 (Östereichische Akademie der Wissenschaften, 2025)
14 Damit meint Freud die Angst, Schnitzler zu nahe zu kommen und die Abgrenzung von seiner zu Schnitzlers Arbeit zu verlieren.
15 vgl. Körtels, S. (2013). Motive der Freud´schen Traumdeutung in Arthur Schnitzlers "Traumnovelle". Verführerische Träume und Erotische Ausschweifungen Arthur Schnitzlers Traumnovelle, S135
16 ebd.
17 Nitzschke, B. (. (2011). Die Psychoanalyse Sigmund Freuds : Konzepte und Begriffe. Wiesbaden: VS, Verl. für Sozialwiss., S.41.
18 Freud, S. (1940). Abriss der Psychoanalyse. In S. Freud, Gesammelte Werke (Bd. 17, S. 67-69). Frankfurt am Main: S. Fischer.
19 vgl. Freud, S. (1940). Das Ich und das Es. In S. Freud, Gesammelte Werke (Bd. 13, S. 239-245). Frankfurt am Main: S. Fischer.
20 ebd.
21 vgl. ebd.
22 vgl. Nitzschke, B. (. (2011). Die Psychoanalyse Sigmund Freuds : Konzepte und Begriffe. Wiesbaden: VS, Verl. für Sozialwiss, S.73.
23 vgl. Körtels, S. (2013). Motive der Freud´schen Traumdeutung in Arthur Schnitzlers "Traumnovelle". Verführerische Träume und Erotische Ausschweifungen Arthur Schnitzlers Traumnovelle, S.140.
24 vgl. Schmitt, W. M. (2023). Filmanalyse Kino anders gedacht. Wroclaw: Seidelmann & Company, S.673.
25 Kubrick, S., & Raphael, F. (1999). Eyes Wide Shut. Warner Bros, Sz.80-86.
26 Schmitt, W. M. (2023). Filmanalyse Kino anders gedacht. Wroclaw: Seidelmann & Company, S.673.
27 Kubrick, S., & Raphael, F. (1999). Eyes Wide Shut. Warner Bros, Sz.83.
28 vgl. Körtels, S. (2013). Motive der Freud´schen Traumdeutung in Arthur Schnitzlers "Traumnovelle". Verführerische Träume und Erotische Ausschweifungen Arthur Schnitzlers Traumnovelle, S.143.
29 Kubrick, S., & Raphael, F. (1999). Eyes Wide Shut. Warner Bros, Sz.88.
30 vgl. Körtels, S. (2013). Motive der Freud´schen Traumdeutung in Arthur Schnitzlers "Traumnovelle". Verführerische Träume und Erotische Ausschweifungen Arthur Schnitzlers Traumnovelle, S.144.
31 Kubrick, S., & Raphael, F. (1999). Eyes Wide Shut. Warner Bros, Sz. 88.
32 ebd.
33 vgl. Körtels, S. (2013). Motive der Freud´schen Traumdeutung in Arthur Schnitzlers "Traumnovelle". Verführerische Träume und Erotische Ausschweifungen Arthur Schnitzlers Traumnovelle, S.149.
34 Žižek, S. (2008). Lacan Eine Einführung. Frankfurt am Main: Fischer Taschenbuch Verlag, S.11f.
35 vgl. Žižek, S. (2008). Lacan Eine Einführung. Frankfurt am Main: Fischer Taschenbuch Verlag, S.18.
36 vgl. ebd. S.20
37 Lacan, J. (1986). Schriften II, (S.190). Weinheim/Berlin: Quadriga..
38 vgl. ebd. S.61f.
39 vgl. ebd. S.70
40 Žižek, S. (2008). Lacan Eine Einführung. Frankfurt am Main: Fischer Taschenbuch Verlag, S.70.
41 ebd. S.68
42 mit Bewusstsein ausgestattetes, denkendes, erkennendes, handelndes Wesen
43 ebd. S.68
44 ebd. S.64
45 Kubrick, S., & Raphael, F. (1999). Eyes Wide Shut. Warner Bros, Sz.134.
46 vgl. Žižek, S. (2008). Lacan Eine Einführung. Frankfurt am Main: Fischer Taschenbuch Verlag, S.82.
47 vgl. ebd. S83
48 ebd. S.83
49 vgl. Zupančič, A. (2020). Was ist Sex? Wien: Turia + Kant. S.11f.
50 vgl. ebd. S.17
51 vgl. ebd. S.18f.
52 ebd. S.20
53 vgl. ebd. S.11
54 vgl. ebd. S.20.
55 Zupančič, A. (2020). Was ist Sex? Wien: Turia + Kant, S.21.
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- Anonym (Author), 2025, Was offenbart Eyes Wide Shut über das Begehren? Zwischen Fantasie, Subjektverlust und Orientierungslosigkeit, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/1672499