Die französische Revolution hat durch die Erklärung der Menschenrechtsakte die Menschen in politischer Hinsicht gleich gestellt. Die soziale Ungleichheit blieb auch nach der Revolution weiter bestehen. Daher wird von Marx gefordert die Revolution weiter zu führen.
Utopisches Denken datiert seit Platon. Die Schrift „Utopia“ von Thomas Morus leitete eine Flut weiterer Utopien ein. Die bekanntesten „Utopisten“ der Neuzeit sind: Morus, Campanella, Bacon, Fourier, Marx und Engels.
Die Utopie stellt den Faktor der Phantasie, den Wunsch und die Erlösungsdenken sowie das Ziel der Verwirklichung des neuen Menschen. Der utopische Charakter der Theorie von Marx und Engels war die Idee eine klassenlose Gesellschaft zu entwickeln.
„Marx nimmt also die spezifisch Hegelsche Weise, die Geschichte zu betrachten, wieder auf; eine Betrachtungsweise, die das Bewusstsein enthält, eben nicht nur ein Denker zu sein, der die Welt beschreibt, sondern derjenige zu sein, dessen Denken das Selbstverständnis dieser Welt ausdrückt und sich direkt in den Lauf der Entwicklung einfügt.“
Bei der Beschreibung des Kommunismus spricht Marx „von dieser Welt oder vom Menschen in dieser Welt nicht in der Zukunftsform, sondern im Präsens: Er sagt, was die Welt ist, nicht, was sie sein wird.“
„Der Kommunismus ist in Marx' Augen die Versöhnung des Wesens des Menschen mit seinem empirischen Dasein, er ist die Rückkehr des Menschen zu sich selbst, zu seiner eigenen >humanitas<, die Überwindung der Spannung zwischen dem, was der Mensch in Wahrheit ist, und dem, was er in der Zufälligkeit seines jetzigen Lebens ist.“
In dieser Hausarbeit wird der utopische Kern der Theorie von Marx und Engels dargestellt. Dabei werden die Begriffe des Kommunismus, des Humanismus und des Naturalismus näher erläutert.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Kommunismus
2.1. Kommunismus, Definition
2.2. Die Geschichte der kommunistischen Idee
2.3. Kommunismus nach Marx und Engels
3. Humanismus
3.1. Humanismus, Definition
3.2. Humanismus nach Marx
4. Naturalismus
4.1. Die Sinnlichkeit
4.2. Die fünf Sinnen
5. Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht den utopischen Kern in der Theorie von Marx und Engels mit dem Ziel, die zugrunde liegenden Konzepte von Kommunismus, Humanismus und Naturalismus kritisch zu beleuchten und ihre Bedeutung für die Vorstellung einer klassenlosen Gesellschaft zu klären.
- Analyse des utopischen Gehalts marxistischer Gesellschaftskritik
- Definition und historische Einordnung des Kommunismus
- Untersuchung des Humanismusbegriffs bei Marx
- Verbindung von Naturalismus und Sinnlichkeit im menschlichen Dasein
- Kritik an Entfremdungsprozessen im Kapitalismus
Auszug aus dem Buch
4.1. Die Sinnlichkeit
„Wie das Privateigentum nur der sinnliche Ausdruck davon ist, daß der Mensch zugleich gegenständlich für sich wird und zugleich vielmehr sich als ein fremder und unmenschlicher Gegenstand wird, (...) so ist die positive Aufhebung des Privateigentums, (...) nicht nur im Sinne des unmittelbaren, einseitigen Genusses zu fassen, (...) [sondern] im Sinne des Habens.“
Nach Marx, macht das Privateigentum die Menschen einseitig und dumm, weil ein Gegenstand für die Menschen erst dann existiert wenn er unmittelbar von ihnen besessen wird. Daher sieht er das Leben des Menschen, welches den Lebensmittel dient, so ist das menschliche Leben auf die Arbeit und Kapital Anhäufung beschränkt.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung führt in das utopische Denken ein und verortet Marx und Engels als Theoretiker, die eine klassenlose Gesellschaft anstreben, um die soziale Ungleichheit der Moderne zu überwinden.
2. Kommunismus: Dieses Kapitel definiert den Kommunismus als sozialphilosophische Utopie sowie als politische Kritik am Kapitalismus und zeichnet die historische Entwicklung der Idee von Platon bis zu Marx nach.
3. Humanismus: Hier wird der Humanismus als notwendige Befreiung des Menschen aus der Entfremdung dargestellt, wobei Marx den Kommunismus als die höchste Stufe des Humanismus begreift.
4. Naturalismus: Das Kapitel befasst sich mit der Sinnlichkeit des Menschen und zeigt auf, wie Privateigentum die menschlichen Sinne verkrüppelt und nur durch deren Aufhebung eine wahrhaft menschliche Entfaltung möglich wird.
5. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass Marx' Theorie durch die dialektische Betrachtung der Geschichte und die Aufhebung der Entfremdung einen utopischen Entwurf liefert, der darauf abzielt, den Menschen mit seinem Wesen zu versöhnen.
Schlüsselwörter
Marxismus, Engels, Utopie, Kommunismus, Humanismus, Naturalismus, Entfremdung, Privateigentum, Klassenkampf, dialektischer Materialismus, Proletariat, Revolution, Sinnlichkeit, Gesellschaftskritik, Befreiung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit analysiert den utopischen Gehalt in der politischen Theorie von Karl Marx und Friedrich Engels.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Die zentralen Themen sind der Kommunismus als Gesellschaftsmodell, das Verständnis von Humanismus und die Rolle des Naturalismus in der menschlichen Entwicklung.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, den utopischen Kern der Marx-Engels-Theorie herauszuarbeiten, insbesondere die Idee der Überwindung gesellschaftlicher Entfremdung.
Welche wissenschaftliche Methode wird angewendet?
Die Arbeit nutzt eine theoretische Analyse der marxistischen Primär- und Sekundärliteratur unter Anwendung dialektischer Perspektiven.
Was wird im Hauptteil der Arbeit erläutert?
Im Hauptteil werden die Definitionen von Kommunismus, Humanismus und Naturalismus detailliert auf Basis der Schriften von Marx und Engels erläutert.
Durch welche Schlüsselwörter wird die Arbeit charakterisiert?
Wichtige Begriffe sind unter anderem Entfremdung, Privateigentum, Klassenkampf, Revolution und die Emanzipation der Sinne.
Warum spielt das Privateigentum eine so zentrale Rolle bei der Entfremdung?
Laut Marx führt Privateigentum dazu, dass der Mensch nur noch durch den Besitz definiert wird, was ihn einseitig macht und von seinem wahren menschlichen Wesen entfremdet.
Wie ist das Verhältnis zwischen Humanismus und Naturalismus in der Arbeit definiert?
Marx sieht beide als eng miteinander verwoben: Erst durch die Überwindung der Entfremdung kann der Mensch sowohl als "vollendeter Naturalismus" wie auch als "vollendeter Humanismus" existieren.
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- Muhamed Jugo (Author), 2009, Marx und Engels - Der utopische Kern ihrer Theorie, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/166659