Hausarbeiten logo
Shop
Shop
Tutorials
De En
Shop
Tutorials
  • How to find your topic
  • How to research effectively
  • How to structure an academic paper
  • How to cite correctly
  • How to format in Word
Trends
FAQ
Go to shop › Communications - Print Media, Press

Von der Fackel zur Titanic - Satirische Formen der Pressekritik im Vergleich

Title: Von der Fackel zur Titanic - Satirische Formen der Pressekritik im Vergleich

Seminar Paper , 2009 , 22 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Jan Horak (Author)

Communications - Print Media, Press

Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

Die Massenmedien – und stellvertretend für diese die Presse – werden oft als ‚vierte
Gewalt im Staat’ bezeichnet. Im Idealfall stellen sie eine zusätzliche unabhängige
Kontrollinstanz für politische und gesellschaftliche Vorgänge dar. Dass dieses
Rollenbild nicht immer der Realität entspricht, zeigt die nie enden wollende öffentliche
Kritik an Arbeitsweise und Anspruch der Presse.
[...]
Eine sprachkritische Annäherung an
Presseerzeugnisse kann aus wissenschaftlicher Perspektive entweder auf
sprachpuristischer, sprachhistorischer oder linguistischer Ebene erfolgen.
Sprachpuristen sehen es als ihre Aufgabe an, „der deutschen Sprache mehr Geltung zu
verschaffen und sie von ‚überflüssigen’ Fremdwörtern zu ‚reinigen’“.3 Sprachhistoriker
betreiben hingegen die „wissenschaftliche Rekonstruktion und Analyse von früheren
Sprachzuständen“4, Ziel moderner Linguistik ist „die unparteiische Deskription des
jeweiligen sprachlichen Zustands“ ohne jegliche Wertung.5 Um eine Zusammenfassung
sprachkritischer Forschungen soll es hier jedoch nicht gehen, interessanter scheint eher
eine Beschäftigung mit der Frage, wie innerhalb des ‚Systems Presse’ von Publizisten
und Redaktionen Sprachkritik an Kollegen und Konkurrenten geübt wird und welches
Selbstverständnis der jeweils verantwortlichen Kritiker dem zugrunde liegt. Aufgrund des dargelegten Bedeutungspluralismus des Begriffs ‚Sprachkritik’ und den daraus
resultierenden vielfältigen Motivierungsmöglichkeiten dieser Form der Pressekritik
würde eine umfassende Analyse der auf sprachlicher Ebene geübten Kritik an und in
deutschen Presseerzeugnissen den Rahmen dieser Arbeit sprengen. Im Folgenden soll
deshalb vielmehr anhand zweier bekannter und bedeutender satirischer Zeitschriften
eine Auseinandersetzung mit verschiedenen Formen der Sprach- bzw. Pressekritik
erfolgen. So soll zunächst eine Analyse der pressekritischen Beiträge in der vom
Sprachkritiker Karl Kraus herausgegebenen Zeitschrift DIE FACKEL und dem
Satiremagazin TITANIC vorgenommen werden und anschließend in einem Vergleich
Gemeinsamkeiten und Unterschiede bezüglich Selbstverständnis und Darstellungsweise
der Pressekritik aufgezeigt werden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einführung

1.1 Sprachkritik als Pressekritik

1.2 Macht und Ohnmacht der Satire

2. Die FACKEL

2.1 Daten und Fakten

2.2 Motivation und Feindbilder

2.3 Karl Kraus’ Sprachlehre – Pressekritik in der FACKEL

3. TITANIC – Das endgültige Satiremagazin

3.1 Daten und Fakten

3.2 Motivation und Feindbilder

3.3 Briefe an die Leser – Pressekritik in der TITANIC

4. Vergleich und Fazit

5. Anhang

6. Quellenverzeichnis

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die satirischen Formen der Pressekritik anhand eines Vergleichs zwischen der Zeitschrift „Die Fackel“ von Karl Kraus und dem Satiremagazin „Titanic“. Ziel ist es, Gemeinsamkeiten und Unterschiede in der Darstellungsweise und dem Selbstverständnis dieser beiden Instanzen zu identifizieren, die sich beide kritisch mit der Qualität medialer Berichterstattung auseinandersetzen.

  • Historische Einordnung der satirischen Pressekritik
  • Die sprachkritische Herangehensweise von Karl Kraus
  • Die Rolle der „Titanic“ als „Wächter“ über journalistische Standards
  • Vergleich der satirischen Methoden und Motivationslagen
  • Die Funktion von Pressekritik im öffentlichen Diskurs

Auszug aus dem Buch

1.1 Sprachkritik als Pressekritik

Die Massenmedien – und stellvertretend für diese die Presse – werden oft als ‚vierte Gewalt im Staat’ bezeichnet. Im Idealfall stellen sie eine zusätzliche unabhängige Kontrollinstanz für politische und gesellschaftliche Vorgänge dar. Dass dieses Rollenbild nicht immer der Realität entspricht, zeigt die nie enden wollende öffentliche Kritik an Arbeitsweise und Anspruch der Presse. So schreibt Johanna Bertsch treffend:

„Sich über die Presse zu beklagen, hat Tradition. Die Liste der Beschwerden ist lang, ihre Punkte sind vielfältig. Ein Aspekt, der immer wieder auftaucht, ist die Sprachkritik.“

Wie hier schon angedeutet, steht vor allem die Pressesprache immer wieder im Fokus der Kritik. Der Begriff ‚Sprachkritik’ ist jedoch nicht immer trennscharf einzugrenzen, kann er doch je nach Verwendung und Zielsetzung des entsprechenden Kritikers entweder „Stilkritik oder Textkritik, Fremdwörterkritik oder Kritik an den prinzipiellen Möglichkeiten der Sprache“ umfassen. Eine sprachkritische Annäherung an Presseerzeugnisse kann aus wissenschaftlicher Perspektive entweder auf sprachpuristischer, sprachhistorischer oder linguistischer Ebene erfolgen. Sprachpuristen sehen es als ihre Aufgabe an, „der deutschen Sprache mehr Geltung zu verschaffen und sie von ‚überflüssigen’ Fremdwörtern zu ‚reinigen’“. Sprachhistoriker betreiben hingegen die „wissenschaftliche Rekonstruktion und Analyse von früheren Sprachzuständen“, Ziel moderner Linguistik ist „die unparteiische Deskription des jeweiligen sprachlichen Zustands“ ohne jegliche Wertung. Um eine Zusammenfassung sprachkritischer Forschungen soll es hier jedoch nicht gehen, interessanter scheint eher eine Beschäftigung mit der Frage, wie innerhalb des ‚Systems Presse’ von Publizisten und Redaktionen Sprachkritik an Kollegen und Konkurrenten geübt wird und welches Selbstverständnis der jeweils verantwortlichen Kritiker dem zugrunde liegt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einführung: Dieses Kapitel definiert den Begriff der Sprachkritik im Kontext der Massenmedien und erläutert die Ambivalenz von Macht und Ohnmacht, die satirischen Formen der Pressekritik innewohnt.

2. Die FACKEL: Hier werden die historischen Daten der Zeitschrift sowie die puristisch geprägte, sprachkritische Motivation von Karl Kraus analysiert, der Sprache als Spiegel der gesellschaftlichen Moral verstand.

3. TITANIC – Das endgültige Satiremagazin: Das Kapitel beleuchtet die Gründung und das Profil der Titanic sowie deren spezifische Herangehensweise, journalistische Sorgfaltspflichten durch satirische Verzerrung zu kontrollieren.

4. Vergleich und Fazit: Die Arbeit vergleicht beide Medien hinsichtlich ihrer Wirkung auf den öffentlichen Diskurs und kommt zu dem Schluss, dass trotz unterschiedlicher Ansätze beide eine wichtige Rolle als Korrektiv der Medienlandschaft einnehmen.

5. Anhang: Enthält eine Sammlung von Beispielen aus der Titanic-Rubrik „Briefe an die Leser“, die als Belege für die satirische Praxis dienen.

6. Quellenverzeichnis: Auflistung der verwendeten Primär- und Sekundärliteratur sowie Internetquellen.

Schlüsselwörter

Sprachkritik, Pressekritik, Satire, Karl Kraus, Die Fackel, Titanic, Medienethik, Neue Frankfurter Schule, Journalismus, Massenmedien, Polemik, Sprachpurismus, Journalistische Sorgfalt, Medienanalyse, Öffentlicher Diskurs

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht satirische Formen der Pressekritik in Deutschland, indem sie zwei prominente Beispiele aus unterschiedlichen Epochen analysiert.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Rolle der Presse als „vierte Gewalt“, der Einfluss von Sprache auf die Gesellschaft und die Funktion von Satire als Kontrollinstanz.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Arbeit fragt nach den Gemeinsamkeiten und Unterschieden der satirischen Pressekritik bei Karl Kraus’ „Fackel“ und dem Satiremagazin „Titanic“ hinsichtlich ihres Selbstverständnisses und ihrer Arbeitsweise.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine vergleichende Analyse der jeweiligen Zeitschrifteninhalte und publizistischen Ansätze unter Einbeziehung medienwissenschaftlicher Fachliteratur vorgenommen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert detailliert die publizistischen Profile beider Zeitschriften, ihre Feindbilder sowie spezifische Formen der Kritik, etwa Kraus’ Sprachlehre oder die Titanic-Rubrik „Briefe an die Leser“.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Sprachkritik, Pressekritik, Satire, Karl Kraus, Titanic, Medienethik und Journalismus.

Wie unterscheidet sich die Kritik von Karl Kraus von der der Titanic?

Während Kraus vor allem grammatische und sprachpuristische Mängel anprangert, konzentriert sich die Titanic verstärkt auf inhaltliche Fehler, mangelnde journalistische Sorgfalt und aktuelle politische Geschehnisse.

Welche Rolle spielt die Satire in diesem Kontext?

Satire wird hier als Instrument verstanden, um Missstände in den Medien aufzudecken, die durch eine „seriöse“ Berichterstattung oft nicht thematisiert werden, auch wenn die Wirksamkeit satirischer Kritik schwer messbar ist.

Was zeigt das Beispiel der Titanic-Rubrik „Briefe an die Leser“?

Diese Rubrik zeigt, wie das Magazin das klassische Format der Leserbriefe umkehrt, um einen einseitigen, polemischen Kommunikationskanal zu schaffen, der direkt an andere Presseorgane gerichtet ist.

Excerpt out of 22 pages  - scroll top

Details

Title
Von der Fackel zur Titanic - Satirische Formen der Pressekritik im Vergleich
College
University of Hamburg  (Institut für Medien und Kommunikation)
Course
Sprachkritik und Massenmedien
Grade
1,7
Author
Jan Horak (Author)
Publication Year
2009
Pages
22
Catalog Number
V164931
ISBN (eBook)
9783640803521
ISBN (Book)
9783640803736
Language
German
Tags
Pressekritik Satire Pressesatire Titanic Satiremagazin Satiremagazin Titanic Die Fackel Karl Kraus Satirische Pressekritik Briefe an die Leser Sprachkritik und Massenmedien Sprachkritik Medienlinguistik Kommunikationswissenschaft Publizistik Sprachlehre Pressegeschichte Journalismus Journalistik Journalismuskritik Pressesprache Mediensprache Sprache der Massenmedien Medienkritik
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Jan Horak (Author), 2009, Von der Fackel zur Titanic - Satirische Formen der Pressekritik im Vergleich, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/164931
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  22  pages
Hausarbeiten logo
  • Facebook
  • Instagram
  • TikTok
  • Shop
  • Tutorials
  • FAQ
  • Payment & Shipping
  • About us
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint