Bei der vorliegenden Arbeit handelt es sich um ein Oberseminar, welches im Rahmen des Moduls „Organisation, Personalmanagement und Unternehmensführung“ von Christian Lehmann und Philipp Hildebrandt erarbeitete wurde.
Das Thema lautet „Unternehmensgründungen durch IngenieurInnen“.
Bezugnehmend auf das uns vorgegebene Thema haben wir uns als erstes überlegt, nach welchen Gesichtspunkten wir das Thema erarbeiten wollen und welche Fragestellung wir im Laufe des Oberseminars klären wollen. Entschieden haben wir uns letztendlich für folgende Problemstellung: „Gründen IngenieurInnen und wenn ja in welchem Verhältnis, unter welchen Herausforderungen und welches sind ihre Motive?“
Als Erstes haben wir alle Begrifflichkeiten geklärt, die uns im Zusammenhang mit dem Thema wichtig erschienen. Anschließend beschäftigten wir uns mit den Unternehmensgründungen in Deutschland. Unser Augenmerk lag hierbei auf den Gründungen generell und bei Akademikern. Zudem erläuterten wir die wichtigsten Gründungsmotive. In unserem dritten und wichtigsten Teil ging es dann um die Unternehmensgründungen durch IngenieurInnen. In diesem Absatz waren wir bestrebt, unsere Leitfrage: „Gründen IngenieurInnen und wenn ja in welchem Verhältnis, unter welchen Herausforderungen und welches sind ihre Motive?“ zu beantworten. Zum Ende der Arbeit haben wir unsere Ergebnisse zusammengefasst und ein paar Anregungen für zukünftige Projekte gegeben.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Theoretische Grundlagen
2.1 Definition von Unternehmensgründungen
2.2 Formen von Gründungen zur Abgrenzung des Untersuchungsgegenstandes
2.3 Der Berufswahlprozess
2.4 Berufswahltheorien
3 Unternehmensgründungen in Deutschland
3.1 Unternehmensgründungen durch AkademikerInnen
3.2 Unternehmensgründungen durch Frauen vs. Männer
3.3 Gründungsmotive
3.3.1 Chancenorientierte GründerInnen
3.3.2 Opportunitätsorientierte GründerInnen
3.3.3 Notorientierte GründerInnen
4 Unternehmensgründungen durch IngenieurInnen
4.1 Ingenieursgründungen vs. akademische Gründungen in Deutschland
4.2 Vergleich einzelner Fachrichtungen von Ingenieuren
4.3 Spezifika bei IngenieurInnen
4.3.1 Gründungsmotive
4.3.2 Gründungshemmnisse
4.3.3 Gründungsbranchen
4.3.4 Gründungsformen
4.3.5 Finanzierung
4.4 Ausgründungen aus der Hochschule
4.5 Förderungsmöglichkeiten
5 Abschließende Betrachtungen
6 Reflektion
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht das Gründungsverhalten von IngenieurInnen im Vergleich zu anderen akademischen Fachrichtungen, mit dem Ziel, Motive, Herausforderungen und Erfolgsfaktoren bei der Unternehmensgründung zu identifizieren und die Rolle von Technologietransfers sowie Hochschul-Spin-offs zu beleuchten.
- Vergleich von Ingenieursgründungen mit anderen akademischen Gründungen
- Analyse von Gründungsmotiven (chancen-, opportunitäts- und notorientiert)
- Untersuchung von Gründungshemmnissen und Finanzierungsszenarien
- Spezifische Betrachtung von High-Tech-Gründungen und Spin-offs aus der Forschung
- Bewertung der Rolle von Hochschulen als Gründungsinkubatoren
Auszug aus dem Buch
4.3.1 Gründungsmotive
Allgemein zeigt sich, dass bei den Gründungsmotiven zwischen Männern und Frauen, sowie in verschiedenen Fachrichtungen keine großen Unterschiede zu finden sind. Lediglich in den Prioritäten unterscheiden sie sich (Josten, Elkan, Laux, Thomm, 2008, S. 22). So sind die 5 wichtigst genannten Gründungsmotive für die befragten Ingenieurwissenschaften:
• Eigenverantwortliches Arbeiten
• Umsetzung eigener Geschäftsideen
• Bessere Nutzung der eigenen Fähigkeiten
• Möglichkeit, Arbeitszeit bzw. -ort selbst zu bestimmen
• Eigener Chef, eigene Chefin sein
(Josten et al., 2008, S. 22)
Diese eben genannten Gründungsmotive finden sich auch in anderen Studien wider. So auch in der HIS-Absolventenstudie von 2005 (Kerst, Minks, 2005, S. 46; Josten et al., 2008, S. 22 ). Es zeigt sich, dass das Motiv „eigenverantwortliches Arbeiten“ das wichtigste Motiv für eine aufzunehmende Selbständigkeit in allen Fachrichtungen darstellt. Die Unabhängigkeit und die damit verbundenen Entscheidungsfreiheiten und -spielräume gegenüber Personen, die beschäftigt sind, ist somit ein entscheidendes Kriterium für den Schritt in die Selbständigkeit.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Beschreibt den Rahmen der Seminararbeit und die zugrundeliegende Fragestellung zur Gründungstätigkeit von IngenieurInnen.
2 Theoretische Grundlagen: Erläutert die Begriffsbestimmungen von Unternehmensgründungen und betrachtet den Berufswahlprozess sowie relevante Berufswahltheorien.
3 Unternehmensgründungen in Deutschland: Analysiert das allgemeine Gründungsgeschehen, die Rolle von Akademikern sowie geschlechterspezifische Unterschiede und Gründungsmotive.
4 Unternehmensgründungen durch IngenieurInnen: Der Hauptteil der Arbeit befasst sich spezifisch mit Ingenieursgründungen, Fachrichtungvergleichen, Motiven, Hemmnissen und der Rolle von Spin-offs.
5 Abschließende Betrachtungen: Fasst die Kernergebnisse zusammen und reflektiert die Einflussfaktoren auf das Gründungsverhalten von IngenieurInnen.
6 Reflektion: Diskutiert methodische Herausforderungen und die Erfahrungen bei der Erstellung der Arbeit.
Schlüsselwörter
Unternehmensgründung, IngenieurInnen, Selbstständigkeit, Existenzgründung, Spin-off, Technologietransfer, Gründungsmotive, High-Tech-Sektor, Akademiker, Arbeitsmarkt, Gründungshemmnisse, Existenzsicherung, Innovationsgrad, Hochschulausgründungen, Förderung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit analysiert das Gründungsverhalten von IngenieurInnen in Deutschland, untersucht deren Beweggründe sowie Barrieren und vergleicht dies mit allgemeinen akademischen Gründungsdaten.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Schwerpunkte sind die Definition von Gründungsarten, der Einfluss der beruflichen Entwicklung auf die Selbstständigkeit, sowie die Analyse von Spin-offs und technologieorientierten Gründungen.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist die Beantwortung der Frage, ob und unter welchen Bedingungen IngenieurInnen gründen, welche Motive sie antreiben und mit welchen Herausforderungen sie dabei konfrontiert sind.
Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?
Die Autoren nutzen eine fundierte Literaturrecherche, stützen sich auf existierende Studien wie den ZEW-Gründungsreport, HIS-Absolventenstudien sowie EXIST-Programme und visualisieren die Daten durch eine eigene Auswertung.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil konzentriert sich auf die Spezifika von Ingenieursgründungen, den Vergleich zwischen verschiedenen Fachrichtungen und die Untersuchung von Gründungsformen, Branchenpräferenzen und Finanzierungswegen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit?
Zu den wichtigsten Begriffen zählen Unternehmensgründung, IngenieurInnen, Selbstständigkeit, Existenzgründung, Spin-off, Technologietransfer und Gründungsmotive.
Warum gründen IngenieurInnen oft erst viele Jahre nach dem Studium?
Da viele Gründungen im Technologiebereich kapitalintensiv sind, dient die meist etwa zehnjährige Phase der Berufstätigkeit dazu, sowohl notwendiges Kapital als auch Branchenerfahrung und Kontakte zu sammeln.
Welche Rolle spielen Hochschul-Spin-offs für die Ingenieurwissenschaften?
Spin-offs dienen als wichtiger Kanal für den Technologietransfer, bei dem Forschungsergebnisse direkt in marktnahe Produkte überführt werden, unterstützt durch die Infrastruktur und das Umfeld der Hochschulen.
- Quote paper
- Christian Lehmann (Author), Philipp Hildebrandt (Author), 2010, Unternehmensgründungen durch IngenieurInnen, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/164459