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Der Stellenwert afrikanischer Konflikte für die internationale Gemeinschaft

Titel: Der Stellenwert afrikanischer Konflikte für die internationale Gemeinschaft

Seminararbeit , 2005 , 27 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Silvia Brugger (Autor:in)

Politik - Region: Afrika

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

„In einer Welt eng miteinander verknüpfter Bedrohungen und Herausforderungen liegt es im Eigeninteresse eines jeden Landes, sich mit ihnen allen wirksam auseinander zu setzen. Das Ideal der größeren Freiheit kann daher nur durch eine breit angelegte, tiefgreifende und nachhaltige globale Zusammenarbeit zwischen den Staaten gefördert werden.“
Die von Kofi Annan in seinem Bericht „In größerer Freiheit“ formulierte Forderung nach einem effektiven Multilateralismus, bei dem alle Bedrohungen und Herausforderungen gleichermaßen berücksichtigt werden, verlangt einige grundlegende Reformen des Systems der Vereinten Nationen. Bislang ist festzustellen, dass die Internationale Gemeinschaft nicht allen Regionen der Welt die gleiche Aufmerksamkeit zukommen lässt und insbesondere Afrika vernachlässigt. Dies hängt sowohl mit einem weitverbreiteten Afrika-Pessimismus als auch mit der Marginalisierung des drittgrößten Kontinents zusammen.

In dieser Arbeit wird der Frage nachgegangen, welchen Stellenwert Afrika und insbesondere afrikanische Konflikte für die Internationale Gemeinschaft haben und auf welche Weise mit ihnen verfahren wird.
Zu diesem Zweck wird nach einer Auseinandersetzung mit der Frage, ob Afrika unter anderem angesichts der „failing and failed states“ wirklich ein verlorener Kontinent ist, die Organisation der Vereinten Nationen und hierbei insbesondere die Definitionsproblematik von Völkermord und das Interventionsdilemma näher beleuchtet. Anhand des im Schatten Somalias stehenden UN-Friedenseinsatzes in Ruanda 1994 und den Konsequenzen des sich vor den Augen der Blauhelme vollziehenden Völkermords für die Internationale Gemeinschaft, werden die Grenzen und Probleme der Vereinten Nationen bei deren Verhalten beim Darfur-Konflikt im Sudan erschreckend deutlich. Inwieweit diesen Problemen begegnet wird, welche Reformen eingeleitet werden und welche Konsequenzen diese Entwicklungen schließlich konkret für Afrika haben, soll im letzten Kapitel analysiert werden, um dann zu einer Einschätzung der Aussichten für die Zukunft des Kontinents zu kommen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

A) Einleitung

B) Der Stellenwert afrikanischer Konflikte für die Internationale Gemeinschaft

I. Afrika – ein verlorener Kontinent

1. „failing and failed states“

2. Interessen der internationalen Gemeinschaft in Afrika

II. Problematiken bei der Organisation und den Prinzipien der Vereinten Nationen

1. Definitionsproblematik „Genozid“

2. Interventionsproblematik

III. Sudan – ein zweites Ruanda?

1. Somalia-Trauma

2. Verhalten der Vereinten Nationen bei Genozid in Ruanda

3. Lehren und Folgen

4. Verhalten der Vereinten Nationen bei dem Darfur-Konflikt im Sudan

IV.Möglichkeiten und Grenzen der Vereinten Nationen

1. Aktuelle Entwicklungen und Reformdiskussion

2. Was kann und will die internationale Gemeinschaft überhaupt bei Konflikten in Afrika ausrichten?

C) Schlussbemerkungen

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht den Stellenwert Afrikas und insbesondere afrikanischer Konflikte für die internationale Staatengemeinschaft sowie die Art und Weise der Einflussnahme. Im Zentrum steht dabei die Analyse, ob Afrika aufgrund der Problematik von "failing and failed states" als verlorener Kontinent betrachtet werden muss, und wie die Vereinten Nationen – unter Berücksichtigung der Definitionsproblematik von Völkermord und bestehender Interventionsdilemmata – in Krisen agieren.

  • Analyse des Staatsverfalls und der Bedeutung afrikanischer Staaten für die globale Sicherheit
  • Untersuchung der UN-Genoziddefinition und ihrer Auswirkungen auf internationale Eingriffe
  • Kritische Aufarbeitung der UN-Missionen in Somalia, Ruanda und im Darfur-Konflikt
  • Diskussion der Wirksamkeit von Reformbemühungen der Vereinten Nationen im Bereich Friedenssicherung
  • Beleuchtung des Spannungsfeldes zwischen staatlicher Souveränität und humanitärer Interventionspflicht

Auszug aus dem Buch

1.1 „failing and failed states“

Afrika gilt im Verständnis der meisten Menschen als der Krisenkontinent und das Sorgenkind der internationalen Staatengemeinschaft schlechthin, dem eigentlich nicht mehr geholfen werden kann. Zu diesem Bild leisten die Medien einen nicht unbedeutenden Beitrag durch die Fokussierung auf Negativberichte wie Bürgerkriege, Massenflucht oder Hungersnöte und die Ausblendung positiver Nachrichten. Dass der schwarze Kontinent mit zahlreichen Problemen zu kämpfen hat, liegt auf der Hand, doch sollten auch die positiven Entwicklungen Eingang in unser Denken finden und zu einer differenzierteren Sichtweise führen.

Sicherlich mit eines der gravierendsten Probleme Afrikas ist der Ver- und Zerfall von Staaten bis hin zu deren völligem Kollaps. Dieses Phänomen der „failing and failed states“ ist allerdings nicht auf den Kontinent beschränkt, sondern taucht in unterschiedlichen Stadien weltweit auf. Dennoch gibt es nirgendwo mehr Beispiele als in Afrika mit der Hälfte seiner Staaten in ernster oder maximaler Gefahr eines Zusammenbruchs, was verschiedenen Umständen zuzuschreiben ist. Hierbei spielt die Kolonialvergangenheit eine große Rolle, da der afrikanische Staat von vorneherein mit Zweifeln an seiner Souveränität und seiner Lebensfähigkeit zu kämpfen hatte.

Zusammenfassung der Kapitel

A) Einleitung: Die Einleitung führt in die Problematik ein, dass die internationale Gemeinschaft Afrika oft vernachlässigt, und erläutert das Ziel der Arbeit, den Stellenwert afrikanischer Konflikte kritisch zu beleuchten.

B) Der Stellenwert afrikanischer Konflikte für die Internationale Gemeinschaft: Dieses Kapitel analysiert die Ursachen des Staatszerfalls in Afrika und die historische Einbettung der Konflikte in die globale Interessenpolitik seit dem Ende des Kalten Krieges.

I. Afrika – ein verlorener Kontinent: Hier werden die Phänomene des Staatsverfalls sowie die sicherheitspolitischen und strategischen Interessen der internationalen Gemeinschaft in Afrika diskutiert.

II. Problematiken bei der Organisation und den Prinzipien der Vereinten Nationen: Dieses Kapitel beleuchtet die Schwierigkeiten der Genozid-Definition sowie das grundlegende Interventionsdilemma der UN im Kontext der Souveränitätswahrung.

III. Sudan – ein zweites Ruanda?: Anhand von Fallbeispielen wie Somalia, Ruanda und Darfur wird das Versagen der UN bei der Verhinderung von Völkermord analysiert.

IV.Möglichkeiten und Grenzen der Vereinten Nationen: Dieses Kapitel bewertet aktuelle Reformbemühungen zur Steigerung der UN-Handlungsfähigkeit und diskutiert, was die internationale Gemeinschaft bei Konflikten real ausrichten kann.

C) Schlussbemerkungen: Die Arbeit schließt mit dem Fazit, dass trotz positiver Ansätze eine dauerhafte Verbesserung der Lage in Afrika eine grundlegende Bewusstseinsänderung und ein entschlosseneres Handeln der internationalen Akteure erfordert.

Schlüsselwörter

Vereinte Nationen, Afrika, Genozid, failing states, failed states, Interventionsdilemma, Friedenssicherung, Staatszerfall, Ruanda, Sudan, Darfur, Menschenrechtsschutz, Sicherheit, Souveränität, UN-Reform

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht den Stellenwert von afrikanischen Konflikten für die internationale Gemeinschaft und hinterfragt, warum Afrika oft vernachlässigt wird und wie effektiv die Vereinten Nationen in Krisenfällen agieren.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind der Staatszerfall (failing/failed states), die juristische und politische Problematik bei der Definition von Völkermord sowie die Herausforderungen militärischer und humanitärer Interventionen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist zu analysieren, welchen Stellenwert Afrika für die internationale Gemeinschaft besitzt und auf welche Weise mit den Konflikten auf dem Kontinent verfahren wird, insbesondere im Hinblick auf das Spannungsfeld zwischen Souveränität und humanitärer Verantwortung.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer politikwissenschaftlichen Analyse, die theoretische Konzepte (z.B. Staatszerfall) mit historischen Fallbeispielen und Dokumenten der Vereinten Nationen (z.B. Berichte zur Reform und zu Völkermorden) verknüpft.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil beleuchtet die Ursachen des Staatsverfalls, die rechtlichen Probleme des Völkermord-Begriffs, das Scheitern von UN-Missionen in Ruanda und Somalia sowie die aktuelle Situation und Reformdiskussionen zur Friedenssicherung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Schlüsselbegriffe sind Vereinte Nationen, Afrika, Genozid, failing states, Interventionsdilemma, Friedenssicherung und Menschenrechtsschutz.

Warum ist das "Somalia-Trauma" für die UN so bedeutsam?

Das Scheitern der Somalia-Mission lähmte den politischen Willen der internationalen Gemeinschaft, insbesondere der USA, bei späteren staatsinternen Konflikten in Afrika entschlossen militärisch einzugreifen, was schwerwiegende Folgen für Ruanda hatte.

Welche Rolle spielen die Vetomächte im UN-Sicherheitsrat bei Darfur?

Die wirtschaftlichen Interessen von China (Öl) und Russland (Waffenlieferungen) führen oft zu einer Blockade im Sicherheitsrat, wodurch Sanktionen gegen das sudanesische Regime erschwert oder verhindert werden.

Ende der Leseprobe aus 27 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Der Stellenwert afrikanischer Konflikte für die internationale Gemeinschaft
Hochschule
Ludwig-Maximilians-Universität München  (Geschwister-Scholl-Institut für Politikwissenschaft)
Veranstaltung
Lösungsmöglichkeiten ethnischer Konflikte
Note
1,3
Autor
Silvia Brugger (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2005
Seiten
27
Katalognummer
V163073
ISBN (eBook)
9783640770601
ISBN (Buch)
9783640771028
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Afrika Vereinte Nationen Ruanda Somalia Sudan Darfur Darfur-Konflikt Genozid Völkermord Humanitäre Intervention UNO
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Silvia Brugger (Autor:in), 2005, Der Stellenwert afrikanischer Konflikte für die internationale Gemeinschaft, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/163073
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  27  Seiten
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