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Sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz

Titel: Sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz

Hausarbeit , 2010 , 25 Seiten , Note: 11

Autor:in: Ludmilla Heinrich (Autor:in)

Führung und Personal - Sonstiges

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Die jüngste gesetzliche Definition der sexuellen Belästigung findet sich in § 3 Abs.4 AGG und lautet:
„Eine sexuelle Belästigung ist (…) ein unerwünschtes, sexuell bestimmtes Verhalten, wozu auch unerwünschte sexuelle Handlungen und Aufforderungen, sexuell bestimmte körperliche Berührungen, Bemerkungen sexuellen Inhalts sowie unerwünschtes Zeigen und sichtbares Anbringen von pornographischen Darstellungen gehören, (wenn diese) bezweckt oder bewirkt, dass die Würde der betreffenden Person verletzt wird, insbesondere wenn ein von Einschüchterungen, Anfeindungen, Erniedrigungen, Entwürdigungen oder Beleidigungen gekennzeichnetes Umfeld geschaffen wird.“

Die sexuelle Belästigung stellt in den meisten Fällen ihres Erscheinens eine deutliche Degradierung des Persönlichkeitsrechts dar. In den häufigsten, bekannten Fällen sind Frauen von sexueller Belästigung betroffen, die sich in ihrem Beruf noch nicht etabliert haben und sich in einem Abhängigkeitsverhältnis befinden, wie zum Beispiel in der Probezeit, in der Ausbildung oder in einer hierarchisch niedrigeren Position. Kontroverse Diskussionen gibt es bezüglich der Definition und der Grenzfälle der „sexuellen Belästigung am Arbeitsplatz“.

Die sexuelle Belästigung wird des Öfteren als Mittel zum Zweck überempfindlicher Frauen deklariert, die sich an Vorgesetzen, Kollegen, Kunden und Männern allgemein rächen wollen. Ansichten und Empfindungen der Frauen werden in diesem Fall als prüde, überbewertet und humorlos abgetan. In der Realität wird jedoch deutlich, dass die Belästigung alles andere als eine verzerrte Wahrnehmung der Frauen ist. Besonders dort, wo das Berufsleben von Frauen und Männern zusammentrifft, ist die sexuelle Belästigung allgegenwärtig.
Eine 1990 erstmals durchgeführte Meinungsstudie des Bundesministeriums für Jugend, Familie, Frauen und Gesundheit erschreckt mit dem Resultat, dass ca. 72% aller berufstätigen Frauen mit sexueller Belästigung am Arbeitsplatz konfrontiert sind oder wurden. In diesem Zusammenhang wird ein höchst sensibler Bereich thematisiert, der von Verlegenheit, Unterlegenheit, Angst, Bedrängnis und Scham begleitet wird. Folglich begeben sich die betroffenen Frauen in einen Zustand der Verdrängung und meinen, sich dem Problem entweder selbst oder gar nicht stellen zu müssen oder zu können.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Begriffserklärung / Allgemeiner Überblick über das Themengebiet

1.1. Belästigung allgemein

1.2. Sexuelle Belästigung/ Phänomenologie

1.3. Personenkonstellation (Täter/Opfer)

2. Prävalenz

2.1. Ursachen für sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz

2.2. Folgen sexueller Belästigung

2.3. Präventive Maßnahmen – Möglichkeiten, Grenzen

2.3.1. Möglichkeiten und Grenzen des Fallmanagements

3. Rechtslage zum Thema „Sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz“ – Bezug auf das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG)

4. Fallbeispiel

5. Fazit

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Diese Arbeit analysiert das komplexe Phänomen der sexuellen Belästigung am Arbeitsplatz, untersucht deren Ursachen und Folgen sowie die Wirksamkeit präventiver Maßnahmen unter Berücksichtigung der aktuellen Rechtslage, insbesondere des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes (AGG).

  • Definition und Erscheinungsformen sexueller Belästigung
  • Analyse der Täter-Opfer-Konstellationen und Prävalenzdaten
  • Psychologische und berufliche Folgen für betroffene Personen
  • Präventionsmöglichkeiten durch Arbeitgeber und Fallmanagement
  • Rechtliche Handlungsmöglichkeiten und Schutz durch das AGG

Auszug aus dem Buch

Ursachen für sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz

Die Personen, die sexuell belästigen, fühlen sich Frauen gegenüber überlegen und meinen, diesem Gefühl Ausdruck durch ihre Handlungen verleihen zu dürfen. Sie nehmen Frauen nicht als gleichwürdigen Menschen wahr und präsentieren regelrecht ihre gefühlte Überlegenheit. Das gesellschaftliche Klima, in dem Frauen in fast allen Ebenen weniger wertgeschätzt werden als Männer, lässt diese Einstellung bei belästigenden Männern entstehen.

Vor allem in der Berufswelt mit all ihren Über- und Unterordnungen sind Männer es gewohnt, sich in einer dominanteren Position wiederzufinden. Hierbei ist zu erwähnen, dass die Sexualität nur Mittel zum Zweck ist, da es sich um keine fehlgeleitete, aggressive Ausdrucksweise der Sexualität handelt, sondern vielmehr umgekehrt einen sexualisierter Ausdruck von Macht, Überlegenheit und Aggressionen darstellt. Der Erfolg wird in der Machtausübung und der Demütigung des Opfers gesehen.

Befinden sich der Täter und das Opfer hingegen auf einer gleichen Hierarchiestufe, so soll die Belästigung zum Aufbau eines Dominanzverhältnisses dienen und/oder die vermeidlichen Konkurrentinnen beirren und verunsichern. Männer üben diesen Machtmissbrauch aus, damit Frauen, die einen beruflichen Aufschwung anstreben, auf ihren „Platz“ verwiesen werden, um somit ihre berufliche und/oder soziale Stellung und folglich auch ihre „männliche Ehre“ zu wahren. Durch sexuelle Angriffe wird versucht, Frauen den beruflichen Aufstieg und Erfolg zu erschweren oder ihn gänzlich zu verhindern.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Begriffserklärung / Allgemeiner Überblick über das Themengebiet: Dieses Kapitel definiert Belästigung allgemein sowie sexuelle Belästigung im Speziellen und beleuchtet die Rollenverteilung zwischen Tätern und Opfern.

2. Prävalenz: Hier werden statistische Daten und Studien zur Verbreitung sexueller Belästigung dargestellt sowie deren Ursachen und Folgen analysiert.

3. Rechtslage zum Thema „Sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz“ – Bezug auf das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG): Das Kapitel erläutert die rechtlichen Rahmenbedingungen und Schutzmöglichkeiten, die Beschäftigten bei sexueller Belästigung zur Verfügung stehen.

4. Fallbeispiel: Anhand konkreter Szenarien wird veranschaulicht, ab wann eine Handlung als sexuelle Belästigung einzustufen ist und welche Dynamiken dabei eine Rolle spielen.

5. Fazit: Die Arbeit schließt mit einer zusammenfassenden Reflexion über die Dringlichkeit von Aufklärung und die Notwendigkeit, gesellschaftliche Einstellungen zum Schutz Betroffener zu ändern.

Schlüsselwörter

Sexuelle Belästigung, Arbeitsplatz, Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz, AGG, Machtmissbrauch, Prävention, Fallmanagement, Diskriminierung, Persönlichkeitsrecht, Opfer-Schutz, Täterprofil, berufliche Gleichstellung, Schikane, Rechtslage.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt das Phänomen der sexuellen Belästigung am Arbeitsplatz, von der begrifflichen Definition bis hin zu den rechtlichen und präventiven Handlungsmöglichkeiten.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Im Fokus stehen die Erscheinungsformen, Ursachen, Folgen für Betroffene sowie die rechtliche Absicherung durch das AGG und die Rolle des innerbetrieblichen Fallmanagements.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, ein besseres Verständnis für das Phänomen zu schaffen und aufzuzeigen, wie Arbeitgeber und Betroffene effektiv gegen sexuelle Belästigung vorgehen können.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet die Arbeit?

Die Autorin nutzt eine Literaturanalyse sowie die Auswertung von Studien und Rechtsnormen, ergänzt durch Fallbeispiele zur Verdeutlichung der Theorie.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Begriffsbestimmung, eine Untersuchung der Prävalenz und Ursachen, eine Darstellung der Folgen für das Opfer sowie eine detaillierte Auseinandersetzung mit der Rechtslage und dem AGG.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz, Machtmissbrauch, AGG, Prävention, Persönlichkeitsrecht und Opfer-Schutz.

Warum fällt es Opfern oft schwer, sich gegen Belästigung zu wehren?

Betroffene stehen häufig unter dem Druck von Scham, Angst vor Arbeitsplatzverlust oder Racheakten des Täters, was oft zu einer Verdrängung der Erlebnisse führt.

Welche Rolle spielt die Unternehmenskultur bei der Bekämpfung sexueller Belästigung?

Die Unternehmenskultur ist entscheidend, da sie bestimmt, wie offen über das Thema gesprochen wird und ob Präventionsmaßnahmen wie Schulungen für Führungskräfte implementiert werden.

Ende der Leseprobe aus 25 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz
Hochschule
Hochschule für Öffentliche Verwaltung Bremen
Note
11
Autor
Ludmilla Heinrich (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2010
Seiten
25
Katalognummer
V162097
ISBN (Buch)
9783640779741
ISBN (eBook)
9783640779833
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Sexuelle Belästigung Arbeitsplatz
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Ludmilla Heinrich (Autor:in), 2010, Sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/162097
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  25  Seiten
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