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Emotivismus in Alasdair MacIntyres "Der Verlust der Tugend"

Titel: Emotivismus in Alasdair MacIntyres "Der Verlust der Tugend"

Hausarbeit , 2010 , 14 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Anna-Katharina Dhungel (Autor:in)

Politik - Politische Theorie und Ideengeschichte

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Alasdair MacIntyre stellt in seinem umstrittenen Buch „Der Verlust der Tugend“(1981) die These auf, dass die Zeit der Aufklärung zur Zersplitterung und Demontage der Moral geführt hat. Die großen Denker der Aufklärung, beispielsweise Kant, Kierkegaard, Hume etc., werden von ihm kritisiert für den Versuch, Moral rational zu rechtfertigen. Dieser gescheiterte Versuch hätte zur Entstehung des emotivistischen Denkens anfangs des 20. Jahrhunderts geführt, den MacIntyre ebenfalls eindringlich kritisiert. Der Emotivismus sei dafür verantwortlich, dass heutzutage auf moralische Fragen keine konsensfähigen Antworten mehr gefunden werden. MacIntyre selbst bekennt sich deutlich zur aristotelischen und thomistischen Ethik. Diese Hausarbeit beschreibt zunächst MacIntyre’s Beurteilung der gegenwärtigen moralischen Situation und konzentriert sich dann auf seine Kritik an den Denkern der Aufklärung und den Anhängern des Emotivismus.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Biographie und Hintergrundwissen zu MacIntyre

3. Kritik der gegenwärtigen Situation der Moral

3.1 Ein Gedankenexperiment

3.2 Beispiele aktueller Diskussionen zu moralischen Fragen

3.3 Die Beschaffenheit von Voraussagen in den Sozialwissenschaften

4. Bedeutungsverlust der Moral als Folge der Aufklärung

4.1 Gründe für das Scheitern einer rationalen Rechtfertigung der Moral

4.2 Kritik am Emotivismus

5. Kritik

6. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit setzt sich kritisch mit Alasdair MacIntyres Werk "Der Verlust der Tugend" auseinander, um die zentrale These zu untersuchen, dass das Projekt der Aufklärung zur Zersplitterung und Demontage moralischer Standards geführt hat. Ziel ist es, MacIntyres Kritik an der rationalen Begründung von Moral sowie seine Analyse des Emotivismus als Ursache für die heutige Unfähigkeit, moralische Konsense zu erzielen, systematisch darzulegen und einzuordnen.

  • Die moralische Krise der Gegenwart und die Unfähigkeit zum Konsens.
  • MacIntyres Gedankenexperiment zur Dekonstruktion der Moral.
  • Die Unmöglichkeit gesetzesartiger Voraussagen in den Sozialwissenschaften.
  • Das Scheitern der Aufklärungsdenker bei der rationalen Rechtfertigung von Moral.
  • Der Emotivismus als Erklärungsmodell für den Verlust traditioneller Tugenden.

Auszug aus dem Buch

3.1 Ein Gedankenexperiment

Man stelle sich folgende Entwicklung vor: die Öffentlichkeit wirft den Naturwissenschaftlern vor, dass ihre Forschungen zu massiven Umweltkatastrophen geführt hätten. In der Gesellschaft entstehen Unruhen, es kommt zu gewalttätigen Vorkommnissen, Labors, Bücher und Geräte werden zerstört, alle Naturwissenschaftler werden verfolgt und gelyncht. Eine Politik des „Nicht-Wissens“ wird übermächtig und schafft überall den Unterricht von Naturwissenschaften ab. Nach einiger Zeit entsteht eine Gegenbewegung, sie versuchen, die Naturwissenschaften wieder zu beleben. Allerdings sind nur noch Bruchstücke von Dokumenten, wenige Geräte aus Labors und einzelne Seiten aus Büchern vorhanden. Man fängt an sich über die Bedeutung von Theorien zu streiten, obwohl man ohnehin nur noch einen Teil der Theorien rekonstruieren kann. Begriffe wie z.B. „Neutron“ oder „Atomgewicht“ würden beliebig und willkürlich benutzt werden. Niemand bemerkt, dass dieses Zusammenpressen unterschiedlicher Puzzle-Teile nichts mehr mit den Naturwissenschaften zu tun hat und somit keinen Sinn ergibt. Es wäre also eine Welt, in der die Sprache der Naturwissenschaften wieder existiert, aber ihr Zustand absolut entgleist ist.12

MacIntyre möchte mit dieser Metapher seine These verbildlichen, dass sich die heutige Moral in einem ebenso verwahrlosten Zustand befindet wie die Naturwissenschaften in dem Gedankenexperiment.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Kernthese MacIntyres ein, dass die Aufklärung die Moral demontiert hat und führt in die Absicht der Hausarbeit ein, diese Kritik zu beleuchten.

2. Biographie und Hintergrundwissen zu MacIntyre: Dieses Kapitel skizziert den Lebensweg MacIntyres, seine akademischen Phasen und seine Entwicklung innerhalb verschiedener philosophischer Denkschulen.

3. Kritik der gegenwärtigen Situation der Moral: Das Kapitel analysiert die moralische Krise anhand eines Gedankenexperiments, aktueller gesellschaftlicher Debatten und der Grenzen sozialwissenschaftlicher Vorhersagen.

4. Bedeutungsverlust der Moral als Folge der Aufklärung: Hier werden das Scheitern rationaler Moralbegründungen durch Denker wie Kant und Kierkegaard sowie die Kritik am Emotivismus als Ersatz moralischer Werte behandelt.

5. Kritik: Der Autor hinterfragt die Bezeichnung "Projekt der Aufklärung" und diskutiert die eurozentrische Perspektive MacIntyres im Vergleich mit Aristoteles.

6. Fazit: Das Fazit fasst den bleibenden Einfluss von MacIntyres Thesen zusammen und reflektiert die Relevanz der Tugendethik im Kontext aktueller gesellschaftlicher Dissense.

Schlüsselwörter

Alasdair MacIntyre, Der Verlust der Tugend, Aufklärung, Moral, Emotivismus, Tugendethik, Aristoteles, Sozialwissenschaften, Rationalität, Kommunitarismus, Gedankenexperiment, Normen, Werturteile, Philosophie, Krise der Moderne.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die philosophische Kritik von Alasdair MacIntyre an der modernen Moral und dem Aufklärungsprojekt.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Zu den Schwerpunkten gehören der Zerfall moralischer Konsensfähigkeit, das Scheitern rationaler Ethikbegründungen und die Analyse des Emotivismus.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist die strukturierte Zusammenfassung und kritische Einordnung von MacIntyres Argumenten in "Der Verlust der Tugend".

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt die deskriptive Literaturanalyse und systematische Zusammenfassung philosophischer Theorien.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil widmet sich dem Gedankenexperiment zur moralischen Verwahrlosung, der Kritik an den Aufklärern und der Rolle des Emotivismus.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Kernbegriffe sind insbesondere Tugendethik, Moral, Aufklärung, Emotivismus und der Kommunitarismus als MacIntyres theoretischer Hintergrund.

Was bedeutet der "Verlust der Moral" laut dem Gedankenexperiment?

Es beschreibt einen Zustand, in dem wir zwar noch moralische Begriffe verwenden, diese jedoch ihrer ursprünglichen Bedeutung und ihres Kontexts beraubt sind.

Warum sind laut MacIntyre sozialwissenschaftliche Vorhersagen problematisch?

Er argumentiert, dass menschliches Verhalten zu unvorhersehbar ist, da Faktoren wie freier Wille und die Veränderung von Begriffen keine gesetzesartigen Prognosen erlauben.

Welchen Bezug sieht der Autor zu den Denkern der Aufklärung?

MacIntyre sieht in Philosophen wie Kant und Kierkegaard die Hauptverantwortlichen für das Scheitern, Moral rational zu rechtfertigen.

Warum kritisiert der Autor MacIntyres Begriff "Projekt der Aufklärung"?

Die Kritik besagt, dass es nie ein bewusstes, gemeinsames "Projekt" dieser Denker gab, weshalb die Bezeichnung eine willkürliche Konstruktion MacIntyres darstelle.

Ende der Leseprobe aus 14 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Emotivismus in Alasdair MacIntyres "Der Verlust der Tugend"
Hochschule
Christian-Albrechts-Universität Kiel  (Institut für Sozialwissenschaften)
Note
1,3
Autor
Anna-Katharina Dhungel (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2010
Seiten
14
Katalognummer
V161429
ISBN (eBook)
9783640746118
ISBN (Buch)
9783640861774
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Alasdair MacIntyres Verlust Tugend
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anna-Katharina Dhungel (Autor:in), 2010, Emotivismus in Alasdair MacIntyres "Der Verlust der Tugend", München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/161429
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Leseprobe aus  14  Seiten
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