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Die ganz (un)romantische Hausarbeit

Erklärt Liebe die geschlechtsspezifische Arbeitsteilung in Beziehungen?

Title: Die ganz (un)romantische Hausarbeit

Term Paper (Advanced seminar) , 2010 , 25 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Bernd Kramer (Author)

Sociology - Relationships and Family

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Empirische Studien zeigen: Allen Bemühungen um Emanzipation zum Trotz erledigen immer noch Frauen den Großteil der Hausarbeit - selbst bei Paaren, die sich für fortschrittlich halten. Gut belegt ist zudem, dass die Arbeitsteilung im Beziehungsverlauf weiter zulasten der Frauen kippt. Wie kommt es zu dieser beständigen Ungleichheit, da doch Frauen in den vergangenen Jahrzehnten in Sachen Bildung und Berufstätigkeit deutlich zu Männern aufschließen konnten? Vor diesem Hintergrund werden die Standarderklärungen wie familienökonomische Ansätze oder ressourcentheoretische Erklärungen brüchig. Warum also nicht den Blick auf einen Aspekt lenken, der bislang in der Forschung eher vernachlässigt wurde, der aber zentral für Paarbeziehungen ist: Liebe. Kann sie eine Ursache für geschlechtsspezifisch ungleiche Arbeitsteilung in Beziehungen sein? Hat ein romantisches Gefühl ganz unromantische Folgen?

Das Ziel dieser Arbeit ist es, verschiedene theoretische Ansätze auszumachen, die erklären, wie Liebe zu geschlechtsspezifischer Ungleichheit in Beziehungen beitragen kann. Im ersten Teil werden zunächst kurz einige empirische Befunde und die gängigen
theoretischen Erklärungen zur Arbeitsteilung in Paarbeziehungen dargestellt. Der zweite Teil rückt Liebe als alternative Erklärung in den Mittelpunkt. Ein Problem ist dabei sicherlich, dass die Soziologie keine abgeschlossene Definition von Liebe „herausgebracht“
hat. Liebe kann ein kulturelles Leitbild sein oder eine soziale Beziehungsnorm. Sie kann aber auch als Interaktion aufgefasst werden, als eine spezielle Form des Umgangs miteinander. Eine andere Perspektive betrachtet Liebe als Ressource, von der die Partner in einer Beziehung Gebrauch machen können.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Beständige Ungleichheiten: Die Aufteilung der Hausarbeit in Paarbeziehungen

2. Romantische Liebe

2.1 Ein kultureller Code, der Gleichheit verspricht und Ungleichheit hervorbringt?

2.2 Liebe als Gabentausch und der lange Schatten sozialer Geschlechtsnormen

2.3 Liebe als Machtressource

2.4 Liebe als emotionale Festlegung

3. Partnerschaft: Beziehung als Verhandlungssache?

3.1 Von der romantischen Liebe zur Partnerschaft

3.2 Partnerschaft als Äquivalenztausch

3.3 Grenzen des Partnerschaftskonzepts

3.4 Partnerschaft und Liebe im Beziehungsverlauf

Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht, inwiefern Liebe als theoretische Erklärung für die anhaltende geschlechtsspezifische Ungleichheit bei der häuslichen Arbeitsteilung in Paarbeziehungen dienen kann, wobei sie das Spannungsfeld zwischen romantischen Idealen und rationalen Partnerschaftskonzepten analysiert.

  • Empirische Befunde zur häuslichen Arbeitsteilung
  • Die romantische Liebe als kultureller Code und Ressource
  • Das Konzept der Partnerschaft als Äquivalenztausch
  • Die Rolle von Emotionen als strukturbildende Rahmen
  • Interaktion von Dankbarkeitsökonomie und Geschlechtsnormen

Auszug aus dem Buch

2.2 Liebe als Gabentausch und der lange Schatten sozialer Geschlechtsnormen

Liebe kann nicht nur als kulturelles Programm oder als daraus abgeleitetes Normengefüge aufgefasst werden, das entgegen seinem Anspruch extrem geschlechtsspezifisch zurechtgeschnitten wurde. Liebe äußert sich auch in den Interaktionen der Partner. Einen Ansatz in diese Richtung bietet Hochschild (1989), die Liebe als eine spezielle Form des sozialen Tausches betrachtet: Die Liebenden bereiten einander Geschenke und bekunden und festigen damit auf eine symbolische Art ihre Gefühle. Ein solcher Gabentausch ist eine äußerst voraussetzungsvolle Interaktion. Damit ein Geschenk tatsächlich als ein solches empfunden wird, muss der Beschenkte das Gefühl haben, etwas zu bekommen, was über das Normale hinausgeht, das er legitimerweise erwarten kann (Hochschild 1989: 95). Die Gabe ist etwas Zusätzliches, sie wird unverlangt und ungezwungen gegeben und verlangt eine ebensolche Erwiderung. Darin liegt das Paradoxe des Gabentausches: Der Gabentausch funktioniert nur, solange eine Gabe mit einer Gegengabe beantwortet wird; diese Gegengabe darf allerdings nicht offen eingefordert oder erwartet werden, sondern muss unter der Fiktion der Freiwilligkeit erfolgen (Koppetsch 2001: 224).

Damit dieses komplizierte Geben und Nehmen funktioniert, damit sich, wie Hochschild es nennt, eine reiche Ökonomie der Dankbarkeit zwischen den Liebenden einstellt, müssen beide Seiten nicht nur von sich aus geben, sondern vor allem ein gemeinsames Verständnis davon haben, welche ihrer Leistungen überhaupt als Gaben anzusehen sind. Besonders problemlos sind in der Hinsicht Paare, in denen beide Partner nach stark traditionellen Vorstellungen leben. Männer und Frauen sind nach beiderseitigem Verständnis für unterschiedliche Lebensbereiche zuständig. Die Hausarbeit der Frau findet ihre Gegenleistung im Erwerbseinkommen, das der Mann beisteuert. Weder Einkommen und Versorgung noch Hausarbeit sind aus Sicht der Partner Gaben. Erst darüber hinaus beginnt das Schenken.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Die Einleitung thematisiert das soziologische Defizit bei der Erklärung ungleicher häuslicher Arbeitsteilung und führt die Forschungsfrage ein, ob Liebe hierbei eine ursächliche Rolle spielt.

1. Beständige Ungleichheiten: Die Aufteilung der Hausarbeit in Paarbeziehungen: Dieses Kapitel stellt empirische Daten vor, die belegen, dass die Hausarbeit auch heute noch überwiegend von Frauen verrichtet wird und sich im Beziehungsverlauf oft weiter traditionell verfestigt.

2. Romantische Liebe: Das Kapitel untersucht die romantische Liebe als soziologisches Konstrukt, das als kultureller Code, Ressource oder Interaktionsform die Dynamik in Beziehungen und die Arbeitsteilung beeinflusst.

3. Partnerschaft: Beziehung als Verhandlungssache?: Hier wird der theoretische Übergang von der romantischen Liebe zum nüchterneren Modell der Partnerschaft als Äquivalenztausch diskutiert und kritisch hinterfragt.

Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass Liebe und Partnerschaft eng mit der Geschlechterungleichheit verwoben sind und fordert eine intensivere soziologische Forschung, die die subjektive Wahrnehmung von Leistungen als Gaben einbezieht.

Schlüsselwörter

Hausarbeit, Paarbeziehungen, Geschlechterungleichheit, Romantische Liebe, Partnerschaft, Äquivalenztausch, Gabentausch, Ressourcentheorie, Handlungsstrategien, Geschlechtsnormen, Arbeitsteilung, Traditionalisierung, Familiensoziologie, Dankbarkeitsökonomie, Emotionen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die soziologischen Hintergründe der geschlechtsspezifischen Arbeitsteilung im Haushalt und fragt, warum diese trotz des gesellschaftlichen Wandels hin zur Gleichberechtigung so stabil bleibt.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zentrale Themen sind die theoretischen Erklärungen der häuslichen Arbeitsteilung, der Wandel von der romantischen Liebe zur rationalen Partnerschaft sowie die Konzepte von Tauschbeziehungen in Paaren.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, theoretische Ansätze zu identifizieren, die erklären, wie Liebe – oft als unromantische Ursache – zur geschlechtsspezifischen Ungleichheit in Paarbeziehungen beitragen kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Hausarbeit, die den aktuellen Forschungsstand der Familiensoziologie analysiert, diverse theoretische Modelle (Ressourcentheorie, Festlegungsmodell) diskutiert und empirische Studien integriert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert Liebe als kulturellen Code, als Gabentausch (nach Hochschild) und als Machtressource sowie das Konzept der Partnerschaft als Äquivalenztausch und deren Auswirkungen auf die häusliche Arbeitsteilung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich primär über Begriffe wie häusliche Arbeitsteilung, Paarbeziehungen, Geschlechterungleichheit, Gabentausch und Äquivalenztausch definieren.

Warum neigen Frauen laut dem Text eher zu sekundären Kontrollstrategien?

Laut dem Text neigen Frauen eher dazu, die ungleiche Arbeitsteilung durch eine Umdeutung (z.B. Rechtfertigung über eigene Sauberkeitsansprüche) zu bewältigen, um sich mit der bestehenden Situation zu arrangieren.

Wie beeinflusst der "Gabentausch" die Verhandlungsmacht im Haushalt?

Der Gabentausch erzeugt eine Dankbarkeitsökonomie, in der die Gleichberechtigung als freiwilliges Geschenk des Mannes empfunden wird, was es der Frau erschwert, eine gleiche Aufteilung der Hausarbeit einzufordern, ohne das Geschenk zu gefährden.

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Details

Title
Die ganz (un)romantische Hausarbeit
Subtitle
Erklärt Liebe die geschlechtsspezifische Arbeitsteilung in Beziehungen?
College
University of Cologne
Grade
1,0
Author
Bernd Kramer (Author)
Publication Year
2010
Pages
25
Catalog Number
V160692
ISBN (eBook)
9783640742455
ISBN (Book)
9783640742776
Language
German
Tags
Liebe; Emotionssoziologie; Ungleichheit; Geschlecht; Hausarbeit; Feminismus; Arbeitsteilung; Paarsoziologie; Beziehungssoziologie; geschlechtsspezifische Ungleichheit; Familiensoziologie; romantische Liebe;
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Bernd Kramer (Author), 2010, Die ganz (un)romantische Hausarbeit, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/160692
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