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Zur Shop-Startseite › Politik - Politische Theorie und Ideengeschichte

Ist der Krieg in Afghanistan, der von den Vereinigten Staaten und ihren Verbündeten seit dem Herbst 2001 geführt wird, gerecht?

Im Sinne der Theorie des gerechten Krieges

Titel: Ist der Krieg in Afghanistan, der von den Vereinigten Staaten und ihren Verbündeten seit dem Herbst 2001 geführt wird, gerecht?

Examensarbeit , 2010 , 105 Seiten , Note: 2

Autor:in: Sebastian Prignitz (Autor:in)

Politik - Politische Theorie und Ideengeschichte

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Seit dem Jahr 2001 führen die Vereinigten Staaten und ihre Verbündeten einen Krieg in Afghanistan. Nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 war das Ziel der ersten Militärschläge, das Regime der religiös motivierten Taliban zu stürzen und die Ausbildungscamps der Al-Kaida-Terroristen zu vernichten. Trotz eindeutiger militärischer Überlegenheit der Allianz ist der Krieg bis heute nicht gewonnen und sind die Ziele nicht verwirklicht. Im Gegenteil: Die Taliban gewinnen in einigen Gebieten wieder an Stärke, und die afghanische Regierung muss sich den Vorwurf der Wahlfälschung und der Korruption gefallen lassen. In Anlehnung an das Manifest „What we’re Fighting For – A Letter from America“ stelle ich im Kapitel 3 folgende Fragen: War der Kriegseintritt in den Afghanistankrieg gerecht (Ius ad bellum), war und ist die Kriegführung gerecht (Ius in bello) und wie ist die Situation nach dem Krieg (Ius post bellum) zu bewerten? 5 Um die einzelnen Fragen zu beantworten, habe ich einige der Kriterien für einen gerechten Krieg herausgegriffen. Im Bereich des Ius ad bellum stelle ich die Frage nach einem gerechten Grund, einer legitimen Autorität, einer rechten Gesinnung und nach Krieg als ultima ratio. Die Frage nach einem gerechten Grund hat die längste Tradition und bietet die beste Erklärung für die Motivation bestimmter Handlungen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1 Zum Begriff des Krieges

1.1 Der alte Krieg

1.2 Der neue Krieg

1.3 Der Krieg der Begriffe

2 Die Tradition des gerechten Krieges

2.1 Frühgeschichte – Krieg als Spiel der Götter

2.1.1 Altes Ägypten und Indien

2.2 Antike - Krieg zwischen den Stadtstaaten

2.2.1 Aristoteles und Platon

2.2.2 Cicero und der Anfang einer Lehre vom gerechten Krieg

2.3 Mittelalter – Krieg im Sinne der Nächstenliebe

2.3.1 Augustinus und die rechte Gesinnung

2.3.2 Gregor der Große und Gratian der Mönch – von Augustinus beeinflusst

2.3.3 Thomas von Aquin – Krieg ist Sache des höchsten Fürsten

2.4 Neuzeit – Zerfall der Einheit von rechtlicher und sittlicher Beurteilung des Krieges

2.4.1 Francisco de Vitoria definiert das bellum iustum ex utraque parte

2.4.2 Erasmus von Rotterdam und Krieg als Bestandteil des Naturrechts

2.4.3 Martin Luther – Ob Kriegsleute im seligen Stande sein können?

2.4.4 Hugo Grotius legt den Grundstein für das moderne Völkerrecht

2.4.5 Eine Fußnote zu Immanuel Kant

2.5 Neueste Geschichte – Krieg als Werkzeug der Realpolitik

2.5.1 Carl von Clausewitz – Krieg als Fortsetzung der Politik mit anderen Mitteln

2.5.2 Bluntschli und das Primat des Völkerrechts

2.5.3 Der Völkerbund und weitere Versuche, den Krieg zu verdammen

2.6 Die Gegenwart und der geplatzte Traum vom Weltfrieden

2.6.1 Die Vereinten Nationen als Autorität über Krieg und Frieden

2.6.2 Der gerechte Krieg in der modernen Kirche

2.6.2.1 Katholizismus

2.6.2.2 Protestantismus

2.6.3 Der „Just War“ des Michael Walzer

2.6.4 Der Kriterienkatalog der ICISS

3 Ist der Krieg in Afghanistan, der von den Vereinigten Staaten und ihren Verbündeten seit dem Herbst 2001 geführt wird, gerecht (im Sinne der Theorie des gerechten Krieges)?

Zeitachse Afghanistan

3.1 War der Kriegseintritt in den Afghanistankrieg, ius ad bellum, gerecht?

3.1.1 Ein gerechter Grund?

3.1.2 Eine gerechte Autorität?

3.1.2.1 Der Krieg gegen den Terrorismus

3.1.2.1 Der NATO-Einsatz in Afghanistan

3.1.3 Krieg als ultima ratio?

3.1.4 Eine rechte Gesinnung?

3.2 Ius in bello, ist die Kriegführung gerecht?

3.2.1 Gerechte Behandlung von Kriegsgefangenen?

3.2.2 Kollateralschaden

3.3 Ius post bellum, ist die Nachkriegssituation gerecht?

3.3.1 Wiederaufbau

3.3.2 Sicherheit

3.3.3 Entwicklungsperspektiven

3.4 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht, ob der seit 2001 von den USA und ihren Verbündeten in Afghanistan geführte Krieg den normativen Kriterien der "Theorie des gerechten Krieges" entspricht. Dabei wird die historische Entwicklung der Theorie von der Antike bis zur Gegenwart analysiert, um einen Maßstab für die Bewertung der drei Dimensionen ius ad bellum, ius in bello und ius post bellum im Kontext des Afghanistankrieges zu gewinnen.

  • Historische Traditionslinie der Gerechter-Krieg-Theorie
  • Abgrenzung zwischen alten und neuen Kriegen
  • Analyse des Kriegseintritts (ius ad bellum) in Afghanistan
  • Untersuchung der Kriegführung (ius in bello) und der Behandlung von Gefangenen
  • Bewertung der Nachkriegssituation (ius post bellum) und des Wiederaufbaus

Auszug aus dem Buch

1.1 Der alte Krieg

Nach dem Ende des Dreißigjährigen Krieges (1616-1648), besiegelt durch den Westfälischen Frieden, war das Ende der großen Reiche endgültig gekommen und der Aufstieg der souveränen Nationalstaaten begann. Die gewaltsame Auseinandersetzung zwischen diesen Staaten ist gemeinhin das, was heutzutage im Volksmund unter Krieg verstanden wird. Besonders charakteristisch war dieses Phänomen für das historische Europa zwischen dem 17. und dem 20. Jahrhundert.8 Als sinnvolle Darstellung erweist sich hierbei die Einteilung der Kriege nach dem Muster Georg Ortenburgs in seiner Reihe: „Heerwesen der Neuzeit“:9 - Zeitalter der Kabinettskriege (1650-1792), - Revolutionskriege (1792-1848), - Einigungskriege (1848-1871), - Krieg der Millionenheere (1871-1914).

Die Professorin Mary Kaldor zählt zu den alten Kriegen noch den: - ideologischen Krieg der Blöcke (spätes 20. Jahrhundert).10

Gemein ist diesen Kriegen, dass es zwei oder mehrere genau abgrenzbare Parteien gab, die im Widerstreit zueinander standen. Dies konnten absolutistische Staaten, Nationalstaaten, Vielvölkerstaaten, Allianzen, Reiche oder die Blöcke Ost und West gewesen sein. Entscheidend ist, dass in diesen drei Jahrhunderten der Krieg durch zeitliche, örtliche und materielle Begrenzung formell eingehegt wurde und damit die Vorstellungen vieler Menschen bis heute bestimmt hat. Diese Vorstellungen sind vor allem durch folgende Punkte charakterisiert: 1.) die Festlegung anerkannter Grenzen, 2.) die Unterscheidbarkeit von Krieg und Frieden, 3.) eine klare Bestimmung von Freund und Feind, 4.) Unterscheidung zwischen Kombattanten und Nichtkombattanten, 5.) Unterscheidung zwischen zulässiger Gewalt und Gewaltkriminalität und 6.) die zeitliche Begrenzung des Krieges.11

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Der Autor führt in die Thematik ein, indem er die Terroranschläge vom 11. September 2001 als Zäsur und Anlass für den "Krieg gegen den Terror" beschreibt.

1 Zum Begriff des Krieges: Dieses Kapitel definiert den Kriegsbegriff und unterscheidet zwischen klassischen (alten) und modernen (neuen) Kriegen.

2 Die Tradition des gerechten Krieges: Hier wird die historische Entwicklung der Theorie von der Antike bis in die Gegenwart detailliert nachgezeichnet.

3 Ist der Krieg in Afghanistan, der von den Vereinigten Staaten und ihren Verbündeten seit dem Herbst 2001 geführt wird, gerecht (im Sinne der Theorie des gerechten Krieges)?: Das Hauptkapitel wendet die zuvor erarbeiteten Kriterien auf den aktuellen Einsatz in Afghanistan an.

Schlüsselwörter

Gerechter Krieg, Afghanistan, Ius ad bellum, Ius in bello, Ius post bellum, Terrorismus, NATO, USA, Taliban, Kriegführung, Völkerrecht, Humanitäre Intervention, Realpolitik, Wiederaufbau, Souveränität

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Hausarbeit?

Die Arbeit analysiert kritisch, ob der Krieg in Afghanistan nach den ethischen Maßstäben der Theorie des gerechten Krieges legitimiert werden kann.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die Arbeit beleuchtet die historische Entwicklung des Konzepts "gerechter Krieg", die Definition von Kriegen in der Neuzeit sowie die ethischen und rechtlichen Bedingungen von Militäreinsätzen.

Was ist die zentrale Forschungsfrage?

Die Forschungsfrage lautet, ob der seit Herbst 2001 geführte Krieg in Afghanistan im Sinne der Theorie des gerechten Krieges als gerecht eingestuft werden kann.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es wird eine theoretisch-analytische Methode verwendet, die historische Lehren mit aktuellen Kriterien der Kriegsführung und der internationalen Politik verknüpft.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden die Kategorien ius ad bellum, ius in bello und ius post bellum detailliert auf den Afghanistan-Einsatz angewendet.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Untersuchung?

Die wichtigsten Schlüsselbegriffe sind Gerechter Krieg, Ius ad bellum/in bello/post bellum, Souveränität, Legitimität und Kollateralschaden.

Wie bewertet der Autor die Rolle des Völkerrechts im Afghanistankrieg?

Der Autor hinterfragt kritisch, ob die USA das Recht zur Selbstverteidigung gemäß UN-Charta korrekt angewendet haben, und weist auf die Willkür bei der Einstufung als "ungesetzliche Kombattanten" hin.

Was ist das Ergebnis der Untersuchung zum "ius post bellum"?

Der Autor kommt zu dem Schluss, dass trotz einiger Fortschritte beim Wiederaufbau die Kriterien für eine gerechte Nachkriegssituation derzeit nicht erfüllt sind.

Ende der Leseprobe aus 105 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Ist der Krieg in Afghanistan, der von den Vereinigten Staaten und ihren Verbündeten seit dem Herbst 2001 geführt wird, gerecht?
Untertitel
Im Sinne der Theorie des gerechten Krieges
Hochschule
Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg  (Politikwissenschaft)
Note
2
Autor
Sebastian Prignitz (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2010
Seiten
105
Katalognummer
V159344
ISBN (eBook)
9783640725410
ISBN (Buch)
9783640725717
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Gerechter Krieg Afghanistan NATO 11. September
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Sebastian Prignitz (Autor:in), 2010, Ist der Krieg in Afghanistan, der von den Vereinigten Staaten und ihren Verbündeten seit dem Herbst 2001 geführt wird, gerecht?, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/159344
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Leseprobe aus  105  Seiten
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