Die folgende Hausarbeit befasst sich mit der Erstellung eines Lesebuchkapitels für die Sekundarstufe I, genau genommen für die Jahrgangsstufe 7. Das Lesebuchkapitel betrachtet den Gesichtspunkt der Veränderlichkeit der Fabel, weshalb es die Überschrift „Nichts muss so bleiben, wie es war“ trägt. Um die Veränderlichkeit zu zeigen, werden jeweils zwei verschiedene Versionen einer Fabel ausgewählt, die miteinander verglichen werden.
Im ersten Teil der Hausarbeit soll ein kurzer geschichtlicher Überblick über die Entwicklung des Lesebuchs nach 1945 gegeben werden. Danach befasst sich die Ausarbeitung mit der Lesebuchkonzeption und den verschiedenen Aufgabenstellungen, die ein Lesebuch beinhalten kann. Daraufhin folgt eine Begriffserklärung des Wortes „Fabel“ und eine Erläuterung der Bedeutung dieser Textsorte, woraufhin nun die Textauswahl für das Lesebuch und die dazugehörige Aufgabenstellung vorgestellt werden. Im Folgenden wird ein erwarteter Lösungshorizont aufgezeigt und die Auswahl der Texte und Aufgaben für das Lesebuch begründet. Die Arbeit schließt mit der kritischen Reflexion und einer allgemeinen Zusammenfassung.
Inhaltsverzeichnis
1 EINLEITUNG INS THEMA
2 GESCHICHTLICHER ÜBERBLICK ÜBER DIE ENTWICKLUNG DES LESEBUCHS NACH 1945
3 LESEBUCHKONZEPTION UND AUFGABENSTELLUNG
4 DAS LESEBUCHKAPITEL
4.1 DIE FABEL
4.2 TEXTE DES LESEBUCHKAPITELS UND ARBEITSAUFTRÄGE
4.3 ERWARTETER LÖSUNGSHORIZONT
4.4 BEGRÜNDUNG FÜR DIE AUSWAHL DER TEXTE UND AUFGABEN DES LESEBUCHKAPITELS
5 SCHLUSS
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit widmet sich der didaktischen Konzeption eines Lesebuchkapitels für die 7. Jahrgangsstufe der Sekundarstufe I, wobei das Leitthema der "Veränderlichkeit der Fabel" unter dem Titel „Nichts muss so bleiben, wie es war“ im Zentrum steht. Ziel ist es, durch den Vergleich verschiedener Fabelversionen und die Entwicklung passender Arbeitsaufträge das kritische Textverständnis, die Kreativität sowie das Bewusstsein für ethische und gesellschaftliche Fragestellungen bei den Schülern zu fördern.
- Historische Entwicklung des Lesebuchs nach 1945
- Strukturelle Analyse und Gattungsmerkmale der Fabel
- Methodik der Aufgabenstellung im Lesebuch (Handlungsaufforderungen vs. Fragen)
- Didaktische Begründung der Textauswahl und Aktualitätsbezug
- Förderung der Urteilskompetenz durch ethische Reflexion
Auszug aus dem Buch
4.1 Die Fabel
Das Wort „Fabel“ entstammt dem lateinischen Wort „fabula“ und bedeutet Rede bzw. Erzählung. Im 13. Jahrhundert galt die Fabel als „lügenhafte Geschichte“ und erlangte ihre heutige Bedeutung erst in der Zeit des Humanismus. Ursprünglich war die Fabel eine Art Lebenshilfe bei alltäglichen Entscheidungen und enthielt einen Handlungsvorschlag. Die Fabel offenbart immer einen Aktualitätsbezug zu ihrer Entstehungszeit.
Heinrich Steinhöwel (1412 - 1478) hat sich seiner Zeit zur Fabel geäußert und einige Merkmale festgelegt, die diese seiner Ansicht nach beinhalten muss. Die Fabel hat sowohl die Aufgabe zu unterhalten, als auch zu belehren. Des Weiteren ist sie frei erfunden und die Handlungsträger sind nicht-menschliche Figuren, wobei die Handlung jedoch direkt auf das menschliche Leben übertragen werden kann, was man Anthropomorphisierung nennt.
Die Fabel bezeichnet eine kurze Erzählung, die in Vers- oder Prosaform verfasst ist. Sie hegt eine belehrende und unterhaltende Absicht (fabula docet et delectat). Tiere besitzen menschliche Eigenschaften und können sprechen. Die Fabelhandlung zielt immer auf eine Schlusspointe hin, an die sich die Moral anschließt. Die Fabel ist seit dem 18. Jahrhundert besonders beliebt durch ihre erzieherische Grundhaltung, da sie nicht dogmatisch ist, jedoch trotzdem wichtige Denkanstöße gibt. Laut Lessing bewegt sich die Fabel auf der Grenze zwischen Poesie und Philosophie und ihre Leistung lautet „anschauende Erkenntnis“. In Addition meint Lessing, dass die Tiere gegenüber dem Leser als Verständnishilfe fungieren.
Zusammenfassung der Kapitel
1 EINLEITUNG INS THEMA: Die Einleitung umreißt die Zielsetzung der Hausarbeit, ein Lesebuchkapitel für die 7. Klasse zum Thema Fabel zu konzipieren.
2 GESCHICHTLICHER ÜBERBLICK ÜBER DIE ENTWICKLUNG DES LESEBUCHS NACH 1945: Dieses Kapitel skizziert den Wandel vom belehrenden Gesinnungslesebuch hin zu literarästhetischen und fachdidaktischen Konzepten.
3 LESEBUCHKONZEPTION UND AUFGABENSTELLUNG: Hier werden didaktische Strategien zur Gestaltung von Arbeitsaufträgen und Fragen in Lesebüchern analysiert.
4 DAS LESEBUCHKAPITEL: Dieser Hauptteil widmet sich der inhaltlichen Ausarbeitung des Kapitels zur Fabel, inklusive Textbeispielen, Analysen und Begründungen.
4.1 DIE FABEL: Definition und Erläuterung der charakteristischen Merkmale sowie der historischen Entwicklung der Gattung Fabel.
4.2 TEXTE DES LESEBUCHKAPITELS UND ARBEITSAUFTRÄGE: Präsentation der ausgewählten Fabeltexte und der zugehörigen Aufgaben für die Schüler.
4.3 ERWARTETER LÖSUNGSHORIZONT: Darstellung der angestrebten Lernergebnisse und Interpretationsansätze für die Fabelbeispiele.
4.4 BEGRÜNDUNG FÜR DIE AUSWAHL DER TEXTE UND AUFGABEN DES LESEBUCHKAPITELS: Reflexion über die didaktische Eignung der Texte und ihren Beitrag zur ethischen Erziehung.
5 SCHLUSS: Zusammenfassende Betrachtung der Ergebnisse und persönliche Einschätzung zur Arbeit mit Fabeln im Unterricht.
Schlüsselwörter
Fabel, Lesebuchkonzeption, Sekundarstufe I, Didaktik, Moral, Textauswahl, Literaturdidaktik, Interpretation, Aufgabenstellung, Identitätsfindung, Anthropomorphisierung, Aktualitätsbezug, ethische Erziehung, literarisches Lernen, Lesebuchanalyse.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit der didaktischen Konzeption eines Kapitels für ein Deutsch-Lesebuch für die 7. Jahrgangsstufe zum Thema "Fabel".
Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?
Zentrale Themen sind die historische Entwicklung von Lesebuchkonzepten nach 1945, die Gattungsmerkmale der Fabel sowie die methodische Gestaltung von Arbeitsaufträgen im Literaturunterricht.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Arbeit?
Das primäre Ziel ist die Erstellung eines schülergerechten Lesebuchkapitels, das die Veränderlichkeit der Fabel aufzeigt und durch den Vergleich unterschiedlicher Textversionen die Urteilskompetenz der Lernenden stärkt.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit stützt sich auf eine fachdidaktische Analyse sowie eine strukturierte Ausarbeitung von Unterrichtsmaterialien auf Basis literaturwissenschaftlicher und pädagogischer Grundlagen.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine Gattungsdefinition der Fabel, die Vorstellung konkreter Fabeltexte (z.B. von La Fontaine und Lessing), Lösungshorizonte für die Schüler und eine didaktische Begründung der Materialauswahl.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Zu den wichtigsten Begriffen gehören Fabel, Didaktik, Lesebuchkonzeption, moralische Erziehung und Textanalyse.
Warum wurde speziell das Thema "Fabel" für das Lesebuchkapitel gewählt?
Fabeln eignen sich besonders gut, da sie durch ihre Struktur sowohl unterhalten als auch belehren und durch ihre zeitlose Moral stets einen Aktualitätsbezug zur heutigen gesellschaftlichen Situation ermöglichen.
Welchen Stellenwert nimmt die "Veränderlichkeit" im Konzept ein?
Die "Veränderlichkeit" dient als Leitthema, das durch den Vergleich verschiedener Bearbeitungen derselben Geschichte (z.B. der Ameise und der Grille) verdeutlicht, dass literarische Stoffe je nach Entstehungszeit neu interpretiert werden können.
Wie unterscheidet sich die Konzeption von Aufgaben in der Arbeit von traditionellen Ansätzen?
Die Arbeit integriert sowohl textfokussierte als auch leserfokussierte Aufgaben, die neben dem reinen Verständnis vor allem die Kreativität und die Eigeninitiative der Schüler anregen sollen.
- Arbeit zitieren
- Susanne Flohr (Autor:in), 2007, Entwurf eines Lesebuchkapitels, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/158238