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Die Bedeutung von Social Media für das Personalrecruiting

Eine empirische Analyse anhand von Facebook

Title: Die Bedeutung von Social Media für das Personalrecruiting

Bachelor Thesis , 2010 , 48 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Jil Kristin Kupka (Author)

Leadership and Human Resources - Miscellaneous

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Summary Excerpt Details

Viele Unternehmen haben das Potential von Social Media bzw. Sozialen Netzwerken für die Personalarbeit bereits erkannt und stellen ihr Unternehmen außerhalb der eigenen Website auf Unternehmens-Karriereseiten in Sozialen Netzwerken als attraktiven Arbeitgeber dar.
Social Media kann im Rekrutierungsprozess als Informationsquelle für potentielle Bewerber eingesetzt werden, um Informationsasymmetrien zwischen den Bewerbern und den Unternehmen abzubauen.

Allerdings ist bislang unbekannt, welche Stellhebel Unternehmen wirkungsvoll einsetzen können, um Social Media möglichst erfolgreich zu nutzen. In dieser Studie soll die Wirkung einzelner Unternehmensfaktoren auf den Erfolg einer Unternehmens-Karriereseite innerhalb des Sozialen Netzwerks „Facebook“ untersucht werden.

Das zentrale Ziel der vorliegenden Arbeit ist es, zu bestimmen, inwiefern sich bestimmte unternehmensspezifische Faktoren auf die Anzahl der Karriereseitenfans auswirken und inwiefern die Anzahl der Gruppen sowie die Anzahl aller Gruppenmitglieder in Facebook die unternehmensspezifischen Faktoren mediieren. Des Weiteren wird analysiert, ob die Einflussstärke des Faktors "Informationsmenge auf der Karriereseite" auf die Anzahl der Karriereseitenfans von der Höhe der Reputation eines Unternehmens beeinflusst wird.

Die vorliegende Arbeit trägt zur theoretischen Diskussion bei, indem die Signaling-Theorie verwendet wird, um den Erfolg von Unternehmens-Karriereseiten auf Facebook zu erklären.
Der empirische Beitrag ergibt sich durch die erstmalige Untersuchung von Haupttreibern der Unternehmens-Karriereseiten innerhalb des Sozialen Netzwerks „Facebook".
Weiterhin hat diese Arbeit einen praktischen Beitrag, indem gezeigt wird, dass insbesondere große Unternehmen sowie Unternehmen mit einer hohen Reputation, von Karriereseiten in Facebook profitieren.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Bedeutung von Social Media für das Personalrekruting

2.1 Charakterisierung des Begriffs „Social Media“

2.2 Soziale Netzwerke

2.3 Bedeutung der Sozialen Netzwerke für die Personalarbeit

2.4 Facebook als Rekruting-Plattform

2.5 Empfehlungsmarketing

3. Signaling-Theorie und Hypothesen

4. Methodologie

4.1 Stichprobe

4.2 Operationalisierung

4.3 Statistische Methode

5. Ergebnisse der Studie

6. Schlussfolgerung

6.1 Diskussion der Ergebnisse

6.2 Implikationen

6.3 Limitation

6.4 Ausblick für zukünftige Forschungen

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Signalwirkung verschiedener Unternehmensfaktoren wie Größe, Reputation und Informationsmenge auf den Erfolg von Unternehmens-Karriereseiten auf Facebook, wobei die Anzahl der Fans als zentrale Erfolgsgröße dient. Zudem wird analysiert, inwieweit die Anzahl von Gruppen und deren Mitgliedern als Mediatoren fungieren und ob die Unternehmensreputation den Einfluss der Informationsmenge moderiert.

  • Analyse der Signalwirkung von Unternehmenscharakteristika auf Facebook-Nutzer.
  • Untersuchung des Erfolgs von Karriereseiten anhand der Anzahl der Fans.
  • Evaluierung der Rolle von Facebook-Gruppen als Mediatoren im Rekrutierungsprozess.
  • Analyse des Moderatoreffekts der Unternehmensreputation auf die Informationsmenge.
  • Ableitung von Empfehlungen für eine effektive Social-Media-Personalmarketingstrategie.

Auszug aus dem Buch

3. Signaling-Theorie und Hypothesen

Die Signaling-Theorie ist eine vielfach verwendete theoretische Strömung, um Wirkungszusammenhänge im Bereich Rekrutierung und Personalmarketing zu erklären (vgl. bspw. Rynes, Bretz & Gerhart, 1991; Rynes & Miller, 1983; Spence, 1973; Turban & Greening; 1997). Besonderes Augenmerk wird dabei auf das Überwinden von Informationsasymmetrien und die dazu verwendeten Signale gelegt. Spence (1973) unterstellt Informationsasymmetrien zwischen dem Arbeitgeber und den potentiellen Bewerbern. Das Ungleichgewicht des Informationsvolumens zwischen beiden Parteien entsteht dadurch, dass eine Partei mehr Informationen besitzt als die andere (vgl. Spence, 1973: 356).

Allen, Matho und Otondo (2007) beschreiben Informationen als die erste Stufe im Rekrutierungsprozess. Unternehmen sollten daher Informationen für potentielle Bewerber bereitstellen, welche von ihnen als Signale wahrgenommen werden. Signale können aus job oder unternehmensspezifischen Informationen bestehen. Durch das Senden eines Signals wird die Unsicherheit der potentiellen Bewerber reduziert und beeinflusst positiv das Interesse am Unternehmen (vgl. Allen et al., 2007: 1696 ff.). Ist beispielsweise eine Unternehmens Website gut strukturiert, organisiert und freundlich aufgebaut, so schließen Besucher dieser Website daraus, dass das Unternehmen gut organisiert ist und ein überwiegend freundliches Arbeitsklima im Unternehmen existiert (vgl. Braddy et al., 2006: 528). Somit werden Rückschlüsse von äußeren beobachtbaren Faktoren auf das Unternehmen gezogen und wirken positiv auf das Interesse der potentiellen Bewerber. Das Unternehmen bekommt eine höhere Gewichtung vom potentiellen Bewerber zugeteilt als Unternehmen, deren Website weniger gut strukturiert ist. Dieser Effekt resultiert daraus, dass die Website von potentiellen Bewerbern als Vertreter der Organisation nach außen angesehen wird (vgl. Rynes & Miller; 1983: 148).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Relevanz von Social Media für das Personalrecruiting ein und definiert das Ziel der Studie, Unternehmensfaktoren auf den Erfolg von Facebook-Karriereseiten zu untersuchen.

2. Bedeutung von Social Media für das Personalrekruting: In diesem Kapitel werden Grundlagen von Social Media erläutert und die spezifische Eignung von Facebook als Plattform für das Personalmarketing und Rekrutierung aufgezeigt.

3. Signaling-Theorie und Hypothesen: Es wird die Signaling-Theorie als theoretisches Fundament herangezogen, um Hypothesen über den Einfluss von Unternehmensmerkmalen auf die Attraktivität als Arbeitgeber auf Facebook aufzustellen.

4. Methodologie: Dieser Teil beschreibt das Forschungsdesign, inklusive der Datenerhebung von 500 internationalen Unternehmen sowie der statistischen Methoden (Pfadanalyse und moderierte lineare Regression).

5. Ergebnisse der Studie: Hier werden die empirischen Befunde der Pfadanalyse und Regressionsrechnung dargestellt, welche die aufgestellten Hypothesen zu den Erfolgsfaktoren von Karriereseiten weitgehend bestätigen.

6. Schlussfolgerung: Das Abschlusskapitel diskutiert die Ergebnisse im theoretischen Kontext, zieht praktische Implikationen für Unternehmen und beleuchtet Limitationen sowie zukünftige Forschungsansätze.

Schlüsselwörter

Social Media, Personalrecruiting, Facebook, Signaling-Theorie, Arbeitgeberattraktivität, Unternehmensreputation, Empfehlungsmarketing, Karriereseite, Unternehmensgröße, B2C, B2B, Pfadanalyse, moderierte lineare Regression, Informationsmenge, Rekrutierungsprozess.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Bachelor-Thesis grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Faktoren, die den Erfolg einer Unternehmens-Karriereseite auf der Plattform Facebook beeinflussen, wobei der Fokus auf der Signalwirkung dieser Faktoren auf potenzielle Bewerber liegt.

Welche zentralen Themenfelder behandelt die Arbeit?

Die zentralen Themen sind Personalmarketing und Personalrecruiting in Sozialen Netzwerken, angewandt auf die Signaling-Theorie und empirisch untersucht anhand von Daten der "Fortune Global 500"-Unternehmen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es zu bestimmen, wie verschiedene Unternehmensmerkmale die Fananzahl auf Facebook-Karriereseiten beeinflussen und ob Mediatoren oder Moderatoren diese Beziehung verändern.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Autorin verwendet eine Pfadanalyse zur Untersuchung der Wirkungszusammenhänge sowie eine moderierte lineare Regressionsanalyse (MRL) zur Überprüfung des Moderatoreffekts der Reputation.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil umfasst die theoretische Herleitung der Hypothesen auf Basis der Signaling-Theorie, die Beschreibung des methodischen Vorgehens und die detaillierte Präsentation sowie Interpretation der empirischen Ergebnisse.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Die wichtigsten Schlagworte sind Social Media Recruiting, Signaling-Theorie, Facebook-Karriereseite, Unternehmensreputation und Empfehlungsmarketing.

Warum spielt die Signaling-Theorie für diese Untersuchung eine so große Rolle?

Sie dient dazu, das Verhalten von potenziellen Bewerbern zu erklären, die auf Basis beobachtbarer Signale (z.B. Unternehmensgröße, Informationsmenge) auf Facebook Rückschlüsse auf die Qualität eines Arbeitgebers ziehen.

Welche Erkenntnis zur Informationsmenge auf der Karriereseite ist besonders hervorzuheben?

Die Studie zeigt, dass eine hohe Informationsmenge besonders bei Unternehmen mit geringer Reputation essenziell ist, um als attraktiver Arbeitgeber wahrgenommen zu werden, während sie bei Unternehmen mit bereits hoher Reputation kaum einen zusätzlichen Effekt erzielt.

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Details

Title
Die Bedeutung von Social Media für das Personalrecruiting
Subtitle
Eine empirische Analyse anhand von Facebook
College
Justus-Liebig-University Giessen
Grade
1,0
Author
Jil Kristin Kupka (Author)
Publication Year
2010
Pages
48
Catalog Number
V157999
ISBN (eBook)
9783640709564
ISBN (Book)
9783640709571
Language
German
Tags
E-Recruiting Social Media Personalrecruiting Personalrekruting Personalrekrutierung Web 2.0 Facebook Jobbörse elektronische Personalrekrutierung Personalmarketing Personalmanagement Strategien Soziale Medien Empfehlungsmarketing Virales Marketing Social Networking soziale Netzwerke social media Personalbeschaffung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Jil Kristin Kupka (Author), 2010, Die Bedeutung von Social Media für das Personalrecruiting, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/157999
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