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Mentales Training - Psychologische und neurophysiologische Grundlagen

Title: Mentales Training - Psychologische und neurophysiologische Grundlagen

Term Paper , 2010 , 12 Pages , Grade: 1,5

Autor:in: Isabelle Glauner (Author)

Sport - Sport Psychology

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Summary Excerpt Details

Im Folgenden sollen die psychologischen wie auch die neurophysiologischen Grundlagen des Mentalen Trainings näher beleuchtet werden. Es werden dabei im ersten Teil die Erzeugung und Entwicklung von Vorstellungen und Bewegungsvorstellungen im Fokus stehen. Zusammenhänge von Bewegungswahrnehmungen und Bewegungsrepräsentationen wie auch das Konzept des Bewegungs- Wahrnehmungssystems sind hierbei die zentralen Themen.
Auf die neurophysiologischen Grundlagen, insbesondere auf die Theorie der neuronalen Plastizität und deren Zusammenhang mit dem motorischen Lernen wird im zweiten Teil das Augenmerk liegen. Weiterhin werden Erkenntnisse neurowissenschaftlicher Studien zum Mentalen Training zusammengefasst und die Funktion und Wirkungsweise des sensomotorischen Systems erläutert.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Psychologische Grundlagen

2.1 Wahrnehmung und Repräsentation von Bewegung

2.2 Bewegung und Wahrnehmung als System

3. Neurophysiologische Grundlagen

3.1 Neuronale Plastizität

3.2 Motorisches Lernen und neuronale Plastizität

3.3 Erkenntnisse neurowissenschaftlicher Studien zum Mentalen Training

3.4 Das sensomotorische System

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit beleuchtet die psychologischen und neurophysiologischen Grundlagen des Mentalen Trainings. Sie zielt darauf ab, die Wirkungsweise sowie die leistungssteigernden Effekte dieser Methode wissenschaftlich zu erklären und zu verifizieren, wobei insbesondere die funktionale Äquivalenz von Vorstellung und praktischer Handlung im Vordergrund steht.

  • Psychologische Konzepte der Bewegungsvorstellung und Repräsentation
  • Systemtheoretische Betrachtung von Wahrnehmung und Bewegung
  • Neurophysiologische Mechanismen, insbesondere neuronale Plastizität
  • Zusammenhang zwischen motorischem Lernen und kortikaler Reorganisation
  • Funktionsweise des sensomotorischen Systems bei der Handlungssteuerung

Auszug aus dem Buch

Neuronale Plastizität

Das menschliche Gehirn ist extrem flexibel und anpassungsfähig. Die Fähigkeit zur kontinuierlichen Veränderung und Anpassung bei verschiedenen Anforderungssituationen ist Grundlage für das motorische Lernen und wird als neuronale Plastizität bezeichnet. An folgendem Fallbeispiel wird dies besonders deutlich: Einige Jahre nach der Entfernung einer Gehirnhälfte konnte ein Mädchen wieder ein Leben ohne nahezu jegliche Beeinträchtigungen führen. Dies zeigt weiterhin, dass das Gehirn vor allem in jungen Jahren stark verformbar und dynamisch ist und Neuronennetzwerke ständig verändert und neu verschalten werden. Diese Fähigkeit bleibt auch mit zunehmendem Alter, jedoch in etwas abgeschwächter Form, erhalten.

Die Architektur von Neuronennetzwerken wird dabei von mehreren, sich verändernden Umweltbedingungen beeinflusst. Vorgänge auf zellulärer Ebene betreffen jeweils auch immer die gesamte Hirnstruktur. Daraus resulierten deutliche intra- und interindividuelle Unterschiede in Bezug auf die kortikalen Karten eines Menschen, es erfolgen also ständige kortikale Reorganisationen.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Es werden die zentralen psychologischen und neurophysiologischen Themen sowie die Struktur der Arbeit zur Untersuchung des Mentalen Trainings vorgestellt.

Psychologische Grundlagen: Dieses Kapitel erläutert die Bedeutung der Bewegungsvorstellung als zentrale Methode und betrachtet das Zusammenspiel von Wahrnehmung, Repräsentation und Systemtheorie.

Neurophysiologische Grundlagen: Hier werden die biologischen Mechanismen des motorischen Lernens, wie neuronale Plastizität und sensomotorische Prozesse, im Kontext der Wirksamkeit mentaler Trainingsmethoden analysiert.

Schlüsselwörter

Mentales Training, Sportpsychologie, Bewegungsvorstellung, Neuronale Plastizität, Motorisches Lernen, Wahrnehmung, Repräsentation, Sensomotorisches System, Kortikale Reorganisation, Handlungssteuerung, Sport, Leistungssteigerung, Informationsverarbeitung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die theoretischen Grundlagen des Mentalen Trainings, um dessen Wirksamkeit durch psychologische und neurophysiologische Erkenntnisse zu begründen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die Schwerpunkte liegen auf der Bildung von Bewegungsvorstellungen, dem Informationsverarbeitungsmodell des Menschen, neuronaler Plastizität und der funktionalen Kopplung von Bewegung und Wahrnehmung.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist die wissenschaftliche Erklärung und Verifizierung der leistungssteigernden Effekte von Mentalem Training im sportlichen Kontext.

Welche wissenschaftlichen Perspektiven werden genutzt?

Es werden psychologische Modelle der Repräsentation sowie neurophysiologische Ansätze, insbesondere zur kortikalen Umstrukturierung bei Lernprozessen, herangezogen.

Welche Aspekte werden im Hauptteil vertieft behandelt?

Im Hauptteil werden zunächst die psychologischen Voraussetzungen für Bewegungsvorstellungen definiert und anschließend deren neurophysiologische Basis, speziell die neuronale Plastizität beim motorischen Lernen, detailliert ausgeführt.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich der Inhalt am besten beschreiben?

Wichtige Begriffe sind Mentales Training, Neuronale Plastizität, Bewegungsvorstellung und Motorisches Lernen.

Warum wird der Vergleich zwischen Gehirn und Computer im Text kritisch gesehen?

Der Vergleich wird abgelehnt, da das Nervensystem kein rein passives Informationsverarbeitungssystem ist, sondern in ständiger dynamischer Interaktion mit der Umwelt eine Welt hervorbringt.

Was bedeutet die "funktionale Äquivalenz" im Zusammenhang mit Mentalem Training?

Dieser Begriff beschreibt die wissenschaftliche Erkenntnis, dass mentale Bewegungsvorstellungen ähnliche neuronale Netzwerke aktivieren wie die praktisch durchgeführte Bewegung.

Wie trägt neuronale Plastizität zum motorischen Lernen bei?

Durch regelmäßiges Wiederholen werden neuronale Verbindungen stabilisiert und kortikale Areale effizienter genutzt, was den Übergang von der Lern- in die Könnensphase ermöglicht.

Excerpt out of 12 pages  - scroll top

Details

Title
Mentales Training - Psychologische und neurophysiologische Grundlagen
College
University of Heidelberg
Grade
1,5
Author
Isabelle Glauner (Author)
Publication Year
2010
Pages
12
Catalog Number
V157553
ISBN (eBook)
9783640750511
ISBN (Book)
9783640751273
Language
German
Tags
Mentales Training Psychologische Grundlagen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Isabelle Glauner (Author), 2010, Mentales Training - Psychologische und neurophysiologische Grundlagen, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/157553
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