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Faktoren des Transitionsverlaufs in Togo und Mali

Ein Vergleich

Title: Faktoren des Transitionsverlaufs in Togo und Mali

Term Paper , 2008 , 19 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Isabel Meyer (Author)

Politics - Region: Africa

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Summary Excerpt Details

Anfang der 90er Jahre kam es zu einer Welle von Demokratisierungsbemühungen in fast allen Ländern Subsahara-Afrikas, die sich scheinbar nahtlos in die Dritte Welle der Demokratisierung einfügte. Auch heute noch stehen die Erfolge und Rückschläge afrikanischer Länder auf dem Weg zu einem demokratischen System im Blickpunkt internationaler Aufmerk-samkeit.
Die Arbeit konzentriert sich auf den unterschiedlichen Transitionsverlauf zweier afrikanischer Länder und die unterschiedlichen Faktoren, die dabei wirkten.
Mit Mali wird in dieser Arbeit zum einen eines der wenigen Länder Afrikas herangezogen, das für einen erfolgreichen Transformationsprozess steht. Zum Vergleich wird mit Togo ein ebenfalls frankophones afrikanisches Land gewählt, dessen Demokratisierungsbemühungen schon früh durch den autoritären Herrscher zunichte gemacht wurden. Der ähnliche Kolonialisierungshintergrund der beiden Länder soll die Kolonialisierung als Ursache für unterschiedliche Transitionsverläufe weitestgehend ausschließen.
Die Transitionsverläufe der beiden Länder sollen daraufhin untersucht werden, welche internen Faktoren und Akteure für den unterschiedlichen Verlauf und das Scheitern im Falle Togos verantwortlich waren. In Mali als auch in Togo formierte sich Widerstand gegen das autoritäre Regime aufgrund wirtschaftlicher Engpässe und Krisen. Dieser Widerstand organisierte sich zuerst überwiegend in Beamten- und Studentenkreisen, die von dem Verlust staatlicher Arbeitsstellen und damit dem Rückgang klientelistischer Versorgung in diesen Staaten am meisten Betroffen waren. Aufgrund mangelnder Reformmaßnahmen schlug dies dann rasch in Protest gegen den Herrschenden und das bestehende politische System um. Diesen Protest exkludierter Gruppen, die ihren Zugang zum klientelistischen System fordern, beschreibt z. B. Hanke für den Ausbruch der Transitionsbemühungen in Mali.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Einleitung und Fragestellung

Die Bedeutung des Neopatrimonialismus in Afrika

Mali

Politische Ereignisse in Mali bis zum Systemwechsel 1992

Die Rolle Moussa Traorés

Die Rolle des Militärs

Die Rolle der Nationalkonferenz

Weitere Faktoren

Togo

Politische Ereignisse in Togo bis 1991

Die Rolle Eyadémas

Die Rolle der Nationalkonferenz

Die Rolle des Militärs

Zusammenfassung der Ergebnisse

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht die unterschiedlichen Transitionsverläufe in Mali und Togo, um die entscheidenden Variablen und internen Akteure zu identifizieren, die im Kontext neopatrimonialer Herrschaft entweder zu einem erfolgreichen Systemwechsel oder zu dessen Scheitern führten.

  • Analyse der Bedeutung neopatrimonialer Herrschaftssysteme für Demokratisierungsprozesse in Afrika.
  • Untersuchung des Einflusses von Präsidentenentscheidungen und deren Auswirkungen auf die Transition.
  • Vergleichende Bewertung der Rolle des Militärs als Unterstützer oder Hemmschuh der Demokratisierung.
  • Betrachtung der Funktion und Arbeitsweise von Nationalkonferenzen in beiden Staaten.
  • Identifikation der Faktoren für den Erfolg in Mali versus das Scheitern in Togo.

Auszug aus dem Buch

Die Rolle des Militärs

Die bedeutendste Rolle im Verlauf der Ereignisse in Togo spielte jedoch das Militär, das von Eyadéma selbst befehligt wurde. Eyadéma baute sich aus einer zu Anfangs nur 120 Mann starken Truppe eine „Hausmacht“ von 12000 Mann auf, die zu 70% aus Angehörigen seiner eigenen Ethnie, der Ewe, bestand (Helm 2004: 151f). Er konnte sich damit der fast bedingungslosen Gefolgschaft seiner Armee gewiss sein (Kohnert 2005: 4). Auch Hanke bezeichnet diese Struktur der ethnischen Verbundenheit des Militärs in Togo als Extremfall in Afrika (Hanke 2001: 60).

Im Gegensatz zu Mali stellte sich das Militär daher nicht auf die Seite der protestierenden Bevölkerung und weigerte sich, die Anweisungen ihres Oberbefehlshabers auszuführen, sondern schlug die Demonstrationen noch gewaltsam nieder. Neben der ethnischen Zugehörigkeit des Militärs ist dabei auch von Bedeutung in welchem Umfang das Militär durch eine Demokratisierung den Verlust von Privilegien zu befürchten hatte (Hanke 2001: 60). So ist es wahrscheinlich, dass die Angehörigen der togoischen Armee stärker für die Bewahrung des Status Quo kämpften als die Angehörigen der malischen Armee: In Togo hatten mehr Armeeangehörige den Verlust ihrer Privilegien zu fürchten.

So unterstützte das Militär Eyadéma auch, als er durch die Nationalkonferenz weitgehend entmachtet schien: „Für die Armee ging es dabei auch um die Wahrung ihrer eigenen Interessen und die Verteidigung ihrer Stellung im Machtapparat, in dem sie seit den 60er Jahren als Ordnungs- und Unterdrückungsapparat fungierte.“ (Helm 2004: 160) Welche Bedeutung das Militär in Togo besaß und immer noch besitzt, zeigte sich auch im Jahre 2005 bei der illegitimen Inthronisation von Faure Gnassingbé, des Sohnes von Gnassingbé Eyadéma nach dessen Tod (Kohnert 2005: 3).

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung und Fragestellung: Diese Einführung erläutert die Forschungsfrage nach den Variablen für einen erfolgreichen Systemwechsel in Afrika und grenzt das Vorhaben durch den Vergleich von Mali und Togo ein.

Die Bedeutung des Neopatrimonialismus in Afrika: Es wird das theoretische Konzept der neopatrimonialen Herrschaft eingeführt und dessen Einfluss auf afrikanische Transformationsprozesse anhand von Charakteristika wie Klientelismus und Machtzentrierung dargestellt.

Mali: Dieses Kapitel zeichnet den Weg Malis von der Militärherrschaft Traorés über den öffentlichen Protest und die Rolle der Nationalkonferenz hin zum demokratischen Wandel unter Alpha Oumar Konaré nach.

Togo: Hier wird der demokratisierungsfeindliche Verlauf in Togo beschrieben, wobei besonders die Rolle Eyadémas und die durch das Militär verhinderte Transition beleuchtet werden.

Zusammenfassung der Ergebnisse: Die Ergebnisse fassen die unterschiedlichen Transitionsverläufe zusammen und identifizieren insbesondere das Verhalten des Militärs als den entscheidenden Faktor für das Gelingen oder Scheitern.

Schlüsselwörter

Mali, Togo, Demokratisierung, Transition, Neopatrimonialismus, Systemwechsel, Militär, Nationalkonferenz, Klientelismus, Herrschaft, Politische Reform, Transformationsforschung, Autoritäres Regime, Demokratische Konsolidierung, Patronagesystem.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die unterschiedlichen Verläufe von Demokratisierungsbemühungen in den afrikanischen Staaten Mali und Togo nach dem Ende des Kalten Krieges.

Was sind die zentralen Themenfelder der Studie?

Die zentralen Themen sind Neopatrimonialismus, die Rolle politischer Akteure wie Präsidenten und das Militär sowie die Wirksamkeit von Nationalkonferenzen bei Systemwechseln.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die entscheidenden internen Faktoren und Variablen zu identifizieren, die den Erfolg der Transition in Mali ermöglichten, während der Prozess in Togo scheiterte.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet die Autorin?

Die Arbeit nutzt eine vergleichende Fallstudienmethodik, um anhand existierender politikwissenschaftlicher Literatur die spezifischen Transitionsverläufe beider Länder gegenüberzustellen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert detailliert die politischen Ereignisse in Mali und Togo, beginnend bei der Unabhängigkeit bis in die frühen 90er Jahre, unter besonderer Berücksichtigung der Rolle des Militärs und der Präsidenten.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind unter anderem Neopatrimonialismus, Transition, Demokratisierung, Klientelismus, Militärintervention und politische Transformation.

Warum war das Militär in Togo ein Hindernis für die Demokratisierung?

Das togoische Militär war ethnisch stark auf den Präsidenten Eyadéma ausgerichtet und hatte durch ein klientelistisches Privilegiensystem ein direktes Interesse am Erhalt des Status Quo, was es zu einem Stützer der Diktatur machte.

Welche Rolle spielte die Nationalkonferenz in Mali im Vergleich zu Togo?

Während die Nationalkonferenz in Mali als inklusives, souveränes Gremium nach dem Sturz des Präsidenten einen erfolgreichen institutionellen Rahmen schuf, wurde sie in Togo durch den Machterhalt des Präsidenten und militärische Eingriffe behindert und entmachtet.

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Details

Title
Faktoren des Transitionsverlaufs in Togo und Mali
Subtitle
Ein Vergleich
College
University of Duisburg-Essen
Course
Demokratisierungs-, Transformations- und Governance-Forschung
Grade
1,7
Author
Isabel Meyer (Author)
Publication Year
2008
Pages
19
Catalog Number
V157546
ISBN (eBook)
9783640704682
ISBN (Book)
9783640704972
Language
German
Tags
Transformation Afrika Mali Togo Neopatrimonialismus Demokratisierung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Isabel Meyer (Author), 2008, Faktoren des Transitionsverlaufs in Togo und Mali, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/157546
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