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„Die DDR – (K)Ein Unrechtsstaat?“

Titel: „Die DDR – (K)Ein Unrechtsstaat?“

Unterrichtsentwurf , 2010 , 35 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Britta Wehen (Autor:in)

Didaktik - Geschichte

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

1. Sachanalyse
„Die DDR wird heute sehr schnell global und undifferenziert als Unrechtsstaat bezeichnet. Doch entspricht dies keineswegs der durchgängigen Erfahrung der ge-lernten DDR-Bürger […] Daß in der DDR Unrecht geschehen ist, wird niemand bezweifeln. Aber das reicht nicht aus, diesen Staat zu charakterisieren. Wer wollte unterstellen, daß es in der ehemaligen Bundesrepublik kein Unrecht gegeben hätte? Ab wieviel Unrecht ist ein Staat ein Unrechtsstaat?“

Mit diesem Zitat ist bereits die Problemstellung verdeutlicht, die in der vorliegenden Unter-richtseinheit behandelt werden soll: Kann die ehemalige DDR als Unrechtsstaat bezeichnet werden?

Im vorangegangenen Jahr keimte eine Debatte auf, die bereits Mitte der 1990er-Jahre geführt wurde: Die Frage nach dem Charakter des DDR-Staates. Anlass war eine Äußerung des Ministerpräsidenten Mecklenburg-Vorpommerns, Erwin Sellering. Der Politiker hatte im März 2009 behauptet, die DDR sei „kein totaler Unrechtsstaat“ gewesen. In den folgenden Wo-chen entwickelte sich eine öffentlich ausgetragene Debatte, in die sich unter anderem Marian-ne Birthler (Bundesbeauftragte für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemali-gen Deutschen Demokratischen Republik), Gesine Schwan (SPD Bundespräsidentschaftskandidatin), Matthias Platzeck (Brandenburgs Ministerpräsident) sowie Christian Wulff, Angela Merkel und Frank-Walter Steinmeier einschalteten.
Die Debatte entzündete sich jedoch hauptsächlich an der Wortwahl, Gesine Schwan drückte es so aus, dass die Bezeichnung „Unrechtsstaat“ unrechtmäßig sei, da diese impliziere, „dass alles unrecht war, was in diesem Staat geschehen ist.“ Bereits 1995 wies Prof. Dr. Horst Sendler, Präsident des Bundesverwaltungsgerichts a.D., darauf hin, dass dies eine unzutreffende Konsequenz sei, die immer wieder aus dieser Kennzeichnung abgeleitet werde. Daher soll die öffentlichkeitswirksame Kontroverse auch lediglich als Ausgangspunkt genommen werden, um sich der bedeutsameren Frage – nämlich der nach dem Charakter des ehemaligen ostdeutschen Staates – zuzuwenden.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Sachanalyse

2. Didaktische Überlegungen

2.1 Didaktische Begründung

2.2 Bezug zum Kerncurriculum

2.3 Einbindung in den Unterricht und Lernvoraussetzungen

2.4 Lernziele

2.5 Schwerpunktsetzungen

3. Überlegungen zur Methodik und zum Medieneinsatz

4. Überblick über die Unterrichtseinheit

5. Überblick über die Einzelstunden

6. Leistungskontrolle

Zielsetzung & Themen der Unterrichtseinheit

Das Hauptziel dieser Unterrichtseinheit ist es, Schülern der 10. Jahrgangsstufe die Merkmale und Praktiken der DDR-Regierung zur Herrschaftssicherung näherzubringen und sie dazu zu befähigen, den Charakter des DDR-Staates auf Basis rechtsstaatlicher Kriterien kritisch zu beurteilen, wobei auch alltagsgeschichtliche Erfahrungen integriert werden.

  • Analyse des "Unrechtsstaat"-Diskurses und dessen Bedeutung in der aktuellen Debatte
  • Untersuchung totalitärer Herrschaftsstrukturen und Machtinstrumente der SED
  • Erörterung der Rolle der Staatssicherheit (MfS) und deren Auswirkungen auf den Einzelnen
  • Vergleich von ideologischem Anspruch und alltäglicher Lebensrealität der DDR-Bürger
  • Förderung der Urteilsbildung durch multiperspektivische Quellenarbeit und Podiumsdiskussionen

Auszug aus dem Buch

1. Sachanalyse

„Die DDR wird heute sehr schnell global und undifferenziert als Unrechtsstaat bezeichnet. Doch entspricht dies keineswegs der durchgängigen Erfahrung der gelernten DDR-Bürger […] Daß in der DDR Unrecht geschehen ist, wird niemand bezweifeln. Aber das reicht nicht aus, diesen Staat zu charakterisieren. Wer wollte unterstellen, daß es in der ehemaligen Bundesrepublik kein Unrecht gegeben hätte? Ab wieviel Unrecht ist ein Staat ein Unrechtsstaat?“

Mit diesem Zitat ist bereits die Problemstellung verdeutlicht, die in der vorliegenden Unterrichtseinheit behandelt werden soll: Kann die ehemalige DDR als Unrechtsstaat bezeichnet werden?

Im vorangegangenen Jahr keimte eine Debatte auf, die bereits Mitte der 1990er-Jahre geführt wurde: Die Frage nach dem Charakter des DDR-Staates. Anlass war eine Äußerung des Ministerpräsidenten Mecklenburg-Vorpommerns, Erwin Sellering. Der Politiker hatte im März 2009 behauptet, die DDR sei „kein totaler Unrechtsstaat“ gewesen. In den folgenden Wochen entwickelte sich eine öffentlich ausgetragene Debatte, in die sich unter anderem Marianne Birthler (Bundesbeauftragte für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik), Gesine Schwan (SPD Bundespräsidentschaftskandidatin), Matthias Platzeck (Brandenburgs Ministerpräsident) sowie Christian Wulff, Angela Merkel und Frank-Walter Steinmeier einschalteten.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Sachanalyse: Dieses Kapitel erläutert die Debatte um den "Unrechtsstaat"-Begriff und stellt die wissenschaftliche sowie politische Einordnung des DDR-Regimes vor.

2. Didaktische Überlegungen: Hier werden die Begründung, Lernziele und curricularen Bezüge sowie die spezifischen methodischen Schwerpunkte der Unterrichtseinheit dargelegt.

3. Überlegungen zur Methodik und zum Medieneinsatz: Dieses Kapitel beschreibt den Einsatz vielfältiger Quellen wie Aktenauszüge, Bild- und Filmquellen sowie kooperative Lernformen wie das Kugellager.

4. Überblick über die Unterrichtseinheit: Eine tabellarische Übersicht, die den thematischen Ablauf der neun Unterrichtsstunden strukturiert darstellt.

5. Überblick über die Einzelstunden: Eine detaillierte Planung der Unterrichtsstunden inklusive Zeitangaben, Phasen, Sozialformen und Lernzielen.

6. Leistungskontrolle: Dieses Kapitel enthält eine beispielhafte Klassenarbeit zum Thema "Deutschland nach 1945" inklusive Lösungsvorschlägen und Bewertungsschlüssel.

Schlüsselwörter

DDR, Unrechtsstaat, SED, Staatssicherheit, MfS, Rechtsstaat, Diktatur, 17. Juni 1953, Mauerbau, Schießbefehl, Herrschaftssicherung, Geschichtsunterricht, Alltagsgeschichte, politische Partizipation, Identitätsbildung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit liefert einen detaillierten Unterrichtsentwurf für das Fach Geschichte in der 10. Klasse zum Thema "Deutschland nach 1945", mit Fokus auf die Kontroverse, ob die DDR als Unrechtsstaat zu bezeichnen ist.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentral sind die Machtstrukturen der SED, das Überwachungssystem des Ministeriums für Staatssicherheit, der Volksaufstand vom 17. Juni 1953, der Mauerbau sowie der Kontrast zwischen staatlicher Diktatur und dem persönlichen Alltagsleben der Bürger.

Was ist das primäre Ziel der Unterrichtseinheit?

Die Schüler sollen die Herrschaftspraktiken der SED kennenlernen und diese kritisch nach rechtsstaatlichen Maßstäben bewerten, um zu einem fundierten, begründeten Urteil über den Charakter der DDR zu gelangen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird ein problemorientierter Ansatz verfolgt, der auf Quellenvielfalt, Multiperspektivität und kooperativen Lernformen wie dem Kugellager und dem Museumsrundgang basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Sachanalyse, didaktische Überlegungen zur Relevanz des Themas, methodische Planungen zur Quellenarbeit und eine detaillierte Verlaufsplanung für neun Unterrichtsstunden.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit zeichnet sich durch Begriffe wie "Unrechtsstaat", "DDR", "Staatssicherheit", "SED", "Geschichtsdeutungen" und "Alltagsgeschichte" aus.

Warum wird im Unterricht mit einem Aktenauszug gearbeitet?

Der Aktenauszug eines jugendlichen inoffiziellen Mitarbeiters dient dazu, Schülern die unmittelbare Betroffenheit von Jugendlichen im Überwachungssystem der Stasi zu verdeutlichen und eine persönliche Annäherung an das Thema zu ermöglichen.

Warum wird ein Vergleich mit dem Nationalsozialismus bewusst vermieden?

Um die Komplexität der DDR-Geschichte eigenständig zu erfassen und eine Verharmlosung oder instrumentelle Relativierung durch einen direkten Systemvergleich zu verhindern, soll die DDR in dieser Einheit unabhängig betrachtet werden.

Ende der Leseprobe aus 35 Seiten  - nach oben

Details

Titel
„Die DDR – (K)Ein Unrechtsstaat?“
Hochschule
Carl von Ossietzky Universität Oldenburg  (Institut für Geschichte)
Veranstaltung
Deutschland nach 1945
Note
1,0
Autor
Britta Wehen (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2010
Seiten
35
Katalognummer
V156475
ISBN (eBook)
9783640779789
ISBN (Buch)
9783640780747
Sprache
Deutsch
Schlagworte
DDR Unrechtsstaat Schwan Birthler Wulff Merkel Sellering Platzeck SED Staatspartei Volksaufstand 17.Juni 1953 Mauerbau 1961 Stasi MfS IM Schießbefehl Mauertote Alltag Ostalgie Thälmann-Pioniere Ferienplätze Gleichstellung Vollbeschäftigung Datsche Kleingärten Rechtsstaat Schröder-Studie Diktatur Nischengesellschaft Demokratie FDGB Wiedervereinigung Zusammenbruch Wende 1989 deutsche Einheit deutsche Teilung Kommunismus
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Britta Wehen (Autor:in), 2010, „Die DDR – (K)Ein Unrechtsstaat?“, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/156475
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  35  Seiten
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