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Kurzarbeit in Österreich

Historische Entwicklung, Ziele und Konsequenzen für die Personalpolitik

Title: Kurzarbeit in Österreich

Master's Thesis , 2010 , 76 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Oliver Peter Schichl (Author)

Leadership and Human Resources - Miscellaneous

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Summary Excerpt Details

Primäres Ziel dieser Masterarbeit ist es, neben der historischen Entwicklung die wesentlichen Ziele und Konsequenzen der Kurzarbeit in Bezug auf die verschiedenen beteiligten Akteure aufzuzeigen. Dabei soll der zentralen Fragestellung, ob Kurzarbeit aus wirtschaftlicher und sozialer Sicht als ein effektives, arbeitsmarktpolitisches Instrument gedeutet werden kann, nachgegangen werden.
In Kapitel 2 wird die historische Entwicklung der Kurzarbeit in Österreich näher erläutert. Da es jedoch nach Angaben der zuständigen Behörden keine brauchbaren Statistiken und Auswertungen gibt, sollen die gesetzlichen Änderungen im Bezug auf die Kurzarbeitsbeihilfe dargestellt werden.
In Kapitel 3 werden die derzeit geltenden gesetzlichen Voraussetzungen für die Gewährung einer Kurzarbeitsbeihilfe beschrieben. Dies scheint meines Erachtens als sehr wichtig zu sein, da eine solche finanzielle, staatliche Unterstützung zum einen die Unternehmen primär zur Einführung von Kurzarbeit motivieren und zum anderen einen Anstieg der Arbeitslosenrate verhindern sollte. Dabei sollen dem Leser die sehr theoretischen Ausführungen anhand einiger praktischer Beispiele näher erklärt werden.
Der Großteil dieser Arbeit, der in Kapitel 4 behandelt wird, beschäftigt sich mit den Zielen und Konsequenzen der Kurzarbeit in Bezug auf den Staat, den Arbeitgeber und den Beschäftigten. Dabei wird ua untersucht, ob und in welchem Ausmaß es tatsächlich während der Kurzarbeit einerseits auf der Arbeitnehmerseite zu Entgeltschmälerungen und andererseits beim Arbeitgeber zu Kostensenkungen kommt. Weiters wird der Frage nach einem möglichen Zusammenhang zwischen Kurzarbeit und Arbeitslosigkeit nachgegangen. Da jedoch Kurzarbeit nicht nur Vor- sondern auch Nachteile in sich birgt, sollen diese schlussendlich identifiziert und beleuchtet werden.
Schlussendlich wird im letzten Kapitel neben einem Fazit ein Ausblick auf die zukünftigen Entwicklungen der wirtschaftlichen Situation und Kurzarbeit in Österreich gewagt.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

1.1 Kurzarbeit in Österreich im Lichte der aktuellen Wirtschaftskrise

1.2 Wesensmerkmale der Kurzarbeit

1.2.1 Einführung von Kurzarbeit

1.2.2 Gewährung der Kurzarbeitsbeihilfe

1.2.3 Begriffsabgrenzungen

1.3 Aufbau der Arbeit

2 Historische Entwicklung der Kurzarbeit

2.1 Kurzarbeit im Arbeitslosenversicherungsgesetz

2.1.1 Entstehung des AlVG

2.1.2 Novellierungen des AlVG

2.2 Kurzarbeit im Arbeitsmarktförderungsgesetz

2.2.1 Entstehung des AMFG

2.2.2 Novellierungen des AMFG

2.3 Kurzarbeit „Neu“ im Arbeitsmarktservicegesetz

2.3.1 Initiativantrag

2.3.2 Beschäftigungsförderungsgesetz - Arbeitsmarktpaket I

2.3.3 Arbeitsmarktpaket II

2.4 Zusammenfassung

3 Aktuelle gesetzliche Regelungen zur Kurzarbeit

3.1 Persönliche Voraussetzungen für die Gewährung der Kurzarbeitsbeihilfe

3.1.1 Bei Arbeitgeber

3.1.2 Bei Beschäftigten

3.2 Sachliche Voraussetzungen für die Gewährung der Kurzarbeitsbeihilfe

3.2.1 Vorübergehende nicht saisonbedingte wirtschaftliche Schwierigkeiten

3.2.2 Rechtzeitige Verständigung des AMS und Beratung

3.2.3 Vereinbarung zwischen kollektivvertragsfähigen Körperschaften

3.2.4 Sonderfall: Naturkatastrophen

3.3 Arbeitszeitausfall

3.4 Aufrechterhaltung des Beschäftigungsstandes

3.5 Behaltedauer nach Kurzarbeit

3.6 Dauer der Kurzarbeitsbeihilfe

3.7 Höhe der Kurzarbeitsbeihilfe

3.7.1 Pauschalsätze

3.7.2 Verrechenbare Ausfallstunden

3.7.3 Berechnung der Höhe

3.7.4 „Ergänzender Teilbetrag“

3.7.5 Gesamtbeihilfe

3.8 Die „Qualifizierungsbeihilfe“ bei Kurzarbeit

3.8.1 Ausbildungskonzept

3.8.2 Qualifizierungsmaßnahmen

3.8.3 Qualifizierungsunterstützung

3.9 Zusammenfassung

4 Ziele und Konsequenzen der Kurzarbeit

4.1 Für den Staat

4.1.1 Betriebe und Beschäftigte in Kurzarbeit

4.1.2 Finanzieller Mehraufwand

4.1.3 Risikoverteilung

4.1.4 Kurzarbeit als Schutz vor Arbeitslosigkeit

4.1.5 Staatliche Maßnahmen gegen die Krise

4.2 Für den Arbeitgeber

4.2.1 Betriebliche Personalpolitik in der Krise

4.2.2 Personalmaßnahmen vor der Einführung von Kurzarbeit

4.2.3 Kostensenkung durch Kurzarbeit

4.2.4 Beibehaltung der Beschäftigungsstruktur

4.3 Für die Beschäftigten

4.3.1 Geringe Entgeltschmälerung

4.3.2 Sozialversicherungsbeiträge und Lohnsteuer

4.3.3 Kurzarbeit statt Arbeitslosigkeit

4.4 Nachteile der Kurzarbeit

4.4.1 Hoher Verwaltungsaufwand und Verfahrensdauer

4.4.2 Befristete Lösung

4.4.3 Auftreten von „Schattenwirtschaft“

4.5 Zusammenfassung

5 Fazit und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die historische Entwicklung, die gesetzlichen Rahmenbedingungen sowie die ökonomischen und sozialen Auswirkungen der Kurzarbeit in Österreich, insbesondere vor dem Hintergrund der Wirtschaftskrise ab 2008, um deren Effektivität als arbeitsmarktpolitisches Instrument zu bewerten.

  • Historische Entwicklung der gesetzlichen Regelungen von 1949 bis 2009.
  • Aktuelle gesetzliche Voraussetzungen und Verfahren zur Gewährung der Kurzarbeitsbeihilfe.
  • Analyse der Vor- und Nachteile der Kurzarbeit für Staat, Arbeitgeber und Beschäftigte.
  • Untersuchung der Wechselwirkungen zwischen Kurzarbeit, Arbeitslosigkeit und Schattenwirtschaft.
  • Praktische Erläuterungen anhand von Fallbeispielen zur Berechnung von Kurzarbeitsunterstützung.

Auszug aus dem Buch

1.1 Kurzarbeit in Österreich im Lichte der aktuellen Wirtschaftskrise

Viele österreichischen Unternehmen mussten ihre geplanten Produkionsleistungen aufgrund der im Jahr 2008 einsetzenden Wirtschaftskrise deutlich nach unten revidieren. Durch eine solche Auftrags- bzw Absatzschwäche wurde der Arbeitskräftebedarf bei vielen Betrieben stark minimiert, wodurch auch für einen weiteren Fortbestand des Unternehmens eine entsprechende Senkung der bestehenden Arbeitskosten vollzogen wurde. Bei personalpolitischen Entscheidungen sollten jedoch Kündigungen oder Massenentlassungen als „ultima ratio“ angesehen werden.

Viele Unternehmen haben daher auf den Rechtsbehelf der Kurzarbeit zurückgegriffen und auf Kündigungen wichtiger Mitarbeiter, welche bei einem Aufschwung wieder benötigt werden, verzichtet. Das primäre Ziel der Kurzarbeit besteht somit einerseits in der „Vermeidung des Abbaues von Arbeitsplätzen“ und andererseits in der Sicherstellung, „dass den Unternehmen nach Überwindung von wirtschaftlichen Krisen ausreichend Arbeitskräfte zur Verfügung stehen, um wieder an die Produktionsleistung vor Einsetzen der Krise anknüpfen zu können“.

Aber nicht nur Auftrags- bzw Absatzmängel, welche neben externen auch interne Ursachen haben können, stellen mögliche Anlässe bzw Gründe für die Einführung von Kurzarbeit dar. Vielmehr können noch folgende genannt werden:

• Rohstoffmangel oder Schwierigkeiten aus dem Zuliefererbereich,

• (Natur-)Katastrophen,

• Ausfall von Produktionsmitteln oder Umbauten im Betrieb sowie

• Störungen im Mitarbeiterbereich, welche eine Produktion undurchführbar machen.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik der Kurzarbeit als Instrument zur Beschäftigungssicherung während der Wirtschaftskrise ein und skizziert den Aufbau der Masterarbeit.

2 Historische Entwicklung der Kurzarbeit: Dieses Kapitel zeichnet die gesetzliche Historie der Kurzarbeit von den Anfängen im AlVG 1949 bis hin zur Überführung in das aktuelle Arbeitsmarktservicegesetz (AMSG) nach.

3 Aktuelle gesetzliche Regelungen zur Kurzarbeit: Hier werden die detaillierten rechtlichen Anforderungen, Voraussetzungen und Berechnungsmethoden für die Gewährung der Kurzarbeitsbeihilfe und der Qualifizierungsbeihilfe erläutert.

4 Ziele und Konsequenzen der Kurzarbeit: Dieser Hauptteil analysiert die Auswirkungen der Kurzarbeit auf die beteiligten Akteure Staat, Arbeitgeber und Beschäftigte und beleuchtet sowohl die Vorteile als auch die Nachteile und die Problematik der Schattenwirtschaft.

5 Fazit und Ausblick: Der abschließende Teil fasst die Ergebnisse zusammen und wagt einen Ausblick auf die künftige Entwicklung der wirtschaftlichen Lage und die Rolle der Kurzarbeit in Österreich.

Schlüsselwörter

Kurzarbeit, Kurzarbeitsbeihilfe, Arbeitsmarktservice, Wirtschaftskrise, Beschäftigungssicherung, Arbeitsrecht, Lohnnebenkosten, Qualifizierungsmaßnahmen, Sozialpartner, Entgeltschmälerung, Personalpolitik, Schattenwirtschaft, Arbeitslosigkeit, Betriebliche Vereinbarung, Arbeitsmarktpaket

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die Kurzarbeit als arbeitsmarktpolitisches Instrument in Österreich, ihre gesetzliche Geschichte und ihre spezifische Anwendung während der Wirtschaftskrise ab 2008.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Im Fokus stehen die rechtlichen Voraussetzungen für die Beihilfengewährung, die Auswirkungen auf die Lohnkosten der Arbeitgeber sowie die Einkommenssituation der Beschäftigten.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Hauptziel ist es, aufzuzeigen, wie effektiv Kurzarbeit zur Vermeidung von Arbeitslosigkeit beiträgt und welche ökonomischen Konsequenzen dies für Staat, Unternehmen und Arbeitnehmer hat.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten rechtlichen und ökonomischen Analyse der Gesetzeslage sowie auf der Auswertung statistischer Daten des Arbeitsmarktservices (AMS).

Was wird im Hauptteil der Arbeit detailliert behandelt?

Der Hauptteil erörtert die Ziele und Konsequenzen der Kurzarbeit, unterteilt in die Perspektiven des Staates, der Arbeitgeber und der Beschäftigten, inklusive praktischer Berechnungsbeispiele.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Kurzarbeitsbeihilfe, Beschäftigungssicherung, Krisenmanagement, Sozialpartnervereinbarung und Lohnnebenkosten beschreiben.

Was ist die „Qualifizierungsbeihilfe“ im Kontext der Kurzarbeit?

Es handelt sich um ein Instrument, das es Unternehmen ermöglicht, Kurzarbeit mit gezielten Qualifizierungsmaßnahmen für die Belegschaft zu verbinden, um deren Vermittelbarkeit zu verbessern.

Warum spielt die „Schattenwirtschaft“ in dieser Arbeit eine Rolle?

Die Arbeit analysiert, dass Beschäftigte in Kurzarbeit versuchen können, ihre Entgeltschmälerung durch Schwarzarbeit zu kompensieren, was die gesamtwirtschaftliche Relevanz der Kurzarbeit erweitert.

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Details

Title
Kurzarbeit in Österreich
Subtitle
Historische Entwicklung, Ziele und Konsequenzen für die Personalpolitik
College
University of Graz  (Institut für Personalpolitik)
Grade
2,0
Author
Oliver Peter Schichl (Author)
Publication Year
2010
Pages
76
Catalog Number
V153621
ISBN (Book)
9783640658916
ISBN (eBook)
9783640659012
Language
German
Tags
Kurzarbeit Österreich historische Entwicklung Konsequenzen Ziele Personalpolitik Masterarbeit Graz Krise Wirtschaftskrise Karl-Franzens-Universität Graz Kurzarbeit in Österreich
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Oliver Peter Schichl (Author), 2010, Kurzarbeit in Österreich, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/153621
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