Der Praktikumsbericht thematisiert das vierwöchige Blockpraktikum B im Fach Geschichte an einer Oberschule und beinhaltet eine in diesem Rahmen geplante und durchgeführte Unterrichtsskizze für den Geschichtsunterricht für die 6. Klasse zum Thema "Karl der Große". Das Ziel der hier konzipierten Stationsarbeit ist es, den Schüler*innen einen facettenreichen Überblick über das Leben und Wirken Karls des Großen zu verschaffen und ihnen anhand dessen die Entwicklung einer differenzierten Meinungsbildung bezüglich seiner historischen Persönlichkeit zu ermöglichen.
Bezogen auf die fachdidaktische Stoffreduktion, die sich unter anderem an den durch den Sächsischen Lehrplan gesetzten Schwerpunkten orientiert, thematisiert die Konzeption einer Unterrichtsstunde, welche als Stationsarbeit fungiert, aufgrund ihrer zeitlichen Begrenzung lediglich elementare historische Ereignisse und Gegebenheiten, die exemplarisch für die Herrschaft Karls des Großen stehen.
Bei näherer Beschäftigung mit der Geschichte des Herrschergeschlechtes der Karolinger, kann man der Begegnung mit einer bestimmten historischen Persönlichkeit wohl kaum entgehen: nämlich Karl dem Großen, der nach wie vor als "Vater des heutigen Europas" gilt und seit 1950 sogar als Namensgeber für den Internationalen Karlspreis zu Aachen fungiert, welcher Persönlichkeiten und Institutionen auszeichnet, die einen relevanten Beitrag zur europäischen Einigung geleistet haben.
Inhaltsverzeichnis des Praktikumsberichts
1. Bedingungsanalyse
1.1. Schulanalyse
1.2. Materielle und räumliche Bedingungen
1.3. Lerngruppenanalyse
2. Hospitationsbericht
2.1. Beobachtungsschwerpunkt: Unterrichtsstörungen
2.2. Beobachtungsschwerpunkt: Sprech-Stimmlage
2.3. Beobachtungsschwerpunkt: Unterrichtseinstieg
3. Konzeption einer Unterrichtsstunde im Umfang von 90 Minuten
3.1. Sachanalyse
3.1.1. Verdichtete Darstellung der geschichtswissenschaftlichen Grundlagen des historischen Gegenstands
3.1.2. Einordnung in den Lernbereich des Fachlehrplans
3.1.3. Fachdidaktische Stoffreduktion
3.1.4. Formulierung der Lehr-/Lernziele
3.2. Didaktisch-methodische Analyse
3.2.1. Darlegung und Begründung der Stundenstruktur(en)
3.3. Tabellarischer Verlaufsplan der Unterrichtsstunde(n)
3.4. Unterrichtsmaterialien
4. Reflexion der Unterrichtsstunde(n) in Umfang von 90 min
5. Reflexion des Blockpraktikums B
5.1. Erwartungshaltung und Ziele zu Beginn des Blockpraktikums
5.2. Kritische Reflexion der Rahmenbedingungen, der Betreuung und des Ablaufs des Blockpraktikums
5.3. Konstruktive Selbstkritik unter besonderer Berücksichtigung des eigenen Unterrichtshandelns
5.4. Bedeutung der Praxiserfahrung für das weitere Studium und für das Rollenverständnis als Lehrer*in
5.5. Formulierung eigener Entwicklungspotentiale und -aufgaben
6. Anhang
6.1. Literaturverzeichnis
Zielsetzung & Themen der Arbeit
Die vorliegende Arbeit dient der Reflexion und methodischen Aufarbeitung eines Blockpraktikums im Fach Geschichte. Ziel ist es, die Planung und Durchführung einer Unterrichtseinheit zum Thema „Karl der Große“ kritisch zu hinterfragen, die eigene Lehrerrolle zu analysieren und Konsequenzen für die zukünftige berufliche Entwicklung als Lehrkraft abzuleiten.
- Analyse der Rahmenbedingungen und der Lerngruppe an einer Oberschule.
- Methodische Hospitation und Evaluation von Unterrichtsstörungen, Stimmlage und Unterrichtseinstiegen.
- Konzeption einer 90-minütigen Unterrichtsstunde mittels Stationsarbeit.
- Selbstreflexion über didaktisches Handeln und den Umgang mit Herausforderungen während des Praktikums.
Auszug aus dem Buch
1.1. Schulanalyse
Das pädagogische Konzept der Schule folgt dem Motto: „Mit Freude lernen, leidenschaftlich unterrichten.“ An erster Stelle steht der Erfolg der Lernenden, der gewährleistet werden soll, indem sie durch leidenschaftliche Lehrpersonen für das Lernen begeistert werden, den Lernprozess als sich lohnende Arbeit begreifen, Vertrauen in ihre individuellen Fähigkeiten gewinnen und ihre Potentiale frei entfalten können. Mit Hinblick auf den Geschichtsunterricht ist zudem hervorzuheben, dass den Schüler*innen die Möglichkeit geboten werden soll, den Schulalltag bzw. das Unterrichtsgeschehen mitzugestalten, für ihre persönlichen Ansichten einzustehen, aber auch Dinge zu hinterfragen und Kompromisse zu finden, sodass ihre Entwicklung zu selbstbewussten und selbstkritischen Persönlichkeiten aktiv gefördert wird.
Eine weitere Besonderheit, welche die Schule bietet, ist die Möglichkeit für Lernende, gemeinsam mit ihren Eltern, zwischen einem leistungsorientierten und einem „normalen“ Unterricht zu wählen. Zwar sind in beiden Fällen die Ziele des Realschullehrplanes verbindlich, dennoch erfolgt der Unterricht zunächst binnendifferenziert und ab Klassenstufe 7 teils auch in leistungsorientierten Gruppen, die explizit auf einen weiteren Schulbesuch nach ihrem Abschluss, etwa an einem beruflichen Gymnasium, vorbereitet werden. Sinn dahinter ist es, „Schulerfolg für alle“ greifbar zu machen, indem ein hochwertiger Bildungsweg für Lernende unterschiedlichster Voraussetzungen geschaffen und der Schulart Oberschule ihr Ruf als „Restschule“ für all diejenigen, die es nicht auf das Gymnasium geschafft haben, genommen wird.
Grundsätzlich findet der Unterricht an der Schule in Blöcken von 85 Minuten statt, die an den Busfahrplan angepasst wurden, wobei der erste Block um 07:40 Uhr startet. Weiterhin gibt es im Anschluss an den Unterricht von Montag bis Donnerstag eine Lernzeit, die den Schüler*innen optionale Unterstützung in diversen Fächern und Aufgabenbereichen bietet.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Bedingungsanalyse: Dieses Kapitel beschreibt das schulische Konzept, die räumlichen Voraussetzungen sowie die soziale Struktur und Lernvoraussetzungen der spezifischen Lerngruppe.
2. Hospitationsbericht: Hier werden Beobachtungen zu Unterrichtsstörungen, Sprech-Stimmlage der Lehrkraft und der Gestaltung von Unterrichtseinstiegen ausgewertet.
3. Konzeption einer Unterrichtsstunde im Umfang von 90 Minuten: Das Kapitel erläutert die sachanalytische Vorbereitung, die Lernziele, die methodische Struktur der Stationsarbeit sowie die verwendeten Materialien.
4. Reflexion der Unterrichtsstunde(n) in Umfang von 90 min: Es erfolgt eine kritische Nachbetrachtung der durchgeführten Unterrichtsstunde hinsichtlich der organisatorischen Umsetzung und des Lernerfolgs.
5. Reflexion des Blockpraktikums B: Dieses Kapitel reflektiert die persönlichen Erwartungen, die Betreuung während des Praktikums sowie die persönliche Entwicklung der Rolle als angehende Lehrkraft.
6. Anhang: Enthält das Verzeichnis der verwendeten Literatur und Quellen.
Schlüsselwörter
Praktikumsbericht, Geschichte, Karl der Große, Unterrichtsplanung, Stationsarbeit, Oberschule, Lehrerrolle, Unterrichtsstörungen, Fachdidaktik, Selbstreflexion, KMK-Bildungsstandards, Geschichtsunterricht, Methodik, Lehr-Lern-Prozesse, Inklusion
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in diesem Praktikumsbericht grundsätzlich?
Es handelt sich um einen reflektierenden Praktikumsbericht, der sowohl die theoretische Vorbereitung als auch die praktische Umsetzung einer Geschichtsstunde an einer Oberschule dokumentiert.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Die zentralen Themen sind die fachdidaktische Aufarbeitung der Herrschaft Karls des Großen, die Praxis der Unterrichtsplanung und die Bewältigung des Schulalltags als angehende Lehrkraft.
Was ist das primäre Ziel der Forschungsfrage?
Das primäre Ziel besteht darin, eine forschungsbasierte Konzeption (Stationsarbeit) erfolgreich zu planen und durch Selbstreflexion die eigene Lehrerpersönlichkeit weiterzuentwickeln.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
In der Konzeption findet die Methode der Stationsarbeit Anwendung, während die Reflexion auf Erkenntnissen der Geschichtsdidaktik und pädagogischen Fachliteratur basiert.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil umfasst die detaillierte Unterrichtskonzeption zur Epoche Karls des Großen sowie die kritische Reflexion des eigenen Lehrerhandelns im Unterricht.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit ist geprägt von Begriffen wie Unterrichtsplanung, Stationenlernen, Reflexion, Geschichtsdidaktik und Lehrerautoriät.
Was war die größte Herausforderung für die Autorin beim Umgang mit Unterrichtsstörungen?
Die größte Schwierigkeit bestand darin, ein Repertoire an konsequenten, aber pädagogisch angemessenen Interventionsmöglichkeiten zu entwickeln, ohne die eigene Autorität vor der Klasse zu verlieren.
Wie soll in Zukunft eine konstruktive Feedbackkultur etabliert werden?
Die Autorin plant, gemeinsam mit den Schülern Feedbackmechanismen wie die „Ampel-Methode“ einzuführen, um die Bedürfnisse der Lernenden besser mit den Aufgabenstellungen in Einklang zu bringen.
- Arbeit zitieren
- Olivia Härtel (Autor:in), 2022, Unterrichtsentwurf für das Fach Geschichte für die 6. Klasse zum Thema "Karl der Große". Ein Praktikumsbericht, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/1473143