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Aus Spaß wurde Ernst - Textbasierte Kommunikation im Netz als Beziehungsknüpfer

Können Cyberfreundschaften zu Beziehungen im Realen Leben führen?

Titel: Aus Spaß wurde Ernst - Textbasierte Kommunikation im Netz als Beziehungsknüpfer

Seminararbeit , 2006 , 13 Seiten , Note: 2

Autor:in: Mario Toefferl (Autor:in)

Medien / Kommunikation - Multimedia, Internet, neue Technologien

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Möglichkeiten der Partnersuche sind vielfältig. Viele Menschen müssen einander „in die Augen sehen“ oder physisch auf einander aufmerksam werden, wenn sie eine Liebesbeziehung beginnen. Diesem „Sehen“ des Gegenübers im Real Life folgt zumeist eine Face-to-Face Kommunikation, ein Gespräch, in dem man Interesse und vielleicht schon Zuneigung ausdrückt. Online gibt es andere Möglichkeiten, sich ein geeignetes Bild vom Gegenüber zu machen. Abgesehen von Videochats ist man beim Chatten auf die textuelle, bzw. symbolische Ebene reduziert. Das bedeutet, dass die gesamte Gefühlswelt in Sätzen- oder Satzteilen ausgedrückt werden muss, um sich mitzuteilen.

Es fehlen bei der Kommunikation in Chats wichtige Kommunikationskanäle, wie z.B. Mimik, Gestik, Intonation der Stimme, die einen Großteil der Verständigungsbasis ausmachen. Es gibt weder die Möglichkeit einen Augenkontakt zum Gegenüber herzustellen oder sie/ihn anzulächeln, um sich auszudrücken. Jene Merkmale, durch die man sein Gegenüber offline einordnen kann (z.B. Kleidung, Frisur oder Körperhaltung, Aussehen etc.) bleiben im Verborgenen und der para-sprachliche Anteil der gesprochenen Sprache (Tonfall, Seufzen oder Pausen) bleibt aus.

Diese „soziale Interaktion“ zwischen zwei Personen im Internet nehme ich als Anlass, um die Struktur des Chattens und die möglicherweise resultierenden Beziehungen, näher zu untersuchen. Dabei stütze ich mich auf einige Begriffe, unter anderem den Interaktionsbegriff von Goffman, die bei der Untersuchung Verwendung finden. Die spezielle Kommunikationssituation des Chattens soll verdeutlichen, unter welchen Bedingungen sich die Teilnehmer/innen online treffen und miteinander agieren und mit welchen Mitteln, im Netz vorzugsweise die Sprache (textbasiert), dieses Aufeinandertreffen/Kennenlernen bewältigt wird.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. EINLEITUNG

2. BEGRIFFE UND RAHMENBEDINGUNGEN

2.1 INTERAKTIONSBEGRIFF VON GOFFMAN

2.2 RAHMENBEDINGUNGEN

2.3 DIE KOMMUNIKATIONSSITUATION

2.4 ENTWICKLUNG DER SPRACHE IM/DURCH CHAT:

3. BEZIEHUNGEN IM CHAT

3.1 PRAXISBEISPIEL

4. ANALYSE

5. RESÜMEE

6. LITERATUR:

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Struktur textbasierter Kommunikation im Internet und die Frage, inwieweit Cyberfreundschaften als Basis für reale Liebesbeziehungen fungieren können. Dabei wird insbesondere analysiert, wie trotz des Fehlens nonverbaler Kommunikationskanäle soziale Interaktion und Vertrauensaufbau im virtuellen Raum gelingen.

  • Analyse der Interaktionstheorie von Erving Goffman im digitalen Kontext
  • Untersuchung der spezifischen Kommunikationsbedingungen in Chats
  • Entwicklung und Bedeutung digitaler Sprache (z. B. Emoticons, Slang)
  • Praxisnahe Evaluation der Entwicklung von Online-Bekanntschaften zu Real-Life-Beziehungen

Auszug aus dem Buch

3.1 Praxisbeispiel

Angaben: Der Name wurde anonymisiert – in diesem Beispiel: Siegfried. Eine Audioaufzeichnung wäre hier üblich ist, der Gesprächspartner jedoch ist sehr schüchtern und war keinen Mitschnitt. Wir einigten uns auf das Gespräche mit zu protokollieren. S., ist 27 Jahre alt, studiert Informatik in Klagenfurt und ist begeisterter Internetuser. Mit dem Medium Internet beschäftigt er sich schon etwa 11 Jahre und nutzt dieses Medium auch sehr intensiv für online-Bekanntschaften.

Eine sehr zeitaufwändige Beschäftigung war für das Chatten, bei dem er mehr als „nur“ teilnahm, sondern sich auch aktiv daran beteiligte. Er war festes Mitglied in einer Community von Chattern, die sich auch „offline“ trafen, um sich auszutauschen. Bemerkenswert ist hier der Umstand, dass es den Mitgliedern nicht genügte, online miteinander zu kommunizieren, sondern dass der Wunsch nach face-to-face Kommunikation bestand. Beschrieben wurde ein solches Treffen wie folgt (Anm. d. Verf.: Der wiedergegebene Text wurde in Schriftsprache umgewandelt):

Ständige Mitglieder, die stark im Chat (Anm. d. Verf.: zeitintensiv) vertreten waren und die sich online kannten, trafen sich einmal im Monat in einem Klagenfurter Innenstadtlokal. Am Eingang saßen zwei Personen (die Chat-Administratoren), die jedem Teilnehmer seinen „virtuellen“ Nick-Namen mit einem Aufkleber auf dem T-Shirt anbrachten. Nach diesem „Benennen“ setzte man sich zu Leuten und unterhielt sich.8

Der Grund für die online – Treffen waren unterschiedlicher Art: Manche Mitglieder wollten nicht nur den online Kontakt pflegen, sondern benötigten zudem offline Kontakt. Für einige Mitglieder verstärkte sich durch die Treffen das Vertrauen und die Intimität, denn es reichte ihnen nicht, so genannte Avatare (Bilder, die zu einem Profil hinzugefügt werden können zu sehen. Können manchmal komisch z.B. eine Comicfigur sein oder ein echtes Bild der Person) von dem Gegenüber zu sehen. Dass das Vertrauen eine große Rolle spielte, um sich von der „Echtheit“ der Personen zu überzeugen, spielte eine gewaltige Rolle. Die Treffen, die regelmäßig stattfanden, zogen sich über einen sehr langen Zeitraum.

Zusammenfassung der Kapitel

1. EINLEITUNG: Die Einleitung beleuchtet die Herausforderungen der Partnersuche im Netz und definiert die Motivation, Chat-Strukturen auf Basis des Goffman’schen Interaktionsbegriffs zu untersuchen.

2. BEGRIFFE UND RAHMENBEDINGUNGEN: Dieses Kapitel theoretisiert die soziale Interaktion im virtuellen Raum, erläutert die Besonderheiten der textbasierten Kommunikation und die Entwicklung von Internetsprache.

3. BEZIEHUNGEN IM CHAT: Der Fokus liegt hier auf dem Übergang von Online-Kontakten zu realen Beziehungen, ergänzt durch ein empirisches Praxisbeispiel eines Chat-Nutzers.

4. ANALYSE: Die Analyse wertet das Praxisbeispiel und vorliegende Studien aus, um die Rolle des Chats als Medium für nachhaltige Beziehungsanbahnung zu bewerten.

5. RESÜMEE: Das Resümee fasst die Erkenntnisse zusammen und reflektiert kritisch über die Grenzen des Chats sowie die eigenen Erfahrungen des Autors.

6. LITERATUR:: Dieses Kapitel listet alle verwendeten wissenschaftlichen Quellen und Literaturhinweise auf.

Schlüsselwörter

Soziale Interaktion, Cyberfreundschaften, Goffman, Chat, Online-Beziehungen, Face-to-Face, Emoticons, Kommunikation, Internet, Identität, Identitätswechsel, Partnerwahl, Virtueller Raum, Textkommunikation, Praxisbeispiel

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, wie Menschen über textbasierte Online-Chats Kontakte knüpfen und ob diese Kommunikation eine tragfähige Grundlage für reale, physische Beziehungen bilden kann.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Im Zentrum stehen die soziologische Betrachtung digitaler Interaktion, die Besonderheiten der textbasierten Sprache im Chat sowie der Übergang von virtuellen Avataren zu realen Begegnungen.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, zu verdeutlichen, unter welchen Bedingungen Chat-Kommunikation soziale Interaktion ermöglicht und ob sich daraus langfristige Liebesbeziehungen entwickeln können.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit stützt sich auf theoretische Ansätze (insbesondere Erving Goffman), ergänzt durch eine qualitative Auswertung eines Praxisbeispiels in Form eines geführten Gesprächs.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit der Definition virtueller Räume, den technischen Gegebenheiten des Chattens sowie der Analyse, wie Identität und Vertrauen in einem textbasierten Umfeld konstruiert werden.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Schlüsselbegriffe sind soziale Interaktion, Goffman, Online-Beziehungen, Identitätswechsel, textbasierte Kommunikation und die Dynamik von Online-Communities.

Welche Rolle spielen Emoticons laut dem Autor?

Der Autor beschreibt Emoticons als notwendigen Ersatz für fehlende nonverbale Signale wie Mimik oder Tonfall, um Missverständnisse in der textbasierten Kommunikation zu reduzieren.

Wie bewertet der Autor den Einfluss von Schüchternheit?

Der Autor führt aus, dass der Chat insbesondere für schüchterne Menschen eine wertvolle Kommunikationsplattform bietet, da der Fokus auf dem textuellen Ausdruck und nicht auf dem sofortigen physischen Auftreten liegt.

Ende der Leseprobe aus 13 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Aus Spaß wurde Ernst - Textbasierte Kommunikation im Netz als Beziehungsknüpfer
Untertitel
Können Cyberfreundschaften zu Beziehungen im Realen Leben führen?
Hochschule
Alpen-Adria-Universität Klagenfurt
Note
2
Autor
Mario Toefferl (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2006
Seiten
13
Katalognummer
V145023
ISBN (Buch)
9783640555659
ISBN (eBook)
9783640555901
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Chatten Internet Beziehung Online - kommunikation
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Mario Toefferl (Autor:in), 2006, Aus Spaß wurde Ernst - Textbasierte Kommunikation im Netz als Beziehungsknüpfer, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/145023
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Leseprobe aus  13  Seiten
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