Die Studienarbeit "Projekt Internationality" untersucht den Einfluss der touristischen Integration auf den Gewinn der TUI AG in internationalen Märkten. Die Arbeit ist dreiteilig strukturiert: Im ersten Teil werden theoretische Grundlagen wie die Industrieökonomik und Transaktionskostentheorie vorgestellt und auf relevante empirische Studien eingegangen. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf der Untersuchung von Buzzell, der den direkten Zusammenhang zwischen Integration und Gewinn analysiert hat.
Im empirischen Teil der Studie wurde festgestellt, dass keine klare Korrelation zwischen der vertikalen Integration und dem Gewinn (EBITA) der TUI AG besteht. Im praktischen Teil der Arbeit werden potenzielle positive Effekte der vertikalen Integration auf Wachstumsmärkten wie China und Indien diskutiert. Hier könnten Partnerschaften mit Beherbergungsunternehmen und Reisevermittlern zu einer Steigerung der Kapazitätsauslastung und Transaktionskostenvermeidung führen.
Die Arbeit schließt mit der Empfehlung für weitere Forschungsarbeiten in Bezug auf unternehmens-, markt- und wettbewerbsbezogene Integrationswirkungen im touristischen Kontext.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Vorgehen
2 Theoretische Einordnung und grundlegende Begriffe
2.1 Theoretischer Kontext der Arbeit
2.2 Vertikale Integration
2.3 Begriffliche Abgrenzungen
2.4 Integrationsformen
3 Wirkungen der vertikalen Integration
3.1 Basistheorien empirischer Forschungen
3.2 Integrationswirkungen nach empirischen Ergebnissen
3.3 Klassifizierung der Integrationswirkungen
3.4 Erörterung der differenzierten Wirkungen
4 Empirische Erfassung der Integrationswirkung
4.1 These und Forschungsansatz
4.2 Untersuchungsgegenstand
4.3 Problematik der Operationalisierung
4.4 Untersuchungsmethode
4.5 Ergebnisse
5 Möglichkeiten der vertikalen Integrationserweiterung
5.1 Vertikale Integrationsauswirkungen in China
5.2 Vertikale Integrationsauswirkungen in Indien
6 Fazit
7 Anhang
7.1 Marktanteile der Reiseveranstalter 2012
7.2 Dimensionen des unternehmerischen Gewinns
7.3 EBITA der TUI AG von 2014
7.4 Anzahl der Hotelbetriebe in China von 2006 bis 2013
7.5 Transaktionskosten einer Hotellerieintegration (China)
7.6 Transaktionskosten einer Reisemittlerintegration (Indien)
7.7 Datengrundlage EBITA (Mio. Euro)
7.8 Datengrundlage Veranstaltung und Vertrieb
7.9 Datengrundlage Hotellerie
7.10 Datengrundlage Flug
7.11 Datengrundlage Kreuzfahrten
7.12 Datengrundlage Stufenwachstum (TUI gesamt)
7.13 Datengrundlage Stufenwachstum (TUI Travel)
7.14 Datengrundlage Stufenwachstum (TUI Hotels & Resorts)
7.15 Rangkorrelationsberechnungen Stufenwachstum
7.16 Rangkorrelationsberechnungen (ohne Wachstum)
Zielsetzung und thematische Schwerpunkte
Die vorliegende Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen der vertikalen Integration eines Tourismuskonzerns (TUI AG) und dessen Unternehmenserfolg gemessen am Gewinn. Ziel ist es, zu analysieren, inwiefern eine vertikale Integration in internationalen Märkten positive Gewinn-Auswirkungen erzielt und welche strategischen Effekte dabei eine Rolle spielen.
- Grundlagen der vertikalen Integration und Wertschöpfungsstufen im Tourismus
- Analyse der Wirkmechanismen vertikaler Integration (Basistheorien und empirische Studien)
- Empirische Untersuchung des Einflusses der vertikalen Integration auf den Gewinn der TUI AG
- Evaluation von Expansionsstrategien in den Märkten China und Indien
- Klassifizierung positiver Integrationseffekte
Auszug aus dem Buch
1 Einleitung
Die vorliegende Projektarbeit enthält eine empirische Untersuchung zur vertikalen Integration des Unternehmens TUI. Die TUI Group ist hierauf Bezug nehmend ein weltweit führender Touristikkonzern mit Sitz in Hannover. Unter dem Dach der TUI Group werden mehrere Reisemittler, Reiseveranstalter, Airlines, Hotels und Kreuzfahrtschiffe vereint. Das Unternehmen ist in mehreren Ländern vertikal integriert. Hinsichtlich der Integrationsthematik dieser Arbeit wird der Zusammenhang zwischen dem Unternehmensgewinn und der länderübergreifenden vertikalen Integration erforscht werden. Die Themenstellung ist damit dem Bereich der Internationalität zuzuordnen. Dieser Begriff bezieht sich auf Operationstätigkeiten von Unternehmen oder vergleichbaren Institutionen, welche über die Grenze des Staatsgebietes hinausreichen.
Die Anfänge der internationalen Operationstätigkeiten fanden darauf Bezug nehmend ca. 2000 Jahre v. Chr. im alten Orient statt. Damals bestand ein reger Handel mit Metallen wie Zinn, Kupfer, Bronze und Silber. Im 20. Jahrhundert vermehrte sich die Investitionstätigkeit. Zudem nahm die Auslandsproduktion von multinationalen Unternehmen zu, da die entstandene Massenproduktion und die möglichen Skaleneffekte die internationalen Tätigkeiten reizvoll machten. Die heutige, weltweit vernetzte und integrierte Produktion oder Dienstleistungserstellung, auf die vorliegende Arbeit eingeht, begann sich 1990 zu entwickeln.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Vorstellung des Themas, Problemstellung der Arbeit und Erläuterung des methodischen Vorgehens anhand des Beispiels der TUI AG.
2 Theoretische Einordnung und grundlegende Begriffe: Definition des strategischen Kontextes, Erläuterung der vertikalen Integration sowie Abgrenzung relevanter Fachbegriffe.
3 Wirkungen der vertikalen Integration: Darstellung theoretischer Modelle und empirischer Forschungsergebnisse zur vertikalen Integration sowie deren Klassifizierung.
4 Empirische Erfassung der Integrationswirkung: Beschreibung des Forschungsansatzes, des Untersuchungsgegenstandes und der angewandten Untersuchungsmethodik zur Analyse der Wirkungen.
5 Möglichkeiten der vertikalen Integrationserweiterung: Analyse der potenziellen Wirkungen durch eine Integration in den Märkten China und Indien als praktischer Ausblick.
6 Fazit: Zusammenfassende Darstellung der Ergebnisse und der forschungsleitenden Thesen sowie ein Ausblick auf zukünftige Entwicklungen.
Schlüsselwörter
Vertikale Integration, TUI AG, Wertschöpfungskette, Tourismus, Unternehmensgewinn, EBITA, Strategisches Management, Internationalisierung, Transaktionskosten, Marktanteile, Stufenwachstum, Integrationsauswirkungen, China, Indien, Reisemittler.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit analysiert die Auswirkungen einer vertikalen Integration auf den wirtschaftlichen Erfolg eines international tätigen Touristikunternehmens, konkret am Beispiel der TUI AG.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zentrale Felder sind die vertikale Integration, ökonomische Erfolgsfaktoren im Tourismus, Wertschöpfungsstufen, Transaktionskostentheorie sowie spezifische Expansionsstrategien in ausländischen Märkten.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Die Forschungsfrage zielt darauf ab, ob ein positiver Zusammenhang zwischen dem Grad der vertikalen Integration und dem erzielten Unternehmensgewinn der TUI AG im untersuchten Zeitraum besteht.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es werden methodisch sowohl Literatur- und Theorieanalysen als auch empirische Untersuchungen durchgeführt, insbesondere unter Verwendung von Rangkorrelationsberechnungen nach Spearman.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung, eine empirische Analyse der Wirkungen auf das Unternehmen TUI und eine Fallstudie zu Möglichkeiten der vertikalen Integrationserweiterung in China und Indien.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Vertikale Integration, TUI AG, Wertschöpfungskette, Tourismus, Unternehmensgewinn, EBITA und Transaktionskosten.
Welche Rolle spielt die touristische Wertschöpfungskette?
Die Wertschöpfungskette dient als Grundlage zur Definition des Integrationsgrades, indem die jeweiligen Anteile der Stufen (z.B. Hotel, Flug, Reiseveranstalter) quantifiziert und aufsummiert werden.
Was ergab die Untersuchung für den Markt China?
Die Untersuchung für China legt nahe, dass eine vertikale Integration von Beherbergungsbetrieben Vorteile wie Kapazitätsauslastung und Qualitätssicherung bieten kann, aber aufgrund der Marktkomplexität differenziert zu bewerten ist.
Konnten die Thesen der Arbeit bestätigt werden?
Die empirischen Ergebnisse zeigten, dass ein positiver Zusammenhang zwischen Integrationsgrad und Gewinn monoton nicht universell nachgewiesen werden konnte, was darauf hindeutet, dass viele weitere Faktoren den Erfolg beeinflussen.
- Arbeit zitieren
- Martina Schmidt (Autor:in), 2015, Touristische Integration in internationalen Märkten am Beispiel der TUI AG, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/1398393