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Gender in der Geschichtsdidaktik

Titel: Gender in der Geschichtsdidaktik

Seminararbeit , 2021 , 14 Seiten , Note: 1,5

Autor:in: Ronja Schröder (Autor:in)

Didaktik - Geschichte

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese Ausarbeitung soll aufzeigen, wie wichtig eine Auseinandersetzung mit den Kategorien Gender und Geschlecht für den Geschichtsunterricht ist. So könnte der Geschichtsunterricht Genderkompetenzen aufbauen, bestehende Genderdifferenzen innerhalb der Geschichte sowie der heutigen Gesellschaft beleuchten und vor allem ein Bewusstsein schaffen, welches den Schüler_innen Raum für die Analyse und Reflexion ihres eigenen Genderbewusstseins bietet. Jugendliche erkennen die geschlechtliche Identität als ein Problem an, welches sich ihnen gerade im Alter der Sekundarstufe I eindringlich zeigt; oftmals erkennen sie dieses aber nicht als eines von der Gesellschaft konstruiertes, sondern als ein persönliches Problem an.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Hauptteil

Geschlechtertheoretische Grundlagen

Von der Frauen- zur Geschlechtergeschichte

Gender, sex und Geschlecht – 3 Kategorien?

Gender in der Geschichtsdidaktik

Teaching Gender

Genderbewusstsein als Kompetenz für den Geschichtsunterricht

3. Schluss

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Relevanz von Gender als Analysekategorie im Geschichtsunterricht und analysiert, wie ein geschlechtersensibler Unterricht dazu beitragen kann, die eigene Identität der Schüler_innen zu reflektieren und gesellschaftliche Rollenbilder kritisch zu hinterfragen.

  • Historische Entwicklung von der Frauengeschichte zur Geschlechtergeschichte
  • Differenzierung der Begriffe Gender, sex und Geschlecht
  • Herausforderungen und Ansätze für einen reflektierten Geschichtsunterricht
  • Förderung von Genderbewusstsein als pädagogische Kompetenz
  • Konstruktiver Umgang mit Diversität und Geschlechteridentität in der Schule

Auszug aus dem Buch

Die erste Phase der Frauen- und Geschlechtergeschichte wird als additive und kompensatorische Geschichte beschrieben.

Dabei stand im Vordergrund, einzelne bemerkenswerte Frauen in einer von Männern dominierten Geschichte aufzuzeigen. Diese „Geschichte der ungewöhnlichen Frauen“ (Kuhn/Windus, 2017: 7) beschreibt aber nicht die Erfahrung der Mehrzahl von Frauen und sagt wenig darüber aus, womit sich die meisten Frauen befassen und welchen Stellenwert sie und ihre Tätigkeiten in der Gesellschaft einnahmen. Das liegt vor allem daran, dass sich die dabei angelegten Kriterien wie Macht, Kontrolle, Leistung und Perfektion auf Kategorien beziehen, die Frauen nur in unzureichendem Maß zu erfassen vermochten (vgl. Kuhn/Windus, 2017: 7).

Die neue Frauenbewegung, aus der sich dann die historische Frauenforschung kristallisierte, hatte die Ziele, Unterdrückung aufzudecken sowie Frauen Befreiungspotentiale aus Vergangenheit und Gegenwart aufzuzeigen (vgl. Opitz-Belakhal, 2018: 12). Der Gegenstand der Frauengeschichte war damit klar definiert: Die Unterdrückung der Frauen als soziale Gruppe deutlich zu machen, um zur Beendigung von eben dieser Unterdrückung beizutragen (vgl. Opitz-Belakhal, 2018: 13). Waren die Inhalte in ersten Forschungen noch geprägt von Bereichen wie Familie und Reproduktion, wandte man sich gegen Ende der 80er dann den klassisch männlichen Bereichen zu. Themen wie Krieg, Staat und Politik wurden zu Forschungsinteressen und sollten zentrale Rahmenbedingungen weiblicher Lebenswelten beleuchten.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die zunehmende Bedeutung von Gender im schulischen Kontext und leitet die Forschungsfrage her, wie Geschichtsdidaktik zur Reflexion über Genderidentitäten beitragen kann.

2. Hauptteil: Der Hauptteil analysiert die theoretischen Grundlagen der Geschlechtergeschichte, problematisiert die Begriffe Gender und sex und diskutiert praxisorientierte Ansätze für einen genderbewussten Geschichtsunterricht.

3. Schluss: Das Schlusskapitel fasst die Ergebnisse zusammen und betont, dass eine genderbewusste Didaktik weiterhin eine wichtige Herausforderung bleibt, um Vielfalt und Diversität schrittweise in den Unterricht zu integrieren.

Schlüsselwörter

Gender, Geschlechtergeschichte, Geschichtsdidaktik, Genderbewusstsein, Historisches Lernen, Identität, Rollenbilder, Geschlecht, Frauengeschichte, Diversität, Konstruktivismus, Geschlechterkategorien, Unterrichtspraxis, soziale Hierarchien, Gender_Gap.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, welche Rolle die Kategorie Gender im Geschichtsunterricht spielt und wie diese historisch sowie gesellschaftlich in den Unterricht integriert werden kann.

Welches sind die zentralen Themenfelder?

Dazu gehören die historische Frauenforschung, die Begriffsklärung von Gender und sex, die geschlechtersensible Gestaltung von Unterricht sowie die Förderung von Genderbewusstsein.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es aufzuzeigen, wie Geschichtsunterricht Genderkompetenzen aufbauen kann, um Schülern zu ermöglichen, eigene Identitäten und gesellschaftliche Geschlechterrollen reflexiv zu analysieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse und der Aufarbeitung didaktischer Modelle zur Förderung eines reflektierten Geschichtsbewusstseins.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen, wie die Entwicklung von der Frauen- zur Geschlechtergeschichte, sowie praktische Ansätze für den Unterricht und die Verknüpfung mit Kompetenzmodellen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die zentralen Begriffe sind Gender, Geschlechtergeschichte, Geschichtsdidaktik, Genderbewusstsein und Historisches Lernen.

Warum wird in der Arbeit das Zeichen "Gender_Gap" verwendet?

Es dient dazu, sprachlich Geschlechterdualismen aufzubrechen und die Gleichbehandlung aller Geschlechter zu gewährleisten.

Was bedeutet "additive Geschichtsschreibung"?

Sie beschreibt die erste Phase der Frauengeschichte, in der lediglich einzelne bemerkenswerte Frauen in einer ansonsten männlich dominierten Geschichtsdarstellung ergänzt wurden.

Welche Aspekte umfasst das Genderbewusstsein laut Dehne?

Dazu zählt die Kenntnis über Weiblichkeits- und Männlichkeitsmuster, das Erkennen genderspezifischer Normen im eigenen Umfeld und die Fähigkeit, Gender als Kategorie der historischen Analyse anzuwenden.

Ist Geschlechtsbewusstsein bereits in der Schulpraxis fest verankert?

Die Arbeit kommt zu dem Schluss, dass es bisher größtenteils ein theoretisches Konstrukt bleibt, dessen praktische Umsetzung noch weiterer Schritte und Sensibilisierung bedarf.

Ende der Leseprobe aus 14 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Gender in der Geschichtsdidaktik
Note
1,5
Autor
Ronja Schröder (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2021
Seiten
14
Katalognummer
V1389812
ISBN (eBook)
9783346932068
ISBN (Buch)
9783346932075
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Gender Gender-Studies Geschichte Geschichtsdidaktik Didaktik Geschlecht Schule Unterricht
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Ronja Schröder (Autor:in), 2021, Gender in der Geschichtsdidaktik, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/1389812
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  14  Seiten
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