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Qualitative Analyse des Filmeinsatzes im Geschichtsunterricht

Titel: Qualitative Analyse des Filmeinsatzes im Geschichtsunterricht

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2006 , 22 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Philipp Wansel (Autor:in)

Didaktik - Geschichte

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Durch die häufige Empfindung der Schüler des Geschichtsunterrichts als zu trocken, zu sehr auf Vermittlung von Daten basierend und sich „antiquitierter“ Veranschaulichungsmaterialien bedienend, weitet sich verstärkt die Kluft zwischen schulischer Realität des (Geschichts)Unterrichts und jugendlicher Lebenswelten. In dem jetzigen multimedialen Zeitalter sind elektronische Medien – wie das Fernsehen und die DVD, das Internet und der Computer – ein kaum noch weg zu denkender Bestandteil der kommenden Generation und ihren alltäglichen Gepflogenheiten. Ein vermehrter Einsatz von Filmen im (Geschichts)Unterricht bietet durchaus die Möglichkeit, eben jene jugendliche Lebenswelt wieder verstärkt in Einklang mit dem Lernort Schule zu bringen. Durch diese punktuelle Anpassung an die privaten, außerschulischen Gewohnheiten der Schüler kann ein Plus an Lernfreude und somit aus lernpsychologischer Sicht eine Steigerung der individuellen Leistung resultieren.

In der vorliegenden Arbeit wird einleitend ein kurzer historischer Abriss der Filmgeschichte in Deutschland mit Hauptaugenmerk auf die Entwicklung im
Schulunterricht gegeben. Anschließend wird ein Überblick der vier verschiedenen Filmgattungen mittels einer Typologie vermittelt und die jeweiligen Vor- und Nachteile des Filmeinsatzes im Geschichtsunterricht typenspezifisch herausgearbeitet. In dem Hauptteil dieser Arbeit werden zunächst auf verschiedenen Bezugsebenen Aspekte und Vorteile des Filmeinsatzes im Geschichtsunterricht herausgearbeitet; anschließend werden Aspekte und Nachteile herausgearbeitet, die dem Filmeinsatz im Allgemeinen inhärent sind. Abschließend folgt in dem Schlusssteil (Resümee) eine Gegenüberstellung der Vor- und Nachteile des Filmeinsatzes im Geschichtsunterricht, verbunden mit einer persönlichen qualitativen Bewertung.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Historischer Abriss der Filmgeschichte in Deutschland

3. Typologie von Filmen

3.1 Das Filmdokument

3.2 Der Dokumentarfilm

3.3 Der historische Spielfilm

3.4 Der Unterrichtsfilm

3.5 Vergleich der vier Filmarten

4. Pro und Contra des Filmeinsatzes im Geschichtsunterricht

4.1 Die didaktische Bezugsebene

4.1.1 Didaktische Gründe für den Filmeinsatz

4.1.2 Didaktische Nachteile des Filmeinsatzes

4.2 Die mediale Bezugsebene

4.2.1 Vorteile des Films als Medium

4.2.2 Nachteile des Films als Medium

4.3 Die lernpsychologische Bezugsebene

4.3.1 Lernpsychologische Vorteile des Filmeinsatzes

4.3.2 Lernpsychologische Nachteile des Filmeinsatzes

5. Resümee

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht den pädagogischen Mehrwert und die Herausforderungen des Filmeinsatzes im Geschichtsunterricht. Ziel ist es, aufzuzeigen, wie unterschiedliche Filmtypen durch gezielte didaktische Einbindung zur Steigerung der Lernmotivation und Medienkompetenz beitragen können, ohne dabei die historische Quellenkritik zu vernachlässigen.

  • Historische Entwicklung der Filmnutzung in der deutschen Schule
  • Differenzierung der Filmgattungen (Dokument, Dokumentarfilm, Spielfilm, Unterrichtsfilm)
  • Didaktische und lernpsychologische Potenziale audiovisueller Medien
  • Herausforderungen der Medienkritik und Quellenarbeit bei fiktionalen Inhalten
  • Methodische Gestaltung der Unterrichtsplanung unter Berücksichtigung von Filmmedien

Auszug aus dem Buch

3.1. Das Filmdokument

Filmdokumente sind Aufzeichnungen eines historischen Ereignisses, die originalgetreu erhalten sind. Sie besitzen das höchste Maß an Unmittelbarkeit und den höchsten Authentizätsgrad, da sie definitionskonform nachträglich nicht mit Kommentaren, Texteinblendungen noch sonst welchen Bearbeitungstechniken versehen sind. Als Beispiele anzuführen sind hier Zufallsaufnahmen, gefilmte Reden und Interviews oder auch Wochenschauberichte.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den Wandel zur Informationsgesellschaft und die Kluft zwischen schulischer Realität und der Lebenswelt Jugendlicher, was für einen verstärkten Einsatz von Filmen plädiert.

2. Historischer Abriss der Filmgeschichte in Deutschland: Dieses Kapitel gibt einen Überblick über die Entwicklung des Lehrfilms seit 1911 bis hin zur Integration moderner Medien im letzten Jahrzehnt.

3. Typologie von Filmen: Hier werden die Kategorien Filmdokument, Dokumentarfilm, historischer Spielfilm und Unterrichtsfilm definiert und ihre spezifischen Merkmale erläutert.

4. Pro und Contra des Filmeinsatzes im Geschichtsunterricht: In diesem Hauptteil werden die didaktischen, medialen und lernpsychologischen Aspekte analysiert, wobei Chancen wie Anschaulichkeit und Risiken wie fiktionale Überwältigung gegeneinander abgewogen werden.

5. Resümee: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und betont die Notwendigkeit einer fachgerechten didaktischen Vor- und Nachbereitung, um Synergieeffekte im Unterricht zu nutzen.

Schlüsselwörter

Geschichtsunterricht, Film, didaktische Analyse, Medienkompetenz, Lernpsychologie, Quellenkritik, historischer Spielfilm, Filmdokument, Unterrichtsfilm, Medienpädagogik, Geschichtsbewusstsein, Wissensvermittlung, Authentizität, Fiktion, audiovisuelle Medien.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der qualitativen Analyse des Filmeinsatzes im Geschichtsunterricht und beleuchtet dessen Bedeutung für moderne pädagogische Ansätze.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf der Typologie von Filmgattungen, der didaktischen Vor- und Nachbereitung sowie den lernpsychologischen Wirkungen des Mediums Film.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Filme effektiv und kritisch in den Geschichtsunterricht integriert werden können, um die Lücke zwischen Jugendkultur und schulischer Wissensvermittlung zu schließen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird ein qualitativer Ansatz gewählt, der theoretische Grundlagen aus der Geschichtsdidaktik und Lernpsychologie zusammenführt und in eine fachliche Bewertung überführt.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in drei Bezugsebenen: didaktische Argumente, mediale Charakteristika und lernpsychologische Aspekte des Filmeinsatzes.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind u.a. Medienkompetenz, Historisches Bewusstsein, Quellenkritik, Didaktik, Filmanalyse und Wissensvermittlung.

Wie unterscheidet sich der historische Spielfilm vom Filmdokument?

Während Filmdokumente originalgetreue Aufzeichnungen ohne nachträgliche Bearbeitung sind, zeichnen sich historische Spielfilme durch einen höheren Erlebniswert aus, nutzen aber künstlerische Freiheit, was historische Authentizität einschränken kann.

Warum ist eine Nachbereitung des Films im Unterricht zwingend erforderlich?

Ohne Analyse und Reflexion bleibt der Film ein reines Unterhaltungsmedium; die Nachbereitung ist nötig, um die Bilder in rationales historisches Wissen zu transformieren und eine einseitige, rezeptive Haltung zu durchbrechen.

Ende der Leseprobe aus 22 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Qualitative Analyse des Filmeinsatzes im Geschichtsunterricht
Hochschule
Bergische Universität Wuppertal
Veranstaltung
Didaktik und Methodik des Geschichtsunterrichts in der Sek. I/II
Note
1,7
Autor
Philipp Wansel (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2006
Seiten
22
Katalognummer
V138963
ISBN (eBook)
9783640487318
ISBN (Buch)
9783640487448
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Geschichtsdidaktik Filmananalyse Filmarten
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Philipp Wansel (Autor:in), 2006, Qualitative Analyse des Filmeinsatzes im Geschichtsunterricht, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/138963
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  22  Seiten
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