Welche Bedeutung Employer Branding bei kleinen und mittleren Unternehmen hat und welchen Einfluss die Digitalisierung darauf hat, ist eine Fragestellung, die im Rahmen dieser wissenschaftlichen Arbeit beantwortet werden soll. Des Weiteren befasst sich die nachfolgende Arbeit genauer mit den Merkmalen der Digitalisierung und den Merkmalen von KMU. Ziel dieser Arbeit ist es, die Fähigkeiten von KMU in Bezug auf Employer Branding und den dazugehörigen Einfluss der Digitalisierung aufzuzeigen und strategisch nutzen zu können, damit Nachteile ausgeglichen werden.
Um diese Fragestellung zu beantworten, ist die wissenschaftliche Arbeit in drei Teile untergliedert. Zuerst werden die theoretischen Grundlagen, die für das Verständnis nötig sind, erarbeitet. Es wird sowohl der Begriff Digitalisierung definiert und eine wichtige Abgrenzung getroffen, als auch auf den Begriff Employer Branding und KMU eingegangen und definiert. Aufbauend darauf werden diese Begriffe in Kapitel 2 bei KMU angewendet. Um die Begriffe Digitalisierung und Employer Branding plastischer zu gestalten, wird in Kapitel 3 erarbeitet, wie Start-up-Unternehmen die Digitalisierung und das Employer Branding umsetzen. Im Anschluss daran wird aufbauend auf den vorherigen Kapiteln die Fragestellung in Form einer Diskussion beantwortet. Die wissenschaftliche Arbeit endet mit einem Fazit.
Der Wettbewerb um gute Mitarbeiter ist durch den demografischen und wirtschaftlichen Wandel, welcher zu zunehmend wettbewerbsorientierten Arbeitsmärkten geführt hat, stark gestiegen. Aufgrund dessen wird empfohlen, in die Gewinnung entsprechend qualifizierter und ausgebildeter Mitarbeiter strategisch zu investieren. Eine solche Strategie ist Employer Branding (EB).
Weiterhin ist die Digitalisierung der Erfolgsfaktor, um wettbewerbsfähig zu bleiben, gleichwohl in der vorhandenen Literatur bislang unzureichend erforscht ist, welche Auswirkungen die Digitalisierung auf die Unternehmensleistung kleiner und mittlerer Unternehmen hat.
Kleine und mittlere Unternehmen (KMU) haben im Vergleich zu Großunternehmen sichtbar geringere Mittel zu Verfügung und sind keine "abgespeckten Versionen" großer Unternehmen. Gleichwohl weisen KMU diverse Vorteile auf, welche diese effektiv nutzen müssen, um daraus eine optimale Employer Brand (Arbeitgebermarke) zu entwerfen.
Inhaltsverzeichnis
1. EINLEITUNG
2. THEORETISCHE GRUNDLAGEN
2.1. DER BEGRIFF DIGITALISIERUNG
2.2. ABGRENZUNG DIGITALISIERUNG – DIGITISATION
2.3. DER BEGRIFF EMPLOYER BRANDING
2.4. KLEINE UND MITTLERE UNTERNEHMEN
3. DIGITALISIERUNG UND EMPLOYER BRANDING IN KMU
3.1. BEDEUTUNG VON EMPLOYER BRANDING IN KMU
3.2. DIGITALISIERUNG ALS CHANCE BEI EMPLOYER BRANDING IN KMU
4. DIGITALISIERUNG UND EMPLOYER BRANDING AM BEISPIEL VON START-UP-UNTERNEHMEN
5. DISKUSSION
6. FAZIT
Zielsetzung & Themen
Ziel dieser Arbeit ist es, den Einfluss der Digitalisierung auf das Employer Branding in kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) zu untersuchen und aufzuzeigen, wie KMU diese Entwicklung strategisch nutzen können, um bestehende Nachteile gegenüber Großunternehmen auszugleichen.
- Theoretische Abgrenzung der Begriffe Digitalisierung, Employer Branding und KMU.
- Analyse der Bedeutung von Employer Branding als Wettbewerbsvorteil für KMU.
- Bewertung der Digitalisierung als strategisches Instrument zur Verbesserung des Employer Brandings.
- Untersuchung von Start-up-Unternehmen als Praxisbeispiel für digitale Rekrutierungsstrategien.
Auszug aus dem Buch
3.2. Digitalisierung als Chance bei Employer Branding in KMU
Die Digitalisierung kann eine große Chance bei EB in KMU sein, wenn sie als Instrument richtig eingesetzt wird. Da der Begriff Digitalisierung sehr weit gefasst ist, konzentriert sich diese Arbeit auf den Bereich des Internets, das ein Grund für die wachsende Bedeutung des EB in KMU ist. Heutzutage kann man diverse Informationen über Unternehmen zum Beispiel über die sozialen Medien (engl. Social Media) abrufen. Unter den Arbeitssuchenden spielen als wesentlicher Bestandteil von Social Media die Online-Communitys und Online-Netzwerke eine besonders wichtige Rolle, da Informationen über Unternehmen zwischen den Nutzern ausgetauscht und bereitgestellt werden (Kissel & Büttgen, 2015, S. 757–758).
Social Media zeichnet sich durch Interaktion und Dialog in Echtzeit, begrenzte Anonymität und kurze Antwortzeiten aus und können als nützliche Werkzeuge der Öffentlichkeitsarbeit dienen, gleichwohl es das Potenzial hat, als Instrument zum Aufbau von Beziehungen zu fungieren (aufgrund der typischen Dialogfunktion und des Verbundenheitsgefühls) (Heath, 2010, S. 645).
Aus dieser Sicht können soziale Medien als nah am persönlichen Kontakt mit einem Mitarbeiter angesehen werden, jedoch weniger formell als wie zum Beispiel auf einer Karrieremesse oder einem Vorstellungsgespräch. Ebenso bietet die Menge an anderen Nutzern den Arbeitssuchenden einen Zugang zu hohen Mengen an Informationen, Meinungen und Bewertungen von Unternehmen, was wiederum anders ist, als bei einem persönlichen Gespräch. Über die Menge der bereitgestellten Informationen hinaus hat die Informationsqualität (z.B. Genauigkeit, Aktualität, Seriosität) eine große Bedeutung in Bezug auf die kognitive Verarbeitung (Kissel & Büttgen, 2015, S. 758).
Zusammenfassung der Kapitel
1. EINLEITUNG: Die Arbeit thematisiert den zunehmenden Wettbewerb um qualifizierte Mitarbeiter vor dem Hintergrund des demografischen Wandels und der Rolle der Digitalisierung als Erfolgsfaktor für KMU.
2. THEORETISCHE GRUNDLAGEN: Dieses Kapitel definiert die zentralen Begriffe Digitalisierung, Employer Branding sowie die Abgrenzungskriterien für kleine und mittlere Unternehmen (KMU).
3. DIGITALISIERUNG UND EMPLOYER BRANDING IN KMU: Hier wird untersucht, wie KMU die Digitalisierung nutzen können, um trotz begrenzter Ressourcen ein attraktives Arbeitgeberimage aufzubauen.
4. DIGITALISIERUNG UND EMPLOYER BRANDING AM BEISPIEL VON START-UP-UNTERNEHMEN: Dieses Kapitel analysiert konkrete Strategien und Herausforderungen von Start-ups bei der Nutzung digitaler Instrumente zur Personalgewinnung.
5. DISKUSSION: Die Ergebnisse aus der theoretischen und praxisbezogenen Untersuchung werden kritisch reflektiert und die Wichtigkeit der Stärken-Schwächen-Analyse hervorgehoben.
6. FAZIT: Die Arbeit schließt mit der Erkenntnis, dass KMU durch eine gezielte digitale Employer-Branding-Strategie langfristig wettbewerbsfähig bleiben können.
Schlüsselwörter
Digitalisierung, Employer Branding, KMU, Arbeitgebermarke, Personalbeschaffung, Start-up, Social Media, Demografischer Wandel, Rekrutierung, Wettbewerbsfähigkeit, Arbeitnehmer-Arbeitgeber-Verhältnis, digitale Transformation, digitale Kommunikation, Fachkräftenachwuchs, Innovation.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Seminararbeit grundlegend?
Die Arbeit untersucht den Einfluss der Digitalisierung auf das Employer Branding speziell für die Zielgruppe der kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) in Deutschland.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Die zentralen Felder sind die strategische Positionierung als Arbeitgebermarke, die Rolle der Digitalisierung im Recruiting und die spezifischen Herausforderungen von KMU.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist aufzuzeigen, wie KMU digitale Instrumente einsetzen können, um Nachteile gegenüber Großunternehmen auszugleichen und talentierte Mitarbeiter zu gewinnen.
Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse, welche theoretische Definitionen mit praxisorientierten Beispielen und empirischen Erkenntnissen verknüpft.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Im Hauptteil werden theoretische Grundlagen dargelegt, die Bedeutung von Employer Branding in KMU analysiert und Fallbeispiele aus der Start-up-Welt herangezogen.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?
Neben Employer Branding und Digitalisierung sind dies Begriffe wie KMU, Social Media, Fachkräftemangel und digitale Kommunikation.
Warum sind Start-ups ein zentrales Beispiel in der Arbeit?
Start-ups dienen als Vorreiter für innovative, digitale Rekrutierungsstrategien, von denen etablierte KMU in Bezug auf die Nutzung sozialer Medien und Netzwerke lernen können.
Inwieweit beeinflusst die Digitalisierung laut Autor das interne Employer Branding?
Die Digitalisierung unterstützt nicht nur die Sichtbarkeit nach außen, sondern kann durch effiziente Prozesse auch die interne Mitarbeiterbindung und Zufriedenheit durch optimierte Kommunikation verbessern.
Welche Limitationen nennt der Autor für seine Untersuchung?
Der Autor weist darauf hin, dass die Digitalisierung zu vielschichtig ist, um alle Facetten abzudecken, und konzentriert sich daher primär auf den Einfluss des Internets und der sozialen Medien.
Welche Empfehlung gibt die Arbeit für die Zukunft von KMU?
Die Arbeit empfiehlt KMU, sich ihrer Stärken bewusst zu werden und diese aktiv durch digitale Strategien zu vermarkten, um angesichts des demografischen Wandels attraktiv zu bleiben.
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- Sebastian Geßner (Author), 2023, Employer Branding bei KMU. Einfluss der Digitalisierung, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/1370644