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Der aristotelische Bürgerbegriff

Title: Der aristotelische Bürgerbegriff

Term Paper , 2009 , 12 Pages

Autor:in: Benjamin Falk (Author)

Politics - Political Theory and the History of Ideas Journal

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Der Staatsbürger, und wir alle bezeichnen uns als solchen, stellt die kleinste Einheit im Gefüge moderner Demokratien dar. Doch was genau bedeutet eigentlich Staatsbürger und wo findet der Begriff seine Wurzeln? Wie wird man Staatsbürger und somit Teil eines Staates? Benötigt es irgendwelcher Voraussetzungen um Staatsbürger zu werden und kann man diese, einmal errungene, Staatsbürgerschaft auch wieder verlieren?
Die unklare Umgangsweise mit Menschen aus anderen Ländern, die Teil der Bundesrepublik werden möchten oder müssen, die langwierigen Verfahren und Tests, welche den Integrationswilligen zugemutet werden, zeigen, dass der Erwerb einer Staatsbürgerschaft mit erheblichen Anstrengungen, Forderungen und Bedingungen verknüpft ist.
Die moderne Demokratie zeichnet sich durch ihre Mitglieder aus und somit kann und darf die genaue Betrachtung des Staatsbürgers nicht an Aktualität verlieren. Das Asylrecht der BRD und sich fortwährend ändernde Bestimmungen zum Erhalt der deutschen Staatsbürgerschaft demonstrieren die Aktualität der Begriffsdefinition eben jenes Staatsbürgers. Die Entscheidung, wer Teil eines Staates ist und wer nicht, wer in ihm partizipieren oder nur „zuschauen“ darf, hat eine lange Tradition und wurde schon im antiken Griechenland als ein zentrales Thema der Politik angesehen. Doch scheint im antiken Griechenland die generelle Auffassung von Politik eine andere zu sein. In vielen modernen Theorien wird die Politik als „Kampf um Macht“ bezeichnet (u. a. Machiavelli und C. Schmitt) und die antike Demokratie scheint im Gegensatz dazu einen anderen Grundsatz zu verfolgen. Das Gemeinwohl steht in dieser im Mittelpunkt und Politik wird nicht als Kampf sondern als einvernehmliche Konsensfindung angesehen. Um sich also einer „humaneren“ Politik anzunähern scheint die Orientierung an der aristotelischen Demokratieauffassung ein Weg, für die moderne Politikwissenschaft, darzustellen.
Ich werde in der folgenden Arbeit versuchen mich diesem antiken Bürgerbegriff, wie ihn Aristoteles verstand zu nähern und abschließend auf seine Aktualität zu überprüfen, denn nach wie vor gilt:„Nur wer die Vergangenheit kennt, hat eine Zukunft.” Wilhelm von Humboldt (*1767–†1835).

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Definition und Bedeutung des Bürgers im Staat

3. Was ist das Wesen des Bürgers?

4. Die Tugenden der Bürger

5. Problematik und Grenzen des Staatsbürgertums

6. Wie modern ist der aristotelische Bürgerbegriff ?

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Konzept des Bürgers in der politischen Philosophie des Aristoteles, um dessen Charakteristika zu ergründen und die Relevanz für moderne demokratische Staatsauffassungen zu bewerten. Dabei steht die Frage im Zentrum, wie sich das aristotelische Ideal der aktiven Teilhabe und tugendhaften Ausübung politischer Ämter in den Kontext zeitgenössischer politikwissenschaftlicher Debatten einordnen lässt.

  • Strukturelle Bestimmung des aristotelischen Bürgerbegriffs
  • Analyse der Tugendethik im Kontext politischer Partizipation
  • Unterscheidung zwischen funktionalen Rollen im Staat
  • Kritische Betrachtung sozialer Voraussetzungen für das Bürgerrecht
  • Vergleich antiker Konzeptionen mit modernen Demokratieverständnissen

Auszug aus dem Buch

Was ist das Wesen des Bürgers?

Der Vollbürger, der nach Aristoteles Staatsbürger ist, wird also nicht durch die klassischen Zugehörigkeitsmerkmale wie Wohnort und Abstammung bestimmt, sondern viel eher durch seine Befähigung zu bestimmten Dingen, welcher es in einem Staate bedarf. Die primäre Berechtigung besteht für Aristoteles, wie zuvor schon erwähnt, in der Teilhabe an Rechtsentscheidungen und Regierung, was jedoch noch nichts über das notwendige Wesen des Bürgers aussagt.

Die Tugend oder das Wesen des Staatsbürgers ist für Aristoteles ein entscheidendes Kriterium für die Identifikation mit der Verfassung, die schon seinen Lehrer Platon beschäftigte. D Im Mittelpunkt steht bei Aristoteles dabei die Befähigung der Bürger zu bestimmten Ämtern und die allgemeine Tüchtigkeit, welche den „guten Menschen“ schon nach Platon auszeichnete. Aristoteles befasst sich jedoch nicht mit der Problematik des Widerspruchs des guten Menschen, welcher zwangsläufig mit der schlechten Verfassung in Konflikt gerät, die noch Platon beschäftigte, sondern stellt vielmehr einen Anforderungskatalog für den Staatsbürger schlechthin auf.

Diesen erstellt Aristoteles mit dem Vergleich des Staates mit einem Schiff, welcher schon bei Platon Verwendung fand. In einem Staate seien nicht alle Personen befähigt diesen zu führen, wie eben auf einem Schiff auch die Funktion des Kapitäns der entsprechenden Befähigung bedarf. Das Wesen des Bürgers ist gewissermaßen zweigeteilt und die jeweilige Tugend besteht zum einen darin, gut zu regieren und zum anderen, sich gut regieren zu lassen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung verortet das Thema des Staatsbürgers im Gefüge moderner Demokratien und motiviert die Rückbesinnung auf aristotelische Konzepte zur Analyse heutiger Identitäts- und Partizipationsfragen.

2. Definition und Bedeutung des Bürgers im Staat: Dieses Kapitel erläutert den aristotelischen Polis-Begriff und definiert den Staatsbürger über seine aktive Teilhabe an der Rechtsprechung und Verwaltung statt rein geografischer Kriterien.

3. Was ist das Wesen des Bürgers?: Hier wird das Wesen des Bürgers als Fähigkeit zur Ausübung politischer Ämter bestimmt, wobei insbesondere das Prinzip des abwechselnden Herrschens und Beherrschtwerdens hervorgehoben wird.

4. Die Tugenden der Bürger: Das Kapitel beleuchtet die Rolle der Tugendhaftigkeit als Bindeglied zwischen Individuum und Staat und analysiert die funktionale Arbeitsteilung innerhalb der Polis.

5. Problematik und Grenzen des Staatsbürgertums: Die Ausführungen behandeln die exklusiven Züge des aristotelischen Bürgerrechts, insbesondere den Ausschluss von Handwerkern und anderen Bevölkerungsgruppen aufgrund mangelnder Muße.

6. Wie modern ist der aristotelische Bürgerbegriff ?: Der abschließende Teil setzt das antike Modell in Beziehung zum modernen Staatsverständnis und zieht Parallelen bezüglich politischer Freiheitsrechte.

Schlüsselwörter

Aristoteles, Bürgerbegriff, Staatsbürger, Polis, Partizipation, Politische Philosophie, Tugendethik, Demokratie, Regierungsformen, Politische Theorie, Gemeinwohl, Rechtsentscheidungen, Antike, Staatsraison, Bürgertum

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit primär?

Die Arbeit untersucht den aristotelischen Bürgerbegriff, dessen strukturelle Merkmale sowie die Anforderungen an das Individuum in der antiken Polis.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Im Fokus stehen die Definition des Bürgers, die Bedeutung politischer Teilhabe, die Rolle von Tugenden und die Abgrenzung zu Gruppen, die nicht als Vollbürger gelten.

Was ist die zentrale Forschungsfrage der Arbeit?

Die Forschungsfrage befasst sich mit der Bestimmung des antiken Bürgerbegriffs nach Aristoteles und dessen Aktualität für heutige politikwissenschaftliche Fragestellungen.

Welche wissenschaftliche Methode wird angewandt?

Es handelt sich um eine ideengeschichtliche Analyse, die primär auf der Interpretation der aristotelischen Schriften sowie der Sekundärliteratur basiert.

Was steht im inhaltlichen Hauptteil im Fokus?

Der Hauptteil analysiert die Kriterien für das Bürgerrecht, die Tugendlehre, die soziale Differenzierung innerhalb der Polis sowie das Spannungsfeld zwischen Herrschenden und Beherrschten.

Was charakterisiert den hier behandelten Bürgerbegriff?

Der Begriff ist durch aktive Teilhabe an Ämtern, richterlichen Entscheidungen und eine notwendige ökonomische Unabhängigkeit geprägt.

Wie unterscheidet Aristoteles den Vollbürger von anderen Personengruppen?

Er unterscheidet primär durch die Befähigung zur politischen Teilhabe, was Sklaven, Metöken und Handwerker aufgrund von Arbeit oder Status ausschließt.

Welche Rolle spielt der Schiffsvergleich in der Argumentation?

Der Vergleich illustriert die notwendige Arbeitsteilung und die Anforderung, dass ein Bürger sowohl gut regieren als auch sich gut regieren lassen muss.

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Details

Title
Der aristotelische Bürgerbegriff
College
University of Potsdam  (Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Fakultät Professur für Politische Theorie)
Course
Politische Ideengeschichte
Author
Benjamin Falk (Author)
Publication Year
2009
Pages
12
Catalog Number
V136798
ISBN (eBook)
9783640452132
ISBN (Book)
9783640452439
Language
German
Tags
Bürgerbegriff
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Benjamin Falk (Author), 2009, Der aristotelische Bürgerbegriff, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/136798
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