Diese Hausarbeit gibt Ihnen einen faszinierenden Einblick in die Welt des Robo-Advice aus einer Wirtschafts- und Medienwissenschaftlichen Perspektive.
In dieser Arbeit wird der Homo Oeconomicus und seine Bedeutung für den Einsatz von Robo-Advice untersucht. Dabei wird sich auch der Verhaltensökonomie angenähert, indem wir sie nutzen um zu erklären, welche Faktoren unsere wirtschaftlichen Entscheidungen beeinflussen. Zudem werfen wir einen Blick auf die Medienwissenschaft und wie sie den Robo-Advice als Brücke zur Überwindung von Informationsdefiziten im Finanzhandel darstellt.
Erfahren Sie zum einem, wie Smavesto das Informationsdefizit im modernen Finanzhandel überwindet und dabei hilft, fundierte Entscheidungen zu treffen und zum anderen, wie Smavesto mediale Wirkungen erzielt.
Diese Hausarbeit bietet Ihnen wertvolle Erkenntnisse und ein tiefes Verständnis für die Ursache und Intention des Robo-Advice aus der Nutzerperspektive.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Definitionen, Eingrenzungen und Zielsetzung
2.1 Allgemeine Definitionserläuterungen
2.2 Thematische Eingrenzungen
2.3 Zielsetzung
3. Intention des Robo-Advice am Beispiel „Smavesto“
3.1 Modell und Realität des Homo Oeconomicus
3.2 Intention des Robo-Advice
4. Fazit
Zielsetzung & Themen der Arbeit
Die Arbeit untersucht aus einer medien- und wirtschaftswissenschaftlichen Perspektive, welche Ursachen und Intentionen dazu führen, dass private Nutzer Robo-Advisor für ihre Kapitalanlage einsetzen. Dabei wird insbesondere auf die Diskrepanz zwischen dem Modell des rationalen ökonomischen Menschen (Homo Oeconomicus) und der psychologisch beeinflussten Realität der Verhaltensoökonomie eingegangen.
- Analyse des Homo Oeconomicus als rationaler Nutzenmaximierer.
- Einordnung des Robo-Advisors als mediales Instrument.
- Untersuchung der technischen Möglichkeiten zur Überbrückung von Informationsdefiziten.
- Rolle der Fiktionalisierung bei der Entscheidungsfindung im digitalen Finanzhandel.
- Fallbeispiel: Untersuchung des Robo-Advisors „Smavesto“.
Auszug aus dem Buch
3.1.1 Der Homo Oeconomicus
Nach Franz handelt es sich bei der Modellierung des „Homo Oeconomicus“ um die grundlegende Verhaltensannahme der Wirtschaftswissenschaft. Dieses Modell resultiert demnach aus Volkswirtschaftslehre, die zwar kein Menschliches Verhalten beobachtet aber aufgrund der Verbindung zwischen menschlichen Verhalten und ökonomischen Zusammenhängen ein statisches Verhaltensmodell benötigen würde (vgl. Franz 2004, S.3).
Basierend auf der zugrunde liegenden Literatur wird der Homo Oeconomicus wie folgt charakterisiert; Der Homo Oeconomicus handelt demnach im eigenen Interesse. Das bedeutet, dass dieser immer seine eigenen Interessen und Präferenzen innerhalb seines Handelns verfolgt. Des Weiteren handle der Homo Oeconomicus stets rational und orientiert sich dabei am „Ökonomischen Prinzip“. Franz zufolge wird das rationale Handeln neben dem Ökonomischen Prinzip durch limitierten Zugang zu Ressourcen bestimmt. Eine rationale Handlung würde genau dann vorliegen, wenn der Akteur mit einer Systematik aus ihm bekannten Handlungsalternativen, die für ihn optimale wählt (vgl. ebd., S.4f). Dies setzt voraus, dass der Akteur über vollständige Information bezüglich der Handlungsalternativen verfügt und dessen Konsequenzen abschätzen kann (vgl. ebd., S.9).
Des Weiteren sei der Homo Oeconomicus ein Nutzenmaximierer, was bedeutet, dass der Akteur mit dessen rationalen Handeln intendiert, seinen eigenen Nutzen zu erhöhen. Handelt der Homo Oeconomicus rational, so ist dessen erreichter Nutzen maximal.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung führt in das Spannungsfeld zwischen persönlicher Vorsicht bei Geldanlagen und der zunehmenden Nutzung von algorithmischen Robo-Advisors durch Privathaushalte ein.
2. Definitionen, Eingrenzungen und Zielsetzung: In diesem Kapitel werden die Terminologie rund um Robo-Advisory geklärt, der konkrete Untersuchungsgegenstand „Smavesto“ vorgestellt und der interdisziplinäre Rahmen der Arbeit definiert.
3. Intention des Robo-Advice am Beispiel „Smavesto“: Dieser Hauptteil analysiert das Modell des Homo Oeconomicus, reflektiert es anhand verhaltensökonomischer Erkenntnisse und begreift den Robo-Advisor als Medium zur Überbrückung von Informationsdefiziten durch Fiktionalisierung.
4. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass der Einsatz von Robo-Advisors eine rationale Reaktion auf die zunehmende Immaterialität des Finanzhandels darstellt, um die Handlungsfähigkeit des Individuums zu wahren.
Schlüsselwörter
Robo-Advisor, Smavesto, Homo Oeconomicus, Verhaltensoökonomie, Finanzhandel, Fiktionalisierung, Nutzenmaximierung, Informationsdefizit, Medientheorie, Digitalisierung, Anlageberatung, rationale Entscheidung, Leitmedium, Geldillusion, Risikoverhalten
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?
Die Arbeit untersucht die Beweggründe privater Anleger, ihr Vermögen von einer KI-gestützten Software, einem sogenannten Robo-Advisor, verwalten zu lassen.
Welche wissenschaftlichen Disziplinen fließen in die Untersuchung ein?
Die Autorin kombiniert die klassische Wirtschaftswissenschaft, die Verhaltensoökonomie und die Medienwissenschaft für eine ganzheitliche Betrachtungsweise.
Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?
Ziel ist es zu ergründen, ob der Einsatz eines Robo-Advisors trotz der theoretischen irrationalen Faktoren des Menschen als rational handelnde Entscheidung im ökonomischen Sinne interpretiert werden kann.
Welche Forschungsfragen stehen im Zentrum der Analyse?
Die Arbeit fragt insbesondere danach, weshalb Nutzer einem Algorithmus ihr Kapital anvertrauen und welche Rolle die mediale Repräsentation dieser Dienste dabei spielt.
Welches Fallbeispiel wird in der Arbeit verwendet?
Zur praktischen Veranschaulichung der theoretischen Überlegungen wird der Robo-Advisor „Smavesto“ herangezogen.
Welche Bedeutung hat das „Ökonomische Prinzip“ im Kontext der Arbeit?
Es bildet die Grundlage für die Annahme, dass der Mensch versucht, mit gegebenen Mitteln den maximalen Nutzen zu erzielen, und dient als Maßstab für die Bewertung des Anlegerverhaltens.
Wie wirkt sich die „Fiktionalisierung“ auf den Nutzer aus?
Die Fiktionalisierung durch den Robo-Advisor erzeugt Zukunftsprognosen, die dem Nutzer die Komplexität des Finanzmarktes vereinfacht darstellen und dadurch seine Handlungsfähigkeit in einer abstrakten Welt aufrechterhalten.
Warum wird der Robo-Advisor als „Medium“ betrachtet?
Da er als technisches Instrument fungiert, welches zwischen dem Nutzer und dem komplexen globalen Finanzmarkt vermittelt und dort Kommunikation sowie Wissenstransfer ermöglicht.
- Arbeit zitieren
- René Siepmann (Autor:in), 2023, Ursache und Intention des Robo-Advice aus der Nutzerperspektive. Wirtschaftliche und mediale Perspektiven zur Überbrückung von Informationsdefiziten im modernen Finanzhandel am Beispiel ''Smavesto'', München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/1363054