Die Vorstellung über das Zusammenleben mit anderen Kulturen ist heutzutage Alltag geworden und kein besonderes Phänomen mehr. In Deutschland sind fremde Kulturen ein ständiges Thema, in den Medien sowie in der Politik. Zudem steigt die Zahl der Schüler*innen welche nach dem Bildungsabschluss einen Auslandsaufenthalt genießen. Das Ziel der wissenschaftlichen Arbeit ist es, die Eigen- und Fremdwirkung auf Menschen, die für längere Zeit im Ausland waren, zu analysieren und mögliche Zusammenhänge festzustellen. Zugleich wird anhand einer Studie von Muslimen in Deutschland der gesellschaftliche Diskurs von Kultur näher betrachtet.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Identität und Alterität
3. Das Eigene
4. Das Fremde
5. Gesellschaftliche Funktion von Fremdheit
6. Kultur
6.1 Kulturelle Identität
6.2 Kulturelle Differenz als pädagogisches Problem
6.3 Konstruktion von Kultur am Beispiel der Ethnizität
6.4 Multikulturalismus: Eine Kritik
7. Auslandsaufenthalte: Interkulturelle Kompetenz
7.1 Bildungsbezogene Auslandsaufenthalte
7.2 Beispiel: Multikultur in der Vorstellung einer Individualreisende
8. Fazit
Zielsetzung & Themen
Die wissenschaftliche Arbeit untersucht die eigen- und fremdinduzierte Wirkung von längeren Auslandsaufenthalten auf die kulturelle Identität des Menschen. Zentral ist dabei die Forschungsfrage, wie Kulturen auf junge Erwachsene einwirken, inwiefern sie deren Persönlichkeit verändern und warum Identitäten häufig als statische Konstrukte wahrgenommen werden.
- Verhältnis von Identität und Alterität
- Konstruktion von "dem Eigenen" und "dem Fremden"
- Die gesellschaftliche Funktion von Fremdheit und kultureller Differenz
- Kritische Analyse des Multikulturalismus-Diskurses
- Interkulturelle Kompetenz durch Bildungsaufenthalte
Auszug aus dem Buch
1. Einleitung
Die Vorstellung über das Zusammenleben mit anderen Kulturen ist heutzutage Alltag geworden und kein besonderes Phänomen mehr. In Deutschland sind fremde Kulturen ein ständiges Thema, in den Medien sowie in der Politik. Zudem steigt die Zahl der Schüler*innen welche nach dem Bildungsabschluss einen Auslandsaufenthalt genießen. Im Folgenden habe ich mir die Frage gestellt wie diese beiden Komponenten aufeinander wirken. Welchen Einfluss haben Kulturen auf die Jugend und junge Erwachsene und wie verändert sich dadurch ihre Persönlichkeit? Des Weiteren stellt sich mir die Frage, warum wir Identitäten und Kulturen als etwas festes eingrenzen wollen.
Das Ziel der wissenschaftlichen Arbeit ist es, die eigen- und fremd Wirkung auf Menschen, die für längere Zeit im Ausland waren, zu analysieren und mögliche Zusammenhänge festzustellen. Zugleich wird anhand einer Studie von Muslimen in Deutschland der gesellschaftliche Diskurs von Kultur näher betrachtet.
Durch eigene Erfahrungen, die ich im Ausland nach meinem Bildungsabschluss sammeln durfte, habe ich eine Veränderung meiner Denkmuster wahrgenommen, weshalb mir die Thematik am Herzen liegt und ich mehr über die Zusammenhänge von Kultur und Identität erfahren wollte. Um einen guten Überblick in die genannte Thematik zu erlangen, beginnt die Arbeit mit der Erklärung von Identität und Alterität aus kultureller Sichtweise.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Beschreibt die Relevanz des Zusammenlebens mit anderen Kulturen, die Zielsetzung der Arbeit und den persönlichen Zugang zur Thematik.
2. Identität und Alterität: Analysiert Identität als Balanceakt zwischen Abgrenzung und Zugehörigkeit und stellt diese dem Konzept der Alterität (dem Anders-Sein) gegenüber.
3. Das Eigene: Erläutert den psychologischen und sozialen Heimatbegriff sowie die Bedeutung von Bindungen und Beheimatung für das Individuum.
4. Das Fremde: Untersucht Akkulturationsstrategien und wie sich Individuen gegenüber dominanten und nicht-dominanten Gruppen verhalten.
5. Gesellschaftliche Funktion von Fremdheit: Analysiert aus systemtheoretischer Perspektive, wie Fremdheit zur Grenzziehung und Sinnstiftung innerhalb einer Gesellschaft genutzt wird.
6. Kultur: Definiert Kultur als dynamisches Konstrukt und diskutiert kulturelle Identität, Differenz sowie die Kritik am Multikulturalismus.
7. Auslandsaufenthalte: Interkulturelle Kompetenz: Definiert den bildungsbezogenen Auslandsaufenthalt und beleuchtet an einem Fallbeispiel die Auswirkungen auf die persönliche Identitätsentwicklung.
8. Fazit: Führt die theoretischen Ergebnisse zusammen und bewertet das Potenzial von Auslandsaufenthalten kritisch im Hinblick auf die persönliche Weiterentwicklung.
Schlüsselwörter
Kulturelle Identität, Alterität, Eigenes, Fremdes, Akkulturation, Multikulturalismus, Auslandsaufenthalt, Interkulturelle Kompetenz, Heimat, Bindung, Ethnizität, Gesellschaft, Sozialisation, Persönlichkeitsentwicklung, Individuum.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Fragestellung, wie längere Aufenthalte im Ausland die kulturelle Identität und die Persönlichkeit von Menschen beeinflussen.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zu den Schwerpunkten zählen die theoretische Abgrenzung von Identität und Alterität, die Konstruktion von Heimat und Fremdheit sowie die Rolle von Kultur in gesellschaftlichen Debatten.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es, die Eigen- und Fremdwirkung auf Personen zu analysieren, die längere Zeit im Ausland verbracht haben, um daraus Erkenntnisse über die Elastizität menschlicher Identität zu gewinnen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Analyse soziologischer und pädagogischer Diskurse sowie der beispielhaften Betrachtung einer Fallstudie (Individualreisende).
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen zu Identität und Kultur sowie eine kritische Auseinandersetzung mit Diskursen wie Multikulturalismus und Akkulturation.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Publikation?
Wichtige Fachbegriffe sind kulturelle Identität, Akkulturation, Heimat, Fremdheit und interkulturelle Kompetenz.
Wie definiert der Autor das Konzept der Identität?
Identität wird als elastischer interaktionistischer Balanceakt begriffen, der zwar Ordnung und Sicherheit symbolisiert, aber stets im Kontext mit anderen Akteuren steht.
Welches Fazit zieht die Arbeit bezüglich Martina?
Das Beispiel zeigt, dass kulturelle Identität nicht starr an einen geographischen Ort gebunden sein muss, sondern durch Offenheit und soziale Interaktion im Ausland aktiv gestaltet werden kann.
- Arbeit zitieren
- Bachelor of Arts in Soziologie und Pädagogik Marie Josefine Grabner (Autor:in), 2021, Eigen- und Fremdeinwirkung auf die kulturelle Identität durch Auslandsaufenthalte, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/1331248