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Bewegung im Unterricht - Bekannt und doch verbannt

Erstellung eines Realisationskonzeptes für den schulischen Alltag

Titel: Bewegung im Unterricht - Bekannt und doch verbannt

Examensarbeit , 2008 , 40 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Nikolaus Kittner (Autor:in)

Pädagogik - Schulpädagogik

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Das Schulgesetz des Landes Nordrhein-Westfalen (erster Abschnitt, allgemeine Grundlagen) und Eugen Roth sind sich einig. Bewegung ist - oder macht - gesund!
Bewegung war am Gymnasium bereits einmal Thema einer Lehrerkonferenz. Dieser Fokussierung folgte allerdings keine erkennbare Umsetzung im Unterricht der Kollegen. Diese Erfahrungen im Schulalltag und Impulsreferate im Studienseminar bildeten den Auslöser für das in dieser Arbeit vorgestellte Konzept zur Integration von Bewegungs- und Entspannungsübungen im Unterricht.

Das Unterrichten an sich wird allenthalben als Belastung empfunden und das Vermitteln von Wissen als die Sysiphus-Arbeit des modernen Lehrers. Frei nach dem Motto: „Kaum begonnen so zerronnen.“
Referendaren wird zu Beginn der Ausbildung mit als erstes vermittelt, was einen guten Lehrer ausmacht. Da fallen Begriffe wie „Authentizität“, „Konsequenz“, „Vorbildfunktion“, „fachliche Sicherheit“, „methodisches Geschick“... Schon in den ersten Hospitationsstunden an den Schulen stellt man als Referendar fest, dass das schulische Bild gelegentlich eher von einer „freieren Interpretation“ dieser hehren Ziele geprägt ist. Und man muss erfahren, dass Missstände ebenso oft gar nicht an fehlender Motivation oder Innovationsbereitschaft der Lehrer, sondern an externen Zwängen liegen. Lehrer sind nicht mehr einfach nur Lehrer. Sie sind Erzieher, Streitschlichter, Krisenmanager, Begleiter, Kokorrektor, Animateur, Dirigent, Dompteur, Langstreckenläufer,... und Bauarbeiter in einem.

Natürlich lassen sich solch fiktive Abläufe durch organisatorisches Geschick entzerren, aber was bleibt ist ein Wust an Aufgaben, die alle zu erfüllen sind. Dies bedeutet allzu oft nur Stress. Dann noch eine der „schlimmen“ Klassen im Unterricht und ein weiterer Schritt in Richtung Burn-Out ist getan.

Auch aufgrund eigener Erfahrungen stellte ich mir die folgenden Fragen:

Wie kann man den Alltagsstress signifikant reduzieren, ihn zum Alltag ohne Stress werden lassen?

Wie kann Unterricht (wieder) lernförderlicher gestaltet und möglicherweise sogar Spaß am Unterricht evoziert werden?

Wie kann es gelingen, die Innovationen, die mit dem Schlagwort „Bewegte Schule“ einhergehen, so zu vereinfachen, dass ein jeder Möglichkeiten der Integration in seinem Unterricht sieht?

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die „Bewegte Schule“

2.1 Genese und Begriffsklärung

2.2 Ziele

3. Das Konzept

3.1 Einführung am Gymnasium

3.1.1 Möglichkeiten der „Bewegten Schule“ am Gymnasium

3.1.2 Probleme und Rahmenbedingungen

3.1.3 Funktion als Multiplikator

3.1.4 Methoden der Evaluation

3.1.5 Über die Praxismappe

3.1.6 Über die Materialkiste

3.2 Methoden und Inhalte die „bewegen“

3.2.1 Bewegungsanlässe

3.2.1.1 Das dynamische Sitzen

3.2.2 Themenbezogenes Bewegen im Unterricht

3.2.3 Bewegungspausen

3.2.4 Entspannungs- und Stilleübungen

3.3 Durchführung in eigener BdU-Klasse

3.3.1 Angaben zur Lerngruppe

3.3.2 Zielsetzungen

3.3.3 Didaktische Schwerpunktsetzung

3.3.4 Einleitende Stunde

3.3.5 Die Durchführung

3.3.5.1 Beispiele aus der Praxis

3.4 Die Zwischenbilanz

3.4.1 In der eigenen Klasse

3.4.2 Im Hinblick auf die Integration im Unterricht von Kollegen

4. Reflexion und Ausblick

4.1 Etablierung einer nachhaltigen Kultur der Bewegung am Gymnasium

4.2 Überprüfung der Alltagstauglichkeit und Effektivität von Bewegungsübungen

5. Fazit und Ausblick

6. Literatur

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit entwickelt ein praxisorientiertes Konzept zur Integration von Bewegungs- und Entspannungspausen in den schulischen Alltag am Gymnasium. Ziel ist es, das Lernklima bedarfsorientiert zu verbessern und Strategien für ein nachhaltiges Lernen zu fördern, ohne dabei in die didaktische Autonomie der Lehrkräfte einzugreifen oder bauliche Veränderungen vorauszusetzen.

  • Grundlagen und Ziele der „Bewegten Schule“
  • Entwicklung und Implementierung eines niedrigschwelligen Bewegungskonzepts
  • Methoden und praktische Anleitungen für den Unterrichtsalltag
  • Evaluation der Auswirkungen auf die Lerngruppe
  • Rolle der Lehrkraft als Multiplikator für bewegte Lernumgebungen

Auszug aus dem Buch

3.2.1.1 Das dynamische Sitzen

Mit dynamischem Sitzen ist nichts anderes gemeint, als seine Sitz- oder Arbeitshaltung dynamisch zu verändern. Ohnehin zeigen sich im Unterricht verschiedenste Ausgleichsbewegung, die Ausdruck eines Rhythmisierungsbedürfnisses der Schüler sind. Sei es, dass sich jemand am Kopf kratzt, mit den Beinen wippt, den Radiergummi zerpflückt oder mit dem Stuhl kippelt. Rhythmisierung beschreibt hierbei „einen regelmäßigen, dem psychomotorischen Bedürfnis des Individuums gerecht werdenden Wechsel von Statik und Dynamik, von Spannung und Entspannung, von Belastung und Erholung, der zu einem ausgewogenen körperlich-geistig-seelischen Wohlbefinden beiträgt.“

In modernen Firmen sind diese Prinzipien hinlänglich bekannt. Es finden sich neben ergonomischen Sitzmöbeln zahlreiche Möglichkeiten, den eigenen Arbeitstisch zu einem Stehpult umzufunktionieren und eventuell sogar das firmeneigene Fitnessstudio zu nutzen.

Eine Etablierung solcher „indirekter“ Bewegungsangebote gehört vielleicht zu den schwierigsten Aufgaben, die ein Lehrer in den eigenen Unterricht integrieren kann, bedeutete bis dato guter Unterricht doch in der Regel Stillsitzen und „aufmerksam“ zuhören. „Kippeln“ mit dem Stuhl wurde und wird häufig immer noch als ein Zeichen von Respektlosigkeit gewertet. Speziell Kippeln ist natürlich auch mit einem Verletzungsrisiko verbunden, weswegen ich speziell davon auch abraten würde. Was allerdings akzeptiert werden könnte, wäre das sogenannte „Lümmeln“, Sichräkeln und Strecken. Gänge zur Toilette und zum Mülleimer könnten im Unterricht geduldet werden. Ziel soll es sein, durch vertrauensbildende Maßnahmen, Abgabe von Verantwortung in die Hand der Schüler und eine Lockerung der Organisation im Klassenalltag zu einem verantwortungsbewussten Umgang mit Freiheiten im Unterricht zu führen. Dies erfordert sicherlich eine Phase der Eingewöhnung, in der die Schüler versuchen die ungewohnten Möglichkeiten demonstrativ auszutesten.

Will man ein Konzept wie die „Bewegte Schule“ sinnvoll integrieren, muss man als Lehrer diese Phase des anfänglichen Austestens erdulden lernen. In den Schülerköpfen soll die Erkenntnis reifen, dass die Möglichkeiten, die das Konzept der „Bewegten Schule“ bietet erstrebenswert sind und somit deren Verlust durch eigenes Fehlverhalten nicht riskiert werden sollte.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die gesundheitliche und lernförderliche Bedeutung von Bewegung und motiviert das Vorhaben, ein praktikables Konzept zur Integration von Bewegungs- und Entspannungspausen am Gymnasium zu etablieren.

2. Die „Bewegte Schule“: Dieses Kapitel erläutert die Genese und den Begriff der „Bewegten Schule“ aus verschiedenen fachdisziplinären Perspektiven und stellt den pädagogischen Kontext der ganzheitlichen Erziehung dar.

3. Das Konzept: Hier wird der praktische Ansatz beschrieben, der durch niederschwellige Angebote, Materialboxen und Praxismappen Kollegen dazu anregen soll, Bewegung ohne großen Planungsaufwand in ihren Unterricht zu integrieren.

4. Reflexion und Ausblick: Der Autor kritisiert die eigene Zielerreichung, analysiert die Akzeptanz im Kollegium und reflektiert die Alltagstauglichkeit der durchgeführten Maßnahmen in der eigenen Klasse.

5. Fazit und Ausblick: Das Fazit unterstreicht die Notwendigkeit, Bewegung als festen Bestandteil der Gesundheitserziehung durch klare Regeln und Rhythmisierung langfristig zu etablieren.

6. Literatur: Das Literaturverzeichnis führt die wissenschaftlichen Quellen, Handbücher und weiterführenden Internetressourcen auf, die zur theoretischen Fundierung der Arbeit genutzt wurden.

Schlüsselwörter

Bewegte Schule, Bewegtes Lernen, Gesundheitserziehung, Bewegungsanlässe, Entspannungspausen, Rhythmisierung, Unterrichtsklima, Handlungsorientierung, Klassenklima, Schulentwicklung, ganzheitliches Lernen, Bewegungsförderung, Referendariat, Lernförderung, Multiplikator.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Möglichkeiten, Bewegung als festen Bestandteil in den Unterrichtsalltag am Gymnasium zu integrieren, um das Lernklima zu verbessern und gesundheitsorientierte Lernprozesse zu fördern.

Welche zentralen Themenfelder behandelt das Konzept?

Das Konzept befasst sich mit Bewegungsanlässen, themenbezogener Bewegung im Unterricht, gezielten Bewegungspausen sowie Entspannungs- und Stilleübungen zur Stressreduktion.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist die Erstellung eines Konzepts, das Kollegen ermöglicht, Bewegung auf einfache und weitestgehend planungsfreie Weise in den Unterricht zu integrieren, unterstützt durch eine Praxismappe und eine Materialkiste.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet der Autor?

Der Autor nutzt eine Kombination aus theoretischer Reflexion, der Durchführung von Interventionen in einer eigenen Klasse (BdU) und deren Evaluation mittels Fragebögen sowie einer Fünf-Finger-Rückmeldung.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden theoretische Grundlagen zur Bewegung im Schulkontext erörtert, das konkrete Konzept sowie die Durchführung und praktische Beispiele in einer 8. Klasse vorgestellt und die Ergebnisse zwischenbilanziert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den zentralen Begriffen zählen „Bewegte Schule“, Rhythmisierung, Gesundheitserziehung, ganzheitliches Lernen und die Steigerung der Lernfreude.

Wie geht der Autor mit dem Widerstand im Kollegium um?

Der Autor setzt auf einen „Weg durch die Hintertür“, indem er betont, dass das Konzept nicht den gesamten Unterricht umkrempeln, sondern lediglich bestehende Abläufe durch niedrigschwellige Bewegungsangebote sinnvoll erweitern soll.

Warum ist das "dynamische Sitzen" ein wichtiger Bestandteil des Konzepts?

Es dient dazu, die starre Sitzhaltung als eine der belastendsten Haltungen für Schüler aufzubrechen und durch häufigere Positionswechsel die physische und geistige Ermüdung zu reduzieren.

Was zeigt die Zwischenbilanz in der eigenen Klasse?

Die Evaluation durch Fragebögen zeigt eine positive Tendenz hin zu einem verbesserten Lernklima, wobei spielerische Bewegungsangebote bei den Schülern besonders gut ankommen.

Ende der Leseprobe aus 40 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Bewegung im Unterricht - Bekannt und doch verbannt
Untertitel
Erstellung eines Realisationskonzeptes für den schulischen Alltag
Hochschule
Albert-Ludwigs-Universität Freiburg
Note
1,7
Autor
Nikolaus Kittner (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2008
Seiten
40
Katalognummer
V128595
ISBN (Buch)
9783640345793
ISBN (eBook)
9783640345977
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Bewegung Unterricht Bekannt Erstellung Realisationskonzeptes Alltag
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Nikolaus Kittner (Autor:in), 2008, Bewegung im Unterricht - Bekannt und doch verbannt, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/128595
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  40  Seiten
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