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Kompetenzdarstellung bei Professionen und Nicht-Professionen

Möglichkeiten und Risiken

Titel: Kompetenzdarstellung bei Professionen und Nicht-Professionen

Seminararbeit , 2009 , 21 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: BA Nils Pollmeyer (Autor:in)

Führung und Personal - Sonstiges

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Arbeitnehmer, oder auch „Arbeitskraftunternehmer“, müssen sich und ihre Leistung heute stärker denn je vermarkten. Die Notwendigkeit, die eigene Kompetenz darzustellen, variiert dabei je nach Tätigkeit. Insbesondere in Bereichen in denen Berater-Klienten-Verhältnisse vorherrschen, ist man gezwungen, nicht
nur kompetent zu sein, sondern auch Kompetenzvermutungen bei seinen Kunden zu schaffen. In der Arbeit soll erörtert werden, wie unterschiedlich Professionen und Nicht-Professionen Kompetenzvermutungen erzeugen können und welche Bedeutung die Darstellungskompetenz dabei hat. Es wird argumentiert,dass Kompetenzvermutungen gegenüber Professionen selten auf dem Vertrauen in eine bestimmte Person oder auf konkreten Erfahrungen, sondern vielmehr auf Rollenmustern, die von Institutionen gestützt werden, basieren. Nichtprofessionen
haben damit einen ‚Inszenierungsnachteil‘ gegenüber Professionen. Wie können sie Kunden von sich überzeugen? Welche Bedeutung hat dabei die Darstellungskompetenz, oder nach Pfadenhauer zusammengefasst: Wie wichtig ist die Kompetenzdarstellungskompetenz?

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Notwendigkeit der Kompetenzdarstellung

2. Schwierigkeiten der Kompetenzdarstellung

3. Professionen und Kompetenzdarstellung

3.1 Expertenschaft

3.2 Professionen

3.3 Der Professionelle als Kompetenzdarsteller

3.4 Kompetenzvermutungen bei Professionen

4. Wie schaffen Nicht-Professionen Kompetenzvermutungen

4.1 Professionalisierung der Nicht-Professionen

4.2 Indirekte Kommunikation und Vertrauen

5. Zusammenfassung

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Diese Arbeit untersucht die Notwendigkeit für Erwerbstätige, ihre eigene Arbeitskraft in einer sich wandelnden Wirtschafts- und Gesellschaftsstruktur strategisch zu vermarkten. Dabei wird analysiert, wie Professionen durch institutionelle Rollenmuster Kompetenzvermutungen erzeugen können, während Nicht-Professionen aufgrund eines „Inszenierungsnachteils“ vor der Herausforderung stehen, Vertrauen ohne direkte Selbstpreisung aufzubauen.

  • Die Entwicklung vom Arbeitnehmer zum „Arbeitskraftunternehmer“.
  • Die Differenzierung zwischen Expertenschaft und klassischen Professionen.
  • Die Rolle der „Selbstlobfalle“ bei der Vermarktung von Kompetenzen.
  • Möglichkeiten der Professionalisierung für Nicht-Professionen.
  • Die Bedeutung indirekter Kommunikation und symbolischer Signale für den Vertrauensaufbau.

Auszug aus dem Buch

3.1 Expertenschaft

Kompetenz geht oft mit Expertenschaft einher. Genau betrachtet, besteht hier allerdings ein Unterschied, daher erscheint es nötig, den Begriff der Kompetenz von der Expertenschaft abzugrenzen. Den Ursprung hat Expertenschaft in der „Ausdifferenzierung des Wissensvorrats einer Gesellschaft (…) in Allgemein- und Sonderwissen“ (Pfadenhauer 2003b, 23). Allgemeinwissen ist jedem Gesellschaftsmitglied zugänglich, wogegen Sonderwissen nur denjenigen zugänglich ist (gemacht wird), die von der Gesellschaft mit der Bewältigung dieser Probleme betraut worden sind. Je weiter die Gesellschaft arbeitsteilig aufgebaut ist und damit die soziale Differenzierung weiter fortgeschritten ist, desto mehr Spezialisten für immer engere Fachgebiete sind zu finden. Nahezu alle Gesellschaftsmitglieder sind „in irgendeinem Bereich Spezialisten, in allen anderen Dilettanten“ (Pfadenhauer 2003b, 26). Zwei Eigenschaften charakterisieren die Expertenschaft. Das Wissen und die Kompetenz. In Folge der fortschreitenden Differenzierung gliedern sich die Sonderwissensbestände immer weiter aus und „müssen oft in langwierigen ‚sekundären‘ Sozialisationsprozessen erworben werden“ (Pfadenhauer 2003b, 26). Dadurch verfügt er im Verhältnis zu anderen Nicht-Experten über einen „relativ exklusiven Wissensbestand“ (Pfadenhauer 2003b, 27) in Bezug auf die Prinzipien des Sachverhaltes und möglicher Lösungswege. Entscheidend für Expertenschaft ist allerdings nicht nur der exklusive Zugriff auf Informationen, sondern die Kompetenz des Experten, nämlich die attestierte „Zuständigkeit für problemlösende Entscheidungen“ (Pfadenhauer 2003b, 28), Dieser relativ weite Kompetenzbegriff unterscheidet sich deutlich von der engen arbeits- und organisationspsychologischen Definition von Kompetenz als Wissen, Befähigung und Motivation. Durch sein exklusives Spezialwissen kann der Experte eine alleinige Zuständigkeit reklamieren, wodurch ihm als „letzter Instanz die Verantwortung für Erkenntnis und Lösung von Problemen obliegt“ (Pfadenhauer 2003b, 28). Der Kompetenzbegriff geht deshalb über die exklusiven Fähigkeiten und Fertigkeiten hinaus. Nicht das exklusive Wissen allein macht ihn zum Experten, sondern seine Zuständigkeit für die Bereitstellung, Anwendung und Absicherung von Problemlösungen innerhalb seines Fachgebietes.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Notwendigkeit der Kompetenzdarstellung: Dieses Kapitel erläutert den Strukturwandel hin zum „Arbeitskraftunternehmer“, bei dem die aktive Selbstvermarktung zur Notwendigkeit wird.

2. Schwierigkeiten der Kompetenzdarstellung: Hier wird thematisiert, warum es für Auftraggeber zunehmend komplexer wird, die Kompetenz von Experten zu beurteilen, was diese zur aktiven Kompetenzdarstellung zwingt.

3. Professionen und Kompetenzdarstellung: Es wird analysiert, wie etablierte Professionen durch gesellschaftlich gestützte Rollenmuster Kompetenzvermutungen erzeugen können.

4. Wie schaffen Nicht-Professionen Kompetenzvermutungen: Dieses Kapitel untersucht alternative Strategien für Nicht-Professionen, um durch Professionalisierung oder indirekte Kommunikation Vertrauen zu gewinnen.

5. Zusammenfassung: Die Arbeit schließt mit einer Synthese der Ergebnisse, wobei betont wird, dass Nicht-Professionelle besondere Meister der Kompetenzdarstellungskompetenz sein müssen.

Schlüsselwörter

Arbeitskraftunternehmer, Kompetenzdarstellung, Professionen, Nicht-Professionen, Expertenschaft, Selbstvermarktung, Selbstlobfalle, Vertrauen, Inszenierungsnachteil, Professionalisierung, Indirekte Kommunikation, Rollenmuster, Kompetenzvermutungen, Karriere, Darstellungskompetenz.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Herausforderung für Erwerbstätige, ihre Kompetenz gegenüber Kunden oder Arbeitgebern glaubhaft darzustellen, ohne dabei in die sogenannte „Selbstlobfalle“ zu geraten.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Felder sind die Soziologie der Professionen, das Konzept des Arbeitskraftunternehmers, die Bedeutung von Expertenschaft sowie Strategien der indirekten Kommunikation.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie unterschiedliche Berufsgruppen – insbesondere Professionen im Vergleich zu Nicht-Professionen – durch verschiedene Mechanismen Vertrauen und Kompetenzvermutungen beim Klienten erzeugen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Aufarbeitung soziologischer Konzepte, insbesondere zur Wissenssoziologie und Professionssoziologie, gestützt durch Literatur und aktuelle Studien.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Unterschiede in der Kompetenzdarstellung zwischen klassischen Professionen und anderen Erwerbstätigen sowie die Rolle von Symbolen, Sprache und Professionalisierungsprozessen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die zentralen Begriffe sind Arbeitskraftunternehmer, Kompetenzdarstellung, Professionen, Indirekte Kommunikation und Selbstlobfalle.

Warum haben klassische Professionen einen „Inszenierungsvorteil“?

Sie profitieren von gesellschaftlich verankerten Institutionen und Rollenmustern, die ihnen Vertrauen entgegenbringen, ohne dass eine offensive, individuelle Selbstdarstellung erforderlich ist.

Was unterscheidet „Vertrauen“ von der „Zuversicht“ im Kontext der Arbeit?

Während Professionelle aufgrund ihrer institutionellen Einbettung oft mit einer grundlegenden Zuversicht behandelt werden, müssen Nicht-Professionelle sich das Vertrauen des Klienten durch geschickte, indirekte Kommunikation erst aktiv erarbeiten.

Kann ein Arzt heute noch auf den Arztkittel als Symbol verzichten?

Der Autor argumentiert, dass der Arztkittel zwar eine Erkennungsfunktion besitzt, aber für die Kompetenzvermutung gegenüber dem Patienten nicht zwingend notwendig ist, da die Professionszugehörigkeit selbst bereits ausreicht.

Ende der Leseprobe aus 21 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Kompetenzdarstellung bei Professionen und Nicht-Professionen
Untertitel
Möglichkeiten und Risiken
Hochschule
Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
Veranstaltung
Karrieremanagement
Note
1,0
Autor
BA Nils Pollmeyer (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2009
Seiten
21
Katalognummer
V126481
ISBN (Buch)
9783640321735
ISBN (eBook)
9783640323807
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Kompetenz kompetenzdarstellung Profession Beruf Selbstlob Indirekte Kommunikation Darstellungskompetenz Kompetenzdarstellungskompetenz
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
BA Nils Pollmeyer (Autor:in), 2009, Kompetenzdarstellung bei Professionen und Nicht-Professionen, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/126481
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  21  Seiten
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